Menü

Reisebericht aus Phuket: Tipps und Erfahrungen von der berüchtigten Abenteuerinsel

Die große Insel Phuket im Süden von Thailand ist ein Ort der Gegensätze: Sie ist Urlaubsparadies und Touri-Hölle zugleich. Endlose Sandstrände, luxuriöse Resorts und sogar noch etwas unberührte Natur locken auf der einen Seite. Demgegenüber stehen die schlimmsten Verfehlungen des Massentourismus in Thailand und ein echtes Verkehrsproblem. Also auf den Phuket-Urlaub lieber verzichten? Auf gar keinen Fall! Wir geben Euch in unserem Reisebericht aus Phuket Tipps und Infos zu Sehenswürdigkeiten und Freizeitaktivitäten – und möchten unsere Erfahrungen von der berüchtigten Abenteuerinsel mit Euch teilen.

Bunte Werbeplakate, hupende Mopeds, die von links und rechts an einem vorbeirauschen, moderne Neubauten von Co-Working-Spaces neben billigen und abgeranzten Hotels an jeder Ecke, Massagesalons und Verkaufsstände, so weit das Auge reicht. Ominöse Geldströme aus ganz Asien fließen auf die Insel und befeuern einen ungebrochenen Bau-Boom. Touris, die oben ohne und mit Einkaufstüten beladen an belebten Hauptstraßen ohne Gehweg entlanglaufen. Wer auf Phuket unterwegs ist, kommt ohne gute Nerven und eine gewisse Dosis Fremdscham für seine Mit-Touristen nicht aus. Aber das ist natürlich kein vollständiges Bild, sondern lediglich eine Seite der Insel – eine von vielen.

“Phuket ist aus meiner Erfahrung der einzige Ort, an dem Du wahnsinnig viele Optionen hast”, berichtet mir Dirk Idziaszek, der bereits seit sechs Jahren auf Phuket lebt und dort ein eigenes Hotel betreibt. “Im Phang-nga Nationalpark wartet die Erkundung von James Bond Island mit dem smaragdgrünen Wasser und den fantastischen Felsformationen. Der Samet Nang She Viewpoint mit Blick auf den Nationalpark sollte man bei Sonnenauf- oder Sonnenuntergang erlebt habene. Phuket Old Town mit der Thalang Road bietet Kultur und Essensvielfalt. In Patong mit der Bangla Road tobt das verrückte Nachtleben und es gibt etliche Shopping-Möglichkeiten. Der Norden von Phuket um den Mai Khao Beach lädt zum Entspannen ein – der Rest eher zum ‘Thailand Light Urlaub'”, berichtet der Thailand-Experte und gibt mir für meinen Aufenthalt wertvolle Phuket-Insider-Tipps.  

Ich sehe gleich von Anfang an die zahlreichen Seiten dieses vielfältigen Reiseziels mit traumhaft viel grünem Dschungel, Stränden wie aus dem Bilderbuch, glasklares Wasser und eine „beste Reisezeit“ im Süden von Thailand, die glücklicherweise von Dezember bis Ende März liegt – also genau dann, wenn in Deutschland tiefster Winter ist. Und ja, es gibt sie auch auf Phuket, die mehr oder minder unberührten Ecken der Insel, in denen auch Reisende auf ihre Kosten kommen, die mehr vom Urlaub erwarten als All-Inclusive-Pauschalurlaub in einem mittelmäßigen Hotel. 

Entspanntes Beach Life: Phuket ist ideal für einen ausgedehnten Strandurlaub. Foto: Sascha Tegtmeyer
Entspanntes Beach Life: Phuket ist ideal für einen ausgedehnten Strandurlaub. Foto: Sascha Tegtmeyer

Man gebe noch ein kräftiges Wirtschaftswachstum hinzu, super schnelles Internet bis in den letzten Winkel, eine Spielwiese für IT-Experten und Webentwickler aus aller Welt, Supermärkte mit Warensortiment wie in den USA und Filialen der großen internationalen Konzerne hervorbringt. Phuket ist mehr als eine ländliche Urlaubsregion voller schmuddeliger Touris – die Insel ist ein echter Moloch – ein Schmelztiegel, in dem vieles zusammenkommt. Es gibt etliche Phuket Urlaubsberichte – wir wollen die Insel zeigen, wie sie wirklich ist und haben Euch in unserem Reisebericht aus Phuket Tipps und Infos zu Sehenswürdigkeiten und Freizeitaktivitäten zusammengestellt – und möchten in unserem Phuket-Reisebericht unsere echten Erfahrungen von der berüchtigten Abenteuerinsel mit Euch teilen.

Überblick: Phuket Reisetipps – was charakterisiert die Insel?

Inhaltsverzeichnis

  • Phuket ist die größte Insel Thailands
  • die Insel ist eine aufstrebende Wirtschaftsregion in Südostasien
  • auf Phuket finden sich traumhaft schöne Strände und eine ausgezeichnete touristische Infrastruktur mit vielen guten Hotels
  • die Destination ist leider auch für einige schlimme Sünden des Massentourismus bekannt
  • Phuket ist ein unheimlich vielseitiges Reiseziel und bietet etliche Freizeitaktivitäten und Sehenswürdigkeiten
  • die Insel besitzt noch einige einigermaßen unberührte, wünderschöne Orte – wir stellen sie Euch vor
  • Jetzt günstigen Thailand-Urlaub bei unserem Partner weg.de buchen (Partnerlink)

Unsere ersten Eindrücke aus Phuket: laut, voll, abenteuerlich

Als ich diesen Reisebericht aus Phuket schreibe, war ich bereits zwei Mal auf der Insel und konnte das Reiseziel noch einmal aus einer ganz neuen Perspektive erleben. Das ermöglicht mir, doch etwas differenzierter und klarer auf die Destination zu blicken als nach der ersten Reise, die mir im Nachhinein noch wie ein ziemliches Abenteuer erschien. Wenn man zum ersten Mal an einem Urlaubsort ist, nimmt man doch alles relativ selektiv wahr, weil es neu und unbekannt ist. Beim zweiten Besuch habe ich für zehn Tage einen Segelurlaub in Thailand (Erfahrungsbericht) gemacht und anschließend noch mit einer Woche Urlaub an Land verlängert – eine grandiose Idee, wie sich später herausstellen sollte.

Ich sitz in einem Starbucks in Phuket,
mobiles Netz ist schneller als daheim.
Vielleicht bringt mir dieser Urlaub ja,
andere Kulturen nah.
Ich sitz in einem Starbucks in Phuket,
bedient von einer Kellnerin aus Mainz.

Alligatoah, Musiker

Dieser Songtext beschreibt Phuket erstaunlich gut. Wer Natürlichkeit und Ursprünglichkeit sucht, ist hier garantiert falsch und sollte sich noch einmal einige 100 Kilometer weiter in Nordthailand umsehen. Natürlich kann man auf Phuket auch die Thailändische Kultur erleben – besser geht das jedoch sicherlich in weniger touristischen Landesteilen. Und so ließen sich meine ersten Eindrücke vom ersten Besuch auf Phuket beim zweiten Mal auch recht schnell bestätigen: Es ist vielerorts laut, voll und unheimlich touristisch. Zumindest auf den ersten Blick – wenn man den Flughafen verlässt und mit seinem Fahrer über die Insel fährt. Kann man es den Einwohnern verdenken?

Denn gleichzeitig ist Phuket nämlich auch auf dem Weg in die Zukunft, eine aufstrebende Wachstumsregion – sieht man an den Shopping Malls, den Co-Working-Spaces und den internationalen Marken, die ihre Filialen überall eröffnen. “Phuket steht im Wettkampf gegen Singapur – bietet mit Phang-nga oder Krabi aber viel mehr Optionen. Phuket selbst wird sich zur Smart Island entwickeln”, so Resort-Betreiber Idziaszek. Das Internet ist übrigens wirklich spürbar besser als in Deutschland und reicht bis in die letzte Ecke der Insel. Auf dem Segeltörn hatte ich mobiles Netz noch Kilometerweit vom Land entfernt – in Deutschland nimmt die Netzabdeckung am Ortsausgangsschild schon spürbar ab. Für den durchschnittlichen Strandurlauber mag das nicht so wichtig sein, der möge sein Smartphone im Urlaub sowieso häufiger mal beiseite legen. Die gute technische Infrastruktur lockt Programmierer und IT-Experten aus der ganzen Welt an – ein Faktor, der die Insel unheimlich aufwertet (und in den nächsten Jahren vermutlich auch deutlich verteuern wird).

Erste Erkenntnis: Phuket wird zu den Spitzen im Süden und Norden hin immer schöner

Blick auf den Ya Nui Beach: ganz im Süden ist Phuket traumhaft schön. Foto: Sascha Tegtmeyer
Blick auf den Ya Nui Beach: ganz im Süden ist Phuket traumhaft schön. Foto: Sascha Tegtmeyer

Und jetzt kommt der Clou: Mir fällt zu Beginn des zweiten Besuchs erstmals auf, dass Phuket umso schöner wird, je weiter man nach Süden kommt. Die Landschaft wird idyllischer, die Ortschaften kleiner und die Strände machen einen gepflegteren Eindruck. Ganz an der Südspitze der Insel wartet tatsächlich ein kleines Paradies auf alle, die den Weg bis hier herunter auf sich nehmen. Zur Belohnung gibt es tolle Hotels der gehobeneren Kategorie, paradiesische Strände und insgesamt etwas weniger Urlauber als auf dem Rest der Insel.

Der Süden ist die schönste Ecke der Insel – und ich checke hier nach dem sportlichen Segeltörn in mein Wellness-Detox-Resort ein, das ich mir in mühevoller Kleinarbeit vor der Reise recherchiert habe. Der äußerste Süden erscheint mir als mit Abstand schönste Ecke der Insel. Allerdings mit einer Ausnahme: Die ewig langen Sandstrände nördlich des Flughafens bei Mai Khao sind ebenfalls unheimlich toll. Dort habe ich vor dem Segeltörn drei Tage verbracht und war ganz angetan. Offensichtlich zieht es die meisten Urlauber vom Airport direkt in südliche Gefilde. Mai Khao und die Nordspitze Phuket sind deshalb etwas weniger touristisch. Hier befinden sich lediglich einige Premium-Hotels der großen internationalen Hotelketten.

Die wichtigste Reiseausrüstung für Eure Phuket-Urlaub

Werbeanzeigen

Bestseller Nr. 1
SANDINI TravelFix Hoodie Regular Size – Premium Reisekissen mit Verschluss/Nackenkissen mit ergonomischer Stützfunktion und integrierter Kapuze – Gratis Transporttasche mit Befestigungs-Clip
39 Bewertungen
Bestseller Nr. 2
Bestseller Nr. 3
Bestseller Nr. 4
Bestseller Nr. 6

Baan Krating Resort auf der Laem Krating Halbinsel: Phukets letztes echtes Bungalow-Resort zwischen Dschungel und Traumstrand

Blick von meinem Bungalow im Baan Krating Resort: das Krating Kap ist der südlichste Zipfel von Phuket. Foto: Sascha Tegtmeyer
Blick von meinem Bungalow im Baan Krating Resort: das Krating Kap ist der südlichste Zipfel von Phuket. Foto: Sascha Tegtmeyer

Als mich der Fahrer von der Yacht Haven Marina ganz im Norden von Phuket in den äußersten Süden fährt, dauert nicht nur die Tour ewige 1,5 Stunden über die Serpentinenstraßen im Südwesten, ich bin auch noch etwas unschlüssig, ob ich eine gute Wahl meines Hotels für die nächste Woche getroffen hatte. Vor der Reise war mein Ziel gewesen, richtig Erholung und Entspannung zu suchen und bei Detox und Wellness mal so richtig die Seele baumeln zu lassen.

Direkt am Fuß des Resorts befindet sich der Ao Sane Beach – der vielleicht schönste Strand Phukets. Foto: Sascha Tegtmeyer
Direkt am Fuß des Resorts befindet sich der Ao Sane Beach – der vielleicht schönste Strand Phukets. Foto: Sascha Tegtmeyer

Also habe ich mir das abgelegenste und vermeintlich einsamste Resort herausgesucht, das ich finden konnte: das Baan Krating Resort auf der Laem Krating Landzunge im äußersten Süden von Phuket. Um dort hinzugelangen, mussten wir alle gepflasterten Straßen verlassen und landeten ganz am Ende tatsächlich mitten im Nirgendwo. Aber einem wunderschönen Nirgendwo abseits sämtlicher übervölkerter Touristenorte – herrlich! Mitten im Dschungel, an einem Hang gelegen, war das Resort so gut versteckt, dass wir es ohne eine gute Smartphone-Navigation niemals gefunden hätten.

Und der weite Weg sollte sich auszahlen: Das Baan Krating Resort ist das letzte echte Bungalow-Resort auf Phuket, das noch keiner Luxussanierung unterzogen wurde. Die Bungalows sind mitten in den Dschungel hineingebaut und umgeben die Hauptgebäude mit Restaurant und Rezeption. Am Abend fängt der ganze Regenwald an zu leben, man ist hier wirklich inmitten der Natur und Tierwelt in Thailand. Von den Bungalows sind es nur einige Meter hinab bis zum Ao Sane Beach, einem winzigen Traumstrand am Fuß des Resorts, der ganz sicher zu den schönsten Stränden auf Phuket gehört.

Die Bungalows sind etwas in die Jahre gekommen – okay – dafür sind die Preise mit um die 60 Euro pro Nacht (habe ich bei Buchung über einen großen, deutschen Reiseveranstalter bezahlt, Preise variieren) für ein Hotel dieser Art recht günstig. Das Frühstück ist gut – nicht besonders abwechslungsreich, aber lecker. Gut genug, um sich satt zu essen. Die Mitarbeiter sind genial – sie sind unheimlich freundlich und kümmern sich mit vollem Einsatz um die Gäste. Demnach wird mir eines relativ schnell klar: Mit dem Baan Krating Resort ist mir ein Volltreffer gelungen – und ich habe zum ersten Mal überhaupt ganz allein ein echtes Secret Escape entdeckt.

Phuket mit dem Motorroller oder Mietwagen entdecken

Mit dem Roller habe ich Phuket von vorne bis hinten für Euch erkundet. Foto: Sascha Tegtmeyer
Mit dem Roller habe ich Phuket von vorne bis hinten für Euch erkundet. Foto: Sascha Tegtmeyer

Nach ein paar Tagen Entspannung, Wellness-Urlaub und Detox im Jungle-Resort ist mir dann doch wieder nach etwas Abenteuerurlaub. Also miete ich mir für die restliche Zeit einen Roller, um die Ecken von Phuket zu erkunden, die ich bis dato noch nicht gesehen habe. Unter anderem die Insel Koh Sire, die direkt bei Phuket Stadt liegt und mir bis dato noch gar nicht aufgefallen war. Die Insel lässt sich unheimlich gut mit dem Motorroller entdecken und erkunden. Vielerorts kann man ein kleines Zweirad schon für umgerechnet zehn Euro oder weniger pro Tag mieten. Hierzu jedoch direkt eines vorweg: Passt beim Fahren unbedingt auf. Die größte Gefahr auf Phuket für Leib und Leben auf der gesamten Insel lauert definitiv im Straßenverkehr. Jedes Jahr sterben auf Phuket etliche Urlauber bei Unfällen mit Mietwagen oder Motorrollern.

Wer jedoch gut aufpasst, kann mit seinem Gefährt nicht nur die ganze Insel bequem entdecken, sondern wird auch noch eine ganze Menge Spaß beim Herumfahren haben. Die Straßen sind tendenziell gut ausgebaut. Es gibt mehrere Nord-Süd-Verbindung und auch Querverbindungen auf Phuket, so dass man im Prinzip relativ zügig von jedem Ort der Insel zum anderen kommt. Erfahrungsgemäß ist das Fahren auf der Insel besonders im Berufsverkehr und in der Region rund um Phuket Stadt etwas anstrengend. Dort staut sich der Verkehr höllisch und man kommt auch mit dem Motorroller kaum vorwärts. Ansonsten ist der Roller tatsächlich erste Wahl, um alle Sehenswürdigkeiten zu entdecken.

Trubel und lärm auf Phuket: die Insel ist ein echter Moloch – hat aber auch eine paradiesische und idyllische Seite. Foto: Sascha Tegtmeyer
Trubel und lärm auf Phuket: die Insel ist ein echter Moloch – hat aber auch eine paradiesische und idyllische Seite. Foto: Sascha Tegtmeyer

Ein Mietwagen sollten sich nur sehr erfahrene Fahrer mit Nerven wie Drahtseilen nehmen. Meinen Mietwagen hat ein großer und bekannter deutscher Vermieter mit einer englischen „6“ im Namen ohne Angabe von Gründen einfach wieder storniert, obwohl er mir erst bestätigt worden war – sowas habe ich bis dato auch noch nicht erlebt, ich nehme mir sonst an jedem Reiseziel einen Wagen. Wer weiß, wofür es gut war. So habe ich mir für den gesamten Aufenthalt ein Zweirad genommen und bin mehrere Tage damit über die Insel gefahren. Die kleinsten Motorroller dort fahren etwas schneller als in Deutschland, man kommt so mit 50-60 km/h voran – Top-Speed liegt sogar bei 80 km/h. Innerhalb von maximal anderthalb Stunden kommt man von ganz im Süden bis ganz in den Norden. Mit meinem Gefährt habe ich innerhalb von einer Woche alle wichtigen Sehenswürdigkeiten und natürlich vor allem die schönsten Strände der Insel abgeklappert – nur um zu der Erkenntnis zu gelangen, das es ganz im Süden von Phuket am Kap Krating am aller schönsten ist. 

Die wichtigsten Fragen rund um Phuket: Tipps für Euren perfekten Aufenthalt

Viele Leute, die das erste Mal nach Thailand und nach Phuket reisen, stellen sich ein paar durchaus essentiell wichtige Fragen: Wo ist es am schönsten auf Phuket? Wie lange sollte ich auf Phuket bleiben? Und wenn ich von der Insel aus weiterreisen möchte, welche Inseln von Phuket aus besuchen? Ebenfalls eine wichtige Frage ist, wie groß Phuket eigentlich ist? Schließlich gehört zur Planung auch, wie man sich vor Ort fortbewegt. Wir haben die wichtigsten Fragen für Euch vorab geklärt. 

Wo ist es am schönsten in Phuket?

Die Antwort auf die Frage „Wo ist es am schönsten in Phuket?“ lässt sich natürlich nicht so ganz einfach klären – insbesondere, weil sie sehr subjektiv und vieles Geschmacksache ist. “Das hängt von den Vorlieben ab. Im Norden finden Urlauber die Ruhe mit der Option, den Phang-nga Nationalpark zu erkunden. Im Süden gibt es Party, Shopping oder Kultur wie die Thalang Road und alte Bergwerke aus der Anfangszeit von Phuket”, berichtet Phuket-Insider Dirk Idziaszek. Ich bekomme während meines Aufenthalts den Eindruck, dass die Südspitze mit dem Kap Krating, dem Nai Harn Beach und dem Promphet Kap zu den schönsten Ecken von Phuket gehört. Dort befinden sich relativ kleine Orte, gehobene Hotels und es gibt dort tatsächlich noch eine ganze Menge unberührte Natur zu entdecken. Wer hingegen etwas mehr Jubel und Trubel möchte, ist im Südwesten der Insel besser aufgehoben.

Dort befinden sich die Urlaubsorte Kata, Karon und Patong. Ebenfalls ganz schön ist die Gegend um den Surin Beach. Dieser liegt ungefähr auf halber Höhe und ist somit etwas schneller zu erreichen. Ein echter Phuket Geheimtipp ist auch die Region nördlich des Flughafens. Dort befinden sich ewig lange, ausgedehnte Sandstrände. Zudem ist auch diese Region noch nicht übermäßig frequentiert und man hat dort tatsächlich halbwegs seine Ruhe. Davon ab ist die Einflugschneise des Flughafens eine echte Attraktion, weil die Flugzeuge dort im Landeanflug direkt wenige Meter über dem Strand anfliegen – ähnlich wie auf Sint Maarten in der Karibik.

Alle Infos zu den schönsten Orten in unserem Reisebericht.
Im äußersten Süden von der Insel befinden sich einige echte Traumstrände – deshalb ist die Region wahrscheinlich die schönste Ecke auf Phuket. Foto: Sascha Tegtmeyer

Wie lange in Phuket bleiben?

Die Frage „Wie lange in Phuket bleiben?“ muss ebenfalls sehr individuell beantwortet werden: Für einen Aufenthalt am Strand würde ich drei bis vier Tage einplanen. In dieser Zeit kann man das entspannte Beach Life genießen, etwas Schwimmen und ein bisschen Wassersport wie Schnorcheln und Stand Up Paddling genießen. Wenn man sich die Insel etwas ausführlicher anschauen will, sollte man mindestens fünf bis sieben Tage einplanen, um mehrere Touren zu unternehmen und auch noch mal den ein oder anderen Strandtag dazwischen zu haben. 

Welche Inseln von Phuket aus besuchen?

Der Monkey Beach von Koh Phi Phi ist meiner Meinung nach die schönste Ecke des Archipels. Foto: Sascha Tegtmeyer
Der Monkey Beach von Koh Phi Phi ist meiner Meinung nach die schönste Ecke des Archipels. Foto: Sascha Tegtmeyer

Die meisten Urlauber, die nach Phuket kommen, reisen früher oder später weiter nach Koh Phi Phi. Das scheint sich wohl als ungeschriebenes Gesetz etabliert zu haben. Denn offensichtlich scheint dies besonders naheliegend zu sein. Wie ich finde: ein großer Fehler! Denn Koh Phi Phi ist eine unheimlich touristische und zugebaute Insel, die meiner Meinung nach längst nicht so schön ist, wie sie auf vielen Bildern wirkt. Man kann sich diese Insel sicherlich einmal anschauen, um sie gesehen zu haben, aber längere Zeit würde ich dort nicht verweilen wollen.

Deshalb bleibt die Frage: Welche Inseln von Phuket aus besuchen? Wer wirklich eine schöne Inseltour von Phuket aus machen möchte, hat eigentlich zwei Möglichkeiten: Entweder, man macht die Tour nach Koh Lanta, Koh Muk (Koh Mook) bis hinab nach Koh Lipe (Reisebericht). Die zweite Möglichkeit ist vom Flughafen auf Phuket nach Koh Samui zu fliegen und dort die Inseln Koh Samui (Reisebericht), Koh Phangan (Reisebericht) und Koh Tao zu besuchen. Wer Zeit und Lust hat, kann auch beide Insel-Hopping-Routen nacheinander absolvieren. Die genannten Inseln sind wahre Trauminseln, die meiner Meinung nach allesamt viel schöner sind als Koh Phi Phi.   

Wie groß ist die Insel Phuket?

Phuket ist die größte Insel in Thailand und insgesamt 576 Quadratkilometer groß – etwa 50 Kilometer von Norden nach Süden und 22 Kilometer von Westen nach Osten. Um ohne Verkehr ganz von Norden bis ganz in den Süden zu kommen, benötigt man etwa eine Stunde, mit Verkehr eine Stunde und 30 Minuten. Die meisten Distanzen auf der Insel lassen sich außerhalb der Rushhour innerhalb von 30 bis 45 Minuten zurücklegen. 

Phuket-Tipps: Sehenswürdigkeiten von Tempeln bis Wasserfällen

Auf Phuket gibt es unheimlich viel zu entdecken – Traumstrände, Food-Märkte, Wasserfälle und vieles mehr. Die große Insel ist unheimlich abwechslungsreich und bietet für eigentlich für jede Vorliebe passende Sehenswürdigkeiten und Unterhaltungsmöglichkeiten. Wir stellen Euch in unserem Phuket-Reisebericht einige davon vor.

1. Big Budda auf Phuket: Wahrzeichen mit Symbolkraft

Der Big Buddha thront hoch über Phuket – und ist ein tolles Ausflugsziel, das Ihr mit dem Motorroller ansteuern könnt.
Der Big Buddha thront hoch über Phuket – und ist ein tolles Ausflugsziel, das Ihr mit dem Motorroller ansteuern könnt.

Beim Big Buddha auf Phuket handelt es sich um eine besonders große Buddha-Statue. Die Statue besteht aus Marmor und ist satte 45 Meter hoch. Der Sockel hat einen Durchmesser von 25 Metern. Neben dem Großen Buddha steht noch ein kleinerer Buddha aus Gold. Am Big Buddha hat man zudem einen ausgezeichneten Blick über die Insel. Die Anfahrt ist über Karon oder Chalong möglich.

2. Phuket Stadt und die Insel Koh Sire: Kontrast zwischen Trubel und Ruhe

Phuket Stadt ist im Vergleich zu vielen anderen Inselhaupstädten erstaunlich schön – was vor allem an der Altstadt mit ihrer teils kolonialen Architektur liegt. Die Außenbezirke von Phuket Stadt sind hingegen von Verkehr und überfüllten Straßen geprägt. Zudem ist der Ort eine einzige große Baustelle. Von Phuket Stadt aus kommt man zur Insel Koh Sire, die sich über eine Brücke erreichen lässt. Die Insel ist eigentlich eine Seezigeuner-Kolonie. Allerdings werden dort mittlerweile einige wirklich beachtenswerte Premium-Hotels gebaut. Noch ist die Insel ein Geheimtipp. Direkt hinter der Brücke wird man erst einmal von wilden Affen begrüßt, die dort in den Sümpfen leben. 

3. Wat Chalong Tempel: Phukets berühmtester Tempel

Der Wat Chalong ist nicht nur der größte der 29 buddhistischen Tempel der Insel Phuket, sondern völlig zurecht auch der beeindruckendste und prominenteste. Der Tempel liegt in der Ortschaft Chalong südöstlich von Phuket Stadt. Die Pagoden des Tempels sind wirklich beeindruckend. Zudem werden hier die Mönche Luang Pho Chuang und Luang Pho Chaem verehrt, die während des Aufstands der Zinnarbeiter im Tempel lebten.

Eine ebenfalls sehr sehenswerte Alternative ist der Nai Harn Tempel direkt am gleichnamigen Strand. Diese Tempelanlage ist allerdings deutlich kleiner – liegt dafür ganz idyllisch zwischen dem Strand und einem kleinen See. 

4. Laem Promthep (Promthep Kap): Tempel und Panorama am Südzipfel

Blick vom Promthep Kap auf die vorgelagerte, unbewohnte Insel Koh Man. Foto: Sascha Tegtmeyer
Blick vom Promthep Kap auf die vorgelagerte, unbewohnte Insel Koh Man. Foto: Sascha Tegtmeyer
Am Promthep Kap findet Ihr einen Tempel mit zahlreichen Elefanten-Statuen. Foto: Sascha Tegtmeyer
Am Promthep Kap findet Ihr einen Tempel mit zahlreichen Elefanten-Statuen. Foto: Sascha Tegtmeyer

Laem Promthep – oder auch als Promthep Kap bezeichnet – befindet sich ganz an der Südspitze von Phuket. Dabei handelt es sich um einen Aussichtspunkt, von dem aus man den gesamten Küstenabschnitt überblickt und bis zum Ya Nui Beach, die Inseln Koh Man, Koh Kaeo Yai und Koh Kaeo Noi blickt und auf das Krating Kap blickt. Besonders zum Sonnenuntergang bietet sich ein unglaublich schöner Anblick am Laem Promthep (Promthep Kap). Dort befindet sich zudem ein Leuchtturm und ein kleiner buddhistischer Tempel. Ehrlich gesagt habe ich den Leuchtturm für einen Teil des Tempels gehalten, als ich dort vor Ort war.

5. Koh Lon vor Rawai: Naturparadies direkt vor der Küste

Die kleine, idyllische Insel Koh Von befindet sich direkt vor Rawai. Sie ist lediglich einige hundert Meter von Phuket entfernt. Man kann also problemlos mit einem Kajak oder auch mit einem Stand Up Paddling Board zu dem Eiland übersetzen. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, mit einem Taxiboot zu fahren. Auf Koh Lon gibt es ein paar herrliche, einsame Sandstrände. Die Insel ist nämlich unbewohnt.

6. Food Market auf Phuket besuchen

Food Market auf Phuket: ein Hochgenuss für alle echten Food Lover. Foto: Sascha Tegtmeyer
Food Market auf Phuket: ein Hochgenuss für alle echten Food Lover. Foto: Sascha Tegtmeyer

Kein Besuch in Südostasien, in Thailand oder Phuket ist vollständig, wenn man nicht auch einen Abstecher zu einem Food Market unternimmt. Zu essen gibt es dort alles, was das Herz begehrt. Gemüse, Fleisch und Fisch werden frisch zubereitet. Zudem gibt es Eis und leckere, direkt vor Ort zubereitete Smoothies. Ich war jeden Tag mindestens einmal auf einem Food Market oder Night Market. Die Märkte gibt es eigentlich in jeder größeren Ortschaft auf Phuket. 

Gemüse, Fisch und Fleisch: auf den Food Markets wird alles angeboten, was essbar ist. Foto: Sascha Tegtmeyer
Gemüse, Fisch und Fleisch: auf den Food Markets wird alles angeboten, was irgendwie essbar ist. Ich bin meistens bei Nudeln, Hühnchen und Gemüse geblieben. Foto: Sascha Tegtmeyer

7. Für Tierliebhaber: Phuket Elephant Sanctuary

Im Phuket Elephant Sanctuary kommt man den beeindruckenden Tieren hautnah. Foto: Sascha Tegtmeyer
Im Phuket Elephant Sanctuary kommt man den beeindruckenden Tieren hautnah. Foto: Sascha Tegtmeyer

Elefanten werden in Südostasien häufig schlecht behandelt – in Shows gequält oder abgerichtet, um Besucher zu bespaßen. Die Tiere werden dafür oftmals misshandelt und gequält. Nicht so im Phuket Elephant Sanctuary. Die Einrichtung nach dem Vorbild der Rettungsstation in Chiang Mai kauft misshandelte Tiere aus Zoos und von Veranstaltern und bringt sie in einem Areal im Norden von Phuket unter. Der Park ist für Besucher zugänglich, die dort eine Menge über Elefanten erfahren und hautnah Zugang zu den freilebenden Tieren erhalten. Der Eintritt für das Phuket Elephant Sanctuary ist nicht ganz günstig – 92 Euro pro Person – aber es lohnt sich: Der Verein kauft damit weitere Elefanten und bietet ihnen ein besseres Zuhause. 

Die geschundenen Elefanten werden im Phuket Elephant Sanctuary medizinisch versorgt und liebevoll gepflegt. Foto: Sascha Tegtmeyer
Die geschundenen Elefanten werden im Phuket Elephant Sanctuary medizinisch versorgt und liebevoll gepflegt. Foto: Sascha Tegtmeyer

8. Affen-Schutzprojekt: The Gibbon Rehabilitation Project (GRP)

Ganz in der Nähe vom Bang Phae Wasserfall im Khao Pra Theaw-Nationalpark befindet sich die Rettungsstation des The Gibbon Rehabilitation Project (GRP) mitten im Dschungel. Viele Besucher stoßen zufällig auf die Einrichtung, wenn sie auf dem Weg zum Wasserfall sind. Dort werden Weißhandgibbons mit viel Engagement und Aufwand auf eine Wiederauswilderung in ihren ursprünglichen Lebensraum vorbereitet. Sehr sehenswert und absolut inspirierend.

9. Phuket: Wasserfall geht immer

Der Bang Pae Wasserfall im Nordosten von Phuket. Foto: Sascha Tegtmeyer
Der Bang Pae Wasserfall im Nordosten von Phuket. Foto: Sascha Tegtmeyer

Auf Phuket gibt es im Inneren der Insel zahlreiche Wasserfälle. Besonders bekannt sind die Kathu Wasserfälle in der Inselmitte, die Tonsai Wasserfälle und die Bang Pae Wasserfälle. Letzte befinden sich ganz in der Nähe des Phuket Elephant Sanctuary und des Gibbon Rehabilitation Project und können bei einem Besuch gut kombiniert werden. 

10. Sirinat Nationalpark: unberührte Natur – direkt am Flughafen

Grundsätzlich ist die Gegend rund um den Flughafen erstaunlich schön und erscheint mir insgesamt recht unterbewertet zu sein. Dort stößt man noch heute auf deutlich weniger Urlauber als auf dem Rest der Insel. So befindet sich etwa der Sirinat Nationalpark, der erstaunlich schön ist. Dort befinden sich weiße Sandstrände und einige Wälder und Mangroven, die direkt bis ans Wasser reichen. Ein Großteil des Sirinat Nationalparks befindet sich wasserseitig und bietet zum Tauchen und Schnorcheln einige der schönsten Korallenriffe der Region.

Freizeitaktivitäten-Tipps auf Phuket: Surfen, SUP, Tauchen, Cruisen

Phuket ist eine Urlaubsdestination, die direkt am Meer liegt – und dementsprechend hoch im Kurs steht bei allen, die auf der Insel Wassersport wie Schnorcheln und Tauchen, Stand Up Paddling, Kajak fahren oder Segeln nachgehen wollen. Nichtsdestotrotz kann man sich auch mit zahlreichen weiteren Aktivitäten und Unternehmungen, die an Land stattfinden, bei Laune halten. 

1. Schnorcheln und Tauchen auf Phuket

Schnorcheln und Tauchen auf Phuket gehören ganz sicher zu den wichtigsten Sportarten, die Urlauber hier ausprobieren. Wer den Tauchschein hat oder Tauchen lernen möchte, sollte unbedingt mit den örtlichen Tauschschulen, die häufig unter europäischer Leitung stehen, einen Tauchausflug oder sogar eine Thailand-Tauchsafari buchen. Entdecken könnt Ihr rund um die Insel und auch auf den kleinen Nachbarinseln bunte Korallenriffe, Fischschwärme und viele große und kleine Fische. Sogar Haie in Thailand lassen sich mit etwas Glück finden. Zudem sind mögliche Kandidaten für eine Begegnung Delfine, Walhaie und Mantarochen. 

2. Phuket als Surfer-Destination

An den Stränden im Südosten kann man, wenn die Wellen des Indischen Ozeans auf die Strände treffen, ganz wunderbar surfen. Das habe ich auch selbst bereits ausprobiert und war manchmal verwundert, woher so ganz ohne Wind denn eigentlich die Wellen kommen. Sei es drum: Am Kata Beach stürzen sich zahlreiche Surfer in die Wellen.

3. Stand Up Paddling auf Phuket

An vielen Stränden könnt Ihr Euch ein Stand Up Paddling Board leihen. Foto: Sascha Tegtmeyer
An vielen Stränden könnt Ihr Euch ein Stand Up Paddling Board leihen. Foto: Sascha Tegtmeyer

An den meisten Stränden, egal ob größere oder kleinere Buchten, kann man eigentlich ein Stand Up Paddling Board mieten. Es ist natürlich herrlich, am Traumstrand über das glasklare Wasser zu paddeln und unter sich Fische, bunte Korallen und manchmal sogar die ein oder andere Schildkröte zu beobachten.  Ich war Stehpaddeln am Ya Nui Beach und bin mit dem Board zur Insel Koh Man herübergepaddelt.

4. Kayak fahren in Rawai

Beliebt ist auch das Kajakfahren an den Stränden Phukets. Besonders interessant ist es dann, wenn sich eine kleine Insel in der Nähe befindet. So kann man beispielsweise vom Ya Nui Beach zur Insel Koh Man herüber paddeln – oder vom Strand in Rawai zur Insel Koh Lon.

5. Auf Phuket Fahrrad fahren

Ich bin selbst kein besonders passionierter Fahrradfahrer, habe aber sehr viele Biker mit Rennrädern auf den Straßen gesehen. Offensichtlich ist Phuket zum Fahrradfahren im Winter besonders gut geeignet. Ihr solltet allerdings im Straßenverkehr mit Fahrrädern tierisch aufpassen.  

6. Massagen und Wellness

Massagen und Wellness werden ja in ganz Südostasien geliebt und stehen sowohl bei Einheimischen als auch Urlaubern hoch im Kurs. Und so könnt Ihr Euch auch auf Phuket nach Strich und Faden verwöhnen lassen. Eine Stunde Massage kostet umgerechnet um die zehn Euro. Allerdings schwankt die Qualität zwischen den Massagesalons sehr stark. Wer wirklich Wert auf eine gute Massage legt, sollte sich im Internet vorher umschauen und sich die Bewertungen der einzelnen Massagesalons auf Phuket anschauen. 

Phuket: Strände zum Träumen und Genießen

Auf Phuket gibt es einige wirklich traumhaft schöne Strände, die nicht nur zu den schönsten Stränden in Thailand, sondern mit Sicherheit auch weltweit zählen. Schon allein deshalb lohnt sich die Reise auf die Insel – insbesondere natürlich zum Strandurlaub. Ich habe in meinen Urlaubstipps die – meiner Meinung nach – schönsten Buchten aufgelistet. Ein Stück weit ist das natürlich auch Geschmacksache. Ich glaube allerdings schon, dass bei der Auswahl jeder Strandliebhaber auf seine Kosten kommt. 

1. Ao Sane Beach

Der Ao Sane Beach am Krating Kap ist meiner Meinung nach der schönste Strand auf Phuket. Foto: Sascha Tegtmeyer
Der Ao Sane Beach am Krating Kap ist meiner Meinung nach der schönste Strand auf Phuket. Foto: Sascha Tegtmeyer

Der Ao Sane Beach befindet sich direkt am Baan Krating Resort am Krating Kap und befindet sich somit im äußersten Süden von Phuket. Der weite Weg lohnt sich: Zwar befindet sich der Strand quasi im Resort, ein öffentlicher Zugang ist jedoch möglich. Glasklares Wasser, eine Schaukel am Strand und Dschungel direkt bis zum Wasser warten. Der Strand macht das Resort dort auch zu einem der schönsten Strandhotels auf Phuket. 

2. Ya Nui Beach

Der Ya Nui Beach befindet sich zwischen Nai Harn und Rawai. Foto: Sascha Tegtmeyer
Der Ya Nui Beach befindet sich zwischen Nai Harn und Rawai. Foto: Sascha Tegtmeyer

Ebenfalls ganz im Süden von Phuket befindet sich der Ya Nui Beach. Der Strand liegt an der Straße zwischen Nai Harn und Rawai kurz vor dem Laem Promthep (Promthep Kap). Er sticht sofort ins Auge, weil er aus zwei Strandabschnitten besteht, die von einem Felsen getrennt werden. Hier sonnen und baden deutlich mehr Urlauber als am Ao Sane Beach – dafür kann man hier auch Kayak fahren oder Stand Up Paddeln. Durch das vorgelagerte Riff ist dieser Strand ideal zum Schnorcheln. 

3. Nai Harn Beach

Nai Harn Beach: der große Strand ganz im Süden von Phuket. Foto: Sascha Tegtmeyer
Nai Harn Beach: der große Strand ganz im Süden von Phuket. Foto: Sascha Tegtmeyer

Der Nai Harn steht in Konkurrenz zu den großen Stränden im Südwesten – dem Kata Beach und Karon Beach. Meiner Meinung nach ist er viel schöner und insgesamt auch ruhiger als die großen Strände westlich. Tagsüber in der Hauptsaison ist die Bucht jedoch auch extrem gut besucht. 

4. Mai Khao Beach

Mai Khao Beach ganz im Norden von Phuket: einsamer Traumstrand nördlich des Flughafens. Foto: Sascha Tegtmeyer
Mai Khao Beach ganz im Norden von Phuket: einsamer Traumstrand nördlich des Flughafens. Foto: Sascha Tegtmeyer

Mal in einer ganz anderen Gegend befindet sich der ewig lange und geradezu einsame Sandstrand von Mai Khao. Die Gegend ist noch halbwegs ein Geheimtipp. Selbst in der Hauptsaison befanden sich noch relativ wenige Leute am Strand. In der Gegend entstehen gerade zahlreiche Luxushotels der großen, intenationalen Hotelketten – es dürfte also nicht mehr allzu lange so ruhig bleiben. 

5. Kata Noi Beach und Kata Yai Beach

Recht ansprechend sind auch die Strände Kata Noi Beach und Kata Yai Beach. Sie sind insgesamt deutlich voller als die vorangegangenen, was sicherlich nicht zuletzt daran liegt, dass Kata der kleinste der drei großen Touristenorte Kata, Karon und Patong ist. Großer Pluspunkt: Man hat hier die Möglichkeit, auch richtig Surfen zu gehen. 

6. Karon Beach

Karon ist die Bucht zwischen Kata und Patong. Der Strand ist etwas größer als die Strände in Kata und etwas kleiner als die große, überlaufene Bucht von Patong. Definitiv ist auch dieser Strand einen Besuch wert. 

7. Rawai Beach

Der Strand von Rawai liegt im Südosten von Phuket. Von hier aus blickt man auf die Insel Koh Lon, die sich in wenigen Minuten erreichen lässt. An der Strandpromenade gibt es viele Möglichkeiten zum Essen und Shoppen. Der Strand selbst ist auch nett, dort liegen jedoch auch viele Boote. 

Reise-Fakten für Phuket und Thailand

Von Dezember bis Ende März ist die beste Reisezeit für Phuket – es ist relativ trocken, sonnig und die Temperaturen liegen bei entspannten 32 Grad. Foto: Sascha Tegtmeyer
Von Dezember bis Ende März ist die beste Reisezeit für Phuket – es ist relativ trocken, sonnig und die Temperaturen liegen bei entspannten 32 Grad. Foto: Sascha Tegtmeyer

Phuket ist an sich ganz einfach und ein ideales Reiseziel für Südostasien-Einsteiger. Ihr könnt auf der Insel im Großen und Ganzen eigentlich nicht viel falsch machen. Wir geben Euch in unserem Reisebericht aus Phuket noch einige wertvolle Phuket-Tipps für die Anreise, beste Reisezeit, den Umgang mit Geld und einige weitere, wichtige Hinweise.

Anreise nach Phuket

Die Insel Phuket lässt sich von Europa aus ganz wunderbar mit dem Flugzeug erreichen. Von den großen Flughäfen gibt es entweder Direktflüge nach Bangkok oder Phuket. Alternativ dazu finden auch täglich Flüge über Doha, Dubai und Abu Dhabi nach Südostasien statt. Zudem gibt es zwei sehr kurze und ansprechende Flugrouten über Helsinki und Moskau, die Thailand-Urlauber nutzen können. In der Nebensaison kostet ein Flug teils unter 500 Euro, in der Hauptsaison können die Preise für den Hinflug und Rückflug auf über 1200 Euro steigen. 

Beste Reisezeit für Phuket

Die beste Reisezeit für Phuket liegt zwischen Anfang Dezember und Ende März. Im November geht die Regenzeit zu Ende und ab Dezember wird es immer sonniger. Die Regentage nehmen immer weiter ab – von Januar bis März herrscht die Trockenzeit. Die Temperaturen liegen in der gesamten Zeit bei angenehmen 32 bis 35 Grad Celsius. Wem diese Temperatur zu hoch ist, dem sei gesagt: Nach ein paar Stunden, spätestens nach ein paar Tagen, hat man sich an die hohen Temperaturen auf Phuket gewöhnt. Zum Schluss meiner vierwöchigen Reise habe ich bei einer Nachttemperatur von 24 Grad sogar gefroren. 

Phuket-Karte

Google Maps

Mit dem Laden der Karte akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Google.
Mehr erfahren

Karte laden

Geld und Bezahlen

Die Landeswährung in Thailand ist Baht. Die Währung wertet gegenüber dem Euro immer mehr auf – das bedeutet, dass der Urlaub in Thailand immer teurer wird. Während der Wechselkurs vor einigen Jahren noch 1 zu 50 war und bei meinem ersten Thailand-Aufenthalt immer noch 1 zu 38, lag der Wechselkurs zuletzt bei 1 zu 33. Das bedeutet, dass man für einen Euro im Dezember 2019 etwa 33 Baht bekommen. Ihr solltet auf Eurer Phuket-Reise unbedingt ausreichend Bargeld einstecken. Bargeld lässt sich vor Ort schnell und günstig einwechseln. Oder Ihr könnt eine Kreditkarte auswählen, mit der Ihr im Ausland kostenlos Geld abheben könnt. Schlimmstenfalls bezahlt Ihr sonst je Abhebevorgang bis zu 15 Euro. Tendenziell ist Bargeld in Thailand immer noch Trumpf – ich hatte diverse Probleme mit der Akzeptanz meiner Kreditkarten.  

Ist Phuket Urlaub gefährlich für Urlauber?

Ich habe vor einiger Zeit einen Artikel darüber geschrieben, ob im Thailand Urlaub Gefahren lauern. Diese gelten natürlich auch für die Urlaubsinsel Phuket. Viele fragen sich nämlich besonders vor ihrer ersten Reise nach Thailand, ob Phuket-Urlaub gefährlich ist. Ich würde das mit „tendenziell eher ungefährlich, solange man sich anständig und unauffällig verhält“ beantworten. Natürlich gibt es zahlreiche Schwierigkeiten und Fettnäpfchen, die auf Urlauber lauern. Sie sind jedoch insgesamt nicht mehr als auch in vielen anderen Urlaubsländern. Am gefährlichsten ist definitiv der Straßenverkehr, davor sollte man tunlichst Respekt haben. Wer genau wissen will, was er im Thailand-Urlaub besser tun oder unterlassen sollte, kann einen Blick in unseren Beitrag werfen.

Abenteuer, Wellness und Partyurlaub: Für wen ist Phuket geeignet?

Entspanntes Beach Life: Phuket ist ideal für einen ausgedehnten Strandurlaub. Foto: Sascha Tegtmeyer
Entspanntes Beach Life: Phuket ist ideal für einen ausgedehnten Strandurlaub. Foto: Sascha Tegtmeyer

Weil Phuket so unglaublich vielseitig ist, ist eine Reise auf die Urlaubsinsel für nahezu alle Arten von Urlaubern und Reisethemen geeignet. Wer möchte, kann auf der Insel wirklich Abenteuer erleben. Wir hingegen Ruhe sucht, hat unendlich viele Möglichkeiten zu relaxen, Wellness-Angebote zu nutzen, Massagen und Meditation zu genießen oder Detox zu betreiben. Natürlich ist Phuket ein ideales Ziel für Strandurlaub. Wenn die Strände direkt auf der Insel zu voll sind, kann sich mit dem Boots Taxi zu entlegeneren und einsamen Buchten bringen lassen.  

Welche Reiseausrüstung für den Phuket-Urlaub?

Wer auf Phuket Pauschalurlaub machen will, braucht natürlich nicht so viel Reiseausrüstung und Gadgets. Aber wer auf Entdeckungstour gehen möchte oder Abenteuerurlaub erleben will, dem sind solche essenziellen Dinge wie eine Outdoor-Uhr oder Sportuhr wie die Apple Watch Series 5 (Test) oder die Garmin fenix 6 Pro (Test) ans Herz gelegt. Zudem empfiehlt es sich, einen diebstahlsicheren Rucksack wie den Pacsafe Venturesafe X40 (Test) mit sich zu nehmen. Ansonsten solltet Ihr natürlich hochwertige Fotoausrüstung wie das Fotohandy iPhone 11 Pro Max (Test) und einen Smartphone-Stabiliser wie den DJI Osmo Mobile 3 (Test) nicht vergessen. Kleine und leichte Kopfhörer wie die Apple AirPods Pro (Test) gehören natürlich für die meisten Reisenden ebenfalls zum Standard. 

Die wichtigste Reiseausrüstung für Eure Phuket-Urlaub

Werbeanzeigen

Bestseller Nr. 1
SANDINI TravelFix Hoodie Regular Size – Premium Reisekissen mit Verschluss/Nackenkissen mit ergonomischer Stützfunktion und integrierter Kapuze – Gratis Transporttasche mit Befestigungs-Clip
39 Bewertungen
Bestseller Nr. 2
Bestseller Nr. 3
Bestseller Nr. 4
Bestseller Nr. 6

Phuket-Alternativen

Ich habe mir lange Gedanken gemacht, welches die besten Phuket-Alternativen sein können. Ich habe in der Tat ein paar Parallelen zum Urlaubsparadies Mauritius (Reisebericht) entdeckt, das ja ebenfalls im indischen Ozean liegt und einige Parallelen bei Stränden und Vegetation aufweist. Mauritius ist allerdings deutlich entspannter und relaxter als das trubelige Phuket. Auf Phuket wiederum ist die Tierwelt vielseitiger. Zudem scheint mir eine nahegelegene Alternative die Insel Langkawi zu sein, die zu Malaysia gehört und etwas südwestlich von Phuket in der Andamanensee liegt.

Mit diesen Reiseveranstaltern und/oder Reisevermittlern unvergesslichen Traumurlaub erleben

Werbeanzeigen

Fazit – Reisebericht aus Phuket: Tipps und Erfahrungen mit einer wilden, abenteuerlichen Insel

Sonnenuntergang auf Phuket: ganz im Süden am Windmill Viewpoint finden sich jeden Abend dutzende Menschen ein, um den Sonnenuntergang zu erleben. Foto: Sascha Tegtmeyer
Sonnenuntergang auf Phuket: ganz im Süden am Windmill Viewpoint finden sich jeden Abend dutzende Menschen ein, um den Sonnenuntergang zu erleben. Foto: Sascha Tegtmeyer

Bei Phuket muss man bei kaum einem anderen Reiseziel das Gesamtpaket betrachten. Meiner Meinung nach gehört die Insel ganz klar zu den schönsten Orten der Welt. Die Destination ist berühmt-berüchtigt für ihre dunklen Seiten – also vornehmlich für die etwas schmuddeligen Partyorte wie Patong. Aber genauso, wie Mallorca mehr ist als der Ballermann, ist Phuket mehr als Patong. Macht man sich vor Ort selbst ein Bild, wird schnell klar, dass es auf Phuket einige Highlights gibt, die die Insel zu einem absoluten Top-Reiseziel in Thailand und ganz Südostasien machen. Die idyllische Südküste, die zahlreichen Traumstrände überall und die langen Sandstrände im Norden, der teils noch naturbelassene Dschungel, die Wasserfälle, die umliegenden Inseln, die exotischen Tiere und insbesondere das Elephant Sanctuary und einige wirklich tolle Hotels.

Ich sehe Phuket durchaus kritisch, bin unterm Strich aber nach dem zweiten Besuch zu einem echten Phuket-Fan geworden und kann jetzt schon kaum erwarten, das nächste Mal dorthin zu reisen – denn alle guten Dinge sind drei und auf der Insel gibt es zwischen dem ganzen Trubel und Lärm eine ganze Menge guter und bemerkenswerter Dinge, wie in meinem Reisebericht aus Phuket mit Tipps und Erfahrungen wohl hoffentlich deutlich geworden ist.

69a1714c2d114c92beceb903aeefb3d4

Wart Ihr schon einmal auf Phuket oder plant gerade Eure erste Reise? Teilt Eure Erfahrungen in den Kommentaren.

*Amazon.de Werbeanzeigen mit Affiliate Links / Als Amazon.de-Partner erhalten wir eine kleine Provision – Ihr bezahlt nichts extra / Letzte Aktualisierung der Produktdaten am 25.11.2020 / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Produktbilder werden über einen Datenschutz-Proxy ausgeliefert / Haftungsausschluss: Der angegebene Preis kann seit der letzten Aktualisierung gestiegen sein. Maßgeblich für den Verkauf ist der tatsächliche Preis des Produkts, der zum Zeitpunkt des Kaufs auf der Website des Verkäufers auf Amazon.de stand. Eine Echtzeit-Aktualisierung der vorstehend angegebenen Preise ist technisch nicht möglich. 

About Author

Moin, ich bin Sascha! Meer-Fan, Reise-Liebhaber und immer für ein Abenteuer zu haben. Auf meinem Reiseblog Just Wanderlust verbinde ich die Liebe zum Reisen und zur Natur mit einem Faible für Wassersport wie Stand Up Paddling, Tauchen und Surfen. Ich bin Journalist und von Natur aus Neugierig, wenn ich neue Reiseziele kennen lerne und anschließend ausführlich darüber berichte. Wenn ich mit meiner Familie oder allein unterwegs bin, dürfen bei mir als Technik-Fan auch immer gern ein paar Reise-Gadgets zu Testzwecken mit dabei sein. Meine bevorzugten Reiseländer: USA, Thailand und Malediven.

0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments
0
Would love your thoughts, please comment.x
()
x