Haie in Thailand: Diese Arten könnt Ihr beim Schnorcheln und Tauchen entdecken!

Ist es gefährlich, am Strand in Thailand schwimmen zu gehen?

Die Mutter aller Haie in Thailand: der Walhai. Foto: Pixabay
Die Mutter aller Haie in Thailand: der Walhai. Foto: Pixabay

Haie sind faszinierende Geschöpfe. Von vielen Tauchern werden sie geliebt. Schwimmer und Schnorchler wiederum fürchten sich zum Teil ganz stark vor ihnen. Auch wenn es jedes Jahr einige wenige Zwischenfälle mit den großen Fischen gibt, gehen die Begegnungen meistens glimpflich aus. Von Haien in Thailand geht kaum eine Gefahr aus. Im Gegenteil: Wer die scheuen Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten kann, sollte sich glücklich schätzen. Welche Arten könnt Ihr in Südostasien beim Tauchen und Schnorcheln entdecken?

Auf unserem Planeten gibt es etliche Arten von Haien. Die meisten sind für den Menschen komplett ungefährlich. Die scheuen Tiere entfernen sich meistens, sobald ein Schwimmer, Schnorchler oder Taucher nur in ihre Nähe kommt. Manche Großfische sind auch neugierig und schauen sich genau an, was für seltsame Lebewesen da in ihren Lebensraum eindringen. Den berühmt-berüchtigten Großen Weißen Hai gibt es nicht in Thailand. Und nur ganz wenige Hai-Arten sind wirklich mit Vorsicht zu genießen. In thailändischen Gewässern gibt es vor allem eine Art, vor der man sich besonders als Schwimmer und Schnorchler wirklich in Acht nehmen sollte.

Insgesamt 14 Hai-Arten in Gewässern in Thailand

Haie können sich in den Ozeanen frei bewegen. Und deshalb kann theoretisch natürlich fast jede Hai-Art an jedem Ort der Welt auftauchen. In Thailand wurden bis dato 14 unterschiedliche Spezies entdeckt. Wanderlust-Autor Sascha Tegtmeyer hat in Thailand allerdings bisher nur zwei Arten selbst entdecken können: Graue Riffhaie und Weißspitzen-Riffhaie.

So stellen sich viele Urlauber in Thailand Haie vor: Das ist aber falsch.
Blutrünstige Monster: So stellen sich viele Urlauber in Thailand Haie vor.

Die Suche nach dem bei Tauchern beliebten Walhai war bisher leider vergebens. Haie leben überall im Meer. Einige kommen ins flache Wasser und andere leben gut versteckt in der Tiefsee. Eines haben sie jedoch alle gemeinsam: Mit Menschen haben sie nicht besonders viel am Hut und die Gefahr, dass ein Hai in Thailand einen Schwimmer oder Schnorchler angreift, ist denkbar gering. Im Gegenteil: Besonders als Taucher solltet Ihr euch über jede Begegnung mit Haien freuen, denn die Tiere sind durch Überfischung und Umwelteinflüsse stark bedroht. In Thailand Haie zu entdecken ist deshalb eher ein Grund zu Freude anstatt zur Furcht.


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Weißspitzen-Riffhaie

Der Weißspitzen-Riffhai hat seinen Namen von dem markanten weißen Punkt auf seiner Flosse. Die Tiere liegen häufig auf Sandböden herum oder verstecken sich in Höhlen. Der „White Tip“ lebt in Tiefen bis 40 Meter und jagt kleinere Meerestiere wie Fische und Krebse. Auch wenn diese Haie einen ziemlich bösen Blick drauf haben, tun sie Menschen nichts. Kaum kommt man als Taucher in ihre Nähe, nehmen sie meistens schon reißaus oder halten großen Sicherheitsabstand. Also kein Grund zur Besorgnis!

Ein Weißspitzen-Riffhai zieht seine Kreise.
Ein Weißspitzen-Riffhai zieht seine Kreise. Foto: Sascha Tegtmeyer

 

Walhaie

Der Walhai gehört zu den größten Fischen im Ozean. Das riesige, gepunktete Tier mit dem breiten Maul ist für Menschen komplett harmlos und ist ein echter Hingucker für Taucher. Mit seiner Größe von bis zu 16 Metern ist er ein riesiger Koloss, mit dem man im Wasser schnorcheln oder tauchen kann. Ihr werdet Euch winzig gegenüber dem monströsen Tier vorkommen, das einmalig schön ist und majestätisch durch die Ozeane gleitet. Leider ist auch der Walhai bedroht. Er wird wie viele andere Hai-Airten für seine Flossen gejagt. Der Walhai wird besonders häufig am Sail Rock zwischen Koh Tao und Koh Phangan gesichtet.

Die Mutter aller Haie in Thailand: der Walhai. Foto: Pixabay
Die Mutter aller Haie in Thailand: der Walhai. Foto: Pixabay

Leopardenhaie

Diese auch als Zebrahaie bezeichneten, harmlosen Haie kommen in Thailand sehr häufig vor und können an vielen Orten in der Andamanensee beobachtet werden. Der Name wurde dem hübschen Tier durch seine schwarzen Punkte auf dem Rücken gegeben. Der bis zu zweieinhalb Meter lange Hai jagt kleinere Fische.

Schwarzspitzen-Riffhaie

Anders als ihre Weißspitzen-Pendants liegen Schwarzspitzen-Riffhaie niemals im Sand herum. Sie gehören zu den pelagischen Arten von Haien, die sich immer bewegen müssen. Die bis zu zwei Meter langen Haie ernähren sich von allerlei Meerestieren – vor allem von Fischen und anderen Haien. Die „Black Tips“ tauchen machmal in Gruppen auf und sind recht neugierig. Auf diese Weise könnt Ihr sie gut beobachten.

Ammenhaie

Ammenhaie sehen mit ihren zahlreichen spitzen Zähnen recht furchteinflößend aus und sind dazu auch noch recht groß mit bis zu 3,5 Metern. Die Tiere haben so einen leichten Buckel und liegen tagsüber in Höhlen herum. Sie ernähren sich von kleineren Meerestieren wie Stachelrochen und Oktopussen. Trotz ihres Aussehens sind sie im Grunde genommen ganz harmlos für Menschen. Ihr werdet sie in Thailand eher selten zu Gesicht bekommen. Sie sind dort kaum noch zu finden. Am ehesten in der Andamanensee.

Graue Riffhaie

Diese Tiere sind eine mittelgroße Spezies. Sie kommen dem menschlichen Idealbild eines Hais schon ziemlich nahe. Der Graue Riffhai ist häufig um 1,8 Meter lang und besitzt eine breite Schnauze und eine Körperform, die der eines Torpedos gleicht. Der Name stammt folglich von der Farbe des Tiers. Er wird häufig auch als Grauhai bezeichnet. Das ist aber irreführend, weil als Grauhai auch der Sechskiemerhai bezeichnet wird, der wiederum deutlich größer ist. Den grauen Riffhai kann man auch schonmal direkt an der Oberfläche entdecken. Er lebt in Tiefen zwischen 0 und 300 Metern. Auch dieser Hai wird kaum einen Urlauber in Thailand angreifen. Sie sind absolut harmlos gegenüber Menschen.

Grauer Riffhai in Aktion: Die Tiere sind sehr neugierig. Foto: Pixabay
Grauer Riffhai in Aktion: Die Tiere sind sehr neugierig. Foto: Pixabay

Bullenhaie

Wenn es einen Hai in Thailand gibt, der wirklich mit Vorsicht zu genießen ist, dann ist es der riesige Bullenhai. Er wurde schon häufiger im Golf von Thailand zwischen Koh Tao und Koh Phangan in der Nähe des Sail Rock gesichtet und kennt keine Scheu gegenüber Menschen. Er wird bis zu 3,3 Meter lang und wird dabei 230 Kilo schwer. Neben dem Tigerhai und dem Weißen Hai kann dieser Hai dem Menschen am Ehesten gefährlich werden. Aber auch dieses Tier beißt nicht einfach mit Absicht Menschen. Dennoch kann seine Neugierde beispielsweise zu einem Testbiss führen. Solche Vorfälle sind aber extrem selten. Die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr beim Schwimmen in Thailand im flachen Wasser einem Bullenhai begegnet, ist verschwindend gering. Der Bullenhai – oder Stierhai – sieht dem Großen Weißen Hai sehr ähnlich.


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Gefahr durch Haie in Thailand

Die Gefahr durch Haie im Golf von Thailand und in der Andamanensee ist verschwindend gering. Innerhalb vieler Jahre hat es nur eine Hand voll Vorfälle zwischen Menschen und Haien gegeben. Der letzte dokumentierte Hai-Angriff in Thailand geht auf einen Vorfall im September 2015 zurück. Damals wurde am Strand von Phuket ein Mensch von einem Bullenhai verletzt.

Ein Weißspitzen-Riffhai liegt in einer Höhle. Foto: Pixabay
Ein Weißspitzen-Riffhai liegt in einer Höhle. Foto: Pixabay

Haie in Asien sind extrem gefährdet

Wesentlich stärker gefährdet als die Menschen durch Haie sind die Haie durch Menschen gefährdet. Während es pro Jahr nur eine Hand voll Todesfälle durch Haie gibt, werden Millionen von Haien weltweit für ihre Flossen getötet. Die Flossen der Tiere werden auf den Märkten in Asien verkauft und dienen in China in Form der Haifischflossensuppe als Delikatesse. Für ein Pfund Flosse werden auf den Großmärkten beispielsweise in Hongkong mehrere hundert Dollar bezahlt. Die Haifischflossensuppe wird in China zu besonderen Anlässen wie Hochzeiten serviert. Weltweit kämpfen Umweltschutzorganisationen wie Sea Shepherd und Sharkproject für den Schutz der bedrohten Meerestiere. Denn wenn die Haie aussterben, bricht das gesamte Ökosystem im Meer zusammen. Auch in Thailand sieht man in den Auslagen von Restaurants neben anderen Fischen häufig kleine Haie, die zum Verzehr bestimmt sind. Die Hai-Populationen in Südostasien sind weiterhin rückläufig und Haie in Thailand werden immer seltener gesichtet.

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