Stand Up Paddling ist eine der beliebtesten Sportarten der letzten Jahre. Das Stehpaddeln ist so vielseitig, dass es von Anfängern relativ schnell gelernt werden kann und Fortgeschrittenen viele Chancen auf spannende neue SUP-Abenteuer bietet. Alles, was man benötigt, ist ein spezielles Surfboard und ein Paddel, schon kann es losgehen. Viele wichtige Infos zum SUP – Tipps und Tricks, Ausrüstung und tolle Reiseziele für Stehpaddler – findet Ihr auf unserer Themenseite.

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Stand Up Paddling (SUP): vielseitige Sportart für Anfänger und Fortgeschrittene

SUP: Die Malediven sind einfach perfekt zum Stand Up Paddling. Sascha Tegtmeyer hat es ausprobiert. Foto: Sascha Tegtmeyer
SUP: Die Malediven sind einfach perfekt zum Stand Up Paddling. Sascha Tegtmeyer hat es für Just Wanderlust ausprobiert. Foto: Sascha Tegtmeyer

Stand Up Paddling gehört zu den beliebtesten Trendsportarten der letzten Jahre. Im Sommer – und teilweise auch im Winter – sind die Stehpaddler geradezu in Scharen auf Seen, Flüssen und an Stränden unterwegs. Was zeichnnet das Stand Up Paddling aus? Und was macht diese Sportart so faszinierend? Wir geben Euch wertvolle Tipps, wie Ihr als Anfänger den Einstieg ins SUP schafft – und wie Ihr als Fortgeschrittene immer neue Abenteuer auf dem Board erlebt. 

Auf Hawaii war Stand Up Paddling der Sport des Königs: Nur er durfte sich stehend auf dem Bord fortbewegen – und außer ihm vielleicht noch eine handvoll Vertraute. Und das ist dementsprechend auch der Sinn des Stand Up Paddling: Sich stehend mit einem Paddel in der Hand fortzubewegen. Klingt erst mal nicht besonders spektakulär, aber grade heute ist Stand Up Paddling auf dem besten Weg, zu einem Breitensport zu werden. Egal ob im Urlaub oder Zuhause: Völlig zu Recht ist Stand Up Paddling angesagt, denn es ist einfach, macht Spaß und trainiert den ganzen Körper.

Überblick: Was zeichnet Stand Up Paddling aus?

  • SUP ist für Anfänger relativ leicht zu lernen – nach einigen Stunden Übung stehen die Meisten sicher auf dem Board
  • Stehpaddeln wird nicht langweilig – Fortgeschrittene können sich mit unterschiedlichen Boards und Herausforderungen verbessern
  • Stand Up Paddling bietet eine tolle Möglichkeit, herrliche Reiseziele auf SUP-Touren zu entdecken
  • SUP ist prinzipiell das ganze Jahr über möglich – auf jedem See, Meer oder sonstiger Wasserfläche (bitte Verbote, Beschränkungen und Wetterbedingungen beachten)

SUP: Entstehung des Stand Up Paddling

Man vermutet, dass das Stehpaddeln ganz im Ursprung auf Fischer aus Polynesien zurückgeht, die sich, anstatt zu sitzen, stehend in ihren Kanus über das Meer bewegten. Das hatte nur Vorteile: Sie hatten eine bessere Rundumsicht und viel mehr Stabilität als ihre sitzenden Artgenossen. In Asien kommen auch heute noch häufig Ein-Mann-Kayaks vor, in denen die Leute bei der Fortbewegung stehen, um einen besseren Überblick zu haben und sich effektiver fortzubewegen. Stand Up Paddling ist also keineswegs nur eine Modeerscheinung der letzten Jahre.

SUP in Hamburg: Ist die Alster die beste Stand Up Paddling Location Deutschlands? Foto: Sascha Tegtmeyer
SUP in Hamburg: Ist die Alster die beste Stand Up Paddling Location Deutschlands? Foto: Sascha Tegtmeyer

Später, im vergangenen Jahrhundert, wurde das SUP zuerst unter praktischen Gesichtspunkten genutzt: Surfer konnten sich auf diese Weise schneller zu den Außenriffen auf Hawaii fortbewegen, an denen sich die großen und spektakulären Wellen brachen. SUP ist also eng mit dem Surfen verbunden. Diese Fortbewegung hatte noch ein paar kuriose weitere Auswüchse: Einerseits konnte der Surflehrer die Schüler besser beobachten, zum anderen hat er sich teilweise auf einen Stuhl gesetzt, um stabil zu sitzen und wackelfreie Fotos von den surfenden Schülern mit einer wasserdichten Kamera zu machen.

Trendsport Stand Up Paddling: mit dem Board auf jedem See oder Meer zuhause

Stand Up Paddling liegt in den letzten Jahren extrem im Trend – und dennoch ist diese Sportart schon seit einigen Jahrzehnten sehr beliebt: Besonders an der Westküste der USA, auf Hawaii, in Australien und in Japan wurde Stand Up Paddling schon schon länger betrieben. SUP hat sich einfach als praktische Ergänzung zu den gängigen Surfsportarten wie Wellenreiten und Windsurfen erwiesen, da es sich auch bei kompletter Flaute ausüben lässt. Gerade in Europa breitet sich SUP in den vergangenen Jahren auch auf Binnengewässern stark aus. Im Sommer sind die Seen sowie Nordsee und Ostsee geradezu überfüllt mit Stand Up Paddlern. Mittlerweile gibt es sogar einige Hartgesottene, die Stand Up Paddling im Winter betreiben.

Wir schwingen uns häufig aufs Board. Wenn wir nicht gerade beim Surfen in der Lübecker Bucht unterwegs sind, sind wir mit dem SUP Board auf der Außenalster in Hamburg on Tour. Und auch Stand Up Paddling auf der Ostsee kann richtig Spaß bringen – mittlerweile sieht man hier im Sommer das Meer vor lauter Stehpaddlern nicht mehr. Aber wir haben ganz klar einen Favoriten: SUP auf den Malediven ist einfach klasse. Das glasklare Wasser in den Lagunen der Inseln ist traumhaft – und mit etwas Glück treiben sogar Haie und Schildkröten unter dem Board hindurch. Natürlich wollen wir noch weitere coole Orte zum Paddeln entdecken. Wir sind wirklich gespannt, wohin es uns als Nächstes verschlägt.

SUP in Scharbeutz: Viele Stand Up Paddler sind in der Nähe der Seebrücke unterwegs. Foto: Sascha Tegtmeyer
SUP in Scharbeutz: Viele Stand Up Paddler sind in der Nähe der Seebrücke unterwegs. Foto: Sascha Tegtmeyer

Überblick: unterschiedliche Disziplinen des Stehpaddelns

  • Beach Race: Strecke in der Nähe des Ufers, die um mehrere Bojen herumführt – das Ziel und der Start beim Beach Race befinden sich am Strand
  • Long Distance: bei dieser Disziplin handelt es sich um ein Langstrecken-Rennen zwischen sechs und 12 Kilometern
  • Sprint Distance: bis zu sechs Teilnehmer starten zeitgleich mit dem SUP auf einer Kurzstrecke von bis zu 500 Metern
  • Whitewater: mehrere Teilnehmer starten zeitgleich auf einer Strecke mit Wendemarken
  • Wave: innerhalb von einem definierten Zeitfenster werden Manöver in Wellen bewertet

Technik beim SUP: zwischen Paddeln und Balance halten

Im Prinzip ist das grundsätzliche Stand Up Paddling kein Hexenwerk: Man kann die Sportart recht einfach lernen. Der Paddler steht aufrecht auf dem Board und bewegt sich mithilfe eines langen Paddels fort, dass im Grunde so ähnlich ist wie beim Kajak fahren. Das Paddel ist allerdings sehr lang: Über den Daumen gerechnet eine Flosse länger als der Körper des Paddlers. Mit regelmäßigen Paddelbewegungen erzeugt der SUP Boarder Vortrieb: Die Seite, auf der gepaddelt wird, wird regelmäßig gewechselt, weil das Board sonst in eine Richtung abdriften würde, wenn man nur auf einer Seite paddelt.

  • Der Sportler steht aufrecht auf dem Surfbrett
  • er paddelt mit einem Stechpaddel
  • der Stehpaddler wechselt regelmäßig die Seite, auf der gepaddelt wird
  • beim SUP-Surfen wird das Paddel zudem für die Balance und das Steuern eingesetzt
  • der grundsätzliche Paddelschlag läuft wie folgt ab
  1. Eintauchen des Paddels
  2. Ziehen des Paddels
  3. Rückholung des Paddels

Eine wirklich spaßige und spannende Disziplin des SUP ist die, bei der das Stand Up Paddling mit Wellenreiten kombiniert wird: Das so genannte SUP-Surfen. In dieser Disziplin wird das Paddel beim Wellenreiten benutzt, und kann sogar zum Balance halten und zum Steuern eingesetzt werden. Dadurch kann sich die Geschwindigkeit im Vergleich zum normalen surfen erhöhen. Der Spaßfaktor bei dieser Kombination ist sehr hoch und theoretisch können auch größere Wegstrecken unter Einsatz von deutlich weniger Kraft auf diese Weise zurückgelegt werden. Generell gibt es auch noch die Disziplin des Stand Up Paddling, die darauf aufbaut und bei der größere Distanzen zurückgelegt werden: Sie heißt dementsprechend Distance Stand Up Paddling.

Letztere dient auch als Disziplin im Wettkampfsport: Dort wird nämlich vornehmlich zwischen Distance Stand Up Paddling und dem Stand Up Surfing unterschieden. Dem untergeordnet sind noch weitere Wettkampf-Kategorien, wie das Wildwassersurfen, bei dem sich die Surfer auf einen Fluss und ins Wild Wasser begeben.

Coco Bodu Hithi: Die Lagune ist die Schokoladenseite jeder Insel. Foto: Sascha Tegtmeyer
Coco Bodu Hithi: Die Lagune ist die Schokoladenseite jeder Insel. Foto: Sascha Tegtmeyer

SUP-Ausrüstung: eine Wissenschaft für sich

Mittlerweile gibt es einen regelrechten Dschungel an Ausrüstung für SUP-Boarder. Früher hat man ganz einfach die vorhandenen Longboards benutzt, die man aus dem Wellenreiten kennt. Schon diese relativ kleinen und schmalen Boards erzeugen genug Auftrieb, um einen Stand Up Paddler samt Ausrüstung wie Paddel und Bekleidung tragen zu können. Die Ähnlichkeiten mit dem Wellenreiten gehen auch noch weiter: So wird beispielsweise gerne auch von Stand Up Paddlern das so genannte Bordleash verwendet, ein am Board befestigtes Kabel, dass am Fußgelenk befestigt wird, um den Verlust des Boardes zu verhindern.

Während man früher auf bereits aus dem Surfsport bekannte Ausrüstung zurückgreifen musste, hat sich um das Stand Up Paddling mittlerweile eine ganze Industrie entwickelt und es gibt von verschiedenen Herstellern spezielle Bretter zum Stand Up Paddling. Dabei unterscheiden sich die Boards vor allem in ihrer Form, der Länge und ihrem Volumen. Man unterscheidet vor allem zwischen Allroundern, Touringboards und Racingboards. Anfänger-Boards sind lang und eher oval, und haben ein großes Volumen.

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Selbst ungeübte können stabil darauf stehen. Schon bei den Touringboards wird es stromlinienförmiger: diese Boards sind schlanker, vorne eher spitz und grundsätzlich eher kürzer. Es gibt Bretter zwischen 1,80 Metern und sogar über 4 Metern. Auch das Volumen variiert dementsprechend: Es gibt Boards zwischen 100 und 250 Litern. Gerade für das Distance Stand Up Paddling verwendet man eher das vorne spitz zu laufende Touring- oder Racingboard, wobei es mittlerweile auch Modelle gibt, die sich eher in Richtung eines Kanus entwickeln und gerade in der Frontpartie die Form eines Auslegerkanus haben.

Auch das Paddel beim Stand Up Paddling ist mittlerweile eine Wissenschaft für sich: Es gibt Modelle in Aluminium mit Kunstoffblatt, die eher für Anfänger geeignet sind und mittlerweile gibt es höher entwickelte Paddel aus Verbundsstoffen mit Kohlenstofffasern, die viel leichter und leistungsfähiger sind und häufig von Profis verwendet werden. Zudem gibt es noch Paddel mit Bambusblättern und Paddel aus Holz. Diese werden aber zumindest in Europa eher eher selten verwendet.

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SUP lernen: So fangt Ihr richtig an

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Fazit: Stand Up Paddling macht Spaß und lässt sich spielend leicht lernen 

Stand Up Paddling ist völlig zurecht zu einer der beliebtesten Sportarten auf dem Wasser überhaupt geworden. So lässt sich SUP für Anfänger spielend leicht erlernen. Und auch fortgeschrittene Stehpaddler haben immer wieder die Möglichkeit, die Herausforderung beim SUP noch weiter zu steigern. Indem sie lernen, mit dem Board noch besser vertraut zu werden oder ihren Fitness-Level beispielsweise auf längeren Touren und auf schnelleren, leichteren und schmaleren Boards verbessern. Auch sehr spannend erscheint mir die Kombination aus SUP und Surfen – sinnvoller weise SUP-Surfen genannt – bei dem erst gegen die Welle gepaddelt wird, um dann anschließend mit den Wellen in Richtung Strand zurückzugleiten. 

Ich glaube, SUP ist keine kurze Modeerscheinung der letzten Jahre. Das Interesse von Meer-Fans aller Alterklassen hat sich konstant gehalten. Und weil im Prinzip mit dem Stand Up Paddling so viele Möglichkeiten bestehen – vom ruhigen dahingleiten bis zum Trainings-Workout, wird sich das Stehpaddeln auf Dauer als Sportart auf dem Wasser etablieren. Gesättigt ist hingegen der Markt für SUP-Ausrüstung. Immer mehr Hersteller sind in den letzten Jahren auf den Markt gedrängt, die Preise für Boards und Zubehör sind in den Keller gegangen. Hier ist unser Tipp: Setzt auf die Qualität und hochwertige Artikel der etablierten Hersteller – wer billig kauft, kauft zweimal – und tut seiner Sicherheit ebenfalls keinen Gefallen. 

Was sind Eure Erfahrungen mit dem Stand Up Paddling? Seid Ihr schon häufiger auf dem Wasser oder überlegt Ihr noch, es auszuprobieren? Teilt Eure Erfahrungen mit uns.

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Wir haben das erste mal dieses Jahr Standup Paddle auf Koh Samui ausprobiert. Eine ganz tolle Erfahrung selbst für die kleinen. Die Kommunikation mit dem Tourguide war leider etwas schwierig da er kaum Englisch oder Deutsch konnte. Wir haben dann glücklicherweise später einen deutschsprachigen Touranbieter kennen gelernt und bei ihm 2 spitzen Ausflüge mit grandiosem Service gebucht. Sehr zu empfehlen. https://kohsamuiausflug.de
Wir freuen uns schon alle wieder nächstes Jahr auf Samui.

Familie Krings