SUP im Winter: 7 Tipps zum Stand Up Paddling in der kalten Jahreszeit

Wer im Winter Stand Up Paddling betreiben möchte, sollte sich im wahrsten Sinne des Wortes warm anziehen!

SUP im Winter: Wer den inneren Schweinehund ĂŒberwinden kann, hat mitunter richtig Spaß auf dem Wasser! Foto: Pixabay.com | Lizenz: CC0 Public Domain
SUP im Winter: Wer den inneren Schweinehund ĂŒberwinden kann, hat mitunter richtig Spaß auf dem Wasser! Foto: Pixabay.com | Lizenz: CC0 Public Domain

Der innere Schweinehund kĂ€mpft hartnĂ€ckig: SUP im Winter ist eher was fĂŒr hartgesottene Stand Up Paddling Fans. Wenn es draußen knackig kalt ist, wagen sich die wenigsten Paddler aufs SUP-Board. Dennoch gilt: Solange das GewĂ€sser nicht zugefroren ist, kann man problemlos aufs Wasser. Wir diskutieren fĂŒr Euch das FĂŒr und Wider von Stand Up Paddling im Winter und geben Euch ein paar wertvolle Tipps, was Ihr tun solltet, wenn Ihr im Winter ins Wasser geht! 

In unseren Breitengraden beginnt die SUP-Saison im MĂ€rz und Endet spĂ€testens Anfang November – wirklich allerspĂ€testens. Viele SUP-Boarder beschrĂ€nken sich sogar noch weiter auf die warmen Monate von Mai bis Ende September, um auf dem Stand Up Paddle Board nicht ins Frieren zu geraten. Dennoch reizt es uns ja schon, die Saison noch etwas weiter auszudehnen oder gar auf das ganze Jahr auszuweiten. Deshalb die Preisfrage: SUP im Winter – ans Meer starten oder auf den FrĂŒhling warten? Sicherlich gibt es ein FĂŒr und Wider, was Fragen des Komforts und vor allem auch der Sicherheit angeht. Ein Sturz ins Wasser ohne Neoprenanzug in einen See oder ins Meer bei 4 Grad Wassertemperatur kann ganz schnell tödlich enden. Aber auch fĂŒr den Komfort beim SUP im Winter sollte gesorgt sein.

Überblick: SUP im Winter – ja oder nein?

  • Stand Up Paddling kann man theoretisch das ganze Jahr
  • Was muss ich beachten, wenn ich in der kalten Jahreszeit auf das SUP-Board steigen möchte?
  • Wann sollte ich auf eine SUP-Tour im Winter verzichten?
  • Was muss ich beachten und welche Sicherheitsmaßnahmen sollte ich ergreifen?

SUP im Winter: Stand Up Paddling fĂŒr Hartgesottene

WĂ€hrend es im Dezember hĂ€ufig noch einmal um die 10 Grad Celsius werden kann, erfriert Deutschland spĂ€testens im Januar und Februar völlig. Dauerfrost, Wind und Schnee machen alle Outdoor-AktivitĂ€ten wie Surfen und SUP zu einem Graus. Selbst die tĂ€gliche Joggingrunde wird auf wenige Male pro Woche reduziert. Aber jetzt aufs Stand Up Paddle Board und ab ins Wasser. SUP im Winter – geht das ĂŒberhaupt? Theoretisch ja! Mit der richtigen Kleidung können Stand Up Paddler problemlos auch im Winter aufs Board steigen. Immer wieder tauchen Bilder von Boardern auf, die dick eingepackt bei Schnee und Eis stehend ĂŒber einen See oder sogar Ostsee und Nordsee paddeln. Aber bei starken Minusgraden werden selbst solche Hardcore-SUP-Fans das Board gegen eine gemĂŒtliche Indoor-AktivitĂ€t tauschen wollen.

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Was sollte man beim SUP im Winter beachten?

SUP im Winter: Zwei Stand Up Paddler sind im Februar auf der 4 Grad kalten Ostsee unterwegs. Foto: Sascha Tegtmeyer
SUP im Winter: Zwei Stand Up Paddler sind im Februar auf der 4 Grad kalten Ostsee unterwegs. Foto: Sascha Tegtmeyer

Wie eingangs bereits erwĂ€hnt sollten beim Stand Up Paddling im Winter vor allem Sicherheit und Komfort im Vordergrund stehen. Wir sehen immer wieder Stand Up Paddler, die sich mit WollmĂŒtze und Winterjacke auf das SUP-Board stellen. Das geht ĂŒberhaupt nicht! Wer im Winter Stehpaddeln möchte, sollte wirklich an erster Stelle auf seine Sicherheit achten und nicht leichtmĂŒtig aufs Board steigen. Die kalten Temperaturen fordern den Körper heraus und man sollte dementsprechend reagieren. Wir glauben deshalb, dass SUP im Winter nicht unbedingt fĂŒr SUP-AnfĂ€nger geeignet ist und besonders von Neulingen eher unter Aufsicht eines SUP-Lehrers durchgefĂŒhrt werden sollte. Wenn Ihr im Winter Stand Up Paddeln wollt, ist das natĂŒrlich auf eigene Gefahr. Wir haben dennoch ein paar wertvolle Tipps fĂŒr Euch, wie Ihr die Risiken beim SUP im Winter minimieren könnt.

1. In Winterjacke aufs SUP?! Das ist die richtige Kleidung fĂŒr Stand Up Paddling im Winter

Wie kann man sich im Winter in Jeans und Winterjacke aufs SUP stellen? Einige Leute machen genau das. Aber ich frage mich: Was passiert, wenn sie in Winterjacke und Jeans ins Wasser fallen? Jacke und Hose saugen sich mit dem eiskalten Wasser voll, das Schwimmen wird quasi unmöglich. Solange man nicht ins Wasser fÀllt, scheinen Jeans, Winterstiefel und Daunenjacke eine gute Idee zu sein. Im Wasser können sie jedoch zur tödlichen Falle werden! Deshalb ist die richtige Kleidung beim SUP im Winter das A und O!

Das Problem beim SUP im Winter ist doch vor allem eines: Man möchte auf gar keinen Fall mit dem eiskalten Wasser in Kontakt kommen, weil man ungeschĂŒtzt vermutlich innerhalb von wenigen Minuten erfrieren wĂŒrde. Deshalb muss guter Schutz her, denn es kann immer mal passieren, dass man auf seinem SUP Board das Gleichgewicht verliert und ins Wasser stĂŒrzt. SpĂ€testens dann sollte man wirklich warm isoliert sein. Und da bietet sich natĂŒrlich ein Neoprenanzug an.

Wer öfter hineinfĂ€llt und anschließend nicht gleich seine Stand Up Paddling Tour abbrechen möchte, sollte vielleicht einen 6 bis 7 Millimeter Halbtrockenanzug umsteigen, wie er hĂ€ufig in Ă€hnlicher Form auch im Tauchsport verwendet wird. Denn dieser Anzug macht sich eindringendes Wasser zunutze, erwĂ€rmt es mit Hilfe der Körpertemperatur und sorgt somit dafĂŒr, dass euer SUP-Trip auf der Ostsee im Winter nicht sofort und abrupt endet. Ich persönlich verwende einen 7 Millimeter Halbtrockenanzug, der so warm hĂ€lt, dass er nur bei wirklich kalten Temperaturen ĂŒberhaupt eingesetzt werden kann. Steigen die Luft- und Wassertemperaturen im Herbst ĂŒber 10 Grad Celsius, fĂ€ngt man im Anzug an zu kochen und wirft sich schon freiwillig ins Wasser fĂŒr eine AbkĂŒhlung.

Wir verwenden beispielsweise einfach unseren Xcel Thermoflex TDC Tauchanzug (7mm, halbtrocken) (Test), Neopren-FĂŒĂŸlinge und flexible Neopren-Handschuhe. FĂŒr einen kurzen Sturz ins Wasser sollte ein 3 Millimeter Nassanzug spĂ€testens zwischen Dezember und April in Seen und im Meer nicht ausreichen. Denn der Anzug wĂŒrde sofort mit dem eiskalten Wasser volllaufen. Wahrscheinlich sind 5mm Halbtrocken das Minimum, um die Gefahren zu minimieren.

Seite 2: Weitere wichtige Stand-Up-Paddling-Tipps – Was muss ich noch beim SUP im Winter beachten? 

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6. Februar 2017 9:06

NatĂŒrlich SUP im Winter an der Ostsee oder auf einem der fantastischen Seen in Mecklenburg-Vorpommern 🙂

Viele GrĂŒĂŸe von MVnow aus dem Norden

Nicole
29. Dezember 2019 21:15

Also ich war gerade heute auf der Ostsee paddeln, in Timmendorfer Strand und ich liebe Winterpaddeln noch mehr als das paddeln im Sommer! đŸ„đŸ»â€â™€ïž
Da gehört das Wasser mir ganz allein ❀ Ich trage einen 5,5 mm Anzug von ION und friere nicht. Am Ende gehe ich auch immer nochmal kurz schwimmen đŸ™‹đŸŒâ€â™€ïž