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SUP im Winter: 7 Tipps zum Stand Up Paddling in der kalten Jahreszeit

Der innere Schweinehund kĂ€mpft hartnĂ€ckig: SUP im Winter ist eher was fĂŒr hartgesottene Stand Up Paddling Fans. Wenn es draußen knackig kalt ist, wagen sich die wenigsten Paddler aufs SUP-Board. Dennoch gilt: Solange das GewĂ€sser nicht zugefroren ist, kann man problemlos aufs Wasser. Wir diskutieren fĂŒr Euch das FĂŒr und Wider von Stand Up Paddling im Winter und geben Euch ein paar wertvolle Tipps, was Ihr tun solltet, wenn Ihr im Winter ins Wasser geht! 

In unseren Breitengraden beginnt die SUP-Saison im MĂ€rz und Endet spĂ€testens Anfang November – wirklich allerspĂ€testens. Viele SUP-Boarder beschrĂ€nken sich sogar noch weiter auf die warmen Monate von Mai bis Ende September, um auf dem Stand Up Paddle Board nicht ins Frieren zu geraten. Dennoch reizt es uns ja schon, die Saison noch etwas weiter auszudehnen oder gar auf das ganze Jahr auszuweiten. Deshalb die Preisfrage: SUP im Winter – ans Meer starten oder auf den FrĂŒhling warten? Sicherlich gibt es ein FĂŒr und Wider, was Fragen des Komforts und vor allem auch der Sicherheit angeht. Ein Sturz ins Wasser ohne Neoprenanzug in einen See oder ins Meer bei 4 Grad Wassertemperatur kann ganz schnell tödlich enden. Aber auch fĂŒr den Komfort beim SUP im Winter sollte gesorgt sein.

Überblick: SUP im Winter – ja oder nein?

  • Stand Up Paddling kann man theoretisch das ganze Jahr
  • Was muss ich beachten, wenn ich in der kalten Jahreszeit auf das SUP-Board steigen möchte?
  • Wann sollte ich auf eine SUP-Tour im Winter verzichten?
  • Was muss ich beachten und welche Sicherheitsmaßnahmen sollte ich ergreifen?

SUP im Winter: Stand Up Paddling fĂŒr Hartgesottene

WĂ€hrend es im Dezember hĂ€ufig noch einmal um die 10 Grad Celsius werden kann, erfriert Deutschland spĂ€testens im Januar und Februar völlig. Dauerfrost, Wind und Schnee machen alle Outdoor-AktivitĂ€ten wie Surfen und SUP zu einem Graus. Selbst die tĂ€gliche Joggingrunde wird auf wenige Male pro Woche reduziert. Aber jetzt aufs Stand Up Paddle Board und ab ins Wasser. SUP im Winter – geht das ĂŒberhaupt? Theoretisch ja! Mit der richtigen Kleidung können Stand Up Paddler problemlos auch im Winter aufs Board steigen. Immer wieder tauchen Bilder von Boardern auf, die dick eingepackt bei Schnee und Eis stehend ĂŒber einen See oder sogar Ostsee und Nordsee paddeln. Aber bei starken Minusgraden werden selbst solche Hardcore-SUP-Fans das Board gegen eine gemĂŒtliche Indoor-AktivitĂ€t tauschen wollen.

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Was sollte man beim SUP im Winter beachten?

SUP im Winter: Zwei Stand Up Paddler sind im Februar auf der 4 Grad kalten Ostsee unterwegs. Foto: Sascha Tegtmeyer
SUP im Winter: Zwei Stand Up Paddler sind im Februar auf der 4 Grad kalten Ostsee unterwegs. Foto: Sascha Tegtmeyer

Wie eingangs bereits erwĂ€hnt sollten beim Stand Up Paddling im Winter vor allem Sicherheit und Komfort im Vordergrund stehen. Wir sehen immer wieder Stand Up Paddler, die sich mit WollmĂŒtze und Winterjacke auf das SUP-Board stellen. Das geht ĂŒberhaupt nicht! Wer im Winter Stehpaddeln möchte, sollte wirklich an erster Stelle auf seine Sicherheit achten und nicht leichtmĂŒtig aufs Board steigen. Die kalten Temperaturen fordern den Körper heraus und man sollte dementsprechend reagieren. Wir glauben deshalb, dass SUP im Winter nicht unbedingt fĂŒr SUP-AnfĂ€nger geeignet ist und besonders von Neulingen eher unter Aufsicht eines SUP-Lehrers durchgefĂŒhrt werden sollte. Wenn Ihr im Winter Stand Up Paddeln wollt, ist das natĂŒrlich auf eigene Gefahr. Wir haben dennoch ein paar wertvolle Tipps fĂŒr Euch, wie Ihr die Risiken beim SUP im Winter minimieren könnt.

1. In Winterjacke aufs SUP?! Das ist die richtige Kleidung fĂŒr Stand Up Paddling im Winter

Wie kann man sich im Winter in Jeans und Winterjacke aufs SUP stellen? Einige Leute machen genau das. Aber ich frage mich: Was passiert, wenn sie in Winterjacke und Jeans ins Wasser fallen? Jacke und Hose saugen sich mit dem eiskalten Wasser voll, das Schwimmen wird quasi unmöglich. Solange man nicht ins Wasser fÀllt, scheinen Jeans, Winterstiefel und Daunenjacke eine gute Idee zu sein. Im Wasser können sie jedoch zur tödlichen Falle werden! Deshalb ist die richtige Kleidung beim SUP im Winter das A und O!

Das Problem beim SUP im Winter ist doch vor allem eines: Man möchte auf gar keinen Fall mit dem eiskalten Wasser in Kontakt kommen, weil man ungeschĂŒtzt vermutlich innerhalb von wenigen Minuten erfrieren wĂŒrde. Deshalb muss guter Schutz her, denn es kann immer mal passieren, dass man auf seinem SUP Board das Gleichgewicht verliert und ins Wasser stĂŒrzt. SpĂ€testens dann sollte man wirklich warm isoliert sein. Und da bietet sich natĂŒrlich ein Neoprenanzug an.

Wer öfter hineinfĂ€llt und anschließend nicht gleich seine Stand Up Paddling Tour abbrechen möchte, sollte vielleicht einen 6 bis 7 Millimeter Halbtrockenanzug umsteigen, wie er hĂ€ufig in Ă€hnlicher Form auch im Tauchsport verwendet wird. Denn dieser Anzug macht sich eindringendes Wasser zunutze, erwĂ€rmt es mit Hilfe der Körpertemperatur und sorgt somit dafĂŒr, dass euer SUP-Trip auf der Ostsee im Winter nicht sofort und abrupt endet. Ich persönlich verwende einen 7 Millimeter Halbtrockenanzug, der so warm hĂ€lt, dass er nur bei wirklich kalten Temperaturen ĂŒberhaupt eingesetzt werden kann. Steigen die Luft- und Wassertemperaturen im Herbst ĂŒber 10 Grad Celsius, fĂ€ngt man im Anzug an zu kochen und wirft sich schon freiwillig ins Wasser fĂŒr eine AbkĂŒhlung.

Wir verwenden beispielsweise einfach unseren Xcel Thermoflex TDC Tauchanzug (7mm, halbtrocken) (Test), Neopren-FĂŒĂŸlinge und flexible Neopren-Handschuhe. FĂŒr einen kurzen Sturz ins Wasser sollte ein 3 Millimeter Nassanzug spĂ€testens zwischen Dezember und April in Seen und im Meer nicht ausreichen. Denn der Anzug wĂŒrde sofort mit dem eiskalten Wasser volllaufen. Wahrscheinlich sind 5mm Halbtrocken das Minimum, um die Gefahren zu minimieren.

2. Plant eure SUP-Tour der Jahreszeit entsprechend

Ähnlich wie bei vielen anderen Outdoor-Sportarten im Winter gilt auch beim Stand Up Paddling: Plant eure Tour den WitterungsverhĂ€ltnissen entsprechend. Wir kennen es vom Joggen: Wer bei Minusgraden seine Laufstrecke genauso wie im Sommer wĂ€hlt und 10 Kilometer runterreißt, riskiert gesundheitliche Probleme. Und genauso ist es auch beim Stand Up Paddling im Winter: Der Körper wird durch die KĂ€lte zusĂ€tzlich belastet. Besonders bei Minusgraden ist dies ein Problem, weil man die kalte Luft in großen Mengen einatmet und dadurch Lungenprobleme riskiert.

Deshalb gilt bei eurer Tourenplanung im Winter: Lasst es ruhig angehen und macht eine entspannte Tour ĂŒber eine kĂŒrze Distanz. Falscher Ehrgeiz ist besonders in der kĂ€ltesten Zeit im Januar und Februar kein guter Ratgeber. Ihr solltet eure die LĂ€nge und Dauer eurer SUP-Tour im Winter von verschiedenen Faktoren abhĂ€ngig machen: WindstĂ€rke, Temperatur, Sonnenschein und Luftfeuchtigkeit. All diese Faktoren spielen bei der gefĂŒhlten Temperatur eine Rolle und können sich auf euren Komfort bei der SUP-Tour im Winter auswirken.

3. SUP im Winter: Warme Kleidung “fĂŒr hinterher” dabei haben!

Wenn Ihr im Winter mit dem SUP unterwegs seid, solltet Ihr alles bereit halten, um Euch im Notfall warmhalten zu können. Das fĂ€ngt an bei einer warmen Thermoskanne mit Kaffee oder Tee, warmer Kleidung nach der SUP-Tour und eventuell sogar einer Standheizung im Auto, um Euch aufzuwĂ€rmen (ist ĂŒbrigens nicht nur beim SUP sehr empfehlenswert). Unterm Strich kann man sagen: Alles, was wĂ€rmt, ist gut. Denn seid Ihr erst einmal ins Wasser gefallen, wollt Ihr nach der SUP-Tour nur noch eines: WĂ€rme und GemĂŒtlichkeit! Es ist meiner Meinung nach sogar zu empfehlen, eine Rettungsdecke dabei zu haben, um im Notfall schlimme UnterkĂŒhlungen zu vermeiden.

4. Beim SUP im Winter besonders an Rettungsboje oder Rettungsweste denken!

Wir haben schon immer betont, wie wichtig es ist, beim Stand Up Paddling RettungsausrĂŒstung dabei zu haben. Beim SUP im Winter ist es noch wichtiger, wahlweise eine Rettungsboje oder eine Rettungsweste zu tragen. Wir verwenden zu jeder Jahreszeit und zu jeder SUP-Tour – egal wie ruhig und beschaulich das GewĂ€sser auf den ersten Blick zu sein scheint – die Restube Rettungsboje. Sie hat sich als praktisches und handliches Produkt herausgestellt, um sich auf dem SUP abzusichern. Beim Stand Up Paddling im Winter ist ein solcher Auftriebskörper noch wichtiger als im Sommer!

5. Beim Stand Up Paddling im Winter Dry Bag mit Smartphone mitnehmen

Viele Leute nehmen ihr Smartphone nur ungern mit auf das SUP. Aber auch das Handy kann im schlimmsten Fall Leben retten. Wenn Ihr auf einem GewĂ€sser unterwegs seid und beispielsweise bricht euer Paddel. Das ist mir schon passiert! Dann steht Ihr dort in der Mitte des Sees, die Wassertemperatur betrĂ€gt vier Grad Celsius und Ihr sollt nun anfangen, mit den HĂ€nden zu paddeln. Das ist eine Ă€ußerst unangenehme und schmerzvolle Situation, in der Ihr im Zweifelsfall lieber Hilfe (wie etwa die Feuerwehr) rufen können solltet. Deshalb haben wir von Just Wanderlust im Sommer wie im Winter unser Smartphone mit dabei. Es gibt beim Stand Up Paddling reichlich gefĂ€hrliche Situationen, in den das Handy Leben retten kann!

6. Schwierigkeiten beim SUP im Winter antizipieren (vorwegnehmen)

Besonders beim Stand Up Paddling im Winter kann es zu schwierigen Situationen kommen. Viele Stehpaddler unterschĂ€tzen die Gefahr und gehen beispielsweise mit Winterjacke und Jeans auf das SUP. Ihr sollt nicht den Teufel an die Wand malen, aber wenn Ihr beim SUP im Winter Schwierigkeiten antizipiert (vorwegnehmt) und Euch entsprechend vorbereitet, kann auch eine SUP-Tour in der kalten Jahreszeit zu einem echten VergnĂŒgen werden. Wie so hĂ€ufig gilt auch beim Stehpaddeln: Vorbereitung ist alles!

7. Statt SUP im Winter ab aufs Balance-Board

Falls Euch das Stand Up Paddling im Winter zu kalt ist und Ihr lieber drinnen bleiben wollt, mĂŒsst Ihr nicht komplett auf euren Lieblingssport verzichten. Mit einem Balance-Board könnt Ihr gemĂŒtlich draußen im Wohnzimmer eure Skills ĂŒben, wĂ€hrend es draußen klirrend kalt ist. So bleibt Ihr im Winter bei der Stange. Es gibt zahlreiche Übungen zur Balance, die Ihr mit diesem speziellen Holzbrett, dass Ihr ĂŒber eine Rolle legt, durchfĂŒhren könnt.

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Stand Up Paddling bei Minusgraden: Ob SUP im Winter das richtige fĂŒr mich ist?

Ich weiß ja nicht, wie es Euch geht, aber im Winter freiwillig Outdoor-Sport zu betreiben, kostet schon eine gehörige Portion Disziplin! Aber wie so oft, kann man hinterher wirklich stolz auf sich sein. Denn SUP im Winter hat auch seine Vorteile: Der See oder das Meer ist leer, man muss meistens nicht lange einen Parkplatz am GewĂ€sser suchen und wenn es windstill ist, ist es wirklich still! Still und starr ruht der See. Keine Menschen, keine Tiere, keine Boote. Man hat das GewĂ€sser einfach fĂŒr sich und kann einfach einmal so richtig die Seele baumeln lassen. Beliebte Seen haben im Sommer einen starken Zustrom von Sportlern und Urlaubern. Da merkt man im Winter wirklich einen angenehmen Unterschied. Denn den meisten Menschen ist es zu dieser Jahreszeit einfach zu kalt. Wenn es Euch nicht so geht, habt Ihr einen großen Vorteil!

Nicht mit der Brechstange probieren: Wenn es zu kalt ist, solltet Ihr vielleicht auf SUP im Winter verzichten. Foto: Pixabay.com | Lizenz: CC0 Public Domain
Nicht mit der Brechstange probieren: Wenn es zu kalt ist, solltet Ihr vielleicht auf SUP im Winter verzichten. Foto: Pixabay.com

Wenn die Ruhe und Stille am SUP-GewĂ€sser kein Vorteil ist, weiß ich auch nicht. Und der Neoprenanzug hĂ€lt wirklich optimal warm, mehr noch als eine Winterjacke. Man kann seine SUP Touren im Winter wirklich genießen und Kraft aus der Ruhe schöpfen. Allein schon beim Vorbereiten des SUPs. Man bekommt nahe am Wasser einen Parkplatz und nicht alle fĂŒnf Sekunden kommt jemand vorbei, der fragt, was man da eigentlich tue und man sich auch so ein Surfbrett leihen könne. Bis auf die Temperaturen sind die Bedingungen am GewĂ€sser im Winter einfach ideal!

Deshalb schnappt euer SUP und einen Neoprenanzug, packt Euch dicke Klamotten “fĂŒr hinterher” ein und ab aufs SUP. Egal ob SUP auf der Ostsee oder einem der heimischen Seen, die Stimmung bei einer SUP-Tour im Winter ist etwas ganz besonderes und als echte SUP-Fans solltet Ihr das einmal erlebt haben. Hinterher werdet Ihr nicht nur stolz auf Euch, sondern auch um eine einzigartige Erfahrung reicher sein!

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Video: SUP im Winter kann eine entspannte Sache sein

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About Author

Moin, ich bin Sascha! Meer-Fan, Reise-Liebhaber und immer fĂŒr ein Abenteuer zu haben. Auf meinem Reiseblog Just Wanderlust verbinde ich die Liebe zum Reisen und zur Natur mit einem Faible fĂŒr Wassersport wie Stand Up Paddling, Tauchen und Surfen. Ich bin Journalist und von Natur aus Neugierig, wenn ich neue Reiseziele kennen lerne und anschließend ausfĂŒhrlich darĂŒber berichte. Wenn ich mit meiner Familie oder allein unterwegs bin, dĂŒrfen bei mir als Technik-Fan auch immer gern ein paar Reise-Gadgets zu Testzwecken mit dabei sein. Meine bevorzugten ReiselĂ€nder: USA, Thailand und Malediven.

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6. Februar 2017 9:06

NatĂŒrlich SUP im Winter an der Ostsee oder auf einem der fantastischen Seen in Mecklenburg-Vorpommern 🙂

Viele GrĂŒĂŸe von MVnow aus dem Norden

Nicole
29. Dezember 2019 21:15

Also ich war gerade heute auf der Ostsee paddeln, in Timmendorfer Strand und ich liebe Winterpaddeln noch mehr als das paddeln im Sommer! đŸ„đŸ»â€â™€ïž
Da gehört das Wasser mir ganz allein ❀ Ich trage einen 5,5 mm Anzug von ION und friere nicht. Am Ende gehe ich auch immer nochmal kurz schwimmen đŸ™‹đŸŒâ€â™€ïž

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