Haie im Roten Meer: Welche Arten gibt es in Ägypten?

Welche Hai-Arten könnt Ihr in Ägypten entdecken? Und welches Meerestier im Roten Meer ist wirklich lebensbedrohlich?

Haie im Roten Meer: Graue Riffhaie kommen relativ häufig vor! Foto: Pixabay
Haie im Roten Meer: Graue Riffhaie kommen relativ häufig vor! Foto: Pixabay

Viele Urlauber wollen im Urlaub in Ägypten Schwimmen, Schnorcheln oder Tauchen gehen und fragen sich, welche Haie im Roten Meer heimisch sind. Besonders Taucher und Schnorchler gehen ganz bewusst auf die Suche nach den großen Raubfischen. Hin und wieder hört man ja schon von Haiangriffen auf Menschen, bei denen Urlauber verletzt oder sogar getötet wurden. Immerhin gibt es über 40 verschiedene Hai-Arten im Roten Meer. Besteht also Gefahr für Menschen? Wieviele Haiangriffe in Ägypten gibt es? Wir klären auf, welches Meerestier im Roten Meer gefährlich ist– nicht der Hai, so viel sei vorab verraten. 

Der Badespaß im Urlaub in Ägypten könnte kaum größer sein. Im Land der Pharaonen gibt es an weit über 300 Tagen im Jahr Sonnengarantie. Und auch das Meer hat eigentlich immer sehr entspannte Temperaturen, die deutlich über 30 Grad liegen und zum Schwimmen einladen. Aber viele Urlauber stellen sich die Frage: Kann ich einfach unbeschwert ins Wasser springen oder kommen dann Haie? Was da wohl alles unter mir herum schwimmt? Über die großen Raubfische werden leider viele unangenehme Mythen verbreitet. Zu wirklich ernsthaften Unfällen mit Haien im Roten Meer kommt es nur ganz selten. Schuld ist dann häufig der Mensch – beispielsweise, weil Hotels und Schiffe Lebensmittelreste ins Meer kippen und die Tiere damit anlocken. Im Normalfall könnt Ihr im Roten Meer bedenkenlos baden, schwimmen, schnorcheln und tauchen. Wir geben Euch in diesem Beitrag alle Infos zu Haien im Roten Meer und erklären Euch, welche Tiere im Meer in Ägypten wirklich gefährlich – und sogar tödlich – für Menschen sind.

Haie im Roten Meer: Strände in Ägypten sind sicher

Schwarzspitzen-Hochseehaie gehören ganz sicher zu den schönsten Haien im Roten Meer – sie werden jedoch eher selten gesichtet. Häufiger treffen Taucher und Schnorchler auf einen Verwandten – den Weißspitzen-Hochseehai "Loginmanus". Foto: Unsplash
Schwarzspitzen-Hochseehaie gehören ganz sicher zu den schönsten Haien im Roten Meer – sie werden jedoch eher selten gesichtet. Häufiger treffen Taucher und Schnorchler auf einen Verwandten – den Weißspitzen-Hochseehai “Loginmanus”. Foto: Unsplash

In den letzten Jahren konnten sich nicht nur die Riffe im Roten Meer unheimlich gut erholen, auch die Fischbestände haben durch vielseitige Schutzmaßnahmen wieder zugenommen. Ideale Bedingungen für Haie, um sich wieder öfter an den Riffen blicken zu lassen. Egal ob in Hurghada, Safaga (Reisebericht), El Quseir, Marsa Alam (Reisebericht)Makadi Bay (Reisebericht) oder Sharm El Sheik (Reisebericht), überall im Roten Meer könnt Ihr mit etwas Glück Haien beim Tauchen begegnen. Die beliebten Urlaubsziele in Ägypten ziehen Urlauber an – und besonders Taucher freuen sich, wenn sie auf ihren Tauchgängen Haie im Roten Meer beobachten können. Eine gute Möglichkeit, um die Tiere ausfindig zu machen, ist beispielsweise eine Tauchsafari in Ägypten.

Einige von Euch werden sich fragen: Wer geht denn freiwillig auf die Suche nach Raubfischen? Viele Menschen haben große Angst vor Haien. Aber es besteht kein Grund zur Sorge. Die faszinierenden Meeresräuber sind sehr scheu und um überhaupt einem Hai zu begegnen, muss man sich schon etwas anstrengen. Viele bekannte Hai-Arten und sogar der Große Weiße Hai können im Roten Meer vorkommen. Wer Haien im Roten Meer begegnen will, muss sich schon außerordentlich viel Mühe geben und als Taucher eine längere Tour an die Außenriffe unternehmen.

Als Badeurlauber in Ägypten wird man mit höchster Wahrscheinlichkeit niemals Haien im Roten Meer begegnen. Denn die meisten Hai-Arten leben kilometerweit vom Strand entfernt. Um auf einen Hai im Roten Meer zu treffen, muss man schon an abgelegenen Riffen Tauchen oder Schnorcheln gehen. Besonders Taucher können sich mit etwas Glück auf spektakuläre und unvergessliche Begegnungen mit pelagischen Haien wie dem berühmt-berüchtigten Longimanus, Hammerhaien und verschiedenen Riffhaien einstellen. Wenn der Zufall es so will, können sogar Walhaie, Tigerhaie und Bullenhaie gesichtet werden. Haie im Roten Meer gibt es leider nicht mehr so viele wie früher, aber es gibt sie noch. Ihr müsst nur wissen, wo!

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Haie im Roten Meer: Faszinierende Begegnungen sind beim Tauchen in Ägypten möglich

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Ägypten: Insgesamten 40 verschiedene Arten von Haien im Roten Meer

Hammerhaie im Roten Meer kommen relativ häufig vor: Die Tiere kommen eher selten an die Oberfläche. Wer sie sehen in Ägypten sehen will, muss weit an die Außenriffe fahren und tauchen gehen. Foto: Pixabay
Hammerhaie im Roten Meer kommen relativ häufig vor: Die Tiere kommen eher selten an die Oberfläche. Wer sie sehen in Ägypten sehen will, muss weit an die Außenriffe fahren und tauchen gehen. Foto: Pixabay

Haie kommen in allen Meeren auf der Welt vor. Auch im Roten Meer sind mehr als 40 Hai-Arten heimisch. Die meisten davon lieben weit weg vom Strand. Wenn es um die Orte geht, an denen Ihr mit relativ großer Sicherheit Haie entdecken könnt, fallen immer wieder drei Namen, die sich allesamt in Ägypten befinden: die Brother Islands, Daedalus Reef und Elphinstone gehören zu den besten Orten im nördlichen Roten Meer, um Haie zu entdecken. Dort lassen sich Hammerhaie und Weißspitzen-Hochseehaie entdecken, die sich regelmäßig an diesen Riffen aufhalten.

Südlich im Sudan gibt es viele weitere Spots, an denen Haie heimisch sind. Schwimmer müssen sich wenig Sorgen machen vor den Meeresräubern. Zu den am meisten vorkommenden Haien im Roten Meer gehören der Longimanus, diverse kleine Riffhaie, der Walhai und Hammerhaie.

1. Weißspitzen-Hochseehai (Longimanus): Ikone des Roten Meeres

Weißspitzen-Hochseehai (Longimanus): Der Raubfisch kommt im Roten Meer an den Außenriffen vor und hat wenig Scheu vor Menschen – viele Haiangriffe gehen auf sein Konto. Die Brother's Islands in Ägypten waren zeitweise gesperrt, weil die Tiere auf Taucher aggressiv reagiert haben. Foto: Unsplash
Weißspitzen-Hochseehai (Longimanus): Der Raubfisch kommt im Roten Meer an den Außenriffen vor und hat wenig Scheu vor Menschen – viele Haiangriffe gehen auf sein Konto. Die Brother’s Islands in Ägypten waren zeitweise gesperrt, weil die Tiere auf Taucher aggressiv reagiert haben. Foto: Unsplash

Der Weißspitzen-Hochseehai, auch Longimanus genannt, ist einer der faszinierendsten Haie im Roten Meer. Er gehört zu den Grauhaien und lebt im Roten Meer an abgelegenen Riffen wie beispielsweise dem Elphinstone Riff. Seinen Namen hat er von der weißen Spitze an seiner Rückenflosse. Das Tier ist bei Tauchern sehr beliebt und kann an abgelegenen Riffen weit draußen im Roten Meer beobachtet werden. Neben dem beliebten Elphinstone Riff taucht Longimanus auch am weltberühmten Daedalus Riff und den Brother Islands auf.

Der Weißspitzen-Hochseehai ist berüchtigt, weil er kaum Scheu kennt, sehr neugierig auf Taucher zuschwimmt und sie unter Umständen sogar berührt. Der Räuber kann jedoch auch anders: Alle sechs schweren und teils tödlichen Haiangriffe zwischen 2007 und 2010 werden dem Weißspitzen-Hochseehai zugeschrieben. Betroffen waren jedes Mal Schwimmer – vermutlich, weil der jagende Hai die zappelnde Bewegungen mit seiner Beute – Meeresschildkröten – verwechselt.

2. Weißspitzen-Riffhai: entspannter Bewohner des Riffs

Weißspitzen-Riffhai: Der kleine Raubfisch schläft tagsüber in Höhlen. Foto: Pixabay
Weißspitzen-Riffhai: Der kleine Raubfisch schläft tagsüber in Höhlen. Foto: Pixabay

Deutlich kleiner und schmaler als der Longimanus ist der Weißspitzen-Riffhai. Er bewohnt, wie der Name schon sagt, eher flache und landnahe Gewässer zwischen acht und 40 Metern tiefe. Im Gegensatz zu den Pelagischen Arten, die permanent schwimmen müssen, um zu überleben, schlafen Weißspitzen-Riffhaie tagsüber in Höhlen und gehen nachts auf Jagd. Der kleine Hai kann mit etwas Glück an vielen Korallenriffen im Roten Meer gefunden werden. Sehr gute Chancen auf die Riffbewohner hat man auch an den Brother Islands.

3. Hammerhaie im Roten Meer: die Shootingstars

Schulen von Hammerhaien gibt es im Roten Meer vor allem an den Außenriffen. Foto: Pixabay
Schulen von Hammerhaien gibt es im Roten Meer vor allem an den Außenriffen. Foto: Pixabay

Hammerhaie gehören zu den absoluten Shootingstars im Roten Meer und sind bei Tauchern sehr beliebt. Sie haben ihren Namen aufgrund ihrer Gesichtsform, der im weitesten Sinne an einen Hammer erinnert. Als Schnorchler oder Schwimmer wird man jedoch kaum einen entdecken. Die Tiere befinden sich nur an abgelegenen Riffen. Um welche von ihnen zu entdecken, muss man ordentlich suchen! Die befremdlich aussehenden Raubfische finden sich zum Beispiel am Daedalus Riff, den Brother Islands und Elphinstone. Dort gibt es starke Strömungen, die für Hammerhaie optimale Bedingungen bieten.

4. Grauer Riffhai: der Durchschnitts-Hai

Der Grauhai ist wohl so ziemlich der Standard-Hai, der optisch am ehesten der Vorstellung unserer Vorstellung von dem Raubfisch entspricht – wer beim Tauchen in Ägypten einen Grauhai zu Gesicht bekommt, hat großes Glück! Foto: Unsplash
Der Grauhai ist wohl so ziemlich der Standard-Hai, der optisch am ehesten der Vorstellung unserer Vorstellung von dem Raubfisch entspricht – wer beim Tauchen in Ägypten einen Grauhai zu Gesicht bekommt, hat großes Glück! Foto: Unsplash

Aus Sicht des biologisch eher unbedarften Tauchers ist der Graue Riffhai in seinen Ausmaßen zwischen dem Weißspitzen-Riffhai und dem Weißspitzen-Hochseehai angesiedelt. Der ungefähr 2,5 Meter lange Hai bewohnt ebenfalls die Außenriffe im Roten Meer. Auch er kann ähnlich neugierig sein wie der Longimanus und mit Tauchern auf Tuchfühlung gehen. Im Roten Meer kann der Graue Riffhai am besten an den Brother Islands und Elphinstone.

5. Walhaie im Roten Meer: Der größte Fisch der Welt schaut immer häufiger vorbei

Der Walhai ist der größte Fisch der Welt – er zählt tatsächlich zu den häufigsten Haien im Roten Meer und wird – Klimawandel sei dank – in den letzten Jahren immer häufiger beobachtet. Er folgt in der Regel seiner Nahrung, dem Plankton. Foto: Unsplash
Der Walhai ist der größte Fisch der Welt – er zählt tatsächlich zu den häufigsten Haien im Roten Meer und wird – Klimawandel sei dank – in den letzten Jahren immer häufiger beobachtet. Er folgt in der Regel seiner Nahrung, dem Plankton. Foto: Unsplash

Tauchschulen in Ägypten bescheinigen uns übereinstimmend, dass immer mehr Walhaie im Roten Meer gesichtet werden. Der größte Fisch der Welt folgt seiner Nahrung – und die scheint ihn immer öfter vor die Küsten Ägyptens zu treiben. Um den friedfertigen Riesen zu sehen, muss man jedoch viel Glück haben. Der riesige Hai hat keinen bestimmten Spot, an dem er entdeckt werden kann – er kann praktisch überall und nirgendwo auftauchen. Dafür kann man auch als Schnorchler Glück haben und einen Walhai direkt am Hausriff antreffen. So gibt es beispielsweise Berichte, wonach der Walhai öfter mal in der El Quadim Bucht in El Quseir auftaucht.

6. Makohaie: schnelle, wendige Jäger

Mit Makohaien ist nicht zu scherzen. Wir selbst sind Zeuge eines tödlichen Unfalls eines Badeurlaubers mit einem Makohai geworden (siehe letztes Kapitel). Bei den Raubfischen aus der Gattung der Makrelenhaie handelt es sich um sehr schnelle und wendige Jäger, die mit bis zu 80 km/h durch das Wasser sprinten. Dementsprechend ist auch die Körperform des Hais sehr stromlinienförmig. Die Haie werden wie die anderen Hai-Arten am ehesten an den bekannten Hai-Riffen vor der ägyptische Küste angetroffen, jedoch deutlich seltener als die anderen Arten.

7. Tigerhaie vor Hurghada: spektakuläre Begegnungen

Der Tigerhai kommt auch im Roten Meer vor – neben dem Bullenhai und dem Longimanus gilt er tatsächlich als relativ gefährlich für Menschen – besonders für Schwimmer und Schnorchler. Foto: Unsplash
Der Tigerhai kommt auch im Roten Meer vor – neben dem Bullenhai und dem Longimanus gilt er tatsächlich als relativ gefährlich für Menschen – besonders für Schwimmer und Schnorchler. Foto: Unsplash

Tigerhaie sind prächtige, große Haie, die deutlich größer werden können als die bisher genannten Hai-Arten. Sie haben ihren Namen aufgrund des gepunkteten Rückens. Die großen Raubfische gelten als eher gefährliche Hai-Art, vor der sich Schwimmer und auch Taucher zumindest in Acht nehmen sollten. Und ja, wenngleich extrem selten, kommen Tigerhaie auch im Roten Meer vor. Ein spektakuläres Video der Tauchbasis James & Mac zeigt einen stattlichen Tigerhai am Carless Reef bei Hurghada.

Video: Tigerhai bei Hurghada am Carless Reef gefilmt

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8. Weitere Arten: Bullenhaie, Fuchshaie, Seidenhaie

Drei weitere, eher seltene Arten, die Ihr mit ganz viel Glück an den Riffen im Roten Meer antreffen könnt, sind Bullenhaie, Fuchshaie und Seidenhaie. Besonders die Bullenhaie haben es in sich. Sie gelten ähnlich wie die Tigerhaie zu den eher gefährlichen Arten von Haien und sollten zumindest mit großem Respekt und Abstand betrachtet werden.

Haie im Roten Meer – Verhaltensregeln

Haie im Roten Meer: Mit einem beherzten Schlag auf die Schnauze des Hais lassen sich die Raubfische in der Regel vertreiben. Foto: Pixabay
Haie im Roten Meer: Mit einem beherzten Schlag auf die Schnauze des Hais lassen sich die Raubfische in der Regel vertreiben. Foto: Pixabay

Grundsätzlich solltet Ihr Euch als Schwimmer, Schnorchler und Taucher respektvoll gegenüber allen Meerestieren verhalten. Haie sind keine blutrünstigen Monster, die Euch verschlingen wollen. Ganz im Gegenteil, sie sind gefühlvolle und feinsinnige Lebewesen, die eine gewisse Neugierde mitbringen und meistens ziemlich scheu sind. Die meisten Haie im Roten Meer nehmen reißaus, wenn sie einen Schnorchler und Taucher sehen. Dennoch kann es – aus welchen Gründen auch immer – vorkommen, dass ein Hai aggressiv auf Euch reagiert. Dann solltet Ihr entsprechend reagieren: “”Wenn sich ein Hai nähern sollte, niemals hektisch wegschwimmen. Bringen Sie Ihren Körper in die Vertikale und paddeln Sie nur mit den Füßen. Damit reduzieren Sie ihre Geräusche drastisch”, erläutert der Hai-Forscher Dr. Erich Ritter gegenüber den Nachrichtenmagazin T-Online.de. Ritter rät Betroffenen für den äußerst unwahrscheinlichen Fall, dass sie wirklich von einem Hai angegriffen werden, dem Raubfisch im wahrsten Sinne des Wortes einmal kräftig auf die Schnauze zu hauen. Man solle sich dabei auf das Tier zubewegen, das seien Haie nicht gewohnt. Sollte der Hai wiederholt angreifen, kann ein beherzter Schlag auf die Kiemen den Raubfisch sogar töten. Im Zweifelsfall genüge jedoch auch, durch entsprechende Handbewegungen etwas Wasserdruck auf die Kiemen auszuüben, um den Hai in die Flucht zu schlagen. 

Rotes Meer: Haiangriffe in Ägypten kommen vor

Haiangriff in El Quseir im März 2015

Im Roten Meer sind Haiangriffe auf Menschen äußerst selten, aber sie kommen doch relativ regelmäßig vor. Wir von Just Wanderlust sind jedoch bedauerlicherweise im März 2015 selbst Zeugen eines tödlich verlaufenen Haiangriffs geworden und hatten damals in einem Artikel für das TAUCHEN Magazin darüber berichtet. Wir hatten vor Ort recherchiert und mit Augenzeugen des Haiunfalls gesprochen.

Während wir uns damals in der El Quadim Bay bei El Quseir aufgehalten haben, wurde in einer benachbarten Bucht ein Schwimmer von einem Makohai angegriffen. Der Urlauber wurde so stark am Bein verletzt (der Makohai hat dem Schwimmer einen Fuß abgebissen), dass er seinen schweren Verletzungen erlegen ist. Der Angriff passierte nur wenige Meter vom Strand entfernt.

Einsame Insel im Roten Meer: In Ägypten kann man 365 Tage im Jahr Sonne genießen! Foto: Sascha Tegtmeyer
Einsame Insel im Roten Meer: In Ägypten kann man 365 Tage im Jahr Sonne genießen! Foto: Sascha Tegtmeyer

Wir können deshalb schlecht sagen, dass es keine Haiangriffe im Roten Meer gibt. Ebenfalls viele Haiangriffe auf Schwimmer werden von Longimanus-Haien ausgeübt. Die Hochseehaie jagen tagsüber in der Nähe der Oberfläche. Wenn dort zappelnde Schwimmer unterwegs sind, verwechseln die Haie diese Baderurlauber mit Beutetieren und beißen schlimmstenfalls zu.

Einen besonders tragischen Unfall hatte es 2009 gegeben: Eine Französin war mit einer Gruppe auf einer Delfin-Beobachtungstour nahe Marsa Alam unterwegs. Grundsätzlich werden Delfine im Roten Meer deutlich öfter angetroffen als Haie. Die Schnorchler hatten einen Longimanus mit einem Delfin verwechselt und waren deshalb versehentlich zu dem Hai ins Wasser gesprungen. Der Weißspitzen-Hochseehai hatte die Schnorchlerin daraufhin tödlich verletzt.

Schwimmer und Schnorchler müssen sich vor Haien im Roten Meer in Acht nehmen – sie könnten mit Beute verwechselt werden. Foto: Pixabay
Schwimmer und Schnorchler müssen sich vor Haien im Roten Meer in Acht nehmen – sie könnten mit Beute verwechselt werden. Foto: Pixabay

Leider werden hin und wieder Schwimmer von Haien angegriffen. Einige dieser Zwischenfälle verlaufen auch tödlich. In Ägypten gibt es pro Jahr im Schnitt eine einstellige Anzahl an Haiangriffen. Dabei scheint es sich jedoch im tragische Einzelfälle zu handeln, bei denen der neugierige Hai einen Testbiss macht.

Ägypten: Urlauber aus Tschechien bei Hai-Attacke in Marsa Alam getötet

04. August 2018: Wie das tschechische News-Portal Echo24 berichtet, wurde bereits am vergangenen Donnerstag ein 41jähriger Mann aus Tschechien Opfer eines Hai-Angriffs in Marsa Alam am Roten Meer. Der Taucher war mit seiner Frau und seinen Kindern im Tauchurlaub in Ägypten. Die Frau war Augenzeugin des Angriffs. Der Tod des Tschechen wurde durch Behörden des Landes bestätigt. Die örtliche Polizei in Ägypten untersucht den Vorfall. “Wir warten auf die Ergebnisse der Untersuchung, um herauszufinden, was passiert ist. Und um darauf zu reagieren, etwa um Touristen Empfehlungen zu geben”, betonte ein Sprecher der ägyptischen Polizei gegenüber Echo24.

Wie ein Sprecher des Reiseveranstalters erklärte, der Mann habe im tieferen Wasser an einer Mole versucht, den Hai zu fotografieren, bevor es zu dem tödlichen Vorfall kam. Die Familie des Opfers habe die Betreuung durch einen Psychologen abgelehnt. Der Attacke war bereits ein Vorfall vergangene Woche vorausgegangen. Fast immer lassen sich Hai-Angriffe im Roten Meer auf menschliches Fehlverhalten zurückführen. Es wird derzeit vermutet, dass ein Handelsschiff bereits am vergangenen Freitag Tierabfälle ins Meer gekippt hat. Das lockt Haie an und versetzt sie zudem in einen Fressrausch. Die örtliche Polizei ermittelt ebenfalls in diesem Fall.

Hai-Angriffe im Roten Meer kommen äußerst selten vor

Wir von Just Wanderlust sind im März 2015 selbst Zeugen eines tödlichen Hai-Angriffs im Roten Meer geworden. Damals war ein Schwimmer in unmittelbarer Nähe zum Strand von einem Makohai ins Bein gebissen worden und auf dem Weg ins Krankenhaus verblutet. Hai-Angriffe kommen im Roten Meer äußerst selten vor. Wenn es einen Zwischenfall wie diesen gibt, lässt er sich in den allermeisten Fällen auf menschliches Fehlverhalten zurückführen.

Deutsche Medien verfallen direkt wieder in Hysterie und bauschen den Vorfall gerade sehr stark auf. Sie benutzen zur Berichterstattung beispielsweise Bilder von Sandtigerhaien, die zwar verhältnismäßig Furchteinflößend aussehen, aber absolut harmlos sind. Auch Bilder eines Weißen Hais mit aufgerissenem Maul werden wieder gerne benutzt. Diese werden im Roten Meer jedoch absolut selten gesichtet, geschweige denn attackieren sie jemanden dort. Bisher ist überhaupt nicht geklärt, welche Hai-Art den Mann angegriffen hat.

Steinfische und Drückerfische: Welche Meerestiere im Roten Meer sind wirklich gefährlich für Schwimmer, Schnorchler und Taucher?

Wenngleich Haie im Roten Meer trotz einiger, weniger Angriffe in Ägypten kaum gefährlich sind und es nur zu ganz wenigen Hai-Angriffen in Ägypten kommt, gibt es im Roten Meer tatsächlich Meerestiere, die das Leben von Tauchern, Schnorchlern und Schwimmern gefährden können! Das vielleicht gefährlichste Tier im Roten Meer ist der Steinfisch. Er ist extrem giftig und so gut wie unsichtbar, weil er optisch aussieht, wie der Untergrund, auf dem er sitzt. Wenn Schwimmer ins Wasser laufen, können sie auf ein Tier treten. Die Berührung erzeugt extreme Schmerzen und muss sofort behandelt werden. Ähnlich kann es natürlich Schnorchlern ergehen.

Eine Berührung mit dem Steinfisch kann schmerzhaft bis tödlich enden! Foto: Pixabay
Eine Berührung mit dem Steinfisch kann schmerzhaft bis tödlich enden! Foto: Pixabay

Noch schlimmer kann es Taucher treffen: Wenn ein Taucher unter Wasser einen Steinfisch berührt, führt dies natürlich ebenfalls zu Schmerzen, Lähmungen und Schwellungen. Im Gegensatz zum Schwimmer und Schnorchler befindet sich der Taucher jedoch unter Wasser und kann vor Schmerz in Panik geraten. Hier droht die Gefahr des zu schnellen Auftauchens, in dessen Folge es zusätzlich zur Vergiftung durch den Fisch auch zu einer Dekompressionskrankheit kommen kann. So etwas dürfte ein Taucher nur mit ganz viel Glück überleben. Und genau das macht den Steinfisch vermutlich zum gefährlichsten Tier im Roten Meer.

Ein ebenfalls unangenehmer Geselle ist der relativ friedlich aussehende Drückerfisch. Dieser bunte Fisch hat ein ausgesprochen ausgeprägtes Revierverhalten – besonders, wenn er gerade Jungtiere aufzieht. Wenn Taucher, Schnorchler oder Schwimmer auf einen Drückerfisch treffen, sollten sie schläunigst verschwinden und großen Abstand halten. Wir von Just Wanderlust sprechen aus eigener Erfahrung. Drückerfische verfolgen Menschen mit großer Ausdauer und können sehr schmerzhaft zubeißen.

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Fazit – Haie kommen weltweit in allen Meeren vor

Ihr könnt natürlich nicht nur im Roten Meer Haie entdecken. Die Raubfische kommen nahezu in allen Meeren weltweit vor. Wir haben bereits Haie auf den Malediven, Haie auf Mauritius, Haie im Mittelmeer und in Haie in Thailand beobachtet. In Thailands Tierwelt sind die Großfische ein wichtiger Faktor. Die Jäger sind faszinierende Meerestiere und keine blutrünstigen Killer. Nur in der Interaktion mit dem Menschen hapert es hin und wieder etwas – was allerdings meistens den Menschen zuzuschreiben ist, wie man am Beispiel eines Weißen Hais sieht, der einen Haikäfig durchbricht oder einem Weißen Hai, der versehentlich das Kayak eines Mädchens in Australien umkippt.

Wer bereits einmal als Taucher Haie in ihrem natürlichen Lebensraum beobachtet hat, weiß, dass diese Lebewesen wundervolle Geschöpfe sind, die geschützt werden müssen. Der größte Feind der Haie ist der Mensch: Während durch die Raubfische jährlich weniger als ein Dutzend Menschen sterben, werden von Menschen mehrere hundert Millionen Haie brutal getötet.

Habt Ihr schon einmal Haie im Roten Meer gesehen? Wenn ja, welche? Hinterlasst uns einen Kommentar mit euren Erfahrungen. 

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Ich hatte im Dezember 1999 in Hurghada meine erste und bisher einzige Begegnung mit einem Hai(Weissspitzenriffhai).Diesen faszinierenden Moment werde ich nie vergessen. Ich hoffe dieses Jahr in Marsa Alam auf eine Wiederholung.