Reisebericht Marsa Alam – Tipps & Erfahrungen für den Süden Ägyptens

by Sascha Tegtmeyer | Dez. 7, 2021

Mein Reisebericht Marsa Alam beginnt mit einer Strecke, die auf der Karte deutlich harmloser aussah: Nach viereinhalb Stunden Flug von Hamburg landeten wir Ende November in Hurghada, stiegen bei 28 Grad aus und fuhren anschließend noch rund 230 Kilometer Richtung Süden. Zwei Wochen später war für mich klar, warum sich der Weg gelohnt hatte. Marsa Alam passt besonders gut zu dir, wenn du Ruhe, ein gutes Hausriff und einen einfachen Tagesrhythmus am Meer suchst. Weniger gut passt die Region, wenn du abends spontan durch eine gewachsene Stadt laufen, täglich neue Restaurants ausprobieren oder ohne Transfer flexibel unterwegs sein möchtest.

Genau diese Unterscheidung fehlte mir vor unserer Reise. Unter dem Namen Marsa Alam werden Hotels entlang eines sehr langen Küstenabschnitts verkauft. Manche liegen nahe am Flughafen und an Port Ghalib, andere weit südlich beim eigentlichen Ort oder in Richtung Wadi al-Gemal. Die Lage entscheidet über den Urlaub fast ebenso stark wie das Hotel selbst. Unser Aufenthalt Ende November und Anfang Dezember 2021 war vollständig selbst bezahlt. Für dieses Update habe ich meine damaligen Erlebnisse klar von heutigen, veränderlichen Reiseinformationen getrennt.

Mein Urteil zu Marsa Alam: stark am Meer, schwach für spontane Entdeckungen

Marsa Alam ist für mich kein klassisches Reiseziel, das man morgens verlässt und abends nach einem langen Besichtigungstag wieder betritt. Der eigentliche Ort ist klein, viele Resorts stehen isoliert an der Küste und Entfernungen werden schnell unterschätzt. Die Stärke liegt woanders: Du kannst aufstehen, zum Wasser gehen, schnorcheln, essen, lesen, schwimmen und am späten Nachmittag durch eine Landschaft laufen, in der zwischen Hotelanlage und Wüste kaum etwas liegt.

Das klingt zunächst nach wenig. Für mich war es überraschend viel. Ich werde auf einer Strandliege normalerweise innerhalb weniger Minuten unruhig und denke entweder an den nächsten Ausflug oder den nächsten Text. In Marsa Alam bekam der Tag trotzdem Struktur, weil das Meer nicht nur Kulisse war. Das Riff, der Steg, die wechselnden Bedingungen und die Aussicht auf eine Schildkröte oder einen Rochen gaben ihm einen natürlichen Takt.

Kleine ruhige Bucht des Relax Beach am Three Corners Fayrouz bei Marsa Alam
Am kleineren Relax Beach war es während unseres Aufenthalts deutlich ruhiger als am Hauptstrand. Foto: Sascha Tegtmeyer
  • Marsa Alam passt gut zu dir, wenn Schnorcheln, Tauchen, Wärme und Ruhe wichtiger sind als Stadtleben und maximale Unabhängigkeit.
  • Prüfe vor der Buchung, ob dein Hotel an einer geschützten Bucht, an einem offenen Außenriff oder nur an einer flachen Riffplatte liegt.
  • Unterschätze die Lage nicht: Ein Hotelname mit „Marsa Alam“ sagt noch wenig darüber aus, wie weit Flughafen, Port Ghalib, der eigentliche Ort oder ein bestimmter Schnorchelplatz entfernt sind.
  • Meine Anti-Empfehlung: Buche nicht allein wegen eines türkisfarbenen Hotelfotos. Kläre zuerst, wie du tatsächlich ins Wasser kommst und was du außerhalb der Anlage zu Fuß erreichen kannst.

Vom Schnee in die laute Lobby: unser holpriger Start

Als wir in Hurghada aus dem Flugzeug stiegen, kroch die warme Luft bis in die Kabine. In Deutschland war gerade der erste Schnee gefallen, hier roch es nach trockenem Boden, Kerosin und Sommer. Nach dem Flug folgte die lange Fahrt im klimatisierten Minibus. Wir waren fast zwölf Stunden unterwegs, bis wir im Three Corners Fayrouz Plaza Beach Resort nahe Port Ghalib ankamen.

Dort erwartete uns nicht die erhoffte Ruhe. In der Lobby dröhnten Bässe, auf der Terrasse wurde getanzt und einige Gäste hatten das All Inclusive bereits sehr ernst genommen. Wir standen müde mit unserem Gepäck zwischen all dem Trubel und fragten uns, ob wir ausgerechnet das falsche Hotel gewählt hatten.

Rezeption des Three Corners Fayrouz Plaza Beach Resort
An dieser Rezeption meldeten wir am ersten Abend unsere konkreten Zimmerprobleme. Sie wurden schnell und freundlich gelöst. Foto: Sascha Tegtmeyer

Im Zimmer wurde der Eindruck zunächst nicht besser. Die Badezimmertür klemmte, das gewünschte Doppelbett bestand aus zwei knallharten Einzelbetten und der Blick ging auf einen Zaun. Nach einer solchen Anreise genügt wenig, um an der gesamten Buchung zu zweifeln. Entscheidend war allerdings, was danach geschah: Nach unserer Rückmeldung kamen drei Mitarbeiter, kümmerten sich um die Tür und lösten auch das Bettenproblem. Ohne Diskussion, ohne langes Warten.

Am folgenden Morgen stand die Sonne am blauen Himmel, die Temperatur lag bei angenehmen 22 Grad und hinter dem Zaun waren das Rote Meer und Port Ghalib zu erkennen. Bis zum kleinen Relax Beach brauchten wir nur wenige Minuten. Das Zimmer war dadurch nicht plötzlich modern geworden. Aber seine Lage passte erstaunlich gut zu unserem Tagesablauf. Mein erster Eindruck hatte nicht gelogen, er hatte nur einen sehr engen Ausschnitt gezeigt.

Holzschild weist im Three Corners Fayrouz den Weg zum Relax Beach
Der kurze Weg zum Relax Beach erwies sich nach dem schwierigen ersten Abend als großer Vorteil unserer Zimmerlage. Foto: Sascha Tegtmeyer

Die vollständige Bewertung von Zimmer, Essen, Service, Strand und Hausriff gehört in meinen separaten Erfahrungsbericht zum Three Corners Fayrouz. Für die Reiseplanung ist hier vor allem die Lektion wichtig: Bei einer weitläufigen Anlage solltest du nicht nur „Meerblick“ anfragen. Ruhe, kurzer Strandweg, Nähe zum Restaurant und wenig Laufstrecke sind verschiedene Wünsche. Meist bekommst du nicht alle gleichzeitig.

Marsa Alam ist eine Region, nicht nur ein Ferienort

Der wichtigste Marsa-Alam-Tipp steht in keinem Ausflugskatalog: Lass dir vor der Buchung die exakte Lage des Hotels auf einer Karte zeigen. Der internationale Flughafen liegt nahe Port Ghalib und deutlich nördlich der Stadt Marsa Alam. Wer über Hurghada anreist, verlängert den Transfer je nach Hotellage noch einmal erheblich. Unsere rund 230 Kilometer waren keine theoretische Entfernungsangabe, sondern der zweite Teil eines langen Reisetags.

Nahe Port Ghalib: praktisch, etwas lebhafter und gut angebunden

Die Küste rund um Port Ghalib ist sinnvoll, wenn dir ein vergleichsweise kurzer Transfer vom Flughafen Marsa Alam wichtig ist und du wenigstens gelegentlich eine Marina mit Geschäften, Cafés und Restaurants erreichen möchtest. Wir konnten Port Ghalib von unserem Resort aus besuchen und am Hafen entlanglaufen. Nach mehreren Tagen zwischen Strand, Pool und Buffet war schon dieser kleine Ortswechsel angenehm.

Promenade und Marina von Port Ghalib nahe Marsa Alam
Port Ghalib bietet eine Promenade, Restaurants und eine Marina. Das ist kein gewachsener ägyptischer Stadtkern, aber ein willkommener Kontrast zur Resortanlage. Foto: Sascha Tegtmeyer

Weiter südlich: mehr Abgeschiedenheit, längere Wege

Je weiter südlich dein Hotel liegt, desto wichtiger werden Transfer, Verpflegung und das konkrete Angebot vor Ort. Abgeschiedenheit kann genau das sein, was du suchst. Sie kann aber auch bedeuten, dass ein Restaurantwechsel, ein Abendspaziergang außerhalb der Anlage oder ein spontaner Einkauf nur mit organisiertem Transport möglich ist. Ein günstigerer Zimmerpreis relativiert sich, wenn du jeden Ortswechsel bezahlen und planen musst.

Für Naturausflüge in Richtung Wadi al-Gemal kann eine südlichere Lage wiederum vorteilhaft sein. Die ägyptische Tourismusbehörde beschreibt das Schutzgebiet mit Wüste, Bergen, Küste und Inseln auf mehr als 5.000 Quadratkilometern. Übernachtungen benötigen besondere Genehmigungen. Ich würde solche Touren deshalb nicht improvisieren, sondern nur mit einem lizenzierten, ortskundigen Anbieter planen.

Mein Standort-Check vor der Buchung

  1. Flughafen prüfen: Landest du in Marsa Alam oder Hurghada, und wie lang ist der tatsächliche Hoteltransfer?
  2. Wasserzugang ansehen: Gibt es eine geschützte Bucht, einen Steg zum Außenriff oder nur eine flache Riffplatte?
  3. Umgebung prüfen: Was ist zu Fuß erreichbar, und brauchst du für Port Ghalib oder den nächsten Ort ein Taxi?
  4. Eigene Priorität festlegen: Möchtest du vor allem schnorcheln, tauchen, baden, mit Kindern ins flache Wasser oder Ausflüge unternehmen?
  5. Windalternative suchen: Welche geschützte Bade- oder Schnorchelmöglichkeit bietet das Hotel, wenn der Steg gesperrt ist?

Mein Tagesrhythmus zwischen Riff, Strand und Wüste

Ich hatte befürchtet, mich bei einem klassischen Strandurlaub zu langweilen. Stattdessen entwickelte sich schnell ein Rhythmus, der erstaunlich gut funktionierte: eine Weile am Relax Beach liegen, Kaffee trinken, Maske und Flossen holen und zum Wasser gehen. Danach etwas essen, über den langen Steg laufen, am Nachmittag im Pool schwimmen und zum Sonnenuntergang eine kleine Runde durch die trockene Landschaft joggen.

Schnorchler im klaren Wasser vor der Küste von Marsa Alam
Das Meer war für mich keine bloße Kulisse. Schon kurze Schnorchelrunden gaben dem Tag Struktur. Foto: Sascha Tegtmeyer

Am Hausriff sah ich bei unseren Schnorchelgängen bunte Fische, Blaupunktrochen und Meeresschildkröten, einmal sogar eine junge Schildkröte. Das sind meine Beobachtungen von dieser Reise, keine Garantie für den nächsten Urlaub. Auch die Bedingungen änderten sich. Am frühen Morgen war es während unseres Aufenthalts häufig ruhiger, aber Wind, Wellen, Strömung und die Freigabe des Einstiegs sind wichtiger als jede pauschale Uhrzeit.

Steg und Einstieg am Hausriff des Three Corners Fayrouz bei Marsa Alam
Der Steg führt über die flache Riffzone zum tieferen Wasser. Ob der Einstieg geöffnet ist, hängt von den Bedingungen und der Freigabe vor Ort ab. Foto: Sascha Tegtmeyer

Wenn das Schnorcheln dein Hauptgrund für die Reise ist, findest du die ausführliche Planung in meinem Beitrag über das Schnorcheln in Marsa Alam. Dort geht es um Buchten, Einstiege, Wind und Sicherheitslogik. Für diesen Reisebericht reicht die wichtigste Erkenntnis: Ein schönes Rifffoto sagt nichts darüber aus, ob du das Riff bei deinem Können und den Bedingungen bequem erreichst.

Welche Ausflüge sich wirklich in den Urlaub einfügen

Die alte Version dieses Beitrags enthielt eine lange Liste von Kairo bis Assuan. Das war zwar vollständig gemeint, half aber kaum bei einer realen Urlaubswoche am Roten Meer. Ein weiter Tagesausflug kann sinnvoll sein, doch er kostet Zeit und Energie. Für einen Aufenthalt in Marsa Alam würde ich zuerst die Ziele wählen, die zur konkreten Hotellage und zum eigenen Reisegrund passen.

Marsa Mubarak: besondere Begegnung, kein Tierprogramm

Von unserem Hotel aus gingen wir zur Bucht Marsa Mubarak und hatten dort das Glück, einen Dugong zu sehen. Diese Begegnung gehört zu den Momenten, die von der Reise bleiben. Sie lässt sich aber nicht bestellen. Eine Seekuh lebt nicht als touristischer Programmpunkt in einer Bucht, und mehrere Versuche können ohne Sichtung enden.

Dugong unter Wasser in der Bucht Marsa Mubarak bei Marsa Alam
Unsere Begegnung mit dem Dugong in Marsa Mubarak war Glück. Sie ist keine Sichtungsgarantie für die Bucht. Foto: Sascha Tegtmeyer

Wie sich die Situation im Wasser angefühlt hat und warum Abstand wichtiger ist als das perfekte Foto, erzähle ich in meinem Erfahrungsbericht über den Dugong von Marsa Alam. Für Schildkröten und Abu Dabbab gibt es ebenfalls eigene Beiträge: Schildkröten im Roten Meer und Schnorcheln in Abu Dabbab.

Port Ghalib und kleinere Buchten: weniger Programm, mehr Ortsgefühl

Port Ghalib war für uns kein spektakulärer Tagesausflug, sondern eine angenehme Unterbrechung des Resortalltags. Genau das war sein Wert. An der Marina entlanglaufen, Boote ansehen, etwas trinken und wieder zurückgehen: Dafür musste kein ganzer Urlaubstag geopfert werden.

Auch kleinere Buchten können reizvoll sein. Wir besuchten Marsa Assalaia nahe der Stadt Marsa Alam. Solche Ziele würde ich heute nur mit geklärtem Transport, seriöser lokaler Begleitung und realistischen Erwartungen an Infrastruktur und Schatten planen. „Abgelegen“ bedeutet nicht automatisch leer, sicher oder leicht erreichbar.

Sandige Bucht Marsa Assalaia nahe der Stadt Marsa Alam
Marsa Assalaia nahe der Stadt Marsa Alam. Bei kleineren Buchten solltest du Anfahrt, Rückfahrt und Infrastruktur vorab klären. Foto: Sascha Tegtmeyer

Praktische Marsa-Alam-Tipps für Anreise, Meer und Gepäck

Anreise und Transfer

Wenn eine passende Verbindung verfügbar ist, kann der Flughafen Marsa Alam den Transfer deutlich verkürzen. Das gilt besonders für Hotels rund um Port Ghalib. Ein Flug nach Hurghada kann preislich attraktiv sein, verlängert den Reisetag aber erheblich. Frage beim Veranstalter nicht nur nach „Transfer inklusive“, sondern nach dem Zielflughafen, der ungefähren Fahrstrecke und möglichen Hotelstopps unterwegs.

Einen Mietwagen würde ich nicht als beiläufige Standardlösung empfehlen. Der Verkehr, lange Strecken, Kontrollen und nächtliche Fahrten verlangen eine andere Vorbereitung als auf einer europäischen Ferieninsel. Das Auswärtige Amt weist aktuell unter anderem auf das hohe Unfallrisiko, riskante Fahrweisen und schlecht beleuchtete Fahrzeuge oder Straßen hin. Für dieses Update habe ich die Hinweise am 29. Juli 2026 geprüft. Vor deiner Reise solltest du sie erneut aufrufen.

Beste Reisezeit: nach Aktivität entscheiden

Ende November empfand ich die Temperaturen tagsüber als sehr angenehm. Morgens und abends konnte es frischer werden, besonders nach dem Schnorcheln oder bei Wind. Wer fast ausschließlich baden möchte, hat andere Wohlfühlgrenzen als jemand, der taucht, joggt oder einen Wüstenausflug plant. Deshalb findest du die Monats- und Regionenunterschiede in meinem aktualisierten Ratgeber zur besten Reisezeit für Ägypten.

Sicherheit auf dem Wasser und bei Ausflügen

Bei Bootsausflügen reicht eine schöne Verkaufstafel in der Lobby nicht als Qualitätsnachweis. Frage nach Betreiber, Lizenz, Sicherheitsbriefing, Schwimmwesten, Gruppengröße und dem Umgang mit Windwarnungen. Das Auswärtige Amt empfiehlt ausdrücklich, sich bei Tauch- und Ausflugsbooten über Zertifizierung, Wartung und Sicherheitsmaßnahmen zu informieren. Am Hausriff gilt dasselbe Prinzip im Kleinen: Ist der Einstieg geschlossen, bleibt er geschlossen. Kein Foto ist eine Diskussion mit dem Lifeguard wert.

Geschützter Hauptstrand des Three Corners Fayrouz Plaza Beach Resort
Eine geschützte Bucht kann an windigen Tagen wertvoller sein als das spektakulärere Außenriff. Foto: Sascha Tegtmeyer

Was ich für Marsa Alam einpacken würde

  • Eigene Maske und Schnorchel, wenn die Passform für dich wichtig ist; Flossen lassen sich je nach Basis auch leihen.
  • Rashguard oder dünner Neoprenanzug nach Jahreszeit und persönlichem Kälteempfinden, nicht nur Badebekleidung.
  • Leichte winddichte Schicht für frühe Morgen, Bootstage und Abende im Winterhalbjahr.
  • Sonnenschutz, Kopfbedeckung und Trinkflasche, weil Schatten außerhalb der Anlage nicht selbstverständlich ist.
  • Eine kleine Reiseapotheke und wichtige Medikamente in ausreichender Menge; medizinische Wege können je nach Hotellage länger sein.
  • Offline gespeicherte Buchungs- und Transferdaten, damit du bei schwachem Empfang nicht erst nach Hoteladresse oder Ansprechpartner suchen musst.

Die Schattenseiten: was mich an Marsa Alam stören kann

Die Ruhe der Region hat einen Preis. Viele Hotels sind kleine Urlaubswelten, in denen Restaurant, Strand, Ausflüge und Abendunterhaltung aus einer Hand kommen. Das ist bequem, kann sich nach einigen Tagen aber eng anfühlen. Wer gern selbst fährt, auf Märkten isst oder jeden Abend ein anderes Viertel entdeckt, findet in anderen Reisezielen leichter den passenden Alltag.

Auch das Meer erfüllt nicht jeden Wunsch gleichzeitig. Ein starkes Außenriff kann einen langen Steg und windabhängige Einstiege bedeuten. Eine flache, geschützte Bucht ist für entspanntes Baden oft besser, unter Wasser aber vielleicht weniger spektakulär. Tiere kommen und gehen. Und ein abgelegenes Hotel bleibt auch dann abgelegen, wenn der Katalog es „ruhig“ nennt.

Für mich überwiegen dennoch die Stärken, sofern die Reise genau dafür gebucht wird: Wärme im europäischen Winter, viel Zeit am Wasser, ein guter Zugang zur Unterwasserwelt und eine Pause von dem Zwang, jeden Tag möglichst viele Punkte abzuhaken.

Häufige Fragen zu Marsa Alam

Ist Marsa Alam eine Stadt oder eine Urlaubsregion?

Beides. Es gibt die Stadt Marsa Alam, doch Reiseveranstalter verwenden den Namen häufig für einen langen Küstenabschnitt mit weit voneinander entfernten Resorts. Prüfe deshalb immer die exakte Hoteladresse.

Welcher Flughafen ist für Marsa Alam besser?

Für viele Hotels ist der Flughafen Marsa Alam näher. Hurghada kann mehr oder günstigere Verbindungen bieten, bedeutet aber oft einen langen Straßentransfer. Entscheidend ist die Kombination aus Flugzeit, Preis und tatsächlicher Hotellage.

Lohnt sich Marsa Alam auch ohne Tauchschein?

Ja, wenn du gern schnorchelst, schwimmst oder bewusst ruhige Tage am Meer verbringst. Wenn dich weder Wasser noch Resorturlaub interessieren, würde ich die Region nicht allein wegen einzelner Ausflüge wählen.

Sieht man in Marsa Alam garantiert Dugongs oder Schildkröten?

Nein. Wir hatten bei unserer Reise besondere Begegnungen, aber Wildtiere sind nicht planbar. Wähle einen verantwortungsvollen Anbieter, halte Abstand und betrachte jede Sichtung als Glück, nicht als geschuldete Leistung.

Wie viel Zeit sollte man für Marsa Alam einplanen?

Eine Woche reicht für Strand, Hausriff und ein bis zwei Ausflüge. Bei einer langen Anreise über Hurghada oder mehreren Tauchtagen sind zehn bis vierzehn Tage entspannter, weil An- und Abreise nicht einen zu großen Teil des Urlaubs auffressen.

Fazit meines Reiseberichts Marsa Alam

Marsa Alam hat mich nicht mit einem perfekten ersten Eindruck gewonnen. Der erste Abend war laut, das Zimmer enttäuschend und die Anreise lang. Gerade deshalb blieb die positive Wendung glaubwürdig: ein hilfsbereiter Service, der ruhige Relax Beach, das Riff vor der Tür und Tage, die ohne großen Plan trotzdem nicht leer wirkten.

Ich würde wieder in die Region reisen, aber genauer als früher auf Flughafen, Hotel-Mikrolage, geschützten Wasserzugang und die eigenen Erwartungen achten. Suchst du Ruhe und das Rote Meer als eigentlichen Mittelpunkt, kann Marsa Alam sehr gut passen. Suchst du ein frei erkundbares Reiseziel mit urbanem Alltag, würde ich woanders beginnen.

Warst du schon in Marsa Alam, und welche Hotellage oder Bucht hat für dich wirklich funktioniert? Ich freue mich über deine konkreten Erfahrungen in den Kommentaren.

Transparenz: Die Reise wurde vollständig von uns selbst bezahlt. Alle persönlichen Bewertungen beziehen sich auf unseren Aufenthalt Ende November und Anfang Dezember 2021; veränderliche Hinweise wurden für dieses Update im Juli 2026 neu geprüft.

Über Sascha Tegtmeyer

Über Sascha Tegtmeyer

Reisejournalist, Autor und Gründer von Just Wanderlust

Ich schreibe auf Just Wanderlust aus eigener Reiseerfahrung über Orte, Meer und Outdoor-Abenteuer. Mehr über mich und meine Arbeit.

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