Auf der täglichen Laufrunde daheim oder beim Joggen im Urlaub begleitet mich die Apple Watch seit vielen Jahren. Sie zeichnet unter anderem Distanz, Trainingszeit und Herzfrequenz auf und hilft mir dabei, meine Läufe später besser einzuordnen. Für mich funktioniert das im Alltag sehr gut – trotzdem ist sie nicht automatisch die beste Laufuhr für jeden. Genau darum geht es in diesem Erfahrungsbericht.
Ich bin drei Kilometer gelaufen, die Herzfrequenz steigt erstmals über 160 und gelangt in den gelben Bereich, wie mir ein Blick auf meine Sportuhr zeigt. Für mich ist das in diesem Lauf das Signal, etwas Tempo herauszunehmen. Die angezeigten Herzfrequenzbereiche nutze ich als Trainingsorientierung – sie ersetzen jedoch weder individuell festgelegte Trainingszonen noch medizinische Messungen. Ein kurzer Blick aufs Handgelenk genügt mir meist, um mein Tempo anzupassen. Für besonders genaue Pulswerte kann ein kompatibler Brustgurt weiterhin sinnvoll sein.

Mit der Apple Watch beim Joggen ist das gar kein Problem. Egal ob im Fitnesscenter auf dem Laufband, beim Joggen in der Stadt, im Stadtpark oder im Urlaub beim Joggen am Strand – die Apple Watch ist in Kombination mit den kleinen weißen Ohrhörer AirPods Pro oder teilweise sogar die AirPods Max immer dabei und unterstützt mich beim Training. Ich nutze die schlaue Fitnessuhr bereits seit Jahren für meine Workouts und somit auch beim Joggen. Ich habe bereits die Apple Watch der ersten Generation und alle weiteren Apple Watch Modelle ausführlich auf Herz und Nieren geprüft. Aber wie gut eignet sich die Sportuhr heute tatsächlich für Läufer? Wir wollen einmal das Für und Wider diskutieren.
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Was leistet die Apple Watch beim Joggen?
Mit der Apple Watch lassen sich beim Joggen unter anderem Herzfrequenz, Distanz und Trainingszeit aufzeichnen. Die integrierte Trainings-App zeigt die wichtigsten Laufdaten übersichtlich an und konzentriert sich bewusst auf das Wesentliche. Für mich reicht das im Alltag völlig aus. Die Messwerte stammen allerdings von Sensoren am Handgelenk und können – je nach Sitz der Uhr, Bewegung oder Umgebung – von Referenzmessungen abweichen.

Nach dem Workout erscheinen die Daten in der Fitness-App auf dem iPhone. Neben verschiedenen Lauftrainings stehen unter anderem auch Trainingsarten für Gehen und Wandern zur Verfügung. In meiner Nutzung lag die Distanzmessung auf dem Laufband häufig nah an der Anzeige des Geräts. Das ist eine persönliche Beobachtung und kein allgemeiner Genauigkeitsnachweis, denn Kalibrierung, Tempo und Trageweise beeinflussen das Ergebnis.
Vorteile und Nachteile der Apple Watch beim Joggen
Die Apple Watch bietet beim Joggen aus meiner Erfahrung viele Vorteile, hat aber auch klare Grenzen. Gerade für Menschen, die bereits ein iPhone nutzen, ist die enge Integration ins Apple-Ökosystem ein starkes Argument. Wer andere Trainingsschwerpunkte setzt, sollte dennoch einen Vergleich mit spezialisierten Laufuhren einplanen. Wir stellen Euch die Vorteile und Nachteile in der Übersicht vor.

Vorteile
- Aufzeichnung zentraler Trainingsdaten wie Zeit, Distanz und Herzfrequenz; je nach Modell stehen weitere Gesundheitsfunktionen zur Verfügung
- vielfältige Auswahl an Drittanbieter-Lauf-Apps für die Apple Watch
- Unterstützung durch Aktivitäts- und Achtsamkeitsfunktionen
- robustes, kompaktes und leichtes Design
- je nach Modell, Region und Einrichtung stehen Herzfrequenz-Mitteilungen sowie Hinweise auf einen möglichen unregelmäßigen Herzrhythmus zur Verfügung
- bei unterstützten Modellen Blutsauerstoffmessungen für allgemeine Fitness- und Wellnesszwecke
Nachteile
- für die reguläre Einrichtung und den vollen Funktionsumfang ist ein kompatibles iPhone erforderlich; die Familienkonfiguration bleibt eine eingeschränkte Ausnahme
- Drittanbieter-Apps funktionieren nicht immer zuverlässig
- Der Wechsel zwischen Lauf-Apps kann – abhängig von den jeweiligen Export- und Importmöglichkeiten – mit Datenverlust oder zusätzlichem Aufwand verbunden sein.

Zahlreiche Lauf-Apps für die Apple Watch
Besonders praktisch ist das umfassende Ökosystem an Lauf-Apps für die Smartwatch. Das hat nicht zuletzt damit zu tun, dass die für das iPhone unter iOS entwickelten Programme häufig auch auf das kleine Wearable gebracht werden. Anfangs musste man beim Joggen die Kombination aus iPhone und Apple Watch bei sich tragen, um die Aktivität mit vielen Drittanbieter-Apps aufzuzeichnen. Viele Lauf-Apps können einen Lauf inzwischen direkt auf der Apple Watch aufzeichnen. Für die Einrichtung und den vollständigen Funktionsumfang bleibt ein kompatibles iPhone jedoch weiterhin Bestandteil des Systems.
Welche Lauf-App Ihr für die Apple Watch beim Joggen verwendet, ist ein gutes Stück weit Geschmackssache. Ich benutze seit vielen Jahren die heutige adidas-Running-App (früher Runtastic) – dort sind Aktivitäten bis ins Jahr 2012 gespeichert. Der Wechsel zu einer anderen App wäre wahrscheinlich ohne einen gewissen Datenverlust nicht möglich. Ihr solltet deshalb genau überlegen, welche App Ihr auswählen wollt. Später zu wechseln kann möglicherweise umständlich sein. Wir haben Euch nachfolgend die beliebtesten und am besten bewerteten Lauf-Apps für iPhone mit eigener Apple-Watch-App im App Store aufgelistet.
Mit diesen Lauf-Apps für die Apple Watch könnt Ihr die Runden aufzeichnen
- Runtastic - Laufen und Joggen
- Runkeeper - GPS-Lauf-Tracker
- Nike Run Club
- Joggen Laufen Walken Goals GPS
- FITAPP Laufen Joggen Gehen GPS
- Pacer: Schrittzähler & Lauf
Laufen mit der Apple Watch: Tipps für das perfekte Workout
- tragt die Smartwatch eng anliegend für präzisere Messwerte
- tragt die Uhr vom Aufstehen bis zum Abend und erhaltet maximale Informationen über Workouts und körperliche Aktivität
- verwendet ein Sportarmband wie das Apple Watch Sport Loop (oder entsprechende Drittanbieter-Alternativen)
- Ob eine Cellular-Version sinnvoll ist, hängt davon ab, ob Ihr unterwegs ohne iPhone telefonieren, Nachrichten empfangen oder streamen möchtet.
- spült die Uhr nach dem Workout mit klarem Wasser ab
- entscheidet Euch vor dem ersten Workout für eine App zur Aufzeichnung - der spätere Export der Trainingsdaten in eine andere App ist meistens mühsam
- nutzt die aufgezeichneten Daten – analysiert Euer Training und nutzt die Erkenntnisse, um besser zu trainieren
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Nutzt beim Joggen ein Sportarmband für die Apple Watch
Wer seine Apple Watch normalerweise mit einem Lederarmband oder einem teuren und hochwertigen Metallarmband trägt, sollte sich für den Sport noch ein zusätzliches Sportarmband für seine Fitnessuhr zulegen. Wir schwören mittlerweile seit einiger Zeit auf das Apple Watch Sport Loop, das bei uns im täglichen Dauereinsatz brilliert und auch heute noch ausschaut, als wäre es gerade aus der Packung gekommen.
Wir tragen das bequeme und hochwertige Loop Apple Watch Sportarmband eigentlich die ganze Zeit, während das teure Milanaise Armband nur herumliegt. Wenn Ihr die Apple Watch beim Laufen verwenden wollt, solltet Ihr nach Möglichkeit auf ein entsprechendes Armband von Apple oder einem Drittanbieter zurückgreifen – ist angenehm zu tragen und deutlich komfortabler beim Workout.
Die Apple Watch beim Joggen und Laufen
Mein Fazit
Die Apple Watch ist für mich eine sehr gute Laufuhr. Ob sie die beste Wahl ist, hängt vom persönlichen Trainingsstil, den gewünschten Auswertungen und dem genutzten Ökosystem ab. Ich spreche hier ganz klar aus Erfahrung – ich habe verschiedene Apple Watch Modelle schon in den unterschiedlichsten Situationen getestet: die Apple Watch bei Surfen und SUP, die Apple Watch beim Schwimmen, die Apple Watch in der Sauna und sogar einen Test im Salzwasser mussten die Modelle überstehen. Sicher ist sie längst nicht die einzige hochwertige Laufuhr, aber ich werde ich bis auf weiteres treu bleiben.
Die Apple Watch ist kompakt und zeichnet beim Laufen zahlreiche Trainingsdaten direkt am Handgelenk auf. Die optische Pulsmessung funktioniert für mein Training gut, ersetzt jedoch keinen Brustgurt und keine medizinische Messung. Viele aktuelle Sportuhren bieten ähnliche Funktionen. Je nach Modell und Region unterstützt die Apple Watch außerdem verschiedene Herzgesundheitsfunktionen, die jedoch nicht als Diagnosewerkzeug gedacht sind.
Besonders wenn man sich im Apple Kosmos bewegt, ist die Apple Watch für viele Hobbysportler die richtige Wahl. Wer hingegen umfangreichere Aktivitäten und Analyse-Funktionen sucht, muss momentan noch auf andere Fitnessuhren zurückgreifen. Man darf jedoch gespannt sein, was Apple hier bei zukünftigen Modellen noch in Petto hat.
Geht Ihr regelmäßig mit der Apple Watch joggen? Oder überlegt Ihr, Euch eine Sportuhr anzuschaffen? Teilt Eure Erfahrungen in den Kommentaren.
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Hi Sascha
mit der Watch 3 (LTE) hatte ich beim Laufen im Freien immer wieder das Problem, dass ich plötzlich Ausreißer hatte beim Laufen; der Puls also von z. B. 140 für ein paar Sek. bei gleicher Belastung nach 160 sprang.
In Health habe ich nach dem Lauf dann die Ausreißer immer gelöscht.
Mit der später gekauften Forerunner 935 habe ich solche Ausreißer nie erlebt, auch nicht bei Kälte, Regen, Intervall Training etc.
Für mich stellt sich daher die Frage, ob du dieses Problem bei der 3 auch hattest und ob die 5 nun die Ausreißer abgestellt hat?
Bei Indoor-Aktivitäten (Laufband, Crosstrainer) hatte ich nie Ausreißer gehabt.
Hast du schon mal folgendes ausprobiert?
Watch 5 (ohne LTE) und iPad mit SIM-Karte, iPhone aus.
– Wenn man einen Hotspot macht zwischen Watch und iPad, hat man dann folgende Möglichkeiten?
— Kann man dann die Workouts mit dem iPad synchronisieren oder geht das nur mit dem iPhone?
— Kann man mit der Watch über das iPad telefonieren (WLAN telefonieren aktiviert)?
Funktioniert das, dass wäre im Alltag die Watch und ein iPad mini (mit SIM) Karte eine schöne Kombination. 🙂
Grüße und Danke
Guido