Reisebericht aus Sardinien: Tipps zu Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten

Was gibt's auf der traumhaft schönen Insel im Mittelmeer zu entdecken?

Pizza, Gastfreundlichkeit und Traumstrände: In unserem Reisebericht aus Sardinien stellen wir Euch die drittgrößte Insel im Mittelmeer näher vor. Foto: Sascha Tegtmeyer
Pizza, Gastfreundlichkeit und Traumstrände: In unserem Reisebericht aus Sardinien stellen wir Euch die drittgrößte Insel im Mittelmeer näher vor. Foto: Sascha Tegtmeyer

Natürlich, authentisch und voller Überraschungen: Sardinien ist wahrscheinlich eines der abwechslungsreichsten Reiseziele im Mittelmeer – ein ganzer Kontinent auf einer ziemlich großen Insel – perfekt für Abenteurer, Sportler und Strandurlauber. Reisende finden hier alles, was einen unvergesslichen Urlaub ausmacht. Was gibt’s zu entdecken und was zeichnet die sardische Lebensart aus? In unserem Reisebericht aus Sardinien stellen wir Euch die zweitgrößte Mittelmeerinsel näher vor.

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Auf Sardinien riecht die Luft mild-würzig nach Mittelmeer im Frühsommer. Die Mittagssonne brennt ordentlich und wir sind uns sicher: Der Urlaub zu Saisonbeginn, bevor die Strände und Straßen so richtig voll werden, hat das optimale Timing. Wir haben uns einen Mietwagen genommen, denn auf Sardinien könnt Ihr ordentlich Kilometer machen. Von Olbia im Norden bis hinunter nach Cagliari ganz im Süden sind es über 200 Kilometer. Im Inselinneren hat man leicht das Gefühl, auf dem Festland zu sein. Ganz schön beeindruckt sind wir anfangs von der drittgrößten Mittelmeerinsel, die in unmittelbarer Nachbarschaft zu Korsika und Sizilien liegt – und östlich der Balearen. Eine gewisse landschaftliche Ähnlichkeit zu Mallorca ist deshalb auch nicht zu leugnen.

Unser Urlaubsort ist San Teodoro im Nordosten der Insel. Um ehrlich zu sein, haben wir den Urlaubsort und das Reiseziel auf gut Glück ausgesucht, weil Sardinien so viele schöne Ecken hat, dass wir erst gar nicht wussten, wohin – und siehe da, im Nachhinein kann ich sagen: Wir haben einen Volltreffer gelandet. Der Name San Teodoro klingt schon nach Urlaub – und ganz zufällig befindet sich mit dem Spiaggia di La Cinta einer der beeindruckendsten Strände der Insel in unmittelbarer Umgebung. Unser erster Eindruck ist deshalb eindeutig: Wir sind von Sardinien direkt erst einmal kräftig beeindruckt. Aber um ehrlich zu sein, war das erst der Anfang. In unserem Reisebericht aus Sardinien stellen wir Euch die bezaubernde Insel näher vor. Im Beitrag geht es vornehmlich um den Norden, denn um die ganze Insel zu entdecken, sind zehn Tage einfach zu kurz. 

Auf Entdeckungstour: Wir haben für unseren Sardinien-Reisebericht die Mittelmeerinsel auf den Kopf gestellt. Foto: Luisa Praetorius
Auf Entdeckungstour: Wir haben für unseren Sardinien-Reisebericht die Mittelmeerinsel auf den Kopf gestellt. Foto: Luisa Praetorius

Inhalt

Warum solltet Ihr unbedingt nach Sardinien reisen?

  • die beste Pizza gibt’s an jeder Ecke
  • die Gastfreundschaft – unglaublich freundliche Einheimische
  • traumhaft schöne Buchten mit glasklarem Wasser
  • vielfältige Landschaften und Städte (“ein Kontinent auf einer Insel”)
  • einzigartige Kultur und entspannte Lebensart der Sarden
  • Pizza, Pizza, und natürlich Pizza..
  • Sardinien-Urlaub günstig buchen bei weg.de *Werbung*

Unser erster Eindruck: authentisch, natürlich, relaxed

Unser erster Eindruck von Sardinien sollte auch der letzte sein. Die Sardinien-Erfahrung, die wir während unserer zehn Tage auf der Insel gemacht haben, war wirklich außergewöhnlich und bereichernd. Aber vor allem hat sie uns gestressten Nordeuropäern mal wieder das gute Leben und die entspannte Lebensart am Mittelmeer vor Augen geführt. Unser kleiner und gemütlicher Urlaubsort San Teodoro im Nordosten Sardiniens hieß uns von Anfang an willkommen. Schon nach ein paar Tagen grüßten uns die ersten Leute auf der Straße und wir konnten uns in der übersichtlichen mediterranen Ortschaft mit vielen Ferienhäusern und wenigen kleinen Hotels direkt wohlfühlen.

Natürlich haben wir sofort die Restaurants im Ort der Reihe nach ausprobiert und bereits am ersten Abend habe ich entschieden: Wir sind auf Sardinien, es gibt jeden Tag Pizza. Und so stand bei mir fortan tatsächlich jeden Abend Pizza in allen erdenklichen Variationen auf dem Programm. Meine Mitreisenden haben sich jedoch auch an den anderen Köstlichkeiten auf der Speisekarte versucht. Und so sind wir zehn Tage lang geblieben, wofür wir kamen: Um Sardinien zu entdecken, die herrlichen Strände zu genießen und am Abend bei leckerem italienischen Essen und Wein gesellig zusammenzusitzen. Nessuno è profeta nel suo paese – Niemand ist Prophet in seinem Heimatland. Aber als Urlauber bei leckeren Antipasti und einem Glas Rotwein auf Sardinien kann sich das ganz schnell ändern.

Im wahrsten Sinne der Wortes vielseitig: An vielen Stränden befindet sich auch ein See. Foto: Sascha Tegtmeyer
Im wahrsten Sinne der Wortes vielseitig: An vielen Stränden befindet sich auch ein See (Strand links, See rechts). Foto: Sascha Tegtmeyer

Insel für Abenteurer und Entdecker: Sardinien mit Mietwagen oder eigenem Auto erkunden

Sardinien ist eine unglaublich weitläufige Insel. Von ganz oben im Norden bis in den Süden sind es deutlich über 200 Kilometer. Von West nach Ost dürften es immerhin so um die 80 Kilometer sein. Im Inselinneren hat man den Eindruck, auf dem Festland zu sein. Wenn Ihr nicht nur in Eurem Urlaubsort bleiben wollt und Sardinien wirklich ausgiebig entdecken wollt, empfehlen wir einen Mietwagen. Denn mit dem Auto lässt sich die Insel ganz wunderbar abfahren und entdecken. Außerhalb der Hauptsaison bekommt Ihr bei den Sehenswürdigkeiten auch problemlos einen Parkplatz. Auf Sardinien läuft eine wichtige Hauptverkehrsader komplett von Olbia bis nach Cagliari – die SS131 – eine Art vierspurige Bundesstraße ist. Sie ist zudem Teil der 2500 Kilometer langen Europastraße E25. Ansonsten sind die Straßen auf der Insel etwas gewöhnungsbedürftig und lassen sich häufig nur mit 30 bis 70 Kilometern pro Stunde befahren.

Mit Euren Mietwagen könnt Ihr also richtig Kilometer machen. Und da gibt es natürlich verschiedene Routen, auf denen Ihr die Insel entdecken könnt. Ihr könnt Euch selbstverständlich entweder ins Auto setzen und auf gut Glück ins Blaue drauflos fahren. Oder Euch vorher einen Plan machen, welchen Teil Sardiniens Ihr an welchem Tag entdecken wollt. Also Proviant, Reiseausrüstung und Reiseutensilien eingepackt, und auf geht’s auf Entdeckungstour mit dem Mietwagen! 

Mit dem Mietwagen ging es auf Entdeckungstour. Foto: Sascha Tegtmeyer
Mit dem Mietwagen ging es auf Entdeckungstour. Foto: Sascha Tegtmeyer

Mietwagen-Route 1: der Norden

Im hohen Norden Sardiniens könnt Ihr schon eine ganze Menge spannende Ziele entdecken. Je nachdem, wo Ihr Eure Unterkunft habt, liegen auf Eurer Strecke unser Ort San Teodoro, die große Stadt Olbia mit dem Flughafen und etwas weiter nördlich Porto Cervo, dem Urlaubsort der Reichen und Schönen mit großem Yachthafen. Ganz oben im Norden befindet sich der Ort Palau, in dem Ihr nach la Maddalena, der kleinen und traumhaft schönen Nachbarinsel von Sardinien, übersetzen könnt. Weitere Stopps im Norden: Capo Testa, Cala Grande, Isola Isuledda sowie die Felsformationen Capo d’Orso e Roccia dell’Orso. Um die Strecke an einem Tag zu schaffen, müsst Ihr schon etwas Gas geben. Sonst einfach zwei Tage einplanen.

Roccia dell'Orso: Die ungewöhnlichen Felsformationen regen die Fantasie an. Foto: Sascha Tegtmeyer
Roccia dell’Orso: Die ungewöhnlichen Felsformationen regen die Fantasie an. Foto: Sascha Tegtmeyer

Mietwagen-Route 2: der Westen und das Inselinnere

Auf einer weiteren Tagestour könnt Ihr das Inselinnere entdecken, das zu einem guten Teil von kleinen Ortschaften, Bergen und Hügeln, Seen und vielen Feldern und Weiden mit Tieren geprägt ist. Eine ländliche, mediterrane Landschaft erwartet Euch, in der Ihr Ruhe, Entspannung und viel Natur findet. Auch die Westküste ist spannend: Dort findet Ihr den Ort Bosau, der mit seinen bunten Häusern, historischen Gassen und der Basilika auf jeden Fall einen Besuch wert ist. Zudem findet Ihr in der Gegend viele frühzeitliche Stätten und Wasserfälle.

Im Inselinneren von Sardinien findet Ihr viel unberührte Natur. Foto: Sascha Tegtmeyer
Im Inselinneren von Sardinien findet Ihr viel unberührte Natur. Foto: Sascha Tegtmeyer

Mietwagen-Route 3: der südliche Osten

Der Osten südlich von Olbia ist in jedem Fall auch eine eigene, längere Tour wert. Dort findet Ihr viele herrliche Buchten, Grotten und den abgelegenen Strand Cala Luna. Diese Mietwagen-Route ist definitiv eine Strandtour, auf der Ihr die ganzen herrlichen Buchten entdecken könnt. Zudem liegen einige historische Nuraghen-Dörfer auf Eurem Weg. Ihr solltet auf jeden Fall die Orte Orosei und Cala Gonone besuchen. Südlich davon liegt Cala Luna und diverse andere traumhafte Buchten.

Cala Fuili: die kleine Bucht liegt südlich von Cala Gonone und nur einen kurzen Fußmarsch von der Grotta del Bue Marino entfernt. Foto: Sascha Tegtmeyer
Cala Fuili: die kleine Bucht liegt südlich von Cala Gonone und nur einen kurzen Fußmarsch von der Grotta del Bue Marino entfernt. Foto: Sascha Tegtmeyer

Mietwagen-Route 4: der Süden

Auf unserer Sardinien-Tour haben wir den Süden mit der Inselhauptstadt Cagliari nicht mehr geschafft. Ist auch nicht so schlimm, so haben wir einen guten Grund, noch einmal auf die Insel zu reisen. Im Süden liegen einige der schönsten Strände sowie die lebhafte Inselhauptstadt, in der es einige Sehenswürdigkeiten wie die Kathedrale zu entdecken gibt. Falls Euer Urlaub lang genug ist, macht eine längere Tour in den Süden. Da müsst Ihr aber – falls Ihr auch im Norden die Unterkunft habt – ganz früh am Morgen losfahren und seid ganz spät am Abend zurück. Denn auf der über 200 Kilometer langen Strecke darf maximal 90 km/h gefahren werden – und man hat durchaus das Gefühl, nicht wirklich von der Stelle zu kommen.

Die schönsten Strände Sardiniens

Strand hat auf italienisch den wohlklingenden Namen Spiaggia. Und einige der schönsten Strände des Mittelmeers befinden sich ganz sicher auf Sardinien. Nicht ohne Grund wird die Insel auch als „die Karibik Europas“ bezeichnet. Grundsätzlich stellt Euch das als Sommerurlauber vor zwei große Herausforderungen: Zum einen ist Sardinien eine riesige Insel und die Traumstrände relativ gleichmäßig rundherum verteilt. Zum anderen sind die Hotspots in der Hauptsaison natürlich entsprechend gut gefüllt. Aber dank Internet, Reiseberichten und den endlosen Beach Rankings dürfte es zumindest auf Sardinien keine versteckten Traumstrände mehr geben. Stellt Euch also mindestens in der Hauptsaison auf gut besuchte Strände ein – und auf traumhafte Badebuchten mit glasklarem, türkisen Wasser, in dem Ihr schwimmen und baden könnt wie an kaum einem anderen Ort in Europa.

Traumstrand: Wo findet Ihr die schönsten Strände Sardiniens? Foto: Sascha Tegtmeyer
Traumstrand: Wo findet Ihr die schönsten Strände Sardiniens? Foto: Sascha Tegtmeyer

1. Cala Brandinchi: der schönste Strand Sardiniens?

Unser im wahrsten Sinne des Wortes glasklarer Favorit ist die Cala Brandinchi. Die Bucht dürfte entweder der schönste Strand Sardiniens sein oder zumindest nahe daran sein. Ich bin ja schon ein bisschen herumgekommen und habe Traumstrände in Asien und der Karibik gesehen. Cala Brandinchi spielt ganz klar in der obersten Liga der schönsten Strände der Welt mit, da bin ich mir ganz sicher. Wer’s nicht glaubt, hinfahren und selbst schauen. Wir haben am Strand von Brandinchi gleich mehrere Tage verbracht, weil er einfach zu schön war, um dort nur kurz zu verweilen.

Ein Bad in der Cala Brandinchi ist einfach herrlich! Foto: Sascha Tegtmeyer
Ein Bad in der Cala Brandinchi ist einfach herrlich! Foto: Sascha Tegtmeyer

2. La Cinta in San Teodoro: die große Sichel

Beeindruckend ist ebenfalls La Cinta in San Teodoro. Der Strand ist dem Ort in Form einer großen Sichel vorgelagert und bietet viel Platz, um sich ordentlich auszubreiten und den ganzen Tag halbwegs unbehelligt zu planschen. Zwischen dem Strand und dem Ort befindet sich zudem ein Naturschutzgebiet mit einem See und Flamingos. Bei Ostwind übrigens auch ein toller Strand für Surfer, SUP-Fans und Kiter. La Cinta in San Teodoro beeindruckt in seinen Ausmaßen

Der Strand La Cinta beeindruckt mit seinen Ausmaßen. Foto: Sascha Tegtmeyer
Der Strand La Cinta beeindruckt mit seinen Ausmaßen. Foto: Sascha Tegtmeyer

3. Capo Coda Cavallo: relativ einsam und naturbelassen

Um die kleine Bucht am Capo Coda Cavallo in der Nähe von San Teodoro zu erreichen, mussten wir erstmal ordentlich durch das Gebüsch krabbeln. Aber der Weg lohnt sich! Dort erwartet Euch ein relativ wenig besuchter Traumstrand, an dessen nordöstlichem Ende sich das Kap befindet. Ein perfekter Ort, um ins Wasser zu springen oder sich unbehelligt zu entspannen.

Die kleine Bucht am Capo Coda Cavallo – im Hintergrund: die kleine Insel Isola Proratorella, die auch einen absoluten Traumstrand zu bieten hat, wenn man denn hinkommt. Foto: Sascha Tegtmeyer
Die kleine Bucht am Capo Coda Cavallo – im Hintergrund: die kleine Insel Isola Proratorella, die auch einen absoluten Traumstrand zu bieten hat, wenn man denn hinkommt. Foto: Sascha Tegtmeyer

4. Capo Comino: Traumstrand mit weitläufigen Dünen

Ganz anders als die vorigen Strände ist die Bucht am Capo Camino. Mit hohen Sanddünen, kleinen Verstecken und einer langen unwegsamen Küste ist auch dieser Strand zumindest in der Nebensaison ganz ruhig und ein toller Rückzugsort. Capo Comino liegt nördlich von Orosei und südlich von San Teodoro.

Capo Camino: ein herrliches Fleckchen Erde zum Entspannen. Foto: Sascha Tegtmeyer
Capo Camino: ein herrliches Fleckchen Erde zum Entspannen. Foto: Sascha Tegtmeyer

5. Cala Fuili, Grotte del Bue Marino und Cala Luna

Bei Cala Gonone südlich von Orosei befinden sich wie an einer Perlenkette aufgereiht einige traumhaft schöne Buchten, die Ihr gesehen haben solltet. Den Anfang macht am Ende der Straße Cala Fuili, die allerdings keinen schönen Sandstrand hat. Ihr könnt über einen felsigen Pfad weiter bis zur Grotte del Bue Marino – und wer wirklich gut zu Fuß ist, schafft es sogar bis Cala Luna. Deutlich bequemer ist es allerdings, das Boot-Shuttle bis Cala Luna zu nehmen.

Die Felsen bei Cala Fuili sind auch bei Kletterern sehr beliebt. Foto: Sascha Tegtmeyer
Die Felsen bei Cala Fuili sind auch bei Kletterern sehr beliebt. Foto: Sascha Tegtmeyer

Überblick: weitere traumhafte Strände, Buchten und Grotten

  • Cala Luna
  • Cala Brandinchi
  • Cala Goloritzé
  • Spiaggia di La Cinta
  • Spiaggia di Porto Giunco
  • Spiaggia di Cala Cipolla
  • Spiaggia di Maria Pia
  • Capo Caccia
  • Cape Carbonara
  • Capo Comino
  • Capo Coda Cavallo
  • Capo Testa
  • Grotta del Bue Marino
  • Neptungrotte
  • Porto Flavia
  • Tuerredda Beach

Video: Flug über das Cap Coda Cavallo

Sehenswürdigkeiten auf Sardinien: ein Paradies für Entdecker

Auf Sardinien gibt es wirklich eine ganze Menge zu entdecken. Die Insel ist unglaublich abwechslungsreich und hat für jeden Geschmack etwas zu bieten. Naturfreunde, die gerne wandern, kommen voll auf Ihre Kosten. Strandurlauber haben hier ein Reiseziel, das unvergleichliche Traumstrände bietet. Wer auf frühzeitliche Geschichte steht, findet auf der Insel etliche Ausgrabungsstätten. Und mit Cagliari, Olbia und Alghero kommen sogar Städte-Fans auf Ihre Kosten. Wir stellen Euch ein paar ausgewählte Sehenswürdigkeiten Sardiniens vor.

Typisch sardisch: Die kleinen Städte laden zum Verweilen, Espresso trinken und Dolce Vita ein. Foto: Sascha Tegtmeyer
Typisch sardisch: Die kleinen Städte laden zum Verweilen, Espresso trinken und Dolce Vita ein. Foto: Sascha Tegtmeyer

1. Luxuriöser Hafenort Porto Cervo

In dem kleinen und luxuriösen Hafenort Porto Cervo könnt Ihr entspannt flanieren und findet sicher auch das eine oder andere kleine Café, in dem Ihr Eis und Espresso bekommt. Im Yachthafen liegen die teuren Schiffe, an Land hat sich die Ortschaft mit privaten Villen, Ferienhäusern und Hotels kräftig rausgeputzt. 

Porto Cervo ist einer der luxuriösesten Orte auf Sardinien. Foto: Sascha Tegtmeyer
Porto Cervo ist einer der luxuriösesten Orte auf Sardinien. Foto: Sascha Tegtmeyer

2. Besuch eines frühzeitlichen Nuraghen-Dorfs

Sardinien ist geradezu übersäht von gut erhaltenen frühzeitlichen Stätten, die auf die Urbevölkerung der Nuraghen zurückgehen. Ganze Dörfer sind erhalten, aber auch alte Altarplätze und Wehranlagen. Überall auf der Insel könnt Ihr diese antiken Orte besuchen und auf den Spuren der frühzeitlichen Bewohner Sardiniens wandeln. Wirklich spannend und lehrreich! 

Überall auf Sardinien gibt es antike Stätten wie hier das Villaggio Nuragico di Serra Orrios am Lago de Cedrino. Foto: Sascha Tegtmeyer
Überall auf Sardinien gibt es antike Stätten wie hier das Villaggio Nuragico di Serra Orrios am Lago de Cedrino. Foto: Sascha Tegtmeyer

3. Lago de Cedrino

Der See Lago del Cedrino ist ein idyllisches Gewässer im Osten von Sardinien. Auf dem See könnt Ihr paddeln, Boot fahren oder einfach eine kleine Wanderung drumherum machen. Der See ist eingebettet in eine Gebirgslandschaft.

Der Lago del Cedrino ist eingebettet in unberührte Natur und ein Gebirge. Foto: Sascha Tegtmeyer
Der Lago del Cedrino ist eingebettet in unberührte Natur und ein Gebirge. Foto: Sascha Tegtmeyer

4. Wasserfälle

Überall auf Sardinien könnt Ihr spektakuläre Wasserfälle besuchen. Oftmals stürzen sich die Wassermassen hunderte Meter ins Tal und ergießen sich in reißende Gebirgsflüsse. Wirklich ein tolles Erlebnis, bei der man die ganze Energie des Wassers spürt. Wasserfälle findet Ihr auf Sardinien an vielen Orten. Wir waren am spektakulären Istrampu de sos Molinos im Westen Sardiniens, den wir Euch wirklich nur empfehlen können. 

Istrampu de sos Molinos: spektakulärer Wasserfall im Westen Sardiniens. Foto: Sascha Tegtmeyer
Istrampu de sos Molinos: spektakulärer Wasserfall im Westen Sardiniens. Foto: Sascha Tegtmeyer

5. Das kleine Städtchen Bosa

Bosa gilt als einer der schönsten Orte Sardiniens. Über der kleinen Stadt thront ein historisches Fort. Aber die eigentliche Attraktion von Bosa leuchtet einem schon von weitem entgegen: die bunten Häuser, die sich am Hang am Fuß des Forts aufreihen. Im Zentrum in der Fußgängerzone nahe der Basilika gibt es viele gute Restaurants. Ein Stückchen außerhalb des Ortes gibt es auch eine Marina und einen kleinen Strand. Wirklich ein toller Ort. Wer Lust hat, kann hier auch einen kompletten Tag verbringen.

Das idyllische Städtchen Bosa gilt als einer der schönsten Orte Sardiniens. Foto: Sascha Tegtmeyer
Das idyllische Städtchen Bosa gilt als einer der schönsten Orte Sardiniens. Foto: Sascha Tegtmeyer

Überblick: einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Sardiniens

Das waren natürlich längst noch nicht alle Sehenswürdigkeiten – wir haben Euch einige Spots exemplarisch vorgestellt. Nachfolgend eine kleine Liste von Sardinien-Sehenswürdigkeiten, die Ihr bei Euren Touren einplanen könnt. 

  • Strände, Buchten und Grotten (überall auf Sardinien)
  • Nuraghen-Dörfer und vorgeschichtliche Siedlungen
  • die Kathedrale von Cagliari
  • Torre dell’Elefante in Cagliari
  • San Simplicio in Olbia (Basilika)
  • die Insel La Maddalena
  • der kleine, luxuriöse Hafenort Porto Cervo
  • das kleine Städtchen Bosa
  • Wasserfälle
  • Nationalpark Gennargentu
  • Porto Flavia
  • Isola dei Gabbiani
  • Valle della Luna
  • Su Gologone
Die kleine Stadt Bosa im Westen gehört nicht nur zu den schönsten Orten der Insel, sondern auch zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Sardiniens. Foto: Sascha Tegtmeyer
Die kleine Stadt Bosa im Westen gehört nicht nur zu den schönsten Orten der Insel, sondern auch zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Sardiniens. Foto: Sascha Tegtmeyer

Surfen, Wandern und Co: Aktivitäten auf Sardinien

In Eurem Urlaub könnt Ihr eine Vielzahl an Aktivitäten unternehmen. Die Insel ist so abwechslungsreich wie kaum ein anderer Ort im Mittelmeer. Entsprechend lang ist die Liste der Aktivitäten, die Ihr auf Sardinien unternehmen könnt. Ich muss gestehen: Ich hätte einfach die ganzen zehn Tage im glasklaren Wasser der Buchten planschen und schwimmen können. Aber dann wäre dieser Reisebericht aus Sardinien kurz geblieben. Wenn Ihr noch etwas Inspiration sucht, was Ihr an sportlichen Freizeitaktivitäten auf der Insel unternehmen könnt, habt Ihr hier eine kleine Entscheidungshilfe.

  • baden und schwimmen
  • wandern und klettern
  • Stand Up Paddling, Surfen und Kitesurfen
  • Kajak fahren
  • Fahrradfahren und Mountainbiken
  • joggen gehen
  • Segeltouren und Bootsausflüge
Wir waren zum Wandern im Landesinneren von Sardinien. Foto: Sascha Tegtmeyer
Wir waren zum Wandern im Landesinneren von Sardinien. Foto: Sascha Tegtmeyer

Sardinien-Reisebilder: Impressionen von einer erstaunlichen Insel

Reisefakten Sardinien: Anreise, Hotels und Unterkünfte, Restaurants

Sardinien ist auch deshalb so ein tolles Reiseziel, weil es so nah gelegen ist und gleichzeitig so viel zu bieten hat. Wie kommt Ihr hin? Wie steht es um Unterkünfte, Restaurants und wann ist überhaupt die beste Reisezeit? Wir stellen Euch die wichtigsten Reisefakten zu Sardinien im Überblick vor.

Anreise

Die Anreise nach Sardinien erfolgt entweder per Flugzeug oder per Fähre mit dem eigenen Auto. Von den großen deutschen Flughäfen finden in der Regel mehrmals pro Woche Flüge nach Cagliari, Olbia und Alghero statt. Im Vergleich zu anderen großen Mittelmeerinseln ist die Frequenz an Flügen jedoch deutlich geringer und die Flugpreise sind verhältnismäßig hoch. Die meisten großen und bekannten Fluggesellschaften sowie einige Billig-Airlines steuern Sardinien von Deutschland aus an.

Mit der Fähre und dem eigenen Auto könnt Ihr etwa von Genua aus nach Sardinien gelangen. Besonders aus Süddeutschland kann sich die Anfahrt mit dem eigenen Auto lohnen, da es nur wenige hundert Kilometer Entfernung sind.

Hotels und Unterkünfte

Wir fanden, dass San Teodoro im Nordosten der ideale Ausgangspunkt für unsere Touren war. Zudem war der einmalige Traumstrand La Cinta direkt vor der Tür. Der Ort ist von Größe und Struktur ideal – nicht zu groß und vor allem eher mit kleineren Hotels und Ferienhäusern ausgestattet. Alles lässt sich schnell und fußläufig erreichen. In der Hauptsaison ist es hier natürlich auch gerappelt voll. Aber insgesamt hat der Ort sich als gute Wahl erwiesen. Wir haben dort in einem kleinen und idyllischen Hotel gewohnt, das liebevoll vom Inhaber geführt wurde. 

Generell ist Sardinien ein Reiseziel, wo man eher im Ferienappartement oder Ferienhaus wohnt. Zudem gibt es zahlreiche Campingplätze. Für alle, die sich etwas mehr Komfort wünschen, gibt es natürlich auch viele tolle Hotels. Allerdings ist die Hotel-Infrastruktur deutlich geringer ausgeprägt als etwa auf den Balearen oder dem italienischen Festland. Wir meinen: gut so!

Unser kleiner und entspannter Urlaubsort San Teodoro auf Sardinien. Foto: Sascha Tegtmeyer
Unser kleiner und entspannter Urlaubsort San Teodoro auf Sardinien. Foto: Sascha Tegtmeyer

Restaurants

Pizza, Pasta und Meeresfrüchte sind auf Sardinien erste Wahl. Für Pizza-Liebhaber wie mich ist die Insel einfach ein El Dorado. Für sechs bis zehn Euro erhält man eine riesige Pizza in allen erdenklichen Ausführungen. Hin und wieder gibt es auch mal einen Laden, der es mit Burgern oder anderen ausländischen Spezialitäten versucht. Grundsätzlich gibt es jedoch an jeder Ecke Pizzerien, die häufig auch wirklich gut und günstig sind.

Ein Bild spricht Bände: Auf Sardinien gibt es an jeder Ecke ausgezeichnete Pizza. Foto: Luisa Praetorius
Ein Bild spricht Bände: Auf Sardinien gibt es an jeder Ecke ausgezeichnete Pizza. Foto: Luisa Praetorius

Mietwagen auf Sardinien

Unseren Mietwagen haben wir uns bei einem regionalen Anbieter mit Sitz am Flughafen Olbia geliehen. Der moderne, nagelneue Gelände-Crossover hat lediglich knapp 200 Euro für zehn Tage gekostet. Die Versicherung war umfassend – Anmietung und Rückgabe unkompliziert und reibungslos. Können wir voll und ganz empfehlen.

Reiseveranstalter für Sardinien

Einige ausgewählte Reiseveranstalter, bei denen Ihr Euren Sardinien-Urlaub buchen könnt, findet Ihr im Folgenden. 

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Natur, Strand, Familie: Für wen ist Sardinien als Urlaubsziel geeignet?

Sardinien ist unglaublich vielseitig. Dementsprechend ist die Insel für viele Vorlieben und Interessen geeignet. Ihr könnt Abenteuerurlaub machen, weil die Insel so viel Natur zu bieten hat, Wandern gehen, einen Urlaub auf Sardinien als Individualreise planen oder eine Pauschalreise buchen. Ausgedehnte Fahrradtouren oder Entdeckungstouren mit dem Mietwagen sind denkbar. Zudem ist die Insel aufgrund der Traumstrände natürlich predestiniert für Strandurlaub und Badeurlaub. Das Reiseziel ist sowohl für Familien als auch für Alleinreisende und Paare top. Die Insel ist insgesamt recht günstig und somit auch für Familienurlaub und günstigen Urlaub optimal. Der Norden eignet sich übrigens super gut für Surfurlaub. Wie bereits erwähnt bezeichnet sich Sardinien nicht ohne Grund als Kontinent auf einer Insel – da ist wirklich für jeden etwas dabei. 

Wenn Ihr Euch für Sardinien interessiert, könnten auch die Reiseziele Makadi Bay (Reisebericht), Sharm El Sheik (Reisebericht), Teneriffa (Reisebericht), Gran Canaria (Reisebericht) und Mallorca (Tipps) für Euch interessant sein. 

Vielerorts bietet Sardinien Natur pur – einfach ideal, um mal so richtig zu entspannen. Foto: Sascha Tegtmeyer
Vielerorts bietet Sardinien Natur pur – einfach ideal, um mal so richtig zu entspannen. Foto: Sascha Tegtmeyer

Fazit – Reisebericht aus Sardinien: das Leben wieder bewusst genießen lernen

Wow, Sardinien, du hast uns auf ganzer Linie überzeugt. Und ich frage mich nach der Reise noch immer: Warum liest man dauernd etwas von Mallorca, aber kaum jemand spricht von der großen, schönen Insel, die quasi direkt um die Ecke liegt. Vielleicht liegt es daran, dass Sardinien nicht ganz so sehr auf den Massentourismus ausgelegt ist. Natürlich gibt es viele tolle Hotels auf der Insel, aber im Vergleich zu den großen Touri-Zielen ist die Hotellerie eher zu vernachlässigen. Man wohnt häufiger in Ferienhäusern und Appartements. Und klar, im Sommer ist es extrem voll, viele Reisende kommen per Fähre mit dem Auto. Aber im Vergleich zu Mallorca verläuft sich der Tourismus auf der riesigen Insel auch etwas. Zudem ist nicht die Infrastruktur vorhanden, um einen größeren Besucheransturm zu meistern. Die Flughäfen sind klein, es gibt nicht so viele Verbindungen. Richtige Autobahnen gibt es nicht auf Sardinien, lediglich Schnellstraßen.

Und genau das zeichnet Sardinien aus. Das Entspannte, das Authentische, die leichte Lebensart, ohne oberflächlich zu sein. Pizza und Frutti di Mare, auch wenn es nach Klischee klingt. Traumstrände an jeder Ecke. So viele herrliche Buchten, dass Ihr ein ganzes Jahr brauchen würdet, um alle zu besuchen. Im Inselinneren findet Ihr Ruhe und unberührte Natur. Felder, Tiere, Wasserfälle und Straßen voller Schlaglöcher, die ins Nirgendwo führen. Städte voller architektonischer Verspieltheit und der Lebendigkeit einer italienischen Piazza. Eine südeuropäische Sommeridylle zwischen Hitze und Trockenheit, dem Erwachen des Lebens am Abend. Fahrt nach Sardinien, falls Ihr noch nicht dort wart, esst Pizza und Frutti di Mare, trinkt den Wein, springt kopfüber in dieses glasklare Meer, lernt von den Sarden, das Leben wieder bewusster zu genießen, atmet durch für ein Weilchen und entdeckt vielleicht eine ganz neue Seite an Euch. Concordato, va bene?

Unsere Sardinien-Reise – Flug, Hotel, Mietwagen und alle Nebenkosten vor Ort – wurden von uns selbst in voller Höhe ohne Rabatte bezahlt.  

Hat Euch unser Reisebericht aus Sardinien bei der Reiseplanung geholfen? Habt Ihr noch weitere Tipps für die Insel? Teilt Eure Erfahrungen in den Kommentaren.

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