Marion Pichler im Interview – Was zeichnet den Urlaub im PillerseeTal aus?

by Sascha Tegtmeyer | Juli 7, 2023

Was prägt den Urlaub im PillerseeTal aus Sicht einer Einheimischen? Dieses Interview mit Marion Pichler entstand 2023 während unserer Pressereise. Die gebürtige Fieberbrunnerin ist beim Tourismusverband PillerseeTal im Bereich Presse tätig und spricht über ihre Heimat, das Wandern, die Tourenplanung, Selbstüberschätzung und den Umgang mit Outdoor-Apps. Ihre Antworten geben ihre Perspektive aus dem Interviewjahr wieder.

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Transparenzhinweis: Werbung / Pressereise. Der Beitrag entstand im Rahmen einer Pressereise im Jahr 2023. Die redaktionellen Einordnungen stammen von mir; Marions Interviewantworten sind im Wortlaut unverändert wiedergegeben.

Während der Pressereise waren wir in Fieberbrunn (Reisebericht) und bei Unternehmungen zwischen Hochfilzen, St. Jakob in Haus, St. Ulrich am Pillersee und Waidring unterwegs. Marion Pichler vom Tourismusverband PillerseeTal betreute unseren Aufenthalt und gab uns lokale Hinweise. Das folgende Gespräch dokumentiert ihre damaligen Antworten.

Marion Pichler vom Tourismusverband PillerseeTal im Interview mit Sascha Tegtmeyer von Just Wanderlust. Interview Marion Pichler Urlaub im PillerseeTal
Marion Pichler vom Tourismusverband PillerseeTal im Interview mit Sascha Tegtmeyer von Just Wanderlust.

Marions Bezug zur Region wird im Gespräch schnell deutlich: Sie erzählt selbst, dass sie schon mit vier Jahren in Fieberbrunn Ski fuhr und als Kind viel Zeit in der Natur verbrachte. Zum Zeitpunkt des Interviews teilte sie auf ihrem Instagram-Kanal @mountainlady_marion außerdem Eindrücke und Tipps aus dem PillerseeTal.

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Als gebürtige Fieberbrunnerin lebst du in einer Region, in der andere Urlaub machen. Wie bist du im PillerseeTal aufgewachsen?

Marion Pichler: Bereits als Kind wurde ich von meinen Eltern zum Wandern, Skifahren, Langlaufen, Rodeln und Schwimmen mitgenommen. Wir verbrachten mehr Zeit in der Natur als im Haus. Ich war Mitglied im Skiclub Fieberbrunn und im Alpenverein. Bereits mit vier Jahren konnte ich die Pisten in Fieberbrunn hinunterfahren und im Lauchsee schwimmen. Ich hatte das Glück, dass meine Eltern sehr sportlich waren und es für uns normal war, unsere Freizeit im Freien zu verbringen.

Du bist mit Herz und Seele eine Fürsprecherin des PillerseeTals. Wie bist du zum TVB gekommen?

Marion Pichler: Nach meinem Schulabschluss begann ich sofort in einem Nachbarort beim Tourismusverband zu arbeiten (ursprünglich nur für ein Jahr, bevor ich studieren wollte). Aber es kam anders: Ich wurde Mutter und arbeitete danach in einer Skischule, einem Hotel und einem Zeitungsverlag, bis ich vor 27 Jahren beim Tourismusverband PillerseeTal anfing.

Am Info-Counter des TVB PillerseeTal hatte ich Freude, sowohl mit den Gästen als auch mit den Vermietern zu interagieren. Mein Ziel war und ist es, die Schönheit unseres Tales zu zeigen und hilfreiche Tipps für einen unvergesslichen Aufenthalt zu geben.

Fieberbrunn im PillerseeTal ist dein Heimatort. Was macht den Ort und die Region so besonders und einzigartig?

Marion Pichler: Es ist die Vielfalt in der Region. Die Mischung aus Tourismus und Handwerksbetrieben. Das sportliche Angebot – ich kann vor der Haustüre Rad fahren, Wandern, Ski fahren, Rodeln, Langlaufen und schwimmen. Und natürlich die gute Luft und das gute Trinkwasser.

Was liebst du am meisten an deinem Leben in den Alpen?

Marion Pichler: Wie oben beschrieben, da ich ja gerne aktiv bin, kann ich dies alles vor der Haustüre schon starten und muss nicht kilometerweit fahren. Da bin ich richtig dankbar.

Was bevorzugst du – Wandern oder E-Bike fahren?

Marion Pichler: Beides 🙂

Was macht für dich das Wandern in den Alpen im Vergleich zu anderen Wanderzielen weltweit besonders?

Marion Pichler: Das kann ich jetzt nicht beantworten, da ich eigentlich nur in den Bergen bis jetzt gewandert bin.

Gibt es eine bestimmte Wanderroute, die du besonders magst oder empfehlen würdest? Warum gerade diese?

Marion Pichler: Eigentlich gibt es keine Lieblingsstrecke. Jede Wanderung, auch eine kurze, hat immer einen eigenen Charme. Wenn man bewusst auf die Berge geht und auch mal innehält, entdeckt man immer wieder was Neues, auch ich noch. Und es gibt noch so viele Gipfel und Berge im PillerseeTal, die ich noch auf meiner Bucket List habe.

Was war das beeindruckendste Erlebnis, das du beim Wandern in den Alpen hattest?

Marion Pichler: Ein ganz spezielles gibt es nicht. Immer wieder beeindruckend ist, wenn man irgendwo alleine sitzt und über sich der Bussard kreist, der Wildbach plätschert und du ganz bei dir bist. Das erdet mich immer am meisten, da bin ich immer wieder beeindruckt wie ausgeglichen ich vom Berg wieder ins Tal komme.

Wie bereitest du dich auf deine Wanderungen vor, insbesondere im Hinblick auf die Wetterbedingungen in den Alpen? Hast du besondere Rituale oder Routinen, die du vor, während oder nach einer Wanderung befolgst?

Marion Pichler: Keine besonderen Rituale. Das Wichtigste für mich ist immer die Planung. Wie hoch geht es rauf, wie weit geht es. Ist mein Können und die Kondition für diese Wanderung OK. Das Schlimmste ist immer die Selbstüberschätzung. Lieber eine kleine Wanderung und diese mit Genuss. Auch wichtig die Wettervorhersage, immer etwas zum Trinken und eine kleine Jause (evtl. Apfel, Traubenzucker) mitnehmen. Auch eine Jacke immer im Rucksack, denn auf den Bergen ist es immer kühler. Und natürlich ein gutes Schuhwerk. Was mir noch wichtig ist, dass meine Familie immer Bescheid weiß, wo ich unterwegs bin. Auch ganz wichtig: Ich bin nicht auf der „Flucht“ – immer genügend Zeit einplanen und die Wanderung genießen.

Wie hat das Leben in Fieberbrunn deine Einstellung zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit geprägt?

Marion Pichler: Für mich ist Umweltschutz und Nachhaltigkeit kein neues Thema. Schon meine Eltern und Großeltern haben mich dazu erzogen. Wenn man in der Natur oder am Berg unterwegs ist, nimmt man seinen Müll auch wieder mit nachhause. Bin ein Kind der 60iger Jahre 🙂 🙂

Gibt es besondere Tipps oder Ratschläge, die du Besuchern oder Neulingen beim Wandern in den Alpen geben würdest?

Marion Pichler: Sich nicht selbst überschätzen, gutes Schuhwerk, gute Planung der Wanderung. Wenn man sich nicht ganz sicher ist, lieber mit einem Guide auf die Berge.

Was hältst du von der zunehmenden Technologisierung und Digitalisierung im Outdoor-Bereich (z.B. Wander-Apps, Fitness-Tracker)?

Marion Pichler: Manche Apps sind gut. Aber man soll sich nicht nur auf die App verlassen. Vielleicht nimmt man sich ja auch noch die gute alte Wanderkarte mit.

Marion war während unserer Reise ins PillerseeTal als Presseaufbeauftragte für uns zuständig. Sie hat während unserer Zeit vor Ort einen Einsatz gezeigt, der weit über das gewöhnliche, berufliche Maß hinausgeht und hat unseren Aufenthalt dadurch zu einem ganz besonderen Erlebnis gemacht. Man merkt, dass sie mit vollem Herzblut eine Fürsprecherin ihrer wunderschönen Heimatregion ist. Deshalb ist ihr dieser Beitrag gewidmet. Wir bedanken uns ganz, ganz herzlich für das Interview und mehr noch für die herausragende, einzigartige Reise, die sie überhaupt erst möglich gemacht hat.

Urlaub im PillerseeTal – Erfahrungen aus 2023 und aktuelle Tourenplanung

Eine malerische Region in Tirol: das PillerseeTal.
Eine malerische Region in Tirol: das PillerseeTal.

Unsere eigenen Eindrücke aus dem PillerseeTal stammen aus der Pressereise 2023. In der Region in Österreich waren wir unter anderem mit dem E-Bike, beim SUP auf dem Pillersee und bei Fahrten mit den Bergbahnen unterwegs. Weitere persönliche Hinweise findest du unter Ausflugsziele im PillerseeTal. Für aktuelle Wander-, Rad-, Mountainbike-, Winterwander- und Langlaufinformationen gibt es das offizielle Routen- und Tourenportal des PillerseeTals mit Filtern sowie GPX- und PDF-Downloads.

Welche Aussage aus Marions Interview hilft dir bei der Planung am meisten? Warst du schon im PillerseeTal oder hast du eine Frage zu ihren Tipps? Schreib deine Erfahrung oder Frage gern in die Kommentare.

Über Sascha Tegtmeyer

Über Sascha Tegtmeyer

Reisejournalist, Autor und Gründer von Just Wanderlust

Ich schreibe auf Just Wanderlust aus eigener Reiseerfahrung über Orte, Meer und Outdoor-Abenteuer. Mehr über mich und meine Arbeit.

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