Lauchsee Fieberbrunn: Erfahrungen, Eintritt und Tipps

by Sascha Tegtmeyer | Sep. 13, 2023

Der Lauchsee ist für mich die beste Adresse in Fieberbrunn, wenn du nach einer Wanderung schwimmen, auf der Wiese liegen oder eine kleine Runde mit dem SUP drehen möchtest. Er ist kein großer Bergsee für lange Paddeltouren, sondern ein kompakter Naturbadesee mit Moorwasser, Liegewiesen, Kinderbereich und Bergpanorama. Für einen ganzen Badetag mit Familie passt er ebenso wie für zwei ruhige Stunden am späten Nachmittag.

Bei unserem Sommerurlaub im PillerseeTal wurde der Besuch fast zum Ritual: erst wandern, dann hinauf zum See, die Füße ins Wasser halten und den Tag langsamer werden lassen. Nach vielen Kilometern auf der Steinplatte brauchte ich wahlweise einen Kübel Eis, ein kaltes Bier oder eine Abkühlung. Am Lauchsee lagen alle drei Möglichkeiten ziemlich nah beieinander.

Dieser Erfahrungsbericht trennt deshalb zwei Dinge sauber: Was ich selbst am See erlebt habe – und welche Öffnungszeiten, Preise und Kartenregeln im Sommer 2026 gelten. Gerade bei den Gästekarten hat sich etwas geändert: Die frühere PillerseeTal Card wurde durch das neue Modell FamilienMomente ersetzt.

Lohnt sich der Lauchsee in Fieberbrunn?

Ja, wenn du einen unkomplizierten Naturbadetag suchst. Die Stärke des Lauchsees ist nicht seine Größe, sondern die Mischung: ein weiches Alpenpanorama, kurze Wege, eine große Wiese, Angebote für Kinder und die Möglichkeit, nach einer Tour noch spontan ins Wasser zu gehen.

Eher nein, wenn du klares türkisfarbenes Bergwasser erwartest. Der Lauchsee ist ein Moorsee. Das Wasser wirkt grünlich bis braun und der Grund ist nicht überall sichtbar. Wer nur in glasklarem Wasser baden mag oder auf dem SUP mehrere Kilometer zurücklegen möchte, wird am Pillersee beziehungsweise an einem größeren Gewässer eher glücklich.

Ein herrliches Gewässer und eine tolle Badeanstalt – der Lauchsee. Foto: Sascha Tegtmeyer
Ein herrliches Gewässer und eine tolle Badeanstalt – der Lauchsee. Foto: Sascha Tegtmeyer
Passt besonders gut fürWeniger passend für
Abkühlung nach dem Wandernlange SUP- oder Schwimmstrecken
Familien mit jüngeren KindernFans glasklarer Bergseen
ruhige Nachmittage auf der WieseSchlechtwettertage ohne Badeoption
eine kleine SUP-RundeMenschen, die Trubel an heißen Wochenenden meiden wollen

Meine Lauchsee-Erfahrungen: vom Wanderziel zum täglichen Ritual

Die Sonne stand noch hoch, das Wasser lag bräunlich und ruhig vor uns, und nur eine Ente zog in der Ferne ihre Kreise. Nach einem langen Wandertag fühlte sich dieser Kontrast genau richtig an: eben noch bergauf und bergab, nun barfuß über die Wiese und ohne weitere Tagesordnung.

Wir wohnten damals im Hotel Alte Post in Fieberbrunn und kamen während unseres zweiwöchigen Aufenthalts immer wieder her. Wir setzten uns auf einen der Stege, ließen die Füße ins Moorwasser hängen und schauten in Richtung Wilder Kaiser, Loferer Steinberge und Kitzbüheler Alpen.

Wildblumen am Ufer des Lauchsees in Fieberbrunn mit der kleinen Badeinsel im Hintergrund.
Wildblumen, Moorwasser und die kleine Insel: Der Lauchsee wirkt eher wie ein Naturbad als wie ein klassisches Freibad. Foto: Sascha Tegtmeyer

Was ich besonders mag: Der Lauchsee wirkt nicht wie eine reine Touristenattraktion. Bei unseren Besuchen kamen auch Einheimische nach der Arbeit zum Baden und Abschalten. An heißen Tagen kann es auf der großen Wiese trotzdem voll werden. Wenn du Ruhe suchst, kommst du besser am Vormittag oder später am Nachmittag und schaust dich auch auf der vom Haupteingang abgewandten Seeseite um.

Schwimmen im Moorsee: erst ungewohnt, dann herrlich

Die Farbe des Wassers irritiert beim ersten Blick vielleicht. Sie ist kein Zeichen dafür, dass der See schmutzig wäre, sondern gehört zum Charakter des Moorgewässers. Der Betreiber bewirbt das Wasser als wohltuendes Moorbad. Medizinische Heilversprechen würde ich daraus nicht ableiten – für mich zählt die ganz praktische Wirkung: Nach einem heißen Wandertag war die Abkühlung großartig.

Ein Schwimmer im grünen Moorwasser des Lauchsees vor der bewachsenen Insel.
Das grünlich-braune Moorwasser ist ungewohnt, gehört aber zum Charakter des Naturbadesees. Foto: Sascha Tegtmeyer

Für Kinder gibt es laut Betreiber einen abgetrennten Bereich sowie einen Spielplatz. Außerdem werden eine Wasserplattform, Tischtennis und Volleyball genannt. Die konkrete Ausstattung kann sich saisonal ändern; wenn ein einzelnes Angebot für euch entscheidend ist, prüft es vor der Anfahrt noch einmal auf der Betreiberseite.

Da kommt keine Langeweile auf – am See gibt es eine Trampolinanlage im Wasser, ein Kinderbereich, der separat abgetrennt ist, einen Kinderspielplatz, Tischtennis, Tischkicker, Volleyballplatz, ein gemütliches Restaurant mit Terrassecheck und den Angelbereich am Südufer. Foto: Sascha Tegtmeyer
Da kommt keine Langeweile auf – am See gibt es eine Trampolinanlage im Wasser, ein Kinderbereich, der separat abgetrennt ist, einen Kinderspielplatz, Tischtennis, Tischkicker, Volleyballplatz, ein gemütliches Restaurant mit Terrassecheck und den Angelbereich am Südufer. Foto: Sascha Tegtmeyer

SUP auf dem Lauchsee: schön für eine Runde, zu klein für eine Tour

Natürlich bin ich mit dem SUP aufs Wasser gegangen. Das Board konnte ich direkt am See ausleihen. Im Juli 2026 nennt der Betreiber dafür 10 Euro pro Stunde. Ich glitt zur kleinen Insel, ließ mich treiben und konnte vom Board aus große Fische im Wasser erkennen.

Natürlich bin ich auf dem Lauchsee mit dem SUP unterwegs. Foto: Sascha Tegtmeyer
Natürlich bin ich auf dem Lauchsee mit dem SUP unterwegs. Foto: Sascha Tegtmeyer

Für eine sportliche Trainingsrunde ist der See zu klein. Genau das kann aber sein Vorteil sein: Du musst keine Route planen, bist nie weit vom Ufer entfernt und kannst das Board auch einfach als schwimmende Pause nutzen. Bei Wind, Gewitter oder unsicherem Wetter gehört das SUP zurück ans Ufer; die Berge können Wetterwechsel schnell dramatisch aussehen lassen.

Die Insel in der Seemitte kannst du nur durch Schwimmen oder per Boot und SUP erreichen. Foto: Sascha Tegtmeyer
Die Insel in der Seemitte kannst du nur durch Schwimmen oder per Boot und SUP erreichen. Foto: Sascha Tegtmeyer

Öffnungszeiten und Eintritt 2026

Die folgenden Angaben stammen von der offiziellen Website von Aubad und Lauchsee und wurden am 30. Juli 2026 geprüft. Der Betreiber nennt für den Lauchsee eine Saison von Mai bis September und Öffnungszeiten von 8 bis 19 Uhr. Wetter und Betrieb können kurzfristig abweichen.

TarifGästekarte/EinheimischeNormaltarif
Erwachsene Tageskarte6,50 Euro8 Euro
Erwachsene ab 17 Uhr3 Euro4 Euro
Kinder Tageskarte4 Euro5 Euro
Kinder ab 17 Uhr2 Euro3 Euro
SUP-Verleih10 Euro pro Stunde

Wichtig: Auf der Betreiberseite trägt die Kinderregelung weiterhin den Zusatz „2025“. Dort steht, dass Kinder ab sechs Jahren zahlen und jüngere Kinder freien Eintritt haben. Weil diese Jahresangabe nicht sauber auf 2026 aktualisiert ist, würde ich die Altersgrenze vor dem Besuch direkt beim Betreiber bestätigen. Preise können ebenfalls geändert werden.

Der Lauchsee ist ein ausgezeichnetes Ausflugsziel im PillerseeTal, wenn du dort deinen Urlaub verbringst. Du kannst dort nicht nur auf der Liegewiese relaxen, sondern auch einigen Aktivitäten für Groß und Klein nachgehen. Foto: Sascha Tegtmeyer
Der Lauchsee ist ein ausgezeichnetes Ausflugsziel im PillerseeTal, wenn du dort deinen Urlaub verbringst. Du kannst dort nicht nur auf der Liegewiese relaxen, sondern auch einigen Aktivitäten für Groß und Klein nachgehen. Foto: Sascha Tegtmeyer

Gästekarte und FamilienMomente nicht verwechseln

Seit Mai 2026 gibt es eine neue Logik. Mit der regulären PillerseeTal Gästekarte ist ein Schnupper-Tageseintritt pro Aufenthalt in einen von drei Badeseen enthalten: Lauchsee, Badesee und Freibad Waidring oder Pillersee. Wer die aufbuchbaren FamilienMomente nutzt – das Nachfolgemodell der früheren PillerseeTal Card –, hat den Lauchsee nach aktueller Tourismusinformation ebenfalls inkludiert.

Das ist anders als die frühere pauschale Aussage, mit der PillerseeTal Card könne man einfach jeden Tag kostenlos hinein. Prüfe in der digitalen Karte, welche Variante du gebucht hast und ob du deinen einmaligen Gästekarten-Eintritt bereits an einem anderen See eingelöst hast.

Anreise, Parken und der beste Zeitpunkt

Der Lauchsee liegt etwas erhöht am Ortsrand von Fieberbrunn. Die offizielle Adresse lautet Lauchseeweg 19, 6391 Fieberbrunn. Bei unseren Besuchen gab es Parkmöglichkeiten direkt am Bad. An sonnigen Wochenenden würde ich dennoch früh kommen oder zu Fuß beziehungsweise mit dem Rad anreisen, statt auf einen freien Platz unmittelbar am Eingang zu setzen.

Mein Lieblingszeitfenster beginnt am späteren Nachmittag: Die größte Hitze lässt nach, der Eintritt ist nach 17 Uhr günstiger und die Stimmung wird ruhiger. Für Familien, die die Anlagen ausgiebig nutzen möchten, lohnt sich eher der Vormittag. Nach einem Gewitter- oder Kaltfronttag ist der See weniger die Attraktion – dann würde ich das Programm im PillerseeTal anders planen.

Blick über den Lauchsee auf Liegewiese, Spielbereich und die Berge rund um Fieberbrunn.
Vom Ufer reicht der Blick über die Liegewiese bis zu den Bergen rund um Fieberbrunn. Foto: Sascha Tegtmeyer

Was du für den Lauchsee einpacken solltest

  • Badeschuhe nach persönlichem Geschmack: Das Ufer und der Moorgrund fühlen sich anders an als ein gekacheltes Becken.
  • Sonnenschutz und Kopfbedeckung: Auf der offenen Liegewiese brennt die Sonne an klaren Tagen kräftig.
  • Eine trockene Schicht: Nach dem Schwimmen kann die Bergluft am Abend schnell frisch werden.
  • Gästekarte beziehungsweise Buchungsnachweis: Damit die Ermäßigung oder Inklusivleistung eindeutig zugeordnet werden kann.
  • Etwas Bargeld als Reserve: Verlasse dich bei kleinen Ausgaben nicht ausschließlich auf eine einzelne Zahlungsart.
Lauchsee Fieberbrunn Erfahrungsbericht Foto: Sascha Tegtmeyer
Entspannt baden an heißen Sommertagen – so schön ist der Lauchsee. Foto: Sascha Tegtmeyer

Meine ehrliche Einschätzung

Der Lauchsee ist kein spektakuläres Ausflugsziel, das einen ganzen Tirolurlaub allein tragen müsste. Gerade darin liegt sein Wert. Er macht einen ohnehin guten Sommertag rund: morgens auf den Berg, nachmittags ins Moorwasser, später noch etwas essen und mit müden Beinen zurück in die Unterkunft.

Wer ein ruhiges Plätzchen findet, schaut über Wasser, Wiesen und Berge und merkt ziemlich schnell, warum wir immer wieder hergekommen sind. Für mich ist der Lauchsee eine der sympathischsten Pausen im PillerseeTal – nicht groß, nicht aufgeregt, aber genau richtig nach einem aktiven Tag.

Der Lauchsee am Abend zwischen Blumenwiese, Bäumen und den Bergen des PillerseeTals.
Am Abend wird es ruhig am Lauchsee – dann liegt das Wasser zwischen Wiesen und Bergen fast still. Foto: Sascha Tegtmeyer

FAQ zum Lauchsee in Fieberbrunn

Kann man im Lauchsee schwimmen?

Ja. Der Lauchsee wird im Sommer als Naturbadesee betrieben. Das Moorwasser ist trüb und farblich ungewohnt, aber genau das gehört zu diesem Gewässer.

Ist der Lauchsee für Familien geeignet?

Nach Betreiberangaben gibt es einen abgetrennten Kinderbereich und einen Spielplatz. An heißen Tagen solltest du wegen Sonne und Andrang trotzdem Pausen, Schatten und Aufsicht am Wasser einplanen.

Ist der Eintritt mit der Gästekarte kostenlos?

Die Gästekarte umfasst im Sommer 2026 einen Schnupper-Tageseintritt pro Aufenthalt in einen von drei regionalen Badeseen. Die aufbuchbaren FamilienMomente ersetzen die frühere PillerseeTal Card; der Lauchsee ist darin nach offizieller Tourismusinformation inkludiert.

Kann man am Lauchsee ein SUP leihen?

Ja. Der Betreiber nennt aktuell 10 Euro pro Stunde. Der See eignet sich für eine kleine, gemütliche Runde, nicht für eine lange Tour.

Quellen und aktuelle Besucherinformationen

Sascha Tegtmeyer sitzt auf der kleinen Insel in der Mitte des Lauchsees in Fieberbrunn.
Die kleine Insel in der Seemitte erreichst du schwimmend oder mit dem SUP. Foto: Sascha Tegtmeyer

Warst du schon am Lauchsee – und magst du solche kleinen Naturbäder lieber als große Freibäder?

Meine wichtigsten Beiträge über das Pillerseetal & Fieberbrunn

Meine Reiseberichte & Blogbeiträge über die Region in Tirol

Über Sascha Tegtmeyer

Über Sascha Tegtmeyer

Reisejournalist, Autor und Gründer von Just Wanderlust

Ich schreibe auf Just Wanderlust aus eigener Reiseerfahrung über Orte, Meer und Outdoor-Abenteuer. Mehr über mich und meine Arbeit.

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