Reisebericht Madeira: Meine Erfahrungen, Tipps und schönsten Orte

by Sascha Tegtmeyer | Mai 15, 2021

Madeira ist keine klassische Badeinsel. Sie ist steil, grün, wetterlaunisch und manchmal ein wenig anstrengend – genau darin liegt ihre Stärke. In meinem Madeira-Reisebericht teile ich meine persönlichen Erfahrungen aus dem Südosten, drei selbst gefahrene Mietwagen-Routen, meine schönsten Orte und die Tipps, die ich heute für eine erste Reise geben würde.

Inhaltsverzeichnis Anzeigen

Der Flieger legte sich kurz vor der Landung kräftig zur Seite. Unter uns lag der Atlantik, vor uns tauchten Felsen auf, und irgendwo dazwischen sollte sich eine Landebahn befinden. Der Wind schüttelte die Maschine, während Madeira durch das Fenster immer größer wurde: schroffe Küste, steile grüne Hänge, Häuser an Stellen, an denen eigentlich keine Häuser stehen dürften.

Mein erster Gedanke war nicht: Blumeninsel. Mein erster Gedanke war: Wie zum Teufel haben die hier Straßen gebaut?

Diese Frage beantwortet Madeira ziemlich schnell. Mit Tunneln, Brücken, Serpentinen, steilen Zufahrten und einer Ingenieurskunst, die fast ebenso spektakulär wirkt wie die Landschaft selbst. Schon die Fahrt vom Flughafen zeigte mir, dass diese Insel anders ist. Sie erinnert aus der Luft ein wenig an Hawaii, Irland, die Azoren und die Kanaren. Vor Ort löst sich der Vergleich auf. Madeira steht ziemlich überzeugend für sich allein.

Imposantes Bauwerk: Der Cristiano Ronaldo International Airport auf Madeira zählt zu den gefährlichsten Flughäfen der Welt. Selbst normale Landungen bei guten Witterungsverhältnissen sind nichts für schwache Nerven. Foto: Sascha Tegtmeyer
Imposantes Bauwerk: Der Cristiano Ronaldo International Airport auf Madeira zählt zu den gefährlichsten Flughäfen der Welt. Selbst normale Landungen bei guten Witterungsverhältnissen sind nichts für schwache Nerven. Foto: Sascha Tegtmeyer
Irland, Hawaii, Azoren? Madeira hat bei mir vielfältige Assoziationen geweckt. Foto: Sascha Tegtmeyer
Irland, Hawaii oder Azoren? Madeira hat bei mir viele Assoziationen geweckt – und am Ende doch wie keine andere Insel gewirkt. Foto: Sascha Tegtmeyer

Die kurze Antwort: Madeira lohnt sich besonders für Wanderer, Naturfans, Roadtrip-Liebhaber, Taucher und Reisende, die Stadt, Berge und Meer in einem Urlaub verbinden möchten. Für eine erste Reise würde ich sieben bis zehn Tage einplanen, einen Mietwagen nehmen – sofern du souverän auf steilen Straßen fährst – und bewusst einen Wetterpuffer lassen. Für einen reinen Sandstrandurlaub gibt es passendere Inseln.

Madeira auf einen Blick – meine Einordnung

FrageMeine Empfehlung
Wie lange bleiben?7 bis 10 Tage für die erste Reise, 12 bis 14 Tage für mehr Ruhe und einen möglichen Porto-Santo-Ausflug
Für wen eignet sich Madeira?Aktive Reisende, Paare, Naturfans, Wanderer, Roadtripper, Taucher und Genießer
Brauche ich einen Mietwagen?Für Funchal nicht zwingend, für spontane Inseltouren und abgelegene Orte sehr empfehlenswert
Wo übernachten?Funchal für kurze Wege und Stadtleben, Südosten für São Lourenço und den Norden, Südwesten für Ruhe und häufig sonnigeres Wetter
Beste Reisezeit?Ganzjährig möglich; die beste Zeit hängt stärker von deiner Aktivität als vom Kalender ab
Größte Stärke?Die enorme landschaftliche Vielfalt auf sehr kleinem Raum
Größter Nachteil?Steile Wege, wechselhaftes Bergwetter und wenige klassische Sandstrände
Wichtig 2026Für die offiziellen PR-Wanderwege sind Reservierung und meist eine Gebühr erforderlich
Die Landzunge von Sao Lourenco aus der Luft. Foto: Sascha Tegtmeyer
Die Landzunge von Sao Lourenco aus der Luft. Foto: Sascha Tegtmeyer

Transparenz: Ich war im Dezember 2017 privat auf Madeira. Die Reise war selbst bezahlt. Alle persönlichen Erlebnisse und Bewertungen stammen aus diesem Aufenthalt. Preise, Wanderregeln, Hotelstatus und praktische Angaben habe ich im Juli 2026 anhand aktueller Quellen überprüft. Mehr über mich findest du auf meiner Seite über Sascha Tegtmeyer.

Warum Madeira bei mir sofort eingeschlagen hat

Madeira ist eine vertikale Insel. Das klingt erst einmal nach Reiseprosa, hat aber ganz praktische Folgen. Orte liegen übereinander statt nebeneinander. Straßen klettern die Berghänge hinauf. Funchal zieht sich wie ein Amphitheater vom Meer in die Höhe. Ein Aussichtspunkt kann nur wenige Kilometer entfernt sein und trotzdem eine halbe kleine Expedition erfordern.

Bei einer Mietwagen-Tour auf Madeira findet Ihr allerorts solche Ausblicke. Foto: Sascha Tegtmeyer
Bei einer Mietwagen-Tour auf Madeira findet Ihr allerorts solche Ausblicke. Foto: Sascha Tegtmeyer

Genau diese Topografie erzeugt die Eindrücke, die mir von der Reise bis heute geblieben sind. Hinter einem Tunnel öffnet sich plötzlich ein Tal. Eine Straße verschwindet in einer Felswand und kommt auf der anderen Seite in einer völlig anderen Landschaft wieder heraus. Unten am Meer scheint die Sonne, während sich über den Bergen Wolken stauen. Madeira wechselt sein Gesicht manchmal innerhalb einer halben Stunde.

Das Image der Blumeninsel greift deshalb zu kurz. Ja, Madeira ist üppig, grün und voller Gärten. Aber die Insel ist vor allem eine Outdoor-Destination. Du kannst morgens durch Funchal laufen, mittags auf einer windigen Halbinsel wandern, nachmittags im Atlantik tauchen und abends in Caniçal Fisch essen. Es geht nicht darum, eine einzelne Sehenswürdigkeit abzuhaken. Der Reiz entsteht aus dem ständigen Wechsel.

Wir wohnten ganz im Südosten bei Caniçal, direkt am Fuß der Ponta de São Lourenço. Von dort wollten wir möglichst viel sehen. Also mieteten wir direkt nach der Landung ein Auto und fuhren während des Aufenthalts kreuz und quer über die Insel. Zwei Routen planten wir bewusst. An den übrigen Tagen fuhren wir oft einfach los.

Das war nicht die effizienteste Art, Madeira kennenzulernen. Aber vermutlich die schönste.

Abgelegenes Tal im Norden Madeiras: Auf einer Mietwagen-Tour könnt Ihr viele spannende Orte auf eigene Faust erkunden! Foto: Sascha Tegtmeyer
Abgelegenes Tal im Norden Madeiras: Auf einer Mietwagen-Tour könnt Ihr viele spannende Orte auf eigene Faust erkunden! Foto: Sascha Tegtmeyer

Für wen Madeira ideal ist – und für wen eher nicht

Madeira kann sehr viele Reisewünsche gleichzeitig erfüllen. Nur eben nicht alle.

Madeira passt besonders gut zu dir, wenn du …

  • gern wanderst, läufst, tauchst, schnorchelst, Kajak fährst oder auf andere Weise aktiv bist;
  • eine Insel lieber entdeckst, als zwei Wochen am selben Strand zu liegen;
  • dramatische Küsten, grüne Täler, Berge und Aussichtspunkte liebst;
  • Stadtleben und Natur miteinander verbinden möchtest;
  • gern spontan mit dem Mietwagen losfährst;
  • auch im Winter ein mildes europäisches Reiseziel suchst.
Auf dem Markt in Madeira gibt es köstliche exotische Früchte. Foto: Sascha Tegtmeyer
Auf dem Markt in Madeira gibt es köstliche exotische Früchte. Foto: Sascha Tegtmeyer

Madeira ist damit ein ziemlich starker Inselurlaub für Menschen, die Bewegung und Abwechslung brauchen. Du musst kein Extremsportler sein. Aber die Insel belohnt dich, wenn du bereit bist, dich auf sie zuzubewegen.

Weniger passend ist Madeira, wenn du …

  • ausschließlich feinen Sandstrand und flaches Badewasser erwartest;
  • im Urlaub möglichst keine Steigungen, Treppen oder kurvigen Straßen möchtest;
  • einen komplett planbaren Sonnenurlaub ohne Wetterwechsel suchst;
  • mit großen Fahrzeugen oder an steilen Hängen sehr unsicher fährst;
  • jeden Tag dieselbe ruhige Resort-Routine bevorzugst.

Auch ein Familienurlaub kann gut funktionieren. Die pauschale Aussage, Madeira sei automatisch ein unkompliziertes Familienziel, wäre mir aber zu glatt. Viele Wege sind steil, nicht jeder Aussichtspunkt ist kinderwagenfreundlich und das Meer kann rau sein. Mit einer gut gewählten Unterkunft, kurzen Tagesetappen und passenden Aktivitäten ist die Insel familienfreundlich. Ohne Planung kann sie anstrengend werden.

Im Landesinneren Madeiras gibt es zahllose Wanderwege. Foto: Sascha Tegtmeyer
Im Landesinneren Madeiras gibt es zahllose Wanderwege. Foto: Sascha Tegtmeyer

Für Reisende mit eingeschränkter Mobilität gilt dasselbe: Funchal, die Lido-Zone, organisierte Touren und barrierearme Hotels können gut funktionieren. Die Topografie verschwindet dadurch jedoch nicht. Lage und tatsächliche Zugänglichkeit solltest du vor der Buchung sehr genau prüfen.

Wo auf Madeira übernachten? Die beste Region hängt von deinem Reisestil ab

Eine einzige „beste“ Region gibt es nicht. Madeira ist klein genug für Tagesausflüge, aber bergig genug, dass die Lage deiner Unterkunft trotzdem einen spürbaren Unterschied macht.

RegionBesonders gut fürMögliche Nachteile
FunchalErste Reise, Restaurants, Altstadt, Museen, Ausflüge ohne eigenes AutoVerkehr, Parkplatzsuche, urbaner und weiter von manchen Naturzielen entfernt
Caniço und GarajauTauchen, Schnorcheln, ruhiger wohnen und trotzdem schnell in Funchal seinWeniger Stadtleben direkt vor der Tür
Machico und CaniçalPonta de São Lourenço, Flughafen, Ostküste und Start in den NordenLängere Wege in den äußersten Westen
Ponta do Sol und CalhetaRuhe, Meer, Südwestküste, Whale Watching und häufig sonnigeres WetterWeite Wege nach Funchal und in den Osten
NordküsteDramatische Natur, Dörfer, Ruhe und grüne LandschaftenTendenziell wechselhafteres Wetter, kurvigere Strecken und weniger Abendprogramm
In der Fußgängerzone von Funchal herrscht ordentlich Trubel. Foto: Sascha Tegtmeyer
In der Fußgängerzone von Funchal herrscht ordentlich Trubel. Foto: Sascha Tegtmeyer

Meine Basis im Südosten: damals Quinta do Lorde, heute Hyatt Ziva Madeira

Wir wohnten 2017 im damaligen Quinta do Lorde bei Caniçal. Das Resort war wie ein kleines madeirisches Dorf angelegt – mit Kirche, Marina, flachen Gebäuden und Meerwasserpool. Mir gefielen die ruhige Lage, das Essen, die Zimmer und die unmittelbare Nähe zur Ponta de São Lourenço. Mit Mietwagen war die Position für unsere Touren sehr praktisch.

Meine ausführlichen Erfahrungen im früheren Quinta do Lorde Madeira dokumentieren den damaligen Hotelbetrieb. Das ist wichtig, denn die Anlage schloss später für mehrere Jahre, wurde umfassend renoviert und wird heute als Hyatt Ziva Madeira geführt. Mein alter Hotelbericht ist deshalb keine aktuelle Bewertung des neuen Resorts.

Genau so sollte man mit historischen Reiseerfahrungen umgehen: nicht stillschweigend so tun, als sei alles unverändert geblieben.

In der Markthalle von Funchal gibt es alle möglichen Leckereien des täglichen Bedarfs. Foto: Sascha Tegtmeyer
In der Markthalle von Funchal gibt es alle möglichen Leckereien des täglichen Bedarfs. Foto: Sascha Tegtmeyer

Madeira mit dem Mietwagen – Freiheit mit steiler Lernkurve

Für mich war der Mietwagen der Schlüssel zur Insel. Wir konnten morgens ohne großen Plan losfahren, an Aussichtspunkten halten, durch Dörfer abbiegen und zum Abendessen nach Funchal oder Caniçal fahren. Madeira lässt sich auch mit Bussen, Taxis und organisierten Touren erleben. Die spontane Freiheit eines eigenen Autos ersetzen diese Varianten jedoch nur bedingt.

Die gute Nachricht: Das Hauptstraßennetz ist modern. Schnellstraßen, Brücken und lange Tunnel verbinden viele Orte erstaunlich effizient. Die andere Nachricht: Sobald du die Hauptachsen verlässt, kann es ernst werden. Steile Auffahrten, enge Dorfstraßen, unübersichtliche Kurven und Abhänge gehören dazu.

Mein wichtigster Tipp ist deshalb bis heute derselbe: Mindestens die Person am Steuer sollte souverän fahren und mit Höhe klarkommen.

Mit der Seilbahn geht es von der Uferpromenade in Funchal hinauf zum Botanischen Garten. Foto: Sascha Tegtmeyer
Mit der Seilbahn geht es von der Uferpromenade in Funchal hinauf zum Botanischen Garten. Foto: Sascha Tegtmeyer

Welcher Mietwagen ist sinnvoll?

Ein kompakter Wagen ist auf Madeira meist praktischer als ein großes SUV. Weniger Fahrzeug bedeutet auf engen Straßen schlicht weniger Stress. Ein Automatikgetriebe kann an steilen Anfahrten viel Ruhe bringen. Achte außerdem auf eine nachvollziehbare Versicherung, dokumentiere den Fahrzeugzustand bei Übernahme und lass dich vom Navi nicht blind in jede noch so kleine Wohnstraße schicken.

Wer sich am Steuer unwohl fühlt, macht nichts falsch, wenn er in Funchal wohnt und einzelne Inselteile mit geführten Kleinbus-, Jeep- oder Taxitouren erkundet. Abenteuer ist kein Selbstzweck. Der beste Ausflug ist immer noch der, bei dem alle entspannt wieder ankommen.

Wir kommen garantiert wieder: Unsere Madeira-Erfahrungen sind durchweg positiv und wo bekommt man schon so einen Sonnenaufgang geboten?! Foto: Sascha Tegtmeyer
Bei unseren Mietwagen-Touren öffneten sich hinter Tunneln und Kurven immer wieder neue Panoramen. Foto: Sascha Tegtmeyer
Gut essen gehen kann man in der Altstadt von Funchal. Foto: Sascha Tegtmeyer
Gut essen gehen kann man in der Altstadt von Funchal. Foto: Sascha Tegtmeyer

Route 1: Von Machico über die Nordküste nach São Vicente

Unsere Lieblingsstrecke führte von Machico über Porto da Cruz, Faial, Santana und São Jorge bis nach São Vicente. Diese Route bündelt ziemlich viel von dem, was Madeira so stark macht: grüne Täler, kleine Orte, schroffe Küste, Aussichtspunkte und Straßen, die sich durch eine fast übertrieben wirkende Landschaft ziehen.

Porto da Cruz, Faial und São Jorge haben uns besonders gefallen. Dort wirkte Madeira ruhiger und weniger auf Hochglanz poliert als in den stark besuchten Bereichen rund um Funchal. Wer nur durch die großen Tunnel fährt, kommt schneller voran. Wer Zeit hat und eine freigegebene Nebenstrecke nimmt, erlebt mehr.

Wichtig: Alte Küstenstraßen können wegen Steinschlag, Bauarbeiten oder Sicherungsmaßnahmen gesperrt sein. Eine Absperrung ist keine Einladung zum Abenteuer. Für den Rückweg kannst du die schnelle Tunnelroute nutzen und so aus der Rundfahrt einen langen, aber machbaren Tagesausflug machen.

Mit einem Korbschlitten geht es vom Monte in Funchal rasant hinab ins Tal. Foto: Pixabay
Mit einem Korbschlitten geht es vom Monte in Funchal rasant hinab ins Tal. Foto: Pixabay
Abgelegenes Tal im Norden Madeiras: Auf einer Mietwagen-Tour könnt Ihr viele spannende Orte auf eigene Faust erkunden! Foto: Sascha Tegtmeyer
Ein abgelegenes Tal im Norden Madeiras – genau für solche Perspektiven lohnt sich die Fahrt abseits der Schnellstraße. Foto: Sascha Tegtmeyer

Route 2: An der Südküste bis in den Westen

Die zweite große Tour führt von Santa Cruz oder Machico über Funchal, Ponta do Sol und Calheta in Richtung Porto Moniz. Die Südküste ist dichter besiedelt, vielerorts sonniger und durch die Schnellstraße gut verbunden. Gleichzeitig lohnt es sich, die Hauptachse immer wieder zu verlassen.

Ponta do Sol und Calheta eignen sich für eine Pause am Meer. Porto Moniz mit seinen Naturbecken ist ein logisches Ziel im Nordwesten. Die komplette Strecke hin und zurück wird allerdings schnell zum langen Tag. Plane nicht jede Bucht und jeden Aussichtspunkt in eine einzige Route. Madeira sieht auf der Karte kompakt aus. Die Stopps fressen Zeit – und genau das sollen sie auch.

Auf dieser Tour konzentrierten wir uns stärker auf Orte und Restaurants und nutzten zwischen den Abschnitten häufiger die Tunnel. Das war weniger romantisch, aber vernünftig. Eine gute Route muss nicht jede Kurve mitnehmen.

Madeira ist ein Wanderparadies mit vielen abgelegenen Bergdörfern, die zu Fuß erkundet werden können.
Madeira ist ein Wanderparadies mit vielen abgelegenen Bergdörfern, die zu Fuß erkundet werden können. Foto: Matthias Groeneveld on Pexels.com

Route 3: Über Serra de Água ins Hochland

Die dritte Strecke führt westlich von Funchal über Serra de Água hinauf in Richtung Paul da Serra und weiter nach São Vicente. Dort oben zeigt Madeira ein völlig anderes Gesicht. Die üppige Küste weicht einer offenen, windigen Hochfläche mit Gras, Buschland und weitem Himmel.

Mich erinnerte die Gegend ein wenig an den Harz auf dem Weg nach Torfhaus. Nur dass am Ende wieder der Atlantik auftaucht.

Das Hochland ist zugleich ein gutes Beispiel für Madeiras Mikroklima. Unten kann die Sonne scheinen, während oben Nebel, Wind und deutlich niedrigere Temperaturen warten. Eine leichte Jacke im Auto ist keine Übervorsicht. Sie ist schlicht sinnvoll.

Imposantes Bauwerk: Der Cristiano Ronaldo International Airport auf Madeira zählt zu den gefährlichsten Flughäfen der Welt! Foto: Sascha Tegtmeyer
Imposantes Bauwerk: Der Cristiano Ronaldo International Airport auf Madeira zählt zu den gefährlichsten Flughäfen der Welt! Foto: Sascha Tegtmeyer
Beste Reisezeit auf Madeira: Unserer Meinung nach ganzjährig – denn die Insel blüht auch im Winter auf! Foto: Sascha Tegtmeyer
Im Inselinneren wirkt Madeira plötzlich weit, karg und rau – ein starker Kontrast zur grünen Küste. Foto: Sascha Tegtmeyer

Die schönsten Sehenswürdigkeiten und Orte auf Madeira

Madeira hat keine einzelne Attraktion, die alles andere überstrahlt. Die Insel funktioniert als Gesamterlebnis. Trotzdem gibt es Orte, die ich bei einer ersten Reise fest einplanen würde.

1. Funchal – mehr als Hafen und Kreuzfahrtschiffe

Besonders die Panorama-Blicke haben es uns angetan: Unsere Madeira-Erfahrungen sind durchweg positiv! Foto: Sascha Tegtmeyer
Besonders die Panorama-Blicke haben es uns angetan: Unsere Madeira-Erfahrungen sind durchweg positiv! Foto: Sascha Tegtmeyer

Funchal ist lebhaft, dicht und überraschend vielseitig. Die Stadt zieht sich vom Hafen den Hang hinauf und verbindet Altstadt, Promenade, Märkte, Museen, Restaurants, Einkaufsstraßen und ganz normales Inselleben.

Uns gefielen besonders die Zona Velha, die Uferpromenade und das einfache Herumstreifen durch die Innenstadt. Wenn ein großes Kreuzfahrtschiff anlegt, verändert sich die Stimmung spürbar. Dann werden manche Straßen voller, Geschäfte lebhafter und die touristische Seite der Stadt tritt nach vorn. Ein paar Gassen weiter wirkt Funchal wieder viel alltäglicher.

Für die erste Reise würde ich mindestens einen vollen Tag einplanen, besser zwei halbe Tage. So musst du Stadt, Monte und Abendessen nicht in ein einziges Programm pressen.

In der Fußgängerzone von Funchal herrscht ordentlich Trubel. Foto: Sascha Tegtmeyer
In der Fußgängerzone von Funchal herrscht tagsüber ordentlich Trubel. Foto: Sascha Tegtmeyer
Ein Bild im Reiseblog Just-Wanderlust.com – dein Magazin für Reisen, Urlaub, Meer und Abenteuer
Der Osten Madeiras ist herrlich zum Joggen, Spazieren gehen und Wandern. Foto: Sascha Tegtmeyer

2. Mercado dos Lavradores – ansehen, probieren, Preis erfragen

Die Markthalle gehört zu den bekanntesten Orten Funchals. Blumen, Obst, Gemüse, Fisch und eine ganze Reihe ungewöhnlicher Früchte sorgen für genau die Farben und Gerüche, die man auf einer subtropischen Insel erwartet.

Wir probierten dort verschiedene Maracuja-Sorten und andere Früchte, die man in Deutschland selten sieht. Das macht Spaß. Nur solltest du vor dem Kauf den Preis pro Stück oder Kilogramm klären. Eine freundliche Kostprobe ist nicht automatisch der Auftakt zu einem Schnäppchen.

Mein Tipp: Geh wegen der Atmosphäre hin, schau dir auch die Fischhalle an und kaufe bewusst statt im Überschwang.

Auf dem Markt in Madeira gibt es köstliche exotische Früchte. Foto: Sascha Tegtmeyer
Im Mercado dos Lavradores liegen Blumen, Fisch und exotische Früchte nur wenige Schritte voneinander entfernt. Foto: Sascha Tegtmeyer
Die Landzunge von Sao Lourenco aus der Luft. Foto: Sascha Tegtmeyer
Die Landzunge von Sao Lourenco aus der Luft. Foto: Sascha Tegtmeyer

3. Mit der Seilbahn nach Monte – und nicht direkt in den Botanischen Garten

Hier lohnt sich eine saubere Unterscheidung. Die große Funchal-Seilbahn fährt von der Uferzone bei der Altstadt hinauf nach Monte. Die Strecke ist rund 3,2 Kilometer lang und bietet einen starken Blick über die Dächer, den Hang und die Bucht.

Der Botanische Garten liegt nicht direkt an dieser Tal-Berg-Verbindung. Von Monte beziehungsweise Babosas führt eine separate Seilbahn zum Botanischen Garten. Du kannst beide Bahnen kombinieren, musst es aber nicht.

Mir hat bereits die Fahrt hinauf nach Monte sehr gefallen. Wer Gärten liebt, kann dort den Monte Palace Tropical Garden besuchen oder mit der zweiten Bahn zum Botanischen Garten weiterfahren. Wer vor allem Aussicht und Stadtgefühl sucht, muss nicht zwangsläufig jedes Kombiticket kaufen.

Beste Reisezeit auf Madeira: Unserer Meinung nach ganzjährig – denn die Insel blüht auch im Winter auf! Foto: Sascha Tegtmeyer
Beste Reisezeit auf Madeira: Unserer Meinung nach ganzjährig – denn die Insel blüht auch im Winter auf! Foto: Sascha Tegtmeyer

Stand Juli 2026: Die Funchal-Seilbahn kostet laut Betreiber 22 Euro hin und zurück beziehungsweise 16 Euro für eine einfache Fahrt. Sie fährt regulär von 8.45 bis 17.45 Uhr und bleibt am 25. Dezember geschlossen. Preise und Zeiten können sich ändern – prüfe sie kurz vor deinem Besuch auf der Betreiberseite.

4. Mit dem Korbschlitten von Monte nach Livramento

Die Korbschlitten von Monte sind keine Folklore-Kulisse, sondern eine Tradition aus dem 19. Jahrhundert. Zwei Carreiros lenken den geflochtenen Schlitten auf Holzkufen über die Straße bergab. Die offizielle Strecke ist etwa zwei Kilometer lang, dauert ungefähr zehn Minuten und endet in Livramento – nicht unten im Zentrum von Funchal.

Das ist der praktische Punkt, den viele erst nach der Fahrt bemerken: Von der Endstation brauchst du noch einen Bus, ein Taxi oder einen längeren Fußweg in die Stadt.

Stand Juli 2026: Der offizielle Betreiber Carreiros do Monte nennt 30 Euro für eine Person, 40 Euro für zwei und 60 Euro für drei Personen. Gefahren wird montags bis samstags von 9 bis 18 Uhr. Tickets gibt es nur vor Ort für denselben Tag. Bei Regen, nasser Straße, starkem Andrang oder ungünstigem Wetter kann der Betrieb früher enden.

Auf einer Mietwagen-Tour finden sich zahlreiche einsame Buchten und verlassene Relikte. Foto: Luisa Praetorius
Auf einer Mietwagen-Tour finden sich zahlreiche einsame Buchten und verlassene Relikte. Foto: Luisa Praetorius

Die Fahrt ist touristisch, nicht billig und ziemlich eigenartig. Genau deshalb bleibt sie im Gedächtnis.

5. Ponta de São Lourenço – Madeiras karger Osten

Die Ponta de São Lourenço war für mich einer der stärksten Kontraste der Reise. Statt dichter Vegetation prägen trockene Hänge, vulkanisches Gestein, Wind und das offene Meer die Landschaft. Auf beiden Seiten fällt der Blick zum Atlantik. Die Insel wirkt hier schmal, exponiert und fast nackt.

Wir waren von unserer Unterkunft aus mehrfach in dieser Gegend unterwegs – zum Wandern, Laufen und für Aktivitäten auf dem Wasser. Der Weg kann trotz geringer Höhe fordernd sein, weil Sonne und Wind kaum Schutz lassen.

Die offizielle PR8-Vereda da Ponta de São Lourenço ist nach aktuellen Angaben rund sechs Kilometer lang, wenn du Hin- und Rückweg zusammenzählst, als mittelschwer eingestuft und mit etwa zweieinhalb Stunden angegeben. Das ist eine Orientierung, keine Garantie. Fotostopps, Hitze, Wind und Kondition verändern die tatsächliche Dauer.

Madeira: einige Reiseziele sind zu bestimmten Jahreszeiten günstiger als andere. Foto: Sascha Tegtmeyer
Madeira: einige Reiseziele sind zu bestimmten Jahreszeiten günstiger als andere. Foto: Sascha Tegtmeyer
Unser Reisebericht aus Madeira: Einfach mal ganz tief durchatmen und die Aussicht genießen – die Insel im Atlantik hat wirklich die Lizenz zum Glücklichsein! Foto: Sascha Tegtmeyer
Die Ponta de São Lourenço sieht aus der Luft aus wie ein schmaler, zerklüfteter Finger im Atlantik. Foto: Sascha Tegtmeyer

6. Die Bergdörfer im Norden

Faial, Porto da Cruz und São Jorge haben uns besonders berührt. Nicht wegen einer einzelnen Sehenswürdigkeit, sondern wegen der Mischung aus traditionellen Häusern, Gärten, Küste und Bergkulisse.

Diese Orte sind kein Freilichtmuseum. Menschen leben und arbeiten dort. Genau deshalb lohnt es sich, nicht nur für ein schnelles Foto anzuhalten. Geh eine Runde, trink einen Kaffee, schau in eine Kirche oder an einen kleinen Hafen und lass den Ort ein wenig wirken.

Wir stellen Euch viele wertvolle Madeira-Tipps für eine unvergessliche Reise auf Insel vor.
Wir stellen Euch viele wertvolle Madeira-Tipps für eine unvergessliche Reise auf Insel vor.

7. Der Flughafen – spektakulär, aber kein Grund zur Panik

Der Cristiano Ronaldo International Airport ist tatsächlich ein besonderes Bauwerk. Ein Teil der verlängerten Start- und Landebahn steht auf hohen Betonpfeilern, die Küste liegt unmittelbar daneben, und Wind kann den Betrieb anspruchsvoll machen.

Unser eigener Anflug war turbulent und eindrucksvoll. Daraus folgt aber nicht, dass der Flughafen pauschal „einer der gefährlichsten der Welt“ sei. Solche Rankings sind meist sensationsgetrieben und methodisch wertlos.

Belastbar ist etwas anderes: Für den Betrieb in Madeira gelten besondere Anforderungen. Das offizielle Luftfahrthandbuch von NAV Portugal schreibt unter anderem ein spezielles Trainingsprogramm, Erfahrung auf dem Flugzeugmuster und regelmäßige Auffrischung vor. Durchstartmanöver oder Umleitungen bei ungünstigem Wetter sind keine Zeichen dafür, dass etwas schiefgeht. Sie sind genau das Gegenteil: gelebte Sicherheitsverfahren.

Wir kommen garantiert wieder: Unsere Madeira-Erfahrungen sind durchweg positiv und wo bekommt man schon so einen Sonnenaufgang geboten?! Foto: Sascha Tegtmeyer
Die auf Pfeilern verlängerte Landebahn macht den Flughafen schon als Bauwerk außergewöhnlich. Foto: Sascha Tegtmeyer
Urlaub unter Palmen ist mit den richtigen, warmen Reisezielen im Dezember gar kein Problem. Foto: Sascha Tegtmeyer Warme Reiseziele Dezember Tipps
Urlaub unter geschmückten Palmen an Weihnachten ist mit den richtigen, warmen Reisezielen im Dezember gar kein Problem. Im Bild: Madeira. Foto: Sascha Tegtmeyer

Wandern auf Madeira – 2026 gelten Reservierungen und Gebühren

Wandern ist einer der Hauptgründe für eine Reise nach Madeira. Levadas führen entlang alter Wasserkanäle durch Wälder und Täler. Andere Wege verlaufen über offene Grate, durch Tunnel oder entlang steiler Küsten.

Die Bandbreite ist groß. Genau deshalb ist die pauschale Aussage „Wandern auf Madeira ist leicht“ gefährlich. Ein nahezu ebener Levada-Abschnitt kann schmal und ausgesetzt sein. Eine moderate Tour kann durch Nebel, Starkregen oder Wind plötzlich eine andere Qualität bekommen.

Die wichtigste Änderung für deine Planung

Seit 2026 brauchst du für alle klassifizierten PR-Wanderwege grundsätzlich vorab ein Zeitfenster über das Portal SIMplifica. Für Besucher über zwölf Jahre, die nicht auf Madeira wohnen, kostet ein einzelner Weg meist 4,50 Euro. Prüfe die konkrete Gebühr trotzdem auf der jeweiligen Routenseite.

Bunt geschmückt: Auf Madeira kommt im Dezember ordentlich Weihnachtsstimmung auf. Foto: Sascha Tegtmeyer
Bunt geschmückt: Auf Madeira kommt im Dezember ordentlich Weihnachtsstimmung auf. Foto: Sascha Tegtmeyer

Der entscheidende Punkt ist nicht die Gebühr. Der entscheidende Punkt ist der aktuelle Status. Wege können offen, eingeschränkt oder geschlossen sein. Prüfe deshalb am Vorabend und nochmals am Morgen die offizielle Übersicht der geöffneten und gesperrten Wanderwege. Bleib auf den markierten Wegen, beachte Sperren und kehre um, wenn Wetter oder Untergrund kippen.

Mein klarer Rat: Plane keine Bergtour nach einem alten Blogbeitrag, einem gespeicherten Screenshot oder einer Route von vor drei Jahren. Buche dein Zeitfenster, prüfe die Freigabe und passe den Tag ans Wetter an. Madeira verzeiht organisatorische Romantik nicht immer.

Für längere Levadas gehören eine Regenjacke, Wasser, Sonnenschutz und je nach Route eine Lampe in den Tagesrucksack. In manchen Tunneln reicht das Smartphone-Licht nur theoretisch. Wer Touren mit einer Uhr aufzeichnet, findet in meinen allgemeinen Erfahrungen mit der Apple Watch beim Wandern weitere Hinweise. Navigation, Wetterprüfung und gesunder Menschenverstand bleiben trotzdem wichtiger als jeder Track am Handgelenk.

Mehr Hintergründe und Tourideen habe ich in meinem Beitrag über das Wandern auf Madeira zusammengestellt. Wegen der neuen Regeln solltest du dort ältere Routendetails ebenfalls immer mit den offiziellen Live-Angaben abgleichen.

Aktivitäten auf Madeira – Meer, Tiere und Bewegung

Imposantes Bauwerk: Der Cristiano Ronaldo International Airport auf Madeira zählt zu den gefährlichsten Flughäfen der Welt! Foto: Sascha Tegtmeyer
Imposantes Bauwerk: Der Cristiano Ronaldo International Airport auf Madeira zählt zu den gefährlichsten Flughäfen der Welt! Foto: Sascha Tegtmeyer

Die Insel ist nicht nur über Wasser stark. Gerade für mich als Taucher und Wassersportler war der Atlantik ein wesentlicher Teil der Reise.

Whale Watching und Delfintouren

Wal- und Delfinbeobachtung wird rund um Madeira ganzjährig angeboten. Ganzjährig bedeutet allerdings nicht, dass jede Tour jede Art sieht. Meerestiere halten sich nicht an Prospektversprechen.

Wir waren mit Lobosonda ab Calheta unterwegs und mit dem Anbieter sehr zufrieden. Ausschlaggebend war für uns der meeresbiologische und erklärende Ansatz. Die Crew vermittelte nicht nur Sichtungen, sondern auch Zusammenhänge und einen respektvollen Umgang mit den Tieren. Lobosonda dokumentiert nach eigenen Angaben seit Jahren Beobachtungen. Die offizielle Tourismusseite beschreibt das Unternehmen als verantwortungsorientierten Anbieter mit Bildungsansatz.

Einige Tage vor unserer Ausfahrt waren Pottwale gesichtet worden. Das erhöhte die Spannung, war aber keine Zusage. Genau mit dieser Haltung würde ich jede Whale-Watching-Tour buchen: als Naturbeobachtung, nicht als Bestellung.

Gut essen gehen kann man in der Altstadt von Funchal. Foto: Sascha Tegtmeyer
Gut essen gehen kann man in der Altstadt von Funchal. Foto: Sascha Tegtmeyer

Tauchen und Schnorcheln im Garajau-Naturreservat

Das Garajau-Naturreservat an der Südküste gehört zu den stärksten Tauchgebieten der Insel. Die offizielle Tourismusseite nennt sieben klassische Tauchplätze in dem geschützten Küstenabschnitt. Unter Wasser prägen vulkanische Felsen, klares Wasser, große Zackenbarsche, Barrakudas, Rochen und Fischschwärme das Bild. Begegnungen mit großen Mobula-Rochen – darunter Mantas – sind möglich, aber kein planbarer Programmpunkt.

Madeira ist damit ein spannendes Ziel für erfahrene Taucher, bietet aber je nach Basis und Platz auch Ausbildung und geführte Tauchgänge für Einsteiger. Zwei etablierte deutschsprachige Anlaufstellen sind das Manta Diving Center Madeira und das Madeira Diving Center. Prüfe vor der Buchung Saison, Gruppengröße, Einstieg, Bootsfahrten und die konkret angebotenen Plätze.

Weitere Grundlagen, Ausrüstungstipps und Erfahrungsberichte findest du in meinem Bereich über das Tauchen.

Der Cristiano-Ronaldo-Airport auf Madeira gehört zu den gefährlichsten Flughäfen auf der Welt – doch auch Erstflieger müssen sich keine Sorgen machen – die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls geht gegen Null. Foto: Sascha Tegtmeyer
Die vulkanische Unterwasserlandschaft und die großen Fische machen Garajau zu einem besonderen Tauchgebiet. Foto: Sascha Tegtmeyer
Der Cristiano-Ronaldo-Airport auf Madeira gehört zu den gefährlichsten Flughäfen auf der Welt – doch auch Erstflieger müssen sich keine Sorgen machen – die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls geht gegen Null. Foto: Sascha Tegtmeyer
Der Cristiano-Ronaldo-Airport auf Madeira gehört zu den gefährlichsten Flughäfen auf der Welt – doch auch Erstflieger müssen sich keine Sorgen machen – die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls geht gegen Null. Foto: Sascha Tegtmeyer

Kajak an der Ponta de São Lourenço

Im Südosten konnten wir Kajaktouren entlang der Felsküste unternehmen. Vom Wasser aus wirkt die Halbinsel noch einmal größer und abweisender. Die Tour war zugleich Landschaftserlebnis und ordentliches Schultertraining.

Wie bei allen Aktivitäten im Atlantik entscheidet das Wetter. Eine lokale Basis kann Wind, Dünung und Strömung deutlich besser einschätzen als ein Urlauber, der vom Hotelbalkon auf scheinbar ruhiges Wasser schaut.

Stand-up-Paddling – möglich, aber nicht automatisch anfängertauglich

SUP ist auf Madeira möglich, vor allem in geschützten Bereichen und bei guten Bedingungen. Ich würde die Insel trotzdem nicht als sorgloses Einsteigerziel fürs Stehpaddeln verkaufen. Offener Atlantik, Wind, Reflexionswellen an Felsen und Strömung können schnell aus einer gemütlichen Runde eine ernsthafte Situation machen.

Imposantes Bauwerk: Der Cristiano Ronaldo International Airport auf Madeira zählt zu den gefährlichsten Flughäfen der Welt! Foto: Sascha Tegtmeyer
Imposantes Bauwerk: Der Cristiano Ronaldo International Airport auf Madeira zählt zu den gefährlichsten Flughäfen der Welt! Foto: Sascha Tegtmeyer

Wenn du paddeln möchtest, frag eine örtliche Wassersportbasis nach dem passenden Spot und der Wetterlage, bleib in geschützten Zonen und nutze die empfohlene Sicherheitsausrüstung. Der Satz „Das Meer sah ruhig aus“ hilft draußen niemandem.

Porto Santo für einen langen Strandtag

Wer einen langen, hellen Sandstrand sucht, findet ihn eher auf Porto Santo als auf Madeira. Die Fähre der Porto Santo Line fährt saisonabhängig von Funchal zur Nachbarinsel. Tagesausflüge starten morgens und kehren am Abend zurück.

Stand Juli 2026: Das einfache Tagespaket mit Hin- und Rückfahrt wird ab 72,02 Euro angeboten. Transfers, Fahrrad oder Ausflug kosten extra. Der Fahrplan variiert, und nicht jeder Reisetag eignet sich für die Überfahrt. Prüfe deshalb Verfügbarkeit und Seebedingungen vor der Buchung.

Ein Tagestrip ist lang. Bei einer siebentägigen ersten Madeira-Reise würde ich ihn nur einbauen, wenn Sandstrand für dich hohe Priorität hat. Ab zehn bis vierzehn Tagen passt Porto Santo deutlich entspannter ins Programm.

Wandern auf Madeira: bei den Touren können Urlauber einzigartige Momente erleben. Foto: Sascha Tegtmeyer
Wandern auf Madeira: bei den Touren können Urlauber einzigartige Momente erleben. Foto: Sascha Tegtmeyer

Essen auf Madeira – meine historischen Restauranttipps

Auf Madeira lohnt es sich, Fisch zu essen. Das klingt banal, aber die besten Abende unserer Reise hatten oft wenig mit aufwendiger Inszenierung zu tun. Frischer Fisch, ein einfacher Gastraum, gute Beilagen – fertig.

Wir probierten mittags und abends viele verschiedene Restaurants aus. In Funchal gefiel uns damals das Restaurante Tapassol besonders gut. Meine stärkste Erinnerung ist jedoch die Tasquinha do Pescador in Caniçal. Von außen wirkte sie eher wie ein einfacher Imbiss. Auf dem Teller kam einer der besten Fische der Reise.

Diese Empfehlungen stammen aus dem Jahr 2017. Beide Lokale werden aktuell weiterhin gelistet, doch Küchen, Teams, Öffnungszeiten und Qualität können sich verändern. Sie sind persönliche Erinnerungen, keine ewige Bestenliste. Schau vor dem Besuch auf die aktuellen Angaben und reserviere bei Bedarf.

In Funchal gilt außerdem: Die Altstadt hat ausgezeichnete Restaurants – und touristische Mittelmäßigkeit. Eine volle Gasse ist noch kein Qualitätsbeweis. Lies nicht nur die Gesamtnote, sondern die jüngsten Bewertungen und achte darauf, ob wiederkehrende Kritikpunkte auftauchen.

Madeira ist ganzjährig ein perfektes Ziel für Wanderreisen. Foto: Sascha Tegtmeyer
Madeira ist ganzjährig ein perfektes Ziel für Wanderreisen. Foto: Sascha Tegtmeyer

Beste Reisezeit für Madeira – nicht nach Monat, sondern nach Vorhaben

Madeira ist grundsätzlich ein Ganzjahresziel. Die offizielle Tourismusorganisation nennt für Madeira durchschnittlich etwa 17 Grad im Winter und 25 Grad im Sommer. Das Meer bewegt sich ungefähr zwischen 18 Grad im Winter und 24 Grad im Sommer.

Diese Zahlen sind hilfreich – und zugleich zu grob für eine Insel mit starken Mikroklimata. An der Südküste kann es hell und mild sein, während im Hochland Nebel und Wind herrschen. Der Norden ist oft grüner und wechselhafter. Die Gipfel spielen ohnehin in einer anderen Wetterklasse als die Uferpromenade.

ReisezeitBesonders gut fürWomit du rechnen solltest
Dezember bis FebruarWinterflucht, Funchal, Wandern an stabilen Tagen, WeihnachtsstimmungMehr Wetterwechsel, kühlere Berge, kürzere Tage und mögliche Sturmtage
März bis MaiWandern, Gärten, grüne Landschaften, milde AktivtageWechselhaftes Frühlingswetter bleibt möglich
Juni bis SeptemberMeer, Baden, Bootstouren, lange TageMehr Besucher, stärkere Sonne und Hitze auf ungeschützten Wegen
Oktober und NovemberWarmes Meer, Aktivurlaub, etwas ruhigere ReisephasenÜbergangswetter und einzelne kräftige Regen- oder Windlagen
Ein entspanntes Reiseziel für Familien mit Kindern ist Madeira: die Lebenshaltungskosten sind eher niedrig und der Sommerurlaub lässt sich mit etwas Glück günstig buchen. Foto: Sascha Tegtmeyer
Ein entspanntes Reiseziel für Familien mit Kindern ist Madeira: die Lebenshaltungskosten sind eher niedrig und der Sommerurlaub lässt sich mit etwas Glück günstig buchen. Foto: Sascha Tegtmeyer

Wir waren im Dezember dort und erlebten Madeira grün, mild und festlich geschmückt. Die Weihnachtsbeleuchtung in Funchal zwischen Palmen hatte ihren ganz eigenen Reiz. Daraus würde ich trotzdem keine Sonnengarantie ableiten. Im Winter gehört ein flexibler Tagesplan dazu.

Die beste Reisezeit ist deshalb die, die zu deinem Schwerpunkt passt:

  • Wandern: Frühjahr, Herbst und milde Wintertage sind angenehm, sofern Wege und Wetter passen.
  • Tauchen, Schwimmen und Bootstouren: Sommer bis Herbst bietet meist das wärmere Wasser.
  • Gärten und Blüte: Das Frühjahr ist besonders farbig, Madeira bleibt aber ganzjährig grün.
  • Stadt und Genuss: Funchal funktioniert zu jeder Jahreszeit.

Den aktuellen Wetterüberblick findest du auf der offiziellen Seite Weather in Madeira. Für Bergtouren reicht die allgemeine Inselprognose nicht. Prüfe zusätzlich den konkreten Wegstatus.

Meine Empfehlung für sieben Tage auf Madeira

Blick vom View Point auf das Quinta do Lorde Resort und die Marina. Foto: Sascha Tegtmeyer
Blick vom View Point auf das Quinta do Lorde Resort und die Marina. Foto: Sascha Tegtmeyer

Ich würde eine erste Reise nicht bis zur letzten Stunde verplanen. Madeira braucht einen Puffer, weil Wetter, Wegsperrungen und spontane Stopps den Plan verändern. Diese Route gibt Orientierung, ohne die Insel in eine Checkliste zu verwandeln.

TagVorschlag
1In Ruhe ankommen, Funchals Altstadt, Promenade und Hafen erkunden
2Mercado dos Lavradores, Seilbahn nach Monte, Garten oder Korbschlitten – nicht alles zwanghaft kombinieren
3Ponta de São Lourenço wandern und anschließend in Caniçal essen
4Nordroute über Porto da Cruz, Faial, Santana und São Jorge in Richtung São Vicente
5Eine offiziell geöffnete Levada- oder Bergtour passend zu Kondition und Wetter
6Südküste und Westen mit Ponta do Sol, Calheta und je nach Zeit Porto Moniz
7Whale Watching, Tauchen oder ein freier Wetterpuffer für das, was bisher ausfallen musste

Bei zehn Tagen würde ich einen zusätzlichen Ruhetag, eine zweite Wanderung und mehr Zeit für Funchal einbauen. Ab zwölf bis vierzehn Tagen wird auch Porto Santo interessant, ohne dass du dafür einen der stärksten Madeira-Tage opfern musst.

Der wichtigste Planungsgrundsatz lautet: Lege zuerst die wetterabhängigen Aktivitäten fest und schiebe die Stadt dazwischen – nicht umgekehrt. Funchal läuft dir nicht weg. Eine geöffnete Bergroute bei guter Sicht vielleicht schon.

Praktische Madeira-Tipps für die Reiseplanung

Tauchen auf Madeira: Die herrliche Unterwasserwelt hat es besonders im Garajau-Nationalpark in sich! Foto: Sascha Tegtmeyer
Tauchen auf Madeira: Die herrliche Unterwasserwelt hat es besonders im Garajau-Nationalpark in sich! Foto: Sascha Tegtmeyer

Anreise und Einreise

Madeira gehört zu Portugal und damit zur Europäischen Union. Deutsche Staatsangehörige können grundsätzlich mit gültigem Personalausweis oder Reisepass einreisen. Prüfe vor der Reise trotzdem die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise für Portugal, besonders wenn du nicht die deutsche Staatsangehörigkeit hast oder besondere Dokumente benötigst.

Gesetzlich Versicherte können mit der Europäischen Krankenversicherungskarte dringend erforderliche Behandlungen bei zugelassenen Ärzten und Krankenhäusern nutzen. Sie ersetzt keine Auslandsreise-Krankenversicherung, insbesondere nicht für privaten Rücktransport oder bestimmte Rettungskosten.

Kleidung und Ausrüstung

Für Madeira würde ich nicht nur nach der Temperatur am Hotel packen. Sinnvoll sind:

Kayak fahren auf Madeira: Die Touren im Naturpark Sao Lourenco sind ein echtes Abenteuer! Foto: Sascha Tegtmeyer
Kayak fahren auf Madeira: Die Touren im Naturpark Sao Lourenco sind ein echtes Abenteuer! Foto: Sascha Tegtmeyer
  • feste, eingelaufene Schuhe für Wanderungen;
  • eine leichte Regen- und Windjacke;
  • eine wärmende Schicht fürs Hochland;
  • Sonnenschutz und Kopfbedeckung;
  • eine kleine Lampe für Levada-Tunnel;
  • Badesachen und je nach Jahreszeit dünner Neopren- oder Wärmeschutz fürs Wasser;
  • ein kleiner Tagesrucksack mit ausreichend Wasser.

Die Insel kann an einem Tag drei Jahreszeiten simulieren. Schichten sind wichtiger als ein perfektes Outfit.

Das Auswärtige Amt weist außerdem auf Denguefieber auf Madeira hin. Ein wirksamer Mückenschutz gehört deshalb ebenfalls ins Gepäck – besonders tagsüber.

Baden und Strände

Madeira hat Badebuchten, Meeresschwimmbäder, Naturbecken und einzelne Sandstrände – unter anderem in Machico und Calheta. Viele Zugänge sind jedoch steinig, und der Atlantik kann rau sein. Achte auf Flaggen, lokale Hinweise und gesperrte Einstiege.

Wer einen klassischen kilometerlangen Sandstrand sucht, sollte Porto Santo einplanen oder Madeira mit einem anderen Ziel kombinieren. Wer gern zwischen Felsen, Naturpools und offenem Meer badet, findet dagegen sehr besondere Plätze.

Brunnen am Hafen von Funchal. Foto: Sascha Tegtmeyer
Brunnen am Hafen von Funchal. Foto: Sascha Tegtmeyer

Kosten

Madeira ist nicht automatisch billig und auch nicht zwangsläufig teuer. Unterkunft, Mietwagen und geführte Touren schwanken stark nach Saison und Nachfrage. Restaurants außerhalb der prominentesten Lagen können ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten, doch pauschale Aussagen wie „Portugal ist günstig“ helfen bei der realen Urlaubsplanung kaum noch.

Vergleiche deshalb den Gesamtpreis: Hotel plus Parkplatz, Mietwagen plus Versicherung, Wandergebühren, Bootstouren und Restaurantbudget. Ein günstiges Hotel am falschen Ende der Insel kann durch lange Fahrten und verlorene Zeit teuer werden.

FAQ – die wichtigsten Fragen zu Madeira

Wie viele Tage braucht man für Madeira?

In der Markthalle von Funchal gibt es alle möglichen Leckereien des täglichen Bedarfs. Foto: Sascha Tegtmeyer
In der Markthalle von Funchal gibt es alle möglichen Leckereien des täglichen Bedarfs. Foto: Sascha Tegtmeyer

Für eine erste Reise sind sieben bis zehn Tage ideal. In einer Woche siehst du Funchal, den Osten, den Norden, den Westen und kannst mindestens eine Wanderung sowie eine Meeresaktivität einbauen. Zehn bis vierzehn Tage geben mehr Wetterpuffer und Raum für Porto Santo oder zusätzliche Touren.

Braucht man auf Madeira einen Mietwagen?

Nein, zwingend ist er nicht. Funchal lässt sich gut zu Fuß, per Bus, Taxi und mit organisierten Touren erleben. Für abgelegene Dörfer, spontane Aussichtspunkte und individuelle Tagesrouten ist ein Mietwagen jedoch die flexibelste Lösung. Unsichere Fahrer sollten lieber Touren buchen, statt sich auf steilen Straßen unter Druck zu setzen.

Wo ist es auf Madeira am schönsten?

Das hängt von deinem Reisestil ab. Funchal bietet die beste Mischung aus Stadt, Restaurants und Ausflugslogistik. Der Südosten ist stark für São Lourenço und den Zugang zum Norden. Ponta do Sol und Calheta eignen sich für Ruhe und Meer. Die Nordküste liefert die dramatischsten grünen Landschaften.

Im Hafen von Funchal geben sich die Kreuzfahrtschiffe die Klinke in die Hand! Foto: Sascha Tegtmeyer
Im Hafen von Funchal geben sich die Kreuzfahrtschiffe die Klinke in die Hand. Foto: Sascha Tegtmeyer

Was ist die beste Reisezeit für Madeira?

Madeira ist ganzjährig bereisbar. Für warmes Meer und lange Tage eignen sich Sommer und früher Herbst. Zum Wandern sind Frühjahr, Herbst und stabile Wintertage angenehm. Das Bergwetter kann zu jeder Jahreszeit schnell umschlagen.

Hat Madeira Sandstrände?

Ja, aber nur wenige größere. Machico und Calheta besitzen Sandstrände, daneben gibt es Kiesbuchten, Naturpools und Meeresschwimmbäder. Der große, lange Sandstrand liegt auf der Nachbarinsel Porto Santo.

Muss man Wanderungen auf Madeira reservieren?

Für die klassifizierten PR-Wanderwege ist seit 2026 grundsätzlich eine vorherige Reservierung über SIMplifica nötig. Ein einzelner Weg kostet für nicht auf Madeira ansässige Besucher über zwölf Jahre meist 4,50 Euro. Prüfe die konkrete Gebühr auf der jeweiligen Routenseite und zusätzlich den aktuellen Öffnungsstatus.

Spitz und imposant ragen die Felsen auf Madeira aus dem Wasser empor. Foto: Sascha Tegtmeyer
Spitz und imposant ragen die Felsen auf Madeira aus dem Wasser empor. Foto: Sascha Tegtmeyer

Ist die Landung auf Madeira gefährlich?

Der Flughafen ist wetterempfindlich und stellt besondere Anforderungen an Crews und Fluggesellschaften. Piloten müssen dafür spezifische Erfahrung und Training nachweisen. Turbulenzen, Warteschleifen, Durchstarten oder Umleitungen können vorkommen. Sie sind Teil eines kontrollierten Sicherheitsverfahrens und kein Grund, Madeira grundsätzlich zu meiden.

Ist Madeira für Familien mit Kindern geeignet?

Ja, wenn Unterkunft und Tagesprogramm passen. Familien profitieren von kurzen Distanzen, mildem Klima, Gärten, Bootstouren und vielen Ausflügen. Steile Wege, raues Meer und nicht kinderwagenfreundliche Wanderungen verlangen jedoch mehr Vorbereitung als ein klassischer flacher Strandurlaub.

Ist Madeira teuer?

Bei einer Mietwagen-Tour auf Madeira findet Ihr allerorts solche Ausblicke. Foto: Sascha Tegtmeyer
Bei einer Mietwagen-Tour auf Madeira findet Ihr allerorts solche Ausblicke. Foto: Sascha Tegtmeyer

Madeira liegt je nach Saison und Reisestil im mittleren bis gehobenen europäischen Bereich. Mietwagen und gute Hotels können in gefragten Zeiten teuer werden. Essen und lokale Angebote sind teilweise günstiger als in deutschen Großstädten, aber die Insel ist kein verlässliches Billigziel. Frühzeitiges Vergleichen bringt mehr als alte Durchschnittspreise.

Lohnt sich Funchal?

Ja. Funchal ist keine Stadt, die man nur für die Seilbahn durchqueren sollte. Altstadt, Markt, Promenade, Museen, Restaurants und die Hanglage rechtfertigen mindestens einen vollen Tag. Fußballfans können zusätzlich das offizielle CR7 Museum besuchen.

Mein Fazit: Madeira ist keine einfache, aber eine außergewöhnliche Insel

Vor der Reise hatte ich eine grüne, milde Atlantikinsel erwartet. Bekommen habe ich eine Landschaft, die sich ständig selbst übertrumpfen wollte: Felsen, Tunnel, Bergdörfer, stürmisches Hochland, lebhafte Stadt, tiefer Atlantik und Straßen, bei denen man kurz über die eigenen Nerven nachdenkt.

Madeira ist nicht perfekt. Die Insel ist steil. Das Wetter kann Pläne zerlegen. Ein Mietwagen verlangt Konzentration. Viele Strände bestehen eher aus Stein als aus Postkarten-Sand. Und einige der schönsten Wege musst du dir tatsächlich erlaufen.

Quinta do Lorde Resort bei Canical: Mit Sicherheit eines der besten Hotels auf Madeira! Foto: Sascha Tegtmeyer
Quinta do Lorde Resort bei Canical: Mit Sicherheit eines der besten Hotels auf Madeira! Foto: Sascha Tegtmeyer

Aber genau das bewahrt Madeira vor der Beliebigkeit. Du konsumierst die Insel nicht im Vorbeigehen. Du setzt dich mit ihr auseinander.

Wir reisen selten zweimal an denselben Ort, weil die Welt dafür viel zu groß ist. Madeira gehört trotzdem zu den Inseln, zu denen ich zurückkehren würde. Nicht, weil beim ersten Mal alles erledigt war. Sondern weil nach dieser Reise klar war, wie viel noch übrig ist.

Im Landesinneren Madeiras gibt es zahllose Wanderwege. Foto: Sascha Tegtmeyer
Wir kommen wieder: Sonnenaufgang über der Ostküste Madeiras. Foto: Sascha Tegtmeyer

Weitere Beiträge und aktuelle Ergänzungen findest du auf meiner Themenseite mit Madeira-Tipps, Erfahrungen und Empfehlungen.

Warst du schon auf Madeira? Welche Region, Wanderung oder Mietwagen-Route ist dir besonders im Gedächtnis geblieben? Teile deine Erfahrungen gern in den Kommentaren.

Mit der Seilbahn geht es von der Uferpromenade in Funchal hinauf zum Botanischen Garten. Foto: Sascha Tegtmeyer
Mit der Seilbahn geht es von der Uferpromenade in Funchal hinauf zum Botanischen Garten. Foto: Sascha Tegtmeyer
Kayak fahren auf Madeira: Die Touren im Naturpark Sao Lourenco sind ein echtes Abenteuer! Foto: Sascha Tegtmeyer
Kayak fahren auf Madeira: Die Touren im Naturpark Sao Lourenco sind ein echtes Abenteuer! Foto: Sascha Tegtmeyer
Tauchen auf Madeira: Die herrliche Unterwasserwelt hat es besonders im Garajau-Nationalpark in sich! Foto: Sascha Tegtmeyer
Tauchen auf Madeira: Die herrliche Unterwasserwelt hat es besonders im Garajau-Nationalpark in sich! Foto: Sascha Tegtmeyer
Delfintouren und Whale Watching auf Madeira: Große Tümmler gibt es eigentlich fast auf jeder Tour zu sehen! Foto: Pixabay
Delfintouren und Whale Watching auf Madeira: Große Tümmler gibt es eigentlich fast auf jeder Tour zu sehen! Foto: Pixabay
Quinta do Lorde Resort bei Canical: Mit Sicherheit eines der besten Hotels auf Madeira! Foto: Sascha Tegtmeyer
Quinta do Lorde Resort bei Canical: Mit Sicherheit eines der besten Hotels auf Madeira! Foto: Sascha Tegtmeyer
Hotel Quinta do Lorde Resort Madeira Erfahrungen Bewertungen
Besonders die Panorama-Blicke haben es uns angetan: Unsere Madeira-Erfahrungen sind durchweg positiv! Foto: Sascha Tegtmeyer
Besonders die Panorama-Blicke haben es uns angetan: Unsere Madeira-Erfahrungen sind durchweg positiv! Foto: Sascha Tegtmeyer
Lust auf eine ferne Insel mit üppiger Vegetation und schönen Stränden? Dann könnte Madeira das perfekte Reiseziel für dich sein. Die portugiesische Inselgruppe liegt etwa 951 km südwestlich von Lissabon und 737 km westlich der marokkanischen Küste im Atlantischen Ozean.
Lust auf eine ferne Insel mit üppiger Vegetation und schönen Stränden? Dann könnte Madeira das perfekte Reiseziel für dich sein. Die portugiesische Inselgruppe liegt etwa 951 km südwestlich von Lissabon und 737 km westlich der marokkanischen Küste im Atlantischen Ozean.
Über Sascha Tegtmeyer

Über Sascha Tegtmeyer

Reisejournalist, Autor und Gründer von Just Wanderlust

Ich schreibe auf Just Wanderlust aus eigener Reiseerfahrung über Orte, Meer und Outdoor-Abenteuer. Mehr über mich und meine Arbeit.

1 Comment

  1. Hi Sascha, besten Dank für deinen ausführlichen Reisebericht über Madeira! Besonders deine Schilderung des abenteuerlichen Landeanflugs auf den Flughafen hat mich angesprochen und Erinnerungen geweckt. Auch wir haben bei unserem Besuch die spektakuläre Ankunft erlebt und waren beeindruckt von der tollen Kulisse der Insel, die sich bereits beim Anflug offenbart.

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