Tropen-Aquarium in Hamburg: Abtauchen in Hagenbecks Tierpark!

Wer darf im Becken mit Haien und Schildkröte tauchen?

Tropen - Aquarium in Hamburg: Eine Tierpflegerin taucht in Hagenbecks Tierpark ab, um die Becken zu reinigen. Foto: Sascha Tegtmeyer
Tropen - Aquarium in Hamburg: Eine Tierpflegerin taucht in Hagenbecks Tierpark ab, um die Becken zu reinigen. Foto: Sascha Tegtmeyer

Das Tropen-Aquarium in Hamburg ist ein marines Ökosystem auf kleinstem Raum. Das Refugium unter dem Tropenhaus in Hagenbecks Tierpark kann ganz schön groß werden, wenn es gereinigt werden muss. Und wer darf in die Aquarien-Becken steigen? Wir haben Tierpflegerin Heidi Rohr beim Putzen der zugeschaut.

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Willkommen im Dschungel! Die Sicherheitstür des Tropen-Aquarium Hamburg öffnet sich und eine fremde Welt erscheint vor den Besuchern: Die Temperaturen sind tropisch, feucht und heiß wie auf den Malediven, sodass einem an mitteleuropäische Durschnittstemperaturen gewöhnten Mann schnell der Schweiß von der Stirn tropft. Wilde Tiere schreien in der Regenwaldvegetation, und kaum hat man den Überwasser-Part des Tropen-Aquariums Hamburg betreten, blickt einem ein Rudel Lemuren mit großen Glubschaugen entgegen.


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Tropen-Aquarium und gleichzeitig Tropenhaus

Fortan geht es abwärts, vorwärts, seitwärts – Treppen hoch und runter, vorbei an allerlei Krabbeltieren, Fischen und Reptilien bis hin zum See mit den vier respekt- einflössenden Nilkrokodilen – und Hamburgs einzigem Wasserfall. Anschließend geht es hinab in die Katakomben des Tropen-Aquarium Hamburg, so dass man schon durch die dicken Glasscheiben in die Aquaterrarien blicken und einige exotische Fischarten, wie Piranhas, entdecken kann.

Ein Vorgeschmack auf das, was gleich kommt! Die Besucher gehen durch das dunkle Souterrain zu den Spinnen, Schlangen und Fledermäusen, die in den spärlich beleuchteten Gängen zum Teil nur silhouettenhaft zu erkennen sind. Jetzt nur noch um eine Ecke biegen, dann steht man vor dem beeindruckenden Panoramaglas eines meterlangen Korallenbeckens.

Das Tropen-Aquarium in Hamburg befindet sich unter einem exotischen Tropenhaus. Foto: Sascha Tegtmeyer
Das Tropen-Aquarium in Hamburg befindet sich unter einem exotischen Tropenhaus. Foto: Sascha Tegtmeyer

Tropen-Aquarium Hagenbeck: Die Becken müssen gereinigt werden

Am Breitbildbecken steht Hagenbeck-Taucherin Heidi Rohr und bereitet sich auf ihren Einsatz auf der anderen Seite der Acrylglasscheibe vor. Die ausgebildete Zootierpflegerin wird gleich in voller Tauchermontur ins Becken steigen und in einer großen Putzaktion das Korallenriff auf Vordermann bringen. Heidi liebt diesen Teil ihres Jobs, der längst nicht nur aus Tauchen, sondern auch aus dem Umgang mit allen Tieren in Hagenbecks Tierpark besteht: „Ich wollte immer schon tauchen“, verrät die 31-jährige Hamburgerin. „Ich bin gerade mit der Ausbildung fertig gewesen, da habe ich auch privat meinen Open Water Diver bei SSI gemacht.“ Aber im Zweifelsfall stelle der Tierpark Hagenbeck auch die Ausbildung, denn auch Urlaubsvertretungen müssen unbedingt auch einen Tauchschein haben, weil die Becken im Tropen-Aquarium Hamburg sonst ziemlich schnell verschmutzen.

Und um das zu verhindern, geht Heidi Rohr nun hinter die Kulissen. Schräg links neben dem Aquarium führt hinter einer Tür eine Treppe direkt an den oberen Rand des Beckens. Die Luft ist stickig, heiß und feucht, und die UV-Lampen, die das Becken beleuchten, strahlen einem hell in Blauviolett entgegen. Neben dem Becken liegt eine Zehn-Liter-Flasche, die Heidi sich nicht auf den Rücken schnallen wird. Stattdessen wird der Automat mit einer Schlauchverlängerung verbunden, sodass die Taucherin ohne Flasche ins Wasser geht und nur den Regler im Mund hat und den Druckschlauch in der Hand.

Seite 2: Tropen-Aquarium in Hamburg: Wie putzt man ein Haifischbecken? 

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