Reisebericht Teneriffa – Tipps & Erfahrungen für die Schönste der Kanaren?

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Dichter Urwald, schwindelerregende Berge, vertrocknete Lavawüsten, historische Altstädte, einzigartige Kultur und herrliche Strände – die Insel Teneriffa ist unglaublich vielfältig und abenteuerlich. Sie ist nicht nur die größte der Kanarischen Inseln, sondern auf ihr ragt auch der höchste Berg Spaniens empor. Was kannst du auf der großen, wilden Schönheit der Kanaren entdecken? Ich habe mich vor Ort umgesehen und stelle dir in meinem Reisebericht aus Teneriffa Tipps zu Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten vor.

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Manchmal entwickelt sich Magie spontan. Sie entsteht, während du nicht darauf vorbereitet bist und eigentlich etwas völlig anderes erwartet hättest. Das Magische raubt dir den Atem und lässt dich am Ende sprachlos mit schönen Erinnerungen zurück. Klingt das für dich zu pathetisch? Ja, mir eigentlich auch. Aber es bringt meine aktuelle Teneriffa-Erfahrung recht präzise auf den Punkt. Die größte Insel der Kanaren hat etwas Magisches, Lebendiges und Anziehendes, was ich dort zu finden nicht für möglich gehalten hätte.

Sie wirkt gewaltig und imposant, einschüchternd und zugleich offen für den Fremden und neugierigen Besucher. Sie erschließt sich dem präzisen Beobachter nur langsam, anstatt sich sofort preiszugeben. Im Gegenteil, sie verkauft sich erst einmal wie eine graue Maus völlig unter Wert, obwohl mir das Bauchgefühl sagt, dass unter ihr ein Vulkan schlummert. Das macht sie so spannend und abenteuerlich. Denn so richtig in ein Reiseziel verlieben kann man sich doch nur, wenn es auch Ecken und Kanten hat, nicht wahr? Vielleicht kann ich dir in meinem Reisebericht über Teneriffa deutlich machen, was genau ich damit meine.

Das zeichnet einen Teneriffa-Urlaub aus

Ein kurzer Überblick

  • Teneriffa ist das ganze Jahr über ein warmes Reiseziel mit vielen Sonnentagen und angenehmen Temperaturen – ideal für einen erholsamen Urlaub.
  • Die Insel hat eine wunderschöne Landschaft mit Bergen, viel grüner Vegetation, vulkanischen Landschaften, malerischen Badebuchten und vielen attraktiven Orten, die es zu entdecken gilt.
  • Die gut ausgebaute touristische Infrastruktur auf Teneriffa ermöglicht den Besuchern eine Vielzahl an spannenden Aktivitäten wie Wandern, Radfahren, Joggen, Spazierengehen und viele Ausflüge.
  • Auf der Insel gibt es viele ausgezeichnete Restaurants mit einer großen Auswahl an spanischen und kanarischen Gerichten, die man unbedingt probieren sollte.
  • Zahlreiche Aktivitäten locken, wie der Besuch von Museen und historischen Städten, sowie eine reiche Tierwelt mit Delfinen, Walen und Meeresschildkröten, die man bei einer Bootsfahrt entdecken kann.
  • Die Insel hat eine inzigartige Atmosphäre mit einer Mischung aus spanischer, afrikanischer und lateinamerikanischer Kultur.
  • Die Menschen auf Teneriffa sind sehr gastfreundlich und offen für Besucher, was den Aufenthalt auf der Insel noch angenehmer macht.

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Eine Teneriffa-Erfahrung von trashig bis tourisitisch?

Mein Beziehung zu dieser Insel beginnt holprig

Meine Teneriffa-Erfahrung beginnt erst einmal ziemlich mittelmäßig. Der Flughafen ist in die Jahre gekommen und der (bekannte, internationale) Mietwagen-Anbieter, bei dem ich meinen Wagen gebucht habe, versucht, mich mit der Vehemenz einer ganzen Drückerkolonne Zusatzversicherungen aufzuschwatzen, die ich überhaupt nicht brauche, weil ich sie schon vorab gebucht habe.

Kurz vor Sonnenuntergang auf Teneriffa: herrlicher Ausblick auf das Masca Gebirge am Abend. Foto: Sascha Tegtmeyer
Kurz vor Sonnenuntergang auf Teneriffa: herrlicher Ausblick auf das Masca Gebirge am Abend. Foto: Sascha Tegtmeyer

Und auch, als ich mit dem Auto starte, wird’s erst einmal nicht besser: Rund um den Flughafen im Süden gibt es recht viel in die Jahre gekommene Industrie und vor sich hin rostende Wirtschaftsruinen. Der Süden ist insgesamt eher karg und zumindest auf den ersten Blick auch nicht gerade von architektonischer Schönheit geprägt.

Eines der Wahrzeichen von Teneriffa: das Auditorio de Tenerife, eine große Konzerthalle. Foto: Sascha Tegtmeyer
Eines der Wahrzeichen von Teneriffa: das Auditorio de Tenerife, eine große Konzerthalle. Foto: Sascha Tegtmeyer

Auf der gut ausgebauten Autobahn überhole ich einen Touri-Flughafentransfer-Reisebus nach dem anderen. Das kommt davon, wenn man Pauschalurlaub an einem bekannten und beliebten Touristenziel bucht, denke ich. Denn Teneriffa ist ebenso wie auch die anderen Inseln der Kanaren eine Anlaufstelle für Millionen von Urlaubern, die jedes Jahr auf die Inseln vor der afrikanischen Westküste kommen, um wie ich das milde Klima zu genießen. Was ist da los, Teneriffa? Das kann nur besser werden, oder? Und das wurde es auch. Versprochen.

Moin, ich bin Sascha Tobias Tegtmeyer aus Hamburg – und mit Herz und Seele ein echtes Strandkind! Meer-Fan, Reise-Liebhaber und immer für ein Abenteuer zu haben. Auf meinem Reiseblog Just-Wanderlust.com und den Social-Media-Kanälen von Strandkind Travels verbinde ich die Liebe zum Reisen und zur Natur mit einem Faible für Wassersport wie Stand Up Paddling, Tauchen und Surfen. Ich bin Journalist, Autor und Blogger – und von Natur aus Neugierig, wenn ich neue Reiseziele kennen lerne und anschließend ausführlich darüber schreibe. Wenn ich mit meiner Familie oder allein unterwegs bin, dürfen bei mir als Technik-Fan auch immer gern ein paar Reise-Gadgets zu Testzwecken mit dabei sein. Meine bevorzugten Reiseländer, über die ich auch bevorzugt in meinem Reiseblog schreibe: USA, Thailand und Malediven.
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Teneriffa-Urlaub im Norden

Die Schokoladenseite der Insel?

Der Norden Teneriffas zeigt ein ganz anderes Gesicht. Man passiert bei der Inselhauptstadt Santa Cruz und der ehemaligen Hauptstadt La Laguna am Flughafen Teneriffa-Nord die Hochebene und kommt am oberen Ende des Hochplateaus an der Nordseite der Insel heraus. Dort scheint es so etwas wie eine unsichtbare Grenze zu geben, die Nord und Süd strikt voneinander trennt.

Kaum hat man das Hochplateau im Norden von Teneriffa passiert, erwarten einen spektakuläre Ausblicke auf die Nordseite der Insel. Foto: Sascha Tegtmeyer
Kaum hat man das Hochplateau im Norden von Teneriffa passiert, warten spektakuläre Ausblicke auf die Nordseite der Insel. Foto: Sascha Tegtmeyer

In Teneriffas Norden sind die Hänge grün, hier und dort gibt es Palmen, Wälder und Bananenplantagen, die Vegetation blüht und auch Städte und Architektur machen im Norden Teneriffas einen insgesamt deutlich gepflegteren Eindruck. Die Orte erstrecken fast auf der gesamten Länge die Berghänge hinab ins Tal bis an die Wasserlinie.

Der Ausblick über die Hänge ist besonders während der goldenen Stunde – kurz vor Sonnenuntergang – einfach atemberaubend und ein Genuss für das Auge. Befindet sich also die Schokoladenseite der Insel im Norden? Ja und nein. Aber das dürfte im Verlauf unseres Teneriffa-Reiseberichts noch deutlich werden.

Route Active Hotel in Los Realejos

Mein Hotel auf Teneriffa

Wenn du wirklich aktiv sein möchtest, Abenteuer erleben willst und wirklich und wahrhaftig mit deiner vollen Aufmerksamkeit auf Entdeckungstour gehen möchtest, brauchst du kein Fünf-Sterne-Hotel. Dann genügt dir ein Zimmer für die Nacht. Auf meiner Teneriffa-Reise habe ich mir den kleinen Ort Los Realejos und das dort befindliche Route Active Hotel ausgesucht. Ich hatte keine großen Ansprüche und Erwartungen an diesen Urlaub und wollte im Grunde genommen nur etwas Sonne und Wärme tanken. Ort und Hotel entpuppten sich als wirklich gute Wahl. Los Realejos liegt wie alle anderen Orte im Norden der Insel malerisch an einem Berghang und bietet in jeder Richtung fulminante Ausblicke.

Das Active Route Hotel in Los Realejos: der perfekte Ausgangspunkt für alle Unternehmungen auf Teneriffa. Foto: Sascha Tegtmeyer
Das Active Route Hotel in Los Realejos: der perfekte Ausgangspunkt für alle Unternehmungen auf Teneriffa. Foto: Sascha Tegtmeyer

Das Route Active Hotel ist ein einfaches Resort für Aktivurlauber und unternehmungslustige Reisende ausgelegt. Ich habe es aufgrund der außergewöhnlich guten Bewertungen im Internet ausgewählt. Insgesamt hat sich das Haus als sehr gute Entscheidung herausgestellt. Zimmer top, Frühstück gut, alles ist auf modern und jung getrimmt. Der Ort Los Realejos und das Active Route Hotel waren ein optimaler Ausgangspunkt für alle meine Entdeckungstouren mit dem Mietwagen auf Teneriffa.

Die Insel mit dem Mietwagen erkunden

Unterwegs für meinen Teneriffa-Reisebericht

Von meinem Startpunkt in Los Realejos aus gehe ich auf intensive Entdeckungstour über die Insel. Insgesamt verbringe ich drei komplette Tage von morgens um acht Uhr bis abends um acht damit, Teneriffa mit dem Mietwagen zu erkunden. Ich habe in dieser Zeit wirklich viel gesehen und konnte mir durch meine Mietwagen-Touren einen guten Eindruck von dieser faszinierenden Insel verschaffen. Soviel sei einmal vorweg gesagt: Bei deiner Planung solltest du unbedingt lieber etwas mehr als zu wenig Zeit einplanen.

Sehenswürdigkeiten am besten mit dem Mietwagen erreichbar

Wenn du mit dem Mietwagen auf Teneriffa unterwegs bist, werden dir so viele Stationen, Sehenswürdigkeiten, Hotspots und View Points über den Weg laufen, dass die Stunden wie im Flug vergehen und du am Ende des Tages nicht all das gesehen haben wirst, was du gerne entdecken wolltest. Du kannst das Programm, das ich an drei Tagen gemacht habe, also auch getrost auf fünf Tage verteilen.

Wichtiger Hinweis zum Autofahren auf Teneriffa

Und noch einen viel wichtigen Hinweis zum Thema Mietwagen auf Teneriffa: Der Mietwagenfahrer sollte unbedingt ein guter Autofahrer sein. Die Autobahnen auf Teneriffa sind sehr gut ausgebaut, wirken noch recht neu und sind leicht befahrbar. So schaut es leider nicht mit jeder Straße aus. Besonders im Gebirge und in den kleinen Bergdörfern sind extreme Steigungen, unebene Straßen und Feldwege wirklich die Hölle.

Auch das Parken und Anfahren am steilen Berghang sollte unbedingt beherrscht werden. Das Autofahren mit dem Mietwagen auf Teneriffa ist definitiv nicht so leicht. Aber deshalb Bus zu fahren, ist natürlich auch keine Lösung. Im Folgenden möchte ich dir ein paar Vorschläge geben, wie du deine Mietwagen Tour auf Teneriffa planen kannst.

Sieht harmloser aus als es ist: einige Straßen auf Teneriffa haben es echt in sich – also vorsicht mit dem Mietwagen. Im Bild: die Straße von Teresitas auf den Pass von Anaga. Foto: Sascha Tegtmeyer
Sieht harmloser aus als es ist: einige Straßen auf Teneriffa haben es echt in sich – also vorsicht mit dem Mietwagen. Im Bild: die Straße von Teresitas auf den Pass von Anaga. Foto: Sascha Tegtmeyer

Mietwagen-Tour 1 – Santa Cruz, Playa de las Teresitas, Anaga und La Laguna

Meine erste Mietwagen-Tour auf Teneriffa führte mich in den Nordosten. Als echter Strandurlaub-Fan war ich natürlich direkt auf der Suche nach dem größten und schönsten Sandstrand der Insel. Und auf dem Weg dorthin habe ich direkt erst einmal in der Inselhauptstadt Santa Cruz gehalten und mir dort die Sehenswürdigkeiten angeschaut. Anschließend ging es direkt weiter bis nach Igueste de San Andrés, dem nordöstlichen Endpunkt der Insel (zumindest für Autofahrer).

Von dort ging es zurück zum Playa de las Teresitas und anschließend massiv in die Berge ins Anaga Gebirge. Von dort aus bin ich weitergefahren in die ehemalige Inselhauptstadt La Laguna. Um diese ganze Teneriffa-Mietwagen-Tour zu schaffen und auch genießen zu können, solltest du früh am Morgen starten und wirst vermutlich erst spät am Abend zurück sein.

Mietwagen-Tour 2 – Garachico, Buenavista del Norte, Masca Gebirge, Santiago del Teide und Los Gigantes

Ähnlich volles Programm gab es auch am zweiten Tag meiner Entdeckungstour mit dem Mietwagen auf Teneriffa. Da bin ich jedoch in die entgegengesetzte Richtung aufgebrochen und habe den Südwesten der Kanareninsel erforscht. Angefangen im kleinen Ort Garachico, weiter nach Buenavista del Norte, dem beeindruckenden Masca Gebirge, dem hochgelegenen Santiago del Teide bis nach Los Gigantes, wo ich das Auto gegen ein Boot getauscht habe und zum Whale Watching aufgebrochen bin.

Mietwagen-Tour 3 – Teide Nationalpark, Hochebene, Teneriffa Süd mit Playa de las Americas, Los Cristianos und El Medano sowie ein Abstecher nach Candelaria

Und auch meine dritte Mietwagen-Tour auf Teneriffa hatte es natürlich in sich. Auch am dritten Tag wollte ich keine wichtigen Sehenswürdigkeiten verpassen. Ich bin deshalb über den Hang von La Orotava in den Teide Nationalpark, entlang der Hochebene, durch den Corona Forestal Park hinab bis nach Teneriffa Süd und habe dort kurze Abstecher nach Playa de las Americas und Los Cristianos sowie El Medano gemacht. Anschließend habe ich einen längeren Stopp in Candelaria eingelegt, einer kleinen, wunderschönen Künstlerstadt südwestlich von Santa Cruz.

Teneriffa Tipps zu Sehenswürdigkeiten

Historische Altstädte, Urwälder, der höchste Berg Spaniens und vieles mehr erkunden

Ich wusste vor der Reise gar nicht, wie viele Sehenswürdigkeiten auf Teneriffa es gibt. Und so wurde aus dem Badeurlaub mit Sonne tanken kurzerhand ein echter Aktivurlaub mit dem Besuch etlicher Sehenswürdigkeiten. Viele meiner Besuche während meiner Reise haben sich durchaus sehr spontan ergeben und haben meinen Urlaub auf der Kanareninsel noch etwas intensiver und angenehmer gemacht. Der Teide Nationalpark, der Strand Playa de las Teresitas, das Masca Gebirge und auch die kleine Stadt Candelaria waren meine ganz persönlichen Sightseeing-Highlights auf Teneriffa.

Die Fußgängerzone von Candelaria: die Stadt ist festlich geschmückt. Foto: Sascha Tegtmeyer
Die Fußgängerzone von Candelaria: die Stadt ist festlich geschmückt. Foto: Sascha Tegtmeyer

Ich habe durch die Besuche erst während des Urlaubs festgestellt: Teneriffa ist alles andere als langweilig. Die Insel hat mit ihren Hotspots und Sehenswürdigkeiten so viel zu bieten, dass dir hier garantiert nicht langweilig werden wird. Ich stelle dir in meinen Teneriffa Tipps zu Sehenswürdigkeiten viele Orte vor, die du während deines Aufenthalts besuchen kannst.

1. Nationalpark El Teide – den höchsten Berg Spaniens erkunden

Das Aushängeschild und die wohl wichtigste Sehenswürdigkeit Teneriffas ist der Nationalpark El Teide, der seit 2007 UNESCO-Welterbe und zugleich das größte derartige Schutzgebiet auf den Kanarischen Inseln ist. Der erloschene Vulkan Teide überragt auf Teneriffa in seiner ikonischen Kegelform alles und kann von fast jedem Punkt der Insel aus gesehen werden. Die Bergspitze ist 3718 Meter hoch. Damit ist er der höchste Berg Spaniens und gleichzeitig ist er der dritthöchste Inselvulkan der Welt.

Mondlandschaft: auf dem Hochplateau am Fuß des Teide kann man Lavaströme und kuriose Gesteinsformationen sehen. Foto: Sascha Tegtmeyer
Mondlandschaft: auf dem Hochplateau am Fuß des Teide kann man Lavaströme und kuriose Gesteinsformationen sehen. Foto: Sascha Tegtmeyer

Eine Seilbahn führt von der Talstation bis hinauf zum Gipfel. Aber nicht nur der Teide selbst ist eine spannende Sehenswürdigkeit. Der gesamte El Teide Nationalpark ist eine Mondlandschaft mit Lavaströmen und kuriosen Felsformationen, die wirklich beeindruckend aussieht und in der man ohne große Einschränkungen spazieren und wandern gehen kann. Überall gibt es Aussichtspunkte und Parkplätze, von denen aus man seine Touren starten und herumklettern kann.

Südwestlich des Nationalparks befindet sich zudem der Corona Forestal Nationalpark, in dem es Nadelwald gibt und der ein wenig aussieht wie in Kanada oder Skandinavien. Allein für den El Teide Nationalpark solltest du nach Möglichkeit einen ganzen Tag einplanen.

2. Santa Cruz de Tenerife mit Auditorio de Tenerife und Parque Marítimo César Manrique

Die Hauptstadt Santa Cruz der Tenerife ist natürlich auch einen Ausflug wert. Insgesamt ist hier rund um den Hafen relativ viel Industrie angesiedelt. Dennoch ist die Stadt unbedingt einen Besuch wert, denn es gibt in Santa Cruz einige Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Dazu zählt vor allem das Auditorium von Teneriffa, der Parque Marítimo César Manrique, der in der Nähe befindliche botanische Garten und der Plaza de Espana im Zentrum.

Parque Marítimo César Manrique: das Schwimmbad am Hafen von Santa Cruz de Tenerife wurde von dem kanarischen Ausnahmekünstler entworfen. Foto: Sascha Tegtmeyer
Parque Marítimo César Manrique: das Schwimmbad am Hafen von Santa Cruz de Tenerife wurde von dem kanarischen Ausnahmekünstler entworfen. Foto: Sascha Tegtmeyer

Die beeindruckenden architektonischen Konstruktionen am Hafen gehören zu den Wahrzeichen von Teneriffa und besonders das Auditorio de Tenerife mit seiner ikonischen Optik sollte unbedingt auf deiner Liste stehen.

3. Playa de Las Teresitas – schönster Strand Teneriffas?

An diesem Ort hätte ich auch einfach den ganzen Tag verbringen können. Der Strand Playa de Las Teresitas ist vermutlich der größte und schönste Strand von Teneriffa. In dieser durch eine Mole geschützten Bucht befindet sich feiner gelber Sandstrand. Auf der restlichen Insel ist der Strand ja eher dunkel und grob – was durchaus auch seinen Reiz hat. Mir hat jedenfalls dieser Strand überzeugt.

Der Strand Playa de las Teresitas ist unserer Meinung nach der schönste auf Teneriffa – hier solltet Ihr einen kompletten Badetag einplanen. Foto: Sascha Tegtmeyer
Der Strand Playa de las Teresitas ist unserer Meinung nach der schönste auf Teneriffa – hier solltet Ihr einen kompletten Badetag einplanen. Foto: Sascha Tegtmeyer

Am Playa de Las Teresitas wird alles geboten, was du benötigst, um einen entspannten Tag am Strand zu verbringen. Es gibt reichlich kostenlose Parkplätze und viel Platz, um sich ordentlich auszubreiten. Das Wasser am Strand ist türkis und glasklar. Die Bucht liegt in der Nähe der Inselhauptstadt Santa Cruz etwas abgelegen im Nordosten der Insel.

4. Igueste de San Andrés – Kleinod ganz im Osten

Als ich auf dem Weg zum Playa de las Teresitas Strand war, bin ich bei dieser Gelegenheit einfach noch ein Stückchen weiter die Küstenstraße entlang gefahren und bin eher durch Zufall in dem kleinen Ort Igueste de San Andrés gelandet. Diese kleine Ortschaft markiert den nordöstlichsten Zipfel der Insel Teneriffa und ist wirklich ein niedlicher, beschaulicher Ort mit vielen Blumen und Pflanzen, den du dir einfach mal gemütlich und in Ruhe anschauen solltest.

Das Dorf Igueste de San Andrés liegt im äußersten Nordosten der Insel – man kann hier wirklich mal sagen: fernab der großen Touri-Ströme. Foto: Sascha Tegtmeyer
Das Dorf Igueste de San Andrés liegt im äußersten Nordosten der Insel – man kann hier wirklich mal sagen: fernab der großen Touri-Ströme. Foto: Sascha Tegtmeyer

Man kann über Treppen und kleine Fußwege durch den ganzen Ort marschieren und kommt irgendwann am Steinstrand heraus. Einfach mal durchatmen und das authentische Teneriffa genießen!

5. Puerto de la Cruz mit Altstadt, Loro Parque, Playa Jardín, Jardín de aclimatación de La Orotava und Lago Martianez

Puerto de la Cruz ist ein großer, recht touristischer Ort im Norden von Teneriffa, in dem sich viele Hotels und dementsprechend natürlich auch viele Sehenswürdigkeiten befinden, mit denen du deine Freizeit gestalten kannst. Recht schön anzusehen sind die Straßen der Altstadt des Orts mit dem Plaza del Charco als Mittelpunkt.

Zentrum von Puerto de la Cruz im Norden von Teneriffa. Foto: Sascha Tegtmeyer
Zentrum von Puerto de la Cruz im Norden von Teneriffa. Foto: Sascha Tegtmeyer

Zudem ist der Ort für den Lago Martiánez bekannt. Dabei handelt es sich um einen Außenpoolkomplex, der ebenfalls von dem kanarischen Künstler César Manrique gestaltet wurde. Das Schwimmbad hat mit dem zugehörigen Freizeitpark eine Fläche von 100.000 Quadratmetern. Der Lago Martiánez besteht aus einer Landschaft aus mehreren Inseln, Gärten, Restaurants, Bars und Terrassen.

Historisches Fort: das Castillo de San Felipe in Puerto de la Cruz. Foto: Sascha Tegtmeyer
Historisches Fort: das Castillo de San Felipe in Puerto de la Cruz. Foto: Sascha Tegtmeyer

Der berühmteste Strand von Puerto de la Cruz ist der Playa Jardín, eine Bucht mit dunklem Sand und dennoch einer der schönsten Strände der Insel. Ebenfalls sehr sehenswürdig ist der Jardín de aclimatación de La Orotava, ein botanischer Garten aus dem 18. Jahrhundert, in dem sich ein 200 Jahre alter Feigenbaum befindet. Eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Puerto de la Cruz und Teneriffa ist der Loro Parque, ein Zoo, in dem es viele Tierarten wie Tiger gibt. Allerdings hält der Park auch Delfine und Orcas, ich habe deshalb auf einen Besuch verzichtet.

6. Anaga Gebirge auf Teneriffa – dichter Lorbeerwald im Nebel

Nachdem ich am Playa de las Teresitas in San Andrés war, bin ich von dort über die zugehörige Gebirgstraße TF-12 ins Anaga Gebirge gefahren. Diese Straße gehört definitiv zu den steilsten und höchstgelegenen Straßen, auf denen ich unterwegs war. Allein diese Straße ist eine Sehenswürdigkeit auf Teneriffa.

Im Wald des Anaga-Gebirges kann man wunderbar wandern gehen. Foto: Sascha Tegtmeyer
Im Wald des Anaga-Gebirges kann man wunderbar wandern gehen. Foto: Sascha Tegtmeyer

Am Ende ist das Aufatmen groß, wenn man das Hochplateau im Anaga Gebirge erreicht. Dort oben auf dem Kamm ist alles mit einem mystischen und dichten Lorbeerwald bewachsen, der häufig voller Nebelschwaden ist. Man kann dort oben wunderbar wandern gehen und einfach die Aussicht ins Tal genießen.

7. Masca Gebirge, Montanas Negras und Santiago del Teide

Im Südwesten von Teneriffa befindet sich das Masca Gebirge. Ein Gebirgszug mit Hochtälern, viel Vegetation und spektakulären Ausblicken. Natürlich gibt’s auch hier ganz wunderbar die Möglichkeit, ein wenig wandern zu gehen.

Masca Gebirge: Abendpanorama auf Teneriffa. Foto: Sascha Tegtmeyer
Masca Gebirge: Abendpanorama auf Teneriffa. Foto: Sascha Tegtmeyer
Wandern und klettern im Masca Gebirge auf Teneriffa lohnt sich – die Ausblicke sind wirklich spektakulär. Foto: Sascha Tegtmeyer
Wandern und klettern im Masca Gebirge auf Teneriffa lohnt sich – die Ausblicke sind wirklich spektakulär. Foto: Sascha Tegtmeyer
Blick auf die Montanas Negras in der Nähe von Santiago del Teide. Foto: Sascha Tegtmeyer
Blick auf die Montanas Negras in der Nähe von Santiago del Teide. Foto: Sascha Tegtmeyer

Auf dem hiesigen Hochplateau befindet sich der kleine und beschauliche Ort Santiago del Teide. Hier lässt sich etwa eine kleine Brotzeit einlegen, lecker essen und zumindest auch eine kleine Entdeckungstour durch den Ort machen.

8. Los Gigantes – entspannter Urlaubsort an den gleichnamigen Felsen

Ebenfalls im Südwesten von Teneriffa ragen aus dem Wasser die Felsen von Los Gigantes auf. Dort befindet sich zudem der gleichnamige Ort Los Gigantes, bei dem es sich um einen zwar ebenfalls sehr touristischen, aber doch gleichzeitig auch recht gediegenen und abgelegenen Ferienort handelt. Berühmt ist das Städtchen für Whale Watching und Dolphin Watching Touren, die von hier aus starten. 

Kirche in Los Gigantes: der touristische Ort macht einen recht gediegenen Eindruck. Foto: Sascha Tegtmeyer
Kirche in Los Gigantes: der touristische Ort macht einen recht gediegenen Eindruck. Foto: Sascha Tegtmeyer
In Los Gigantes gibt es ein kostenloses öffentliches Schwimmbad. Foto: Sascha Tegtmeyer
In Los Gigantes gibt es ein kostenloses öffentliches Schwimmbad. Foto: Sascha Tegtmeyer

Am Hafen von Los Gigantes starten nicht nur die Whale Watching Boote, hier befindet sich auch ein großes, öffentliches und kostenloses Schwimmbad. Insgesamt ein Ort, an dem man sich recht gut einige Zeit aufhalten kann oder den man sogar als Urlaubsort wählen könnte. 

9. Basilika von Candelaria – idyllischer Künstlerort

Vielleicht einer der schönsten Orte Teneriffas (ja, Teneriffa hat viele schöne Orte) ist die kleine Stadt Candelaria. In dem Ort befindet sich nicht nur eine unglaublich schöne Kirche, die Basilika von Candelaria. Der ganze Ort ist architektonisch ansprechend und im Zentrum gibt es viele kleine und feine Restaurants. Zudem gedenkt Candelaria auf wirklich beeindruckende Weise den Guanchenkönigen, den Ureinwohnern von Teneriffa, die vor über 500 Jahren auf der Insel herrschten, bevor die Spanier kamen.

Die Basilika von Candelaria: ein idyllischer Künstlerort mit künstlerischem Ambiente. Foto: Sascha Tegtmeyer
Die Basilika von Candelaria: ein idyllischer Künstlerort mit künstlerischem Ambiente. Foto: Sascha Tegtmeyer
Statuen der Guanchenkönige: Sie sollen an die Ureinwohner von Teneriffa erinnern. Sie wurden 1495 besiegt, als die Spanier Teneriffa eingenommen haben. Foto: Sascha Tegtmeyer
Statuen der Guanchenkönige: Sie sollen an die Ureinwohner von Teneriffa erinnern. Sie wurden 1495 besiegt, als die Spanier Teneriffa eingenommen haben. Foto: Sascha Tegtmeyer

Ein besonderes Highlight in Candelaria sind die Statuen der Guanchen-Könige. Die Guanchen waren die Ureinwohner Teneriffas, die vor über 500 Jahren von den Spaniern unterworfen wurden. Die Statuen der neun Könige sind wirklich beeindruckend und man kann sich kaum satt sehen. Auf dem Platz der Guanchenkönige gibt es auch ein interessantes Museum, in dem man viel über die Geschichte und Kultur der Guanchen erfahren kann.

10. Orotava-Tal – wunderschöne Waldlandschaft auf dem Weg ins Hochtal

Das Orotava-Tal ist eigentlich ein Hang, in den die beliebte Stadt La Orotava mit ihrer historischen Altstadt hineingebaut ist. Am oberen Ende der Stadt beginnt eine wunderschöne Naturlandschaft mit Nadelwäldern und Gesteinsformationen, in der es sich ganz wunderbar aushalten lässt.

Auf Teneriffa gibt es ausgedehnte Nadelwälder – die ein wenig an Kanada oder Skandinavien erinnern. Foto: Sascha Tegtmeyer
Auf Teneriffa gibt es ausgedehnte Nadelwälder – die ein wenig an Kanada oder Skandinavien erinnern. Foto: Sascha Tegtmeyer

Ich empfehle dir, hier einen längeren Stopp einzulegen und die Gegend einfach mal zu genießen, bevor du von hier aus weiter in den El Teide Nationalpark fahren kannst. Auf der Strecke gibt es immer wieder Parkplätze und Viewpoints (Miradores), an denen du stoppen, aussteigen und auf Entdeckungstour gehen kannst.

11. Los Cristianos und Playa de las Américas

Die Ferienorte Los Cristianos und Playa de las Américas ganz im Süden von Teneriffa mit einem echten Sandstrand und vielen Hotels gehören zu den typischen kanarischen Ferienhochburgen. Die Orte sind gut für einen Badeurlaub geeignet.

Denn im Süden von Teneriffa ist die durchschnittliche Sonnenscheindauer ja deutlich höher als etwa im Norden. Ich habe allerdings nur einen kurzen Abstecher in diese überlaufenen Touri-Orte gemacht, um sie gesehen zu haben.

12. Los Realejos mit dem Elevador de la Gordejuela „Casa Hamilton“

Bei Los Realejos gibt es noch eine schaurig-schöne Sehenswürdigkeit zu entdecken. Die alte Industrieruine Elevador de la Gordejuela „Casa Hamilton“ wurde im Jahr 1903 gebaut und diente als Pumpwerk. In den oberen Stockwerken wohnte der Maschinist. Der Elevador de la Gordejuela „Casa Hamilton“ befindet sich ganz in der Nähe vom Active Route Hotel, in dem ich residiert habe und liegt in Romantica I, einem Ortsteil von Los Realejos.

Elevador de la Gordejuela „Casa Hamilton“: das alte Pumpwerk ist heute eine Ruine und eine vielbesuchte Sehenswürdigkeit in Los Realejos. Foto: Sascha Tegtmeyer
Elevador de la Gordejuela „Casa Hamilton“: das alte Pumpwerk ist heute eine Ruine und eine vielbesuchte Sehenswürdigkeit in Los Realejos. Foto: Sascha Tegtmeyer

Ich habe von dort einen kleinen Spaziergang zu der schaurig-schönen Ruine gemacht. Leider gab es bei meinem Besuch (Januar 2019) keine Möglichkeit, direkt zum Gebäude zu gelangen. Der Weg zum Elevador de la Gordejuela war zu dieser Zeit gerade eine Baustelle und wurde neu gemacht. Der Name Casa Hamilton ist übrigens entstanden, weil das Gebäude von einer Firma namens Hamilton gebaut wurde.

Impressionen aus Teneriffa

Meine Reisebilder

Nachstehend findest du meine fotografischen Eindrücke von Teneriffa. Während meines Aufenthalts auf der Insel habe ich viele Fotos gemacht, die ich gerne mit dir teilen möchte.