Chiara Fumagalli im Interview: Meeresschutz auf den Malediven

by Sascha Tegtmeyer | Nov. 21, 2025

Als ich Chiara Fumagalli 2016 auf Coco Palm Dhuni Kolhu traf, war ihr Arbeitstag vom Meer bestimmt: Schildkröten identifizieren, Nester schützen, Manta-Fotos auswerten, Gäste informieren und bei einem nächtlichen „Turtle Nesting Alert“ sofort loslaufen. Die damals 41-jährige Meeresbiologin aus Mailand sprach mit einer Direktheit über Artenschutz und Tourismus, die dem Gespräch bis heute Kraft gibt. Dieses Interview dokumentiert ihre Arbeit im Baa-Atoll – ergänzt um eine redaktionelle Einordnung, wie sich das Schildkrötenprojekt seitdem entwickelt hat.

Wir waren gemeinsam zum Tauchen unterwegs und suchten nach Haien und Mantarochen. Im Büro auf der Resortinsel erzählte sie anschließend, warum die Unterwasserwelt für sie keine Kulisse war, sondern ein Arbeitsraum mit sehr konkreten Aufgaben. Gäste sollten nicht nur staunen, sondern durch brauchbare Sichtungsfotos, schnelle Meldungen und rücksichtsvolles Verhalten Teil der Forschung werden.

Das Olive Ridley Project bezeichnet Chiara Fumagalli in einer Veröffentlichung vom 10. März 2026 als frühere Meeresbiologin auf Coco Palm Dhuni Kolhu. Wo sie heute lebt und arbeitet, geht daraus nicht hervor. Ihre Antworten bleiben hier in der Fassung des Interviews von 2016 dokumentiert; Zahlen, Preise, Rollen und Projektstände in den Antworten beziehen sich auf diesen Zeitpunkt. Aktuelle Entwicklungen sind ausdrücklich als redaktionelles Update gekennzeichnet.

Porträt der Meeresbiologin Chiara Fumagalli auf Coco Palm Dhuni Kolhu
Chiara Fumagalli arbeitete 2016 als Meeresbiologin auf den Malediven. Foto: Sascha Tegtmeyer

Einordnung: Warum dieses Interview noch relevant ist

Viele Fragen des Gesprächs sind nicht verschwunden: Wie lässt sich Naturtourismus in Schutz übersetzen? Welche Daten können Urlauber sinnvoll beitragen? Und wie ehrlich müssen Resorts über die ökologischen Grenzen ihres Geschäfts sprechen? Chiaras Antworten zeigen nicht nur Begeisterung für Tiere, sondern die alltägliche Logistik hinter Meeresschutz.

Der historische Kontext ist wichtig. Das damals geplante Turtle Rescue Centre existierte noch nicht in seiner heutigen Form. Das Olive Ridley Project und Coco Collection eröffneten 2017 auf Coco Palm Dhuni Kolhu ein veterinär geführtes Marine Turtle Rescue Centre. Der aktuelle Stand folgt nach dem Originalinterview.

Wer die Insel und das Baa-Atoll heute einordnen möchte, findet im Hotelbericht zu Coco Palm Dhuni Kolhu und im Malediven-Reisebericht weitere persönliche Eindrücke.

Von Mailand auf die Malediven

Sascha Tegtmeyer: Sie sagten: Viele Meereswissenschaftler leben in Großstädten weit weg von der Küste. Wann und wie haben Sie den Weg von Milano auf die Malediven und vor allem zur Coco Collection gefunden?

Chiara Fumagalli: Das Aufwachsen in einer großen und überfüllten Stadt wie Mailand hat mich von einem tropischen Paradies träumen lassen, seitdem ich ein Kind war – und ich bin da sicher nicht die Einzige! Während der Sommerferien am Meer begann meine tiefe Faszination für die Meeresbewohner und ich beschloss schon früh, Meeresbiologie zu studieren. Im Jahr 2001 – kurz nach meinem Abschluss – hatte ich die Chance, auf den Malediven zu arbeiten und für zwei Monate war ich im Coco Palm Dhuni Kolhu. Es war Liebe auf den ersten Blick! Ich habe mir geschworen, dass ich wieder hierher komme, und zehn Jahre später kam ich tatsächlich zurück!

Warum Coco Palm Dhuni Kolhu?

Sascha Tegtmeyer: Warum haben Sie sich für Coco Palm Dhuni Kolhu entschieden?

Chiara Fumagalli: Von all den schönen Inseln der Malediven hat Coco Palm Dhuni Kolhu mich durch ihre isolierte Lage, den luxuriösen Auftritt und gleichzeitig die wilde Vegetation überzeugt – eine einzigartige Kombination und auch eine atemberaubende Aussicht. Die Tatsache, dass grüne Meeresschildkröten häufig die Insel zur Eiablage besuchen, ist auf jeden Fall ein weiterer Pluspunkt!

Schildkröten sind die schönsten Geschöpfe der Welt!

Chiara Fumagalli

Der Weg zur Meeresbiologie

Sascha Tegtmeyer: Was hat Sie zur Meeresbiologin gemacht? Was bedeutet die Unterwasserwelt für Sie?

Chiara Fumagalli: Ich bin von Natur aus neugierig und immer angetrieben, neue Dinge und Orte zu entdecken. Die Meeresoberfläche sah für mich immer wie eine dünne Barriere aus, die ich passieren musste, um den Zugang zu einer anderen Welt zu gewinnen. Und das ist die Unterwasserwelt für mich: eine ganz andere und faszinierende Welt, gefüllt mit faszinierenden Kreaturen, mit denen das Leben auf dem Land stark verbunden ist.

Chiara Fumagalli bei der Planung eines Tauchgangs auf Coco Palm Dhuni Kolhu
Vor dem Tauchgang: Gäste konnten die Forschung mit geeigneten Identifikationsfotos von Schildkröten und Mantas unterstützen. Foto: Sascha Tegtmeyer

Was Schildkröten so faszinierend macht

Sascha Tegtmeyer: Sie haben mir gesagt, Schildkröten sind die schönsten Geschöpfe auf der Welt. Was macht sie so faszinierend?

Chiara Fumagalli: Das ist eine lange Liste! Man bedenke nur, dass sie seit Millionen von Jahren auf diesem Planeten leben und das, obwohl sie nur sehr geringe Überlebensrate haben – nur ein Jungtier von 1.000 erreicht das Erwachsenenalter. Und sie sind in der Lage, Langstreckenwanderungen durch alle Ozeane zu unternehmen, um ihre Brut- und Futterplätze zu erreichen, ohne sich zu verirren. Dabei überwinden sie zahllose Gefahren.

Die Karettschildkröten, die zu den häufigsten Spezies auf den Malediven gehört, ist derzeit in der Roten Liste der IUCN als "vom Aussterben bedroht“ aufgeführt. Das bedeutet, dass die Tiere ähnlich wie viele Hai-Arten in freier Wildbahn am Rand des Aussterbens sind. Und das ist vor allem auch die Schuld des Menschen: Ausbeutung für den Handel, Beifang in der Fischerei, Bootkollisionen und Meeresverschmutzung fordern ihren Tribut.

Wie das Schildkrötenprojekt funktionierte

Sascha Tegtmeyer: Sie sind die Gründerin des Coco Palm Schildkröten-Erhaltungsprojekts. Wie funktioniert das und was sind die Fortschritte des Projekts?

Chiara Fumagalli: Auf Coco Palm Dhuni Kolhu haben wir verschiedene Projekte im Zusammenhang mit Meeresschildkröten und alle von ihnen sind miteinander verknüpft. Im April 2013 begann ich mit dem Meeresschildkröten-ID-Projekt, in dem bis heute ungefähr 130 Meeresschildkröten gezählt wurden, die alle mit einem Code und einem Namen versehen wurden, die in der Umgebung von unserem Resort angetroffen wurden. Insgesamt gab es sagenhafte 660 registrierte Schildkröten-Sichtungen! Alle Menschen auf Coco Palm Dhuni Kolhu – Meeresbiologen, Gäste und Mitarbeiter – haben sich bei der Identifikation der Schilkröten beteiligt, indem sie beim Tauchen und Schnorcheln Bilder von jeder Meeresschildkröte aufgenommen haben. Jede Begegnung wird in unserer Datenbank registriert.

Der Hauptgrund für den Erfolg dieses Projekts ist die Teilnahme aller Gäste und Mitarbeiter! 20% aller Schildkröten-Sichtungen wurden von ihnen gemacht! Es gibt zahlreiche Sichtungen der Gäste wie die Meeresschildkröte Margo, die am Hausriff von Coco Palm Dhuni Kolhu wohnt und die wir Meeresbiologen bisher selbst noch nicht gesehen haben. Unsere Schildkröten-Datenbank wird mit dem nationalen Turtlewatch-Programm der Malediven in Kooperation mit der Forschungsstelle in Malé geführt. Ziel ist es, die Größe und die Struktur des Meeresschildkröten-Population der Malediven zu verstehen.

Bei Coco Palm Dhuni Kolhu sind wir auch sehr glücklich, Grüne Meeresschildkröten an unseren Stränden nisten zu haben. Unser Nest-Schutz-Programm sieht vor, dass jeder auf der Insel sich aktiv an der Suche nach neuen Nestern beteiligt – vor allem auch eine Aufgabe für unser Sicherheits-Team, das verantwortlich ist, “Nistplatz Warnungen” herauszugeben, wann immer sie Schildkröten-Spuren oder einen neuen Nistplatz in der Nacht sehen. Alle Nester sind eingezäunt und werden bei Bedarf verlegt, sodass alle wichtigen Daten gesammelt und in der Turtlewatch-Datenbank registriert werden können. Im Jahr 2015 konnten wir 20 Grüne Meeresschildkröten auf Dhuni Kolhu beim Nisten beobachten – die höchste Anzahl, die wir jemals bei uns hatten. Hoffentlich werden wir diesen Rekord in 2016 brechen!

Strand und tropische Vegetation auf Coco Palm Dhuni Kolhu im Baa-Atoll
Coco Palm Dhuni Kolhu im Baa-Atoll war 2016 der Ausgangspunkt der beschriebenen Schutzprojekte. Foto: Sascha Tegtmeyer

Die wichtigste Frage an Praktikanten

Sascha Tegtmeyer: Sie sagten, dass Sie Praktikanten beim Bewerbungsgespräch eine spezielle Frage stellen: Was ist das und warum ist das so wichtig?

Chiara Fumagalli: Das Meeresbiologie-Praktikum bei der Coco Collection ist hart, und das ist kein Geheimnis! Ich bin immer auf der Suche nach sehr leidenschaftlichen Menschen, die auch die körperliche Stärke haben, einen Großteil ihrer Tage unter Wasser zu verbringen und die bereit sind, jederzeit in jeder Situation aufzuspringen. Die spezielle Frage ist, was sie – die zukünftigen Praktikanten – tun würden, wenn Sie einen Anruf vom Sicherheitsteam mitten in der Nacht erhalten. Bei so einem „Turtle Nesting Alert“ lautet die einzig qualifizierende Antwort: ”Ich wache auf und laufe sofort los!“

Mantas erkennen und erforschen

Sascha Tegtmeyer: Ihre zweite große Liebe sind die Mantas. Sagen Sie uns, wie sammeln Sie Daten über die Tiere und wie versuchen Sie, sie zu erhalten?

Chiara Fumagalli: Wir haben auch ein Manta-ID-Projekt auf Coco Palm Dhuni Kolhu und bei all unseren Schnorchel- und Tauchausflügen sammeln wir ID-Bilder zum Verständnis dieser Spezies Bevölkerung beizutragen. Alle unsere Daten werden mit dem Manta Vertrauen geteilt, Studium Mantas auf den Malediven seit 2005. Dhuni Kolhu wir mit Stolz die obere Eins Resort für neu identifizierte Mantas in der ganzen Malediven waren nun im Jahr 2013 und 2014 warten wir wissen, ob wir waren immer noch die Nummer eins im Jahr 2015!

Meeresbiologin Chiara Fumagalli auf einem Boot im Baa-Atoll
Chiara Fumagalli bei ihrer Arbeit im Baa-Atoll: Forschung, Gästeinformation und Meeresschutz gehörten zusammen. Foto: Sascha Tegtmeyer

Wie Gäste das Projekt unterstützen konnten

Sascha Tegtmeyer: Wie können Sie Gäste des Resorts in ihrer Arbeit unterstützen?

Chiara Fumagalli: Wie ich oben bereits erwähnt habe, können die Gäste uns sehr gut unterstützen, indem sie brauchbare ID-Bilder von Meeresschildkröten und Mantas aufnehmen. Außerdem können sie schnell reagieren, wenn sie in der Nähe ihres Bungalows Nist-Akitivitäten von Meeresschildkröten beobachten. Beispielsweise hatten wir vor einiger Zeit ein Stammgast-Paar, vor dessen Strandvilla innerhalb einer Woche zwei Mal eine Meeresschildkröte genistet hat. Sie sind vom Lärm aufgewacht und morgens um 4 Uhr zur Rezeption gerannt, um das Nisten zu melden.

Außerdem können die Gäste unser Schutzprojekt durch den Kauf der bunten Schildkröte-Plüschtiere für 28.00 USD unterstützen: Alle profitieren, da die Einnahmen in den Aufbau des Turtle-Rescue-Center investiert werden. Beim Check-out haben sie auch die Möglichkeit, eine Spende von 10 Dollar pro Villa für den gleichen Zweck zu veranlassen.

Umweltbildung und Initiativen im Baa-Atoll

Sascha Tegtmeyer: Sie sind Meinungsführerin und Vorkämpferin für mehrere Initiativen auf den Malediven. Welche sind das und warum sind sie so wichtig?

Chiara Fumagalli: Es gibt so viele Umweltinitiativen auf den Malediven, für die es sich zu kämpfen lohnt! Ich versuche diese Initiativen zu unterstützen, wo ich kann. Vor allem bemühe ich mich sehr stark, die Einheimischen in der Bildung zu unterstützen und gemeinsam mit den anderen Meeresbiologen im Baa Atoll in den Schulen ein Verständnis für die Meeresbiologie und den Meeresschutz zu schaffen.

Außerdem versuchen wir, in den Resorts vorbildliches Handeln zu schaffen und immer die beste Praxis für nachhaltiges Handeln zu leben. Beispielsweise haben wir vor kurzem Kunststoffstrohhalme aus unseren Resort-Bars und -Restaurants mit biologisch abbaubaren Strohhalmen ersetz. Dies war ein deutliches Signal auch an andere Resorts, es uns gleichzutun!

Tauchboot vor Coco Palm Dhuni Kolhu im Baa-Atoll
Auf dem Weg zum Tauchplatz im Baa-Atoll rund um Coco Palm Dhuni Kolhu. Foto: Sascha Tegtmeyer

Tourismus und Naturschutz auf den Malediven

Sascha Tegtmeyer: Würden Sie die Malediven als ein umweltfreundliches Land betrachten? Wie werden sich der Tourismus und der Naturerhalt in den nächsten Jahren entwickeln?

Chiara Fumagalli: Dies ist ein heikles Thema. Und um ehrlich zu sein, muss ich zugeben, dass die Malediven meiner Meinung nach bisher kein umweltfreundliches Land sind. Einige Initiativen wurden in den letzten Jahren gegründet, damit wir eine Verbesserung sehen können, aber im Allgemeinen ist es längst nicht genug. Wenn ich die Chance hätte, Entscheidungen zu treffen und Maßnahmen durchzuführen, würde ich sofort mit einem nationalen und sofortigen Verbot von Plastikflaschen und Plastiktaschen beginnen. Touristen können eine Schlüsselrolle bei der Erhaltung der Umwelt spielen: Heutzutage ist es mit einem hohen wirtschaftlichen Wert verbunden, wenn sie die Umwelt in ihrem Urlaubsland schützen. Das setzt voraus, dass Tourismusprojekte sinnvoll und nachhaltig geplant und umgesetzt werden. Das würde schon viel helfen.

Redaktionelles Update 2026: Was aus dem Rettungsprojekt wurde

Die Entwicklung nach dem Interview ist bemerkenswert: Nach Angaben des Olive Ridley Project wurde das Marine Turtle Rescue Centre auf Coco Palm Dhuni Kolhu 2017 eröffnet. Die Organisation bezeichnet es als erste veterinär geführte Einrichtung dieser Art auf den Malediven. Aus einem geplanten Schutz- und Auffangprojekt wurde eine langfristige Partnerschaft für Rettung, Tiermedizin, Forschung und Umweltbildung.

Das Zentrum nimmt verletzte, verhedderte und erkrankte Meeresschildkröten auf. Die aktuelle Arbeit umfasst medizinische Untersuchungen, individuell gebaute Transportboxen, Rehabilitation und – wenn die Tiere die Prüfungen bestehen – die Rückkehr ins Meer. Coco Collection stellt dafür am Standort Raum und Unterstützung bereit; weitere Partner helfen unter anderem beim Transport geretteter Tiere.

Diese Fortsetzung ändert Chiaras Aussagen von 2016 nicht. Sie zeigt aber, dass der im Interview beschriebene Aufbau kein folgenloses Resortversprechen blieb. Zugleich ersetzt ein Rettungszentrum nicht den Schutz vor Geisternetzen, Beifang, Bootskollisionen, Plastik und Störungen an Niststränden. Behandlung und Prävention gehören zusammen.

Sascha Tegtmeyer am Strand von Coco Palm Dhuni Kolhu im Baa-Atoll
Das Interview führte Sascha Tegtmeyer 2016 auf Coco Palm Dhuni Kolhu im Baa-Atoll. Foto: Sascha Tegtmeyer

Was Malediven-Gäste heute konkret tun können

  • Abstand halten: Schildkröten und Mantas weder berühren noch verfolgen und ihnen den Weg zur Oberfläche freihalten.
  • Nester nicht selbst anfassen: Spuren oder Nistaktivität sofort dem Inselteam melden und Anweisungen abwarten.
  • Fotos sinnvoll teilen: Bei Citizen-Science-Projekten die gewünschte Körperseite, Zeit und Ort dokumentieren, ohne das Tier für ein Bild zu bedrängen.
  • Seriöse Projekte prüfen: Nach fachlicher Leitung, Genehmigungen, veröffentlichten Ergebnissen und transparentem Umgang mit Spenden fragen.
  • Weniger Plastik und Müll: Wiederverwendbare Produkte nutzen und nichts am Strand oder im Wasser zurücklassen.

Quellen zum aktuellen Projektstand

FAQ zum Interview mit Chiara Fumagalli

Wann wurde das Interview geführt?

Das Gespräch fand 2016 auf Coco Palm Dhuni Kolhu im Baa-Atoll statt. Zahlen, Preise und Rollen in Chiaras Antworten spiegeln den damaligen Stand wider.

Arbeitet Chiara Fumagalli noch auf den Malediven?

Das lässt sich anhand der verfügbaren Primärquellen nicht sicher beantworten. Das Olive Ridley Project bezeichnet Chiara Fumagalli in einer Veröffentlichung vom 10. März 2026 als frühere Meeresbiologin auf Coco Palm Dhuni Kolhu. Wo sie heute lebt und arbeitet, geht daraus nicht hervor. Der Beitrag trennt deshalb das historische Interview von 2016 klar vom aktuellen Projekt-Update.

Gibt es das Schildkröten-Rettungszentrum heute?

Ja. Das Marine Turtle Rescue Centre auf Coco Palm Dhuni Kolhu wurde 2017 eröffnet und wird in Partnerschaft mit dem Olive Ridley Project betrieben.

Wie können Gäste Schildkrötenprojekte unterstützen?

Durch respektvolle Beobachtung, schnelle Meldung verletzter Tiere oder Nistaktivität, brauchbare Sichtungsdaten nach Projektvorgabe sowie transparent nachvollziehbare Spenden. Tiere und Nester sollten Gäste nie eigenmächtig anfassen.

Warum sind Manta-Fotos für die Forschung hilfreich?

Das Fleckenmuster auf der Unterseite kann bei der individuellen Identifikation helfen. Ein Foto ist aber nur dann sinnvoll, wenn es ohne Verfolgung oder Berührung entsteht und mit Ort und Datum nach den Vorgaben des jeweiligen Projekts eingereicht wird.

Fazit: Meeresschutz wird an der Umsetzung sichtbar

Chiaras Interview zeigt die Energie einer Meeresbiologin, die Forschung, Gästearbeit und praktische Schutzmaßnahmen miteinander verband. Der Blick aus dem Jahr 2026 ergänzt ein wichtiges Ergebnis: Das damals angekündigte Rettungszentrum wurde aufgebaut und arbeitet weiter. Gerade deshalb lohnt sich die historische Fassung – nicht als zeitloser Faktenstand, sondern als Ausgangspunkt einer Entwicklung.

Das Interview mit Chiara Fumagalli führte Sascha Tegtmeyer 2016 auf Coco Palm Dhuni Kolhu.

Welche Meeresschutz-Initiative hat dir auf einer Reise nachvollziehbar gezeigt, was mit Daten, Spenden oder konkreter Hilfe passiert?

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Reisejournalist, Autor und Gründer von Just Wanderlust

Ich schreibe auf Just Wanderlust aus eigener Reiseerfahrung über Orte, Meer und Outdoor-Abenteuer. Mehr über mich und meine Arbeit.

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