Kroatien: Tauchen am Wrack der Cesare Rossarol

casare rossarol kroatien tauchen wrack adria mittelmeer Die Cesare Rossarol ist ein Kriegsdenkmal und gleichzeitig ein Abenteuerspielplatz für Taucher. Foto: Pixabay
Die Cesare Rossarol ist ein Kriegsdenkmal und gleichzeitig ein Abenteuerspielplatz für Taucher. Foto: Pixabay

Wir machen Tauchurlaub in Kroatien und tauchen ab zum Wrack der Cesare Rossarol, einem faszinierenden versunkenen Schiff und Kriegsgrab am Kap Munat Veliki vor der Küste Istriens.

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Am 16. November 1918 läuft die „Cesare Rossarol“ um 12.45 Uhr am Mittag bei der Querung eines Minenfelds auf eine der heimtückischen Unterwasser-Bomben. Das Schiff aus der Klasse der leichten Aufklärer wird durch eine gewaltige Explosion in zwei Hälften gerissen und sinkt innerhalb von drei Minuten in die Tiefe. Die wenigen Überlebenden retten sich am Kap Munat Veliki aus dem Wasser. Aber 98 Seefahrer bezahlen den Untergang mit ihrem Leben. Besonders tragisch: Das Schiff war auf dem Heimweg. Es hatte den gesamten Ersten Weltkrieg überstanden, denn die letzten Gefechte waren bereits vorüber.

Kroatien: Die Cesare Rossarol ist heute ein faszinierendes Kriegsgrab

Heute ist die „Cesare Rossarol“, die etwa so groß ist wie ein modernes Torpedoboot, ein dicht bewachsenes Wrack. Ihr 30 Meter langer hinterer Abschnitt ist leicht auf die Backbordseite gekippt und liegt zwischen 42 und 49 Metern Tiefe. Der Abstieg erfolgt an einer Leine hinab zum 102-mm-Geschütz und von hier aus direkt zum hinteren Ende des Schiffs. Dort angelangt, sieht man unter der Heckpartie Teile der rechten Schiffsschraube und des Ruders, die in den Grund eingesunken sind. Eine gute Kulisse für Fotos! Auf dem Deck des 1914 vom Stapel gelaufenen Schiffs der italienischen Kriegsmarine steht ein gut erhaltenes 102-mm-Ge- schütz und ein 40-mm-Maschinengewehr, die beide stark mit Muscheln und Algen bewachsen sind. Auf dem Heckabschnitt lassen sich in der Nähe des Dreifach- Steuerrads auch einige Details wie eine alte Skala mit einem Zeiger beobachten. Sogar der Ruderlageanzeiger aus Messing ist noch gut erhalten. Hier ist auch der Entfernungsmesser mit dem dazugehörigen Käfig, in dem die Besatzungsmitglieder im Gefecht gestanden haben.

Vor der Küste Kroatiens liegen viele Wracks – ein Abenteuerspielplatz für Taucher. Foto: Pixabay
Vor der Küste Kroatiens liegen viele Wracks – ein Abenteuerspielplatz für Taucher. Foto: Pixabay

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