TUSA Liberator Sigma II im Test – komfortables ADV-Jacket mit starker Wasserlage

by Sascha Tegtmeyer | März 22, 2015

Das neue TUSA Liberator Sigma II kommt aus der Verpackung und riecht noch nach fabrikfrischer Tauchausrüstung: Nylon, Kunststoff, ein Hauch Neuwagen. Mein erster Impuls ist nicht, es ehrfürchtig anzuschauen. Ich ziehe an den Nähten, öffne die Taschen, bewege den Inflator und prüfe den Flaschengurt. Ein Tarierjacket muss sich Vertrauen erst an Land verdienen – und danach im Wasser.

Nach meinem Praxistest in Ägypten, darunter Tauchgänge bis 40 Meter, fällt das Urteil klar aus: Das TUSA Liberator Sigma II ist ein komfortables, robustes ADV-Jacket mit sehr guter Gewichtsverteilung, stabiler Flaschenlage und angenehm ruhigem Trim. Es trägt sich mit integriertem Blei deutlich entspannter als ein klassischer Bleigurt und lässt sich intuitiv bedienen. Ein echtes Reise-Leichtgewicht ist es trotz seines moderaten Gewichts allerdings nicht. Und weil das Modell inzwischen älter ist, würde ich es heute nur als vollständigen, fachgerecht geprüften Restbestand oder Gebrauchtkauf nehmen.

Mein Kurzfazit: Der „Befreier“ macht seinem Namen tatsächlich Ehre. Besonders stark sind Passform, Bleisystem und Wasserlage. Für Sporttaucher, die ein klassisches Jacket mit viel Komfort und Stauraum suchen, war und ist das Gesamtpaket überzeugend. Wer möglichst leicht reisen, ein Wing-System verwenden oder später auf ein Doppelflaschen-Setup wechseln möchte, sollte anderswo suchen.

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Aktualisierung Juli 2026: Dieser Beitrag bewahrt meinen damaligen Praxiseindruck unverändert, ordnet das inzwischen ältere Modell aber neu ein. Technische Angaben habe ich erneut abgeglichen und einen Fehler aus der früheren Fassung beim Auftrieb der Größe M korrigiert. Aktuelle Preise und Verfügbarkeit schwanken, weil der Liberator Sigma II je nach Markt nur noch vereinzelt als Restbestand oder gebraucht angeboten wird.

So habe ich das TUSA Liberator Sigma II getestet

Ich habe das Jacket nicht auf einem Prüfstand vermessen, sondern dort benutzt, wo es funktionieren muss: beim Tauchen in Ägypten. Zusammenbauen auf dem Steg, Buddy-Check, Ein- und Ausstieg, die ersten Meter an der Oberfläche, Abstieg, fein dosierte Tarierung, Wasserlage und Aufstieg – der normale Betrieb eines Sporttauchers.

Getestet habe ich die Größe M mit acht Kilogramm Blei. Zu den Tauchgängen gehörten auch Abstiege bis 40 Meter. Ich tauche seit 2005, habe mehrere hundert Tauchgänge absolviert und die Qualifikation Master Scuba Diver erreicht. Auf meinem Tauchen-Blog ordne ich Ausrüstung deshalb nicht nur nach Datenblatt ein, sondern danach, ob sie unter Wasser ruhig, nachvollziehbar und ohne unnötige Fummelei funktioniert.

Wichtig ist trotzdem: Die Passform eines Jackets bleibt individuell. Mein Eindruck ersetzt keine Anprobe mit deinem Anzug und möglichst auch nicht den Test im Wasser. Bei einem Tarierjacket entscheidet die richtige Größe mehr als jede noch so lange Ausstattungsliste.

Erster Eindruck – robust, sauber verarbeitet und erstaunlich aufgeräumt

Die Haptik hat mir sofort gefallen. Das 500D-Cordura-Nylon, die sauber wirkenden Nähte und die glatten Verstärkungen auf den Taschen vermitteln nicht den Eindruck eines filigranen Reiseprodukts. Das Jacket fühlt sich nach Ausrüstung an, die regelmäßig Salzwasser, Steg und Tauchboot sehen darf.

Mit rund 3,2 bis 3,5 Kilogramm – abhängig von der Größe – liegt der Liberator Sigma II für ein voll ausgestattetes ADV-Jacket noch im moderaten Bereich. Das ist leicht genug, um damit zu reisen. Es ist aber nicht jene radikale Leichtbauklasse, die sich beinahe zusammenfalten und in die Seitentasche des Koffers drücken lässt. Komfort, Rückenpolster, großes Bleisystem und zwei geräumige Taschen brauchen nun einmal Material. Physik lässt sich nicht wegwerben.

Wer sich grundsätzlich mit der Auswahl von Maske, Jacket, Anzug und Tauchcomputer beschäftigt, findet in meinem Überblick zur Tauchausrüstung weitere Entscheidungshilfen.

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Diese Produktpräsentation wurde mit dem AAWP-Plugin erstellt.

Die Flasche sitzt fest am Rücken

Beim Zusammenbauen schmiegt sich die Rückenplatte eng an die Flasche. Das Ultimate Stabilizing Harness arbeitet mit zwei Führungsschienen und mehreren Auflagepunkten, damit der Tank nicht seitlich rollt. Genau das war auch mein Eindruck in der Praxis: Die Flasche sitzt kompakt am Körper und folgt den Bewegungen, statt ein Eigenleben zu entwickeln.

Das RiteTite-Buckle-System löst dabei ein kleines, aber lästiges Problem vieler Flaschengurte. Die Schnalle bleibt beim Einfädeln und Straffziehen in ihrer Position und muss nicht mit einer dritten Hand offengehalten werden. Das klingt unspektakulär. Ist es auch. Aber genau solche Details entscheiden auf einem vollen Tauchboot darüber, ob der Aufbau ruhig läuft oder nervt.

Inflator und Ablasssystem sind dort, wo ich sie erwarte

Der Inflator liegt gut in der Hand, der Faltenschlauch ist ausreichend flexibel und die Tasten lassen sich sauber unterscheiden. TUSA bezeichnete das System als O.P.E.V.; es verbindet schnelles Befüllen und Entlüften mit der Überdruckfunktion. Hinzu kommt ein weiteres Ablassventil für die Tarierung aus einer anderen Wasserlage.

Für mich war entscheidend, dass keine Eingewöhnungsphase nötig war. Luft hinein, Luft hinaus, kleine Korrekturen beim Abstieg und in der Tiefe: alles reagierte vorhersehbar. Ein gutes Jacket drängt sich nicht in den Vordergrund. Es lässt dich tauchen.

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Der Inflator des TUSA Liberator Sigma II liegt gut in der Hand und lässt sich intuitiv bedienen. Foto: Sascha Tegtmeyer

Waist Support – hier wird der Name „Liberator“ zum Programm

Die eigentliche Stärke des Jackets ist nicht ein einzelnes Bauteil. Es ist das Zusammenspiel aus Schultergurten, Rückenplatte, Kummerbund und integriertem Bleisystem. TUSA nannte diese Konstruktion Waist Support System. Sie verteilt die Last um Hüfte und Oberkörper, anstatt das gesamte Gewicht auf einen schmalen Bleigurt zu konzentrieren.

Mit acht Kilogramm Blei in der getesteten Konfiguration war der Unterschied deutlich. Ich konnte das fertig montierte Gerät gut bewegen, ohne dass mir das Gewicht unangenehm in die Hüften schnitt. Die gepolsterte Rückenplatte lag komfortabel am Rückgrat. Da wird der Name tatsächlich zum Programm: Der Befreier entlastet.

Das Advanced Weight Loading System – kurz A.W.L.S. – nimmt das abwerfbare Blei in zwei vorderen Kartuschen auf. Zusätzliche Trimmbleitaschen am Rücken helfen, die Lage im Wasser anzupassen. Die Gewichtstaschen ließen sich in meinem Test gut einsetzen und wieder entnehmen. Beim Buddy-Check ist trotzdem Pflicht, dass beide Seiten vollständig eingerastet sind und dein Buddy weiß, wie das System im Notfall ausgelöst wird.

Ein komfortables Bleisystem ist übrigens kein Freifahrtschein für zu viel Blei. Die richtige Bleimenge bleibt die Grundlage. Das Jacket kann eine schlechte Konfiguration angenehmer tragen, aber nicht sinnvoll machen.

Gut gepolstert: Das Tusa Liberator Sigma II legt viel Wert auf Komfort. Foto: Sascha Tegtmeyer
Gut gepolstert: Das TUSA Liberator Sigma II legt viel Wert auf Komfort und verteilt das Gewicht über Rücken, Schultern und Hüfte. Foto: Sascha Tegtmeyer

Große Taschen trotz integriertem Blei

Das Bleisystem sitzt unter den Außentaschen, nimmt ihnen aber nicht den praktischen Nutzen. Die beiden großen Fächer besitzen doppelte Reißverschlüsse und eine Entwässerung. Lampe, Signal- oder Deko-Boje und kleineres Zubehör lassen sich darin ordentlich verstauen.

Mir gefällt diese klassische Jacket-Logik bis heute: Nicht jeder Gegenstand muss außen an einem D-Ring baumeln. Die Taschen schaffen Ordnung und reduzieren das Risiko, mit losem Zubehör am Riff oder an einer Leine hängen zu bleiben. Vollstopfen würde ich sie trotzdem nicht. Erreichbarkeit und Bewegungsfreiheit gehen vor maximaler Beladung.

Unter Wasser – ruhiger Trim und keine einengende Blase

Der Aha-Moment kam beim Buddy-Check und setzte sich im Wasser fort. Beim Independent Harness System sind Tragesystem und Luftzelle voneinander getrennt. Verändert sich das Volumen der Blase, soll der Sitz des Harness weitgehend stabil bleiben. Genau so hat es sich für mich angefühlt: Auch stärker aufgeblasen saß der Liberator Sigma II weiter eng und sicher, ohne mich unangenehm zusammenzudrücken.

Nach dem Abtauchen lag ich sehr schnell ruhig im Wasser. Die Kombination aus vorderen Bleitaschen und Trimmblei nahm dem Jacket die Tendenz, mich in eine ungewollte Position zu drehen. Kleine Korrekturen am Inflator reichten aus. Das Ergebnis war keine spektakuläre Akrobatik, sondern genau das, was ich von einem Sporttaucher-Jacket erwarte: eine entspannte, reproduzierbare Wasserlage. Schwerelos und frei, so wie es sein soll.

Auch bei meinen tieferen Tauchgängen bis 40 Meter blieb die Bedienung kontrollierbar. Diese Tiefe ist allerdings kein Beweis für eine bestimmte Auftriebskapazität. Entscheidend war vielmehr, dass das Jacket in meiner damaligen Konfiguration genügend Reserve bot und sich die Luft präzise dosieren ließ.

Wichtige Korrektur zur Auftriebskraft

In der alten Fassung dieses Tests hatte ich für Größe M „17,3 Liter Auftrieb“ angegeben. Das war falsch zugeordnet und außerdem ungenau bezeichnet. Für den BC-0101 werden bei Größe M 31 lbf beziehungsweise rund 14,3 kgf Auftriebskraft genannt. Die 17,3 kgf gehören zur Größe L.

An meinem praktischen Urteil ändert die Korrektur nichts. Die Größe M trug meine getestete Konfiguration zuverlässig. Aber technische Daten müssen stimmen. Punkt.

Stärken und Schwächen des TUSA Liberator Sigma II

Stärken

  • sehr komfortable Lastverteilung mit integriertem A.W.L.S.-Bleisystem
  • stabiler Sitz der Flasche durch Rückenplatte, Führungsschienen und Harness
  • ruhige, gut kontrollierbare Wasserlage in meiner Testkonfiguration
  • intuitiver Inflator und sinnvoll erreichbare Ablassmöglichkeiten
  • zwei große, doppelt zu öffnende Taschen mit Entwässerung
  • robuste Materialien und sauberer Gesamteindruck

Schwächen

  • mit etwa 3,2 bis 3,5 Kilogramm kein echtes Ultra-Leicht-Jacket
  • nur ein D-Ring aus Edelstahl, die übrigen Befestigungspunkte bestehen aus Kunststoff
  • klassisches ADV-Jacket mit mehr Volumen als ein minimalistisches Reise- oder Wing-System
  • nicht für Doppelflaschen-Konfigurationen ausgelegt
  • als älteres Modell nur kaufen, wenn Gewichtstaschen, Ventile, Inflator und Ersatzteilversorgung geklärt sind

Technische Daten des TUSA Liberator Sigma II

Die Angaben beziehen sich auf das Modell BC-0101 beziehungsweise BCJ-0101. Bei älteren regionalen Produktlisten können Bezeichnung und Trockengewicht leicht abweichen.

MerkmalAngabe
Bauartklassisches, umlaufendes ADV- beziehungsweise Jacket-BCD
Material500D-Cordura-Nylon an der Außenhülle
GrößenXS, S, M, L, XL
Trockengewichtetwa 3,2 bis 3,5 kg je nach Größe
Auftriebskraft XS18 lbf / ca. 8,2 kgf
Auftriebskraft S22 lbf / ca. 10,2 kgf
Auftriebskraft M31 lbf / ca. 14,3 kgf
Auftriebskraft L38 lbf / ca. 17,3 kgf
Auftriebskraft XL46 lbf / ca. 21 kgf
BleisystemA.W.L.S. mit zwei abwerfbaren Frontkartuschen und rückwärtigem Trimmblei
Taschenzwei große Taschen mit doppeltem Reißverschluss und Entwässerung
D-Ringefünf, davon einer aus Edelstahl und vier aus Kunststoff
InflatorTUSA O.P.E.V. mit Schnellbefüllung und Entlüftung
Flaschenkonfigurationfür eine Einzelflasche; nicht als Doppelflaschen-Jacket ausgelegt
Preis im damaligen Test299 Euro
Auf die Details kommt es an: Die Bleitaschen lassen sich leicht im Jacket verstauen. Foto: Sascha Tegtmeyer
Auf die Details kommt es an: Die Bleitaschen lassen sich leicht einsetzen, müssen beim Buddy-Check aber vollständig verriegelt werden. Foto: Sascha Tegtmeyer

Für wen eignet sich das TUSA Liberator Sigma II?

Für Einsteiger und klassische Sporttaucher

Das Jacket passt besonders gut zu Tauchern, die eine konventionelle, stabile Bauart bevorzugen. Die Bedienung ist schnell verstanden, das Blei sitzt integriert und die Wasserlage war in meinem Test angenehm ruhig. Gerade Einsteiger profitieren davon, wenn sie nicht gleichzeitig mit losem Bleigurt, rollender Flasche und schwer erreichbaren Ventilen kämpfen müssen.

Das bedeutet nicht, dass jedes Jacket-BCD automatisch anfängerfreundlich ist. Es muss passen, korrekt eingestellt und im Kurs sauber erklärt werden. Stimmt die Größe nicht, hilft auch das beste Harness nichts.

Für Reisende mit Komfort-Priorität

Du kannst mit dem Liberator Sigma II problemlos in den Tauchurlaub fliegen. Nur: Es ist kein kompromissloses Reisejacket. Wer jedes Gramm zählt, findet leichtere und kompaktere Modelle. Wer lieber ein gutes Rückenpolster, große Taschen und ein kräftiges Bleisystem mitnimmt, dürfte den Gewichtsnachteil akzeptieren.

Nicht für technische Setups und Doppelflaschen

Der Liberator Sigma II ist ein Sporttaucher-Jacket für eine Einzelflasche. Für Doppelflaschen, modulare Harness-Systeme oder einen späteren technischen Ausbau ist ein passendes Backplate-and-Wing-System die sinnvollere Grundlage.

Lohnt sich der Gebrauchtkauf im Jahr 2026?

Ja – aber nur unter Bedingungen. Ein gut erhaltenes TUSA Liberator Sigma II kann noch immer ein komfortables Sporttaucher-Jacket sein. Der niedrige Kaufpreis allein ist jedoch kein Argument. Ein Tarierjacket ist sicherheitsrelevante Ausrüstung, kein alter Rucksack vom Flohmarkt.

Prüfe vor dem Kauf insbesondere:

  1. Sind beide passenden A.W.L.S.-Gewichtskartuschen und die Trimmbleitaschen vorhanden? Fehlende Originalteile können den vermeintlichen Preisvorteil sofort auffressen.
  2. Rasten die Kartuschen beidseitig eindeutig ein und lassen sie sich kontrolliert auslösen? Der Mechanismus darf weder klemmen noch unbeabsichtigt öffnen.
  3. Hält die Blase den Druck? Das Jacket vollständig aufblasen, Nähte, Ventile und Faltenschlauch kontrollieren und auf hörbaren oder sichtbaren Luftverlust achten.
  4. Arbeiten Inflator und Ablassventile sauber? Der Inflator darf nicht selbstständig weiterbefüllen, alle Ventile müssen zuverlässig schließen.
  5. Sind Flaschengurt, Schnallen, Kummerbund und Gurte unbeschädigt? Ausgefranste Nähte, spröder Kunststoff und verhärtete Dichtungen sind Warnzeichen.
  6. Kann ein qualifizierter Tauchshop das Jacket prüfen und warten? TUSA empfiehlt für seine BCJs eine regelmäßige Inspektion durch einen autorisierten Fachbetrieb. Bei unbekannter Vorgeschichte würde ich darauf nicht verzichten.

Nach Kauf oder längerer Lagerung gehört der erste Funktionstest in kontrollierte, flache Bedingungen – nicht direkt an eine Riffkante mit Strömung.

Pflege – nach dem Salzwasser ist vor dem nächsten Tauchgang

Das Jacket war in meinem Test unkompliziert zu pflegen. Nach dem Tauchen sollte es außen und innen gründlich mit Süßwasser gespült werden. Dazu etwas Frischwasser über den Entlüftungsknopf in die Blase geben, das Jacket bewegen und das Wasser über die verschiedenen Ablassventile wieder herauslassen. Anschließend vollständig trocknen und leicht aufgeblasen an einem kühlen, trockenen Ort lagern.

Salzkristalle im Inflator und in den Ventilen sind keine Patina. Sie sind ein Wartungsproblem. Gerade bei einem älteren Jacket entscheidet konsequente Pflege darüber, ob es noch viele Tauchgänge leistet oder irgendwann im falschen Moment zickt.

Mein Fazit – ein unaufgeregtes Jacket, das im Wasser einfach funktioniert

Das TUSA Liberator Sigma II ist kein minimalistisches Wing und kein ultraleichtes Reiseprodukt. Es ist ein klassisches, komfortables ADV-Jacket mit viel Ausstattung. Und genau darin liegt seine Stärke.

Bei meinen Tauchgängen in Ägypten musste ich mich nicht mit dem Jacket beschäftigen. Die Flasche blieb dort, wo sie hingehört. Acht Kilogramm Blei verteilten sich angenehm. Die großen Taschen waren praktisch. Der Inflator reagierte nachvollziehbar. Vor allem lag ich vom ersten Tauchgang an ruhig und entspannt im Wasser.

Mehr Lob braucht ein Tarierjacket eigentlich nicht. Gute Ausrüstung verschwindet während des Tauchgangs aus der Aufmerksamkeit. Sie macht ihren Job, während du dich auf das Riff, deinen Buddy und dein Tauchprofil konzentrierst.

Als Neukauf ist der Liberator Sigma II im Jahr 2026 wegen seines Alters nicht mehr meine automatische erste Empfehlung. Als vollständiger Restbestand oder fachgerecht geprüftes Gebrauchtgerät kann er für klassische Sporttaucher aber weiterhin eine sehr gute Wahl sein. Der „Befreier“ hat mich damals tatsächlich entlastet – an Land und unter Wasser.

Häufige Fragen zum TUSA Liberator Sigma II

Ist das TUSA Liberator Sigma II für Anfänger geeignet?

Ja, grundsätzlich. Das klassische Jacket-Konzept, die stabile Flaschenlage, das integrierte Blei und die intuitive Bedienung machen es für Einsteiger gut zugänglich. Voraussetzung sind die richtige Größe, eine saubere Einweisung und ein vollständiger Buddy-Check.

Wie viel Auftrieb hat die Größe M?

Für Größe M werden 31 lbf beziehungsweise rund 14,3 kgf Auftriebskraft angegeben. Die häufig genannte Zahl von 17,3 kgf gehört zur Größe L.

Ist das TUSA Liberator Sigma II ein Reisejacket?

Nur eingeschränkt. Mit grob etwas mehr als drei Kilogramm – je nach Größe – ist es für ein voll ausgestattetes ADV-Jacket moderat, aber deutlich schwerer und voluminöser als konsequente Reise-BCDs.

Besitzt das Jacket ein integriertes Bleisystem?

Ja. Das A.W.L.S.-System verwendet zwei abwerfbare Gewichtskartuschen an der Vorderseite. Zusätzlich besitzt das Jacket rückwärtige Taschen für Trimmblei.

Sollte ich das TUSA Liberator Sigma II noch gebraucht kaufen?

Das kann sinnvoll sein, wenn das Jacket vollständig ist, gut passt und von einem qualifizierten Tauchshop geprüft wurde. Besonders wichtig sind die originalen Gewichtskartuschen, dicht schließende Ventile, ein sauber arbeitender Inflator und ein unbeschädigter Flaschengurt.

Tauchst du selbst mit einem TUSA-Jacket oder hast du Erfahrungen mit dem Liberator Sigma II? Dann teile deine Einschätzung gern in den Kommentaren.

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Über Sascha Tegtmeyer

Über Sascha Tegtmeyer

Reisejournalist, Autor und Gründer von Just Wanderlust

Ich schreibe auf Just Wanderlust aus eigener Reiseerfahrung über Orte, Meer und Outdoor-Abenteuer. Mehr über mich und meine Arbeit.

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