Ich habe die Koffer weggestellt, mir das Zimmer angeschaut, dann habe ich die Terrassentür aufgemacht und bin ins Wasser. Wirklich sofort. Vor meinem Erdgeschosszimmer im The Rif auf Curaçao lag ein langgezogener Gemeinschaftspool. Nach der langen Anreise war das genau das Richtige. Dazu kamen richtig guter Cappuccino, türkische Mezze und morgendliche Laufrunden außerhalb des Resorts. Vieles an diesem Hotel hat mir ausgesprochen gut gefallen. Allerdings liegt es unmittelbar bei den Kreuzfahrtanlegern – und das habe ich an einem Tag ziemlich unangenehm zu spüren bekommen.
Für einen Curaçao-Urlaub mit gutem Essen, Pool- und Strandzeit sowie Ausflügen würde ich das The Rif in die engere Wahl nehmen. Ich würde aber nicht buchen, ohne mir die Zimmerausrichtung und die Kreuzfahrtanläufe für meine Reisedaten anzuschauen. Wer sich unter Karibikurlaub eine abgelegene Bucht mit völlig freiem Meerblick vorstellt, sollte diese Lage besonders genau prüfen.
Werbung / Pressereise: Diese Reise wurde von Corendon unterstützt. Die Unterstützung hat keinen Einfluss auf meine Berichterstattung. Ich schildere meine eigenen Erfahrungen und bewerte die vorgestellten Angebote ehrlich und unabhängig.
Ankommen im The Rif: bunter Schulbus, offene Rezeption, große Freude
Schon die Fahrt zum Hotel hatte etwas. Wir wurden mit einem alten amerikanischen Schulbus abgeholt, der zum bunten Partybus umgebaut worden war. Musik lief, der Fahrer sang mit. Unser Gepäck wurde mit dem großen Reisebus gebracht. Das war jedenfalls unser erster Eindruck und natürlich auch gleich der erste Schmunzler.
Am Hotel gefiel mir die offene Rezeption. Trotz der späten Ankunft war es noch sehr warm, die Luft fühlte sich feucht an. Dann wurde mir ein Zimmer im Erdgeschoss zugeteilt, und die Freude war groß: geräumig, modern eingerichtet und mit einer Terrasse direkt am Wasser.

Bei den Hotelnamen muss man zunächst etwas auseinanderhalten. Ich habe im The Rif at Mangrove Beach Corendon Curacao All-Inclusive, Curio by Hilton in Willemstad gewohnt. Direkt daneben liegt das Mangrove Beach Corendon Resort. Das sind zwei benachbarte Hotels; beide gehören zum Curio-Portfolio von Hilton. Für mich als Rif-Gast war der Zugang zum Nachbarresort ein echter Vorteil, vor allem am Strand.
Meine Anreise habe ich in meinen Corendon-Erfahrungen von Amsterdam nach Curaçao ausführlicher beschrieben. Planst du ebenfalls eine Verbindung über Amsterdam, helfen dir ergänzend meine Erfahrungen mit dem Aufenthalt am Flughafen Schiphol.
Mein Zimmer: top sauber, top gepflegt – und die Terrasse am Pool
Mein Zimmer war top sauber, top gepflegt. Es war geräumig, wirkte modern und hat mir auf Anhieb gefallen. Der entscheidende Unterschied zu einem gewöhnlichen Hotelzimmer lag für mich aber vor der Terrassentür.

An den Erdgeschosszimmern entlang verlief ein langgezogener, gemeinschaftlich genutzter Pool. Von meiner Terrasse konnte ich direkt ins Wasser, ohne vorher durch die Anlage zu gehen. Diesen Zugang habe ich gleich nach der Ankunft genutzt.
Ich habe ehrlich gesagt lieber einen Pool vor der Tür. Mir ist es wichtiger, die Tür aufzumachen, auf die eigene Terrasse zu gehen und direkt in den Pool zu springen, als vom Balkon aufs Meer zu schauen. Dafür nehme ich auch eher eine Parkgarage im Blickfeld in Kauf – aber das ist sicherlich Geschmackssache.

Sauberkeit ist mir sehr, sehr wichtig. Dazu gehört für mich auch etwas, das auf Hotelfotos selten vorkommt: Ich achte vor Reisen darauf, ob Gäste von Kakerlaken berichten. Bei meinem eigenen Aufenthalt im The Rif habe ich keine gesehen. Das gehört zu meinem positiven Eindruck, ist aber natürlich keine Aussage darüber, was jeder Gast zu jeder Zeit vorfindet.


Arbeiten im Zimmer: WLAN mit der eigenen Nutzung ausprobieren
Ich konnte im Zimmer arbeiten. Für meine datenintensive Arbeit als Journalist war die Internetverbindung zunächst allerdings nicht so leistungsfähig, wie ich sie gebraucht hätte. Deshalb würde ich das The Rif nicht allein aufgrund eines WLAN-Häkchens als Arbeitsunterkunft auswählen.
Musst du unterwegs größere Dateien übertragen oder andere verbindungsintensive Aufgaben erledigen, teste das WLAN gleich mit deiner tatsächlichen Arbeit. Dass Nachrichten ankommen, sagt noch wenig darüber aus, ob die Verbindung für deine Aufgaben reicht. Wie ich grundsätzlich unterwegs mit MacBook, iPhone und iPad arbeite, habe ich separat beschrieben.
All-inclusive: guter Kaffee, Mezze und ein richtig leckerer Burger
Das All-inclusive ist ein richtig gutes All-inclusive. Für mich haben hier nicht nur die Hauptmahlzeiten funktioniert, sondern gerade auch die Dinge dazwischen: ein guter Cappuccino, etwas dazu und ein ordentliches Essen, wenn ich nicht bis zum nächsten Buffet warten wollte.

Das Café war einer meiner liebsten Anlaufpunkte
Im Café habe ich mir immer wieder einen Cappuccino und einen Snack geholt. Der Kaffee war für mich mehr als ein Getränk, das ich eben trank, weil es inklusive war: Ich fand ihn richtig gut. Cappuccino und Snacks waren bei meinem Aufenthalt inklusive.

Das war für mich ein wesentlicher Pluspunkt. Ich mag es, mir zwischendurch einen guten Kaffee holen zu können, ohne daraus jedes Mal eine neue Bestellung mit zusätzlicher Rechnung zu machen. Gerade solche Kleinigkeiten entscheiden für mich darüber, ob sich All-inclusive angenehm anfühlt oder nur nach drei fest eingeplanten Mahlzeiten.
Türkische Mezze: mein kulinarischer Höhepunkt
Am ersten Abend haben wir im türkischen Restaurant gegessen und Mezze bekommen – den ganzen Tisch voller Essen. Wow, richtig lecker! Das türkische Restaurant bekommt von mir die Note eins.


Das wäre deshalb auch meine erste Empfehlung für ein Abendessen im Hotel. Gerade wenn du Mezze magst und gern verschiedene Kleinigkeiten probierst, würde ich dafür einen Abend einplanen. Ich war wirklich begeistert.
Frühstück und Buffet: auch der Alltag hat gepasst
Das Hauptrestaurant bot ganz wunderbares, solides Essen. Kann man definitiv machen. Das internationale Frühstück hat mir ebenfalls gefallen. Du kannst dir ein Omelette zaubern lassen. Ich fand sogar den Joghurt ziemlich gut, der war zum Beispiel besser als in anderen Hotels, in denen ich schon gefrühstückt habe.

Beim Frühstück brauche ich kein großes kulinarisches Versprechen. Ich möchte etwas finden, das mir schmeckt, und ordentlich in den Tag starten. Das hat beim Essen gut funktioniert. Beim Service gab es allerdings einen ärgerlichen Zwischenfall, als mein Tisch während eines Gangs ans Buffet abgeräumt wurde.
Der Burger im strandnahen Bistro
Auch das À-la-carte-Bistro in Strandnähe hat mir gefallen. Wir hatten dort am späten Nachmittag einen Burger, als wir noch etwas essen wollten, bevor das Abendbuffet öffnete. Das fand ich richtig gut: ein richtig leckerer Burger.
Für meinen Hotelalltag war diese zusätzliche Möglichkeit wertvoll. Ich musste mit dem Hunger nicht auf eine bestimmte Hauptmahlzeit warten. Genau diese Kombination aus Café, Buffet und einem Essen à la carte hat das All-inclusive für mich angenehm gemacht.
- Sofra – türkische Küche; die Mezze bei meinem eigenen Abend dort waren sehr gut.
- Maya – mexikanische Küche; habe ich selbst nicht ausprobiert.
- Harbor Breakfast & Bistro – laut Hilton Frühstück, Lunch und Dinner.
- Otrobanda – Buffet und Show Cooking.
Laut Hilton gibt es damit im The Rif vier Restaurants; weitere Restaurants und Bars gehören zum zugänglichen Schwesterresort Mangrove.
Meine Begeisterung bezieht sich auf das, was ich selbst gegessen und getrunken habe, nicht auf einen Test sämtlicher Lokale.

Prüfe vor deiner Buchung trotzdem die konkreten Leistungen deines Tarifs. Welche Getränke und Speisen enthalten sind, ob du für bestimmte Restaurants reservieren musst und wofür gegebenenfalls Zuschläge anfallen, solltest du dir bestätigen lassen. Aus meinem guten All-inclusive-Erlebnis würde ich kein pauschales Versprechen machen, dass jede denkbare Bestellung eingeschlossen ist.
Der Strand: kleiner am The Rif, breiter beim Mangrove
Der Strand ist klein, aber fein. Den Bereich mit den Palmen und Liegen fand ich sehr schön. Trotzdem muss ich ganz klar sagen: Der Strand beim benachbarten Mangrove gefiel mir besser. Er ist breiter, und der größere Teil der Bucht gehört zu dieser Seite.

Ich habe diesen Strand als Rif-Gast ebenfalls genutzt. Das war für mich keine unwichtige Zugabe, sondern hat die Möglichkeiten für einen Strandtag spürbar erweitert. Du musst bei der Hotelentscheidung also nicht ausschließlich auf den kleineren Strandabschnitt direkt vor dem The Rif schauen. Hilton beschreibt den Zugang zum Schwesterresort auch mit dessen Restaurants, Aquapark und Familienbereichen. Den Aquapark habe ich selbst nicht getestet.
Eine sehr persönliche Erkenntnis hatte ich bei den Liegen. Diese großen XXL-Betten sehen zwar nach besonders viel Komfort aus. Nachdem ich auf einer solchen Liege gelegen hatte, habe ich mich aber wieder auf eine normale Liege gelegt. Die Rückenlehne ließ sich für mich nicht passend einstellen. Auf der gewöhnlichen Liege lag ich bequemer.
Das ist Jammern auf hohem Niveau. Für einen ganzen Strandtag ist es trotzdem relevanter, als es auf dem Foto aussieht. Genau darauf würde ich bei der Planung eines Strandurlaubs achten: Wo liegst du gern, wo gefällt dir das Wasser, und möchtest du dort wirklich mehrere Stunden verbringen?
Schnorcheln in der Hotelbucht: nett, aber kein Höhepunkt
Ich habe in der Bucht auch geschnorchelt. Besonders spektakulär fand ich es nicht. Ein paar Fische habe ich gesehen, auch ein paar größere. Das war okay, hat mich aber nicht übermäßig begeistert.
Zum Ausprobieren kann man das machen. Als besonderen Grund, genau dieses Hotel zu buchen, würde ich die Unterwasserwelt vor dem Strand nicht anführen. Für die Vorbereitung auf deinen eigenen Wasserbesuch findest du in meinen Tipps zum Schnorcheln im Urlaub ergänzende Hinweise zu Ausrüstung und Sicherheit.
Kreuzfahrtschiffe vor dem Hotel: mein größter Vorbehalt
Jetzt kommt der Punkt, den ich vor einer eigenen Buchung am genauesten prüfen würde. Das The Rif liegt unmittelbar bei den Kreuzfahrtanlegern von Willemstad. Die schöne Hotelbucht und der Hafenbetrieb gehören hier räumlich zusammen.
Am letzten Tag meines Aufenthalts kam ein Kreuzfahrtschiff. Und da der Wind ungünstig stand, zog von diesem Kreuzfahrtschiff ein Abgasgeruch zum Hotel rüber. Das war so unangenehm, dass mir schlecht geworden ist. Immer wieder kam mit dem Wind dieser starke Geruch herüber. Das war wirklich heftig.

Das möchte ich nicht als kleine Einschränkung beim Meerblick abtun. Für mich war es in dieser Situation eine erhebliche Beeinträchtigung. Gleichzeitig beschreibe ich hier ein selbst erlebtes Ereignis mit einem Schiff bei ungünstigem Wind. Daraus kann ich weder ableiten, wie oft andere Gäste so etwas erleben, noch eine ganze Reisezeit pauschal ausschließen.
Für deine Planung würde ich zwei Dinge auseinanderhalten: den Ausblick und den möglichen Abgasgeruch. Bei der Aussicht lohnt sich ein genauer Blick auf die Zimmerbeschreibung. Hilton führt ausdrücklich Zimmer mit der Bezeichnung „Cruiseship - Ocean View“. Ein Meerblick ist hier also nicht automatisch ein schiffsfreier Horizont. Eine andere Zimmerausrichtung würde ich wiederum nicht als Garantie verstehen, dass dort nie Abgasgeruch ankommt.
Die Curaçao Ports Authority informiert über die Kreuzfahrtliegeplätze und verlinkt einen Anlaufkalender. Schau dort nach den geplanten Anläufen während deiner konkreten Reisedaten. Der Kalender hilft bei der Planung, sagt dir aber nicht voraus, wie der Wind während deines Aufenthalts stehen wird.
Ich würde diese Prüfung fest in die Reiseplanung vor der Buchung aufnehmen. Wer vor allem wegen einer ruhigen, abgeschiedenen Strandlage reist, sollte Alternativen vergleichen. Das gute Essen und mein schönes Zimmer ändern nichts daran, dass ich diesen Geruch kein zweites Mal erleben möchte.
Freundlicher Service – und ein Frühstück, das plötzlich weg war
Das Personal habe ich insgesamt als freundlich erlebt. Ich habe mich an der Rezeption, mit dem Barista und mit weiteren Mitarbeitenden unterhalten. Diese Begegnungen haben zu meinem guten Eindruck vom Hotel beigetragen.
Beim Frühstück gab es allerdings einen echten Fehlgriff. Ich wollte mit Meerblick frühstücken und hatte bereits frisches Essen und den guten Kaffee aus dem Café auf meinem Tisch stehen. Dann ging ich noch einmal los, um mir ein Omelette zu holen. Als ich zurückkam, war der Tisch abgeräumt und neu besetzt.
Mein Essen war weg, mein Kaffee ebenfalls. Das hat mich wirklich geärgert. Es war schließlich kein leerer Tisch gewesen, an dem nur noch ein benutzter Teller stand. Für mich war das ein klarer Fehler im Ablauf. Er macht nicht sämtliche freundlichen Begegnungen zunichte, gehört aber genauso zu meinen Erfahrungen wie der gute Cappuccino und das leckere Frühstück.
Abends in der Beachbar: gute Musik, schöne Atmosphäre
Was ich gut fand, war die Abendunterhaltung in der Beachbar. Dort trat beispielsweise eine Sängerin auf, die wirklich schön gesungen hat. Die Atmosphäre war gut, und diese Art von Abend hat mir gefallen.

Bei meinem Aufenthalt habe ich im The Rif wenig Animation wahrgenommen. Für mich war das angenehm. Ich habe allerdings weder das komplette Unterhaltungsprogramm des The Rif noch das des Mangrove verfolgt. Dass ich wenig Animation mitbekommen habe, bedeutet deshalb nicht, dass es hier grundsätzlich immer ruhig zugeht.
Morgens raus aus dem Resort: meine Laufrunden an der Küste
Für mich als Läufer war es ein großer Pluspunkt, dass ich vom Hotel aus loslaufen konnte. Morgens bin ich aufgestanden und gleich laufen gegangen. Meine Runden führten über einen Küstenweg; weiter draußen kam ich auch auf Trailabschnitte und lief bergauf.
Das war für mich eine schöne Möglichkeit, nicht nur im Resort zu bleiben. Auch die freundlichen Begegnungen unterwegs sind mir positiv in Erinnerung geblieben. Solche Runden gehören für mich zum Urlaub dazu: draußen sein, mich bewegen und etwas von der Umgebung mitbekommen.
Ich habe außerdem einen kleinen Fitnessparcours und ein Outdoor-Trainingsangebot gesehen und mit einem Trainer gesprochen. An dem Training selbst habe ich nicht teilgenommen. Schon meine eigenen Läufe haben aber gezeigt, dass ich für Bewegung nicht auf ein Laufband angewiesen war.
Meine Strecke verlief auf Küstenwegen und Trails, nicht durchgehend im Strandsand. Ergänzend habe ich Tipps zum Joggen am Strand gesammelt; welche davon zu deiner Runde passen, hängt natürlich vom Untergrund ab.
Weitere Möglichkeiten für Sport und Erholung
Laut der offiziellen Aktivitätenübersicht gibt es außerdem ein rund um die Uhr geöffnetes Fitnesscenter sowie Angebote für Outdoor-Fitness, Tennis und Pickleball. Das Fitnessstudio und die Plätze habe ich nicht selbst getestet.

Eine Kajaktour durch den angrenzenden Mangrovenpark hätte mich ebenfalls interessiert. Die habe ich aber nicht unternommen. Außerdem habe ich gesehen, dass Massagen auf einer Mole am Meer angeboten wurden. Auch eine Massage habe ich nicht ausprobiert. Für solche zusätzlichen Aktivitäten würde ich Verfügbarkeit, Buchung und mögliche Kosten direkt vor Ort klären, statt sie einfach dem All-inclusive zuzurechnen.
Hoteltag und Inseltag im Wechsel: so würde ich den Urlaub planen
Ich würde immer im Wechsel einen Strandtag und einen Erlebnistag machen. Und mit Strandtag meine ich nicht zwingend, jedes Mal auf derselben Liege am Hotel zu bleiben. Ein anderer Strand kann ebenfalls dazugehören. Trotzdem würde ich genug Zeit einplanen, um das The Rif selbst zu genießen.

Wir waren auf dieser Reise mit einer Reiseleiterin von FBTT unterwegs. Zu unseren Unternehmungen gehörten Willemstad, die Hato Caves und die Westküste mit einer Buggytour. Da haben wir echt eine Menge gesehen und auch von ihr erfahren. Mehr von der Insel findest du in meiner Curaçao-Übersicht mit weiteren eigenen Eindrücken.
Ich würde mir persönlich am ehesten einen Mietwagen nehmen. Einen Mietwagen habe ich auf dieser Reise allerdings nicht genutzt. Meine Empfehlung kommt aus dem Wunsch, eigenständig unterwegs zu sein und den Tagesablauf selbst bestimmen zu können – nicht aus einem eigenen Mietwagentest auf Curaçao. Die organisierten Ausflüge waren die Variante, die ich tatsächlich erlebt habe.
Für meinen nächsten Urlaub mit dieser Mischung würde ich persönlich etwa zehn bis zwölf Tage anpeilen. Nicht, weil man darunter nichts von Curaçao hätte. Ich möchte nur nicht zwischen Ausflügen und Hotel hin- und herhetzen. Einen Strandtag, einen Erlebnistag – und dann wieder Zeit für Pool, Café und ein gutes Abendessen.
Dabei stellt sich eine ehrliche Frage: Wie oft wirst du die Verpflegung im Resort überhaupt nutzen? Wer fast jeden Tag vom Frühstück bis spätabends unterwegs sein möchte, sollte All-inclusive und Halbpension mit dem eigenen Reiseplan vergleichen. Ich würde das gute Angebot im The Rif jedenfalls nicht buchen, um dann möglichst selten dort zu sein.
Passt das The Rif zu deinem Curaçao-Urlaub?
Für mich ergibt sich die Entscheidung nicht allein aus der schönen Poolterrasse. Zimmer, Verpflegung und Lage müssen zu dem passen, was du tatsächlich vorhast. Das ist auch mein grundsätzlicher Maßstab dafür, was ein gutes Hotel ausmacht.
Wichtig für die Buchung: Das war kein eigener Privatpool, sondern ein Gemeinschaftspool mit direktem Zugang von meiner Terrasse. Wer genau so wohnen möchte, sollte gezielt ein Zimmer mit Poolzugang buchen und nicht einfach irgendein Erdgeschosszimmer. In der offiziellen Zimmerübersicht des The Rif werden Swim-up-Zimmer ausdrücklich neben anderen Zimmern und Suiten angeboten.
Für Familien lohnt es sich, die Zimmerwahl nicht nur nach der Aussicht zu treffen: Laut aktueller Hotelübersicht ist das Swim-up-Zimmer mit Kingsize-Bett für zwei Personen angegeben, King-Deluxe-, Partial-Ocean-View-, Cruiseship-Ocean-View- und Mobility-Zimmer für drei und die drei angebotenen King-Suiten für vier. Daraus lässt sich keine kostenlose Kinderregel oder Altersgrenze ableiten – die konkret zulässige Belegung und den Tarif würde ich vor der Buchung prüfen; einen eigenen Familientest habe ich nicht gemacht.

Was dir wichtig ist – Meine Einschätzung nach dem Aufenthalt
- Vom Zimmer direkt ins Wasser
Ein echter Pluspunkt meines Aufenthalts. Dafür gezielt Poolzugang buchen; es handelt sich um einen Gemeinschaftspool. - Gutes Essen und entspannte Hoteltage
Hier hat mich das The Rif mit Café, Mezze, Buffet und Burger überzeugt. Die Leistungen des konkreten Tarifs trotzdem prüfen. - Strandurlaub und Ausflüge verbinden
Für diese Mischung würde ich das Hotel in die engere Wahl nehmen und bewusst ganze Hoteltage freihalten. - Abgeschiedenheit und ein schiffsfreier Meerblick
Dafür wäre es nicht meine erste Wahl. Die Nähe zu den Kreuzfahrtanlegern ist für mich die wichtigste Einschränkung.
Ob das The Rif zu deinem Budget passt, würde ich am konkreten Gesamtpreis für deine Reisedaten, Zimmerwahl und eingeschlossenen Leistungen beurteilen.
Mein Fazit: richtig gutes Hotel, aber die Hafenlage gehört zur Entscheidung
Es ist nicht nur grundsolide, sondern auch richtig gut. Mein geräumiges, gepflegtes Zimmer mit direktem Poolzugang, das Café und das Essen haben mich überzeugt. Dazu kamen die Laufrunden außerhalb des Resorts und schöne Abende in der Beachbar. Das sind für mich gute Gründe, hier Urlaub zu machen.
Ich würde aber weder den abgeräumten Frühstückstisch noch den starken Abgasgeruch am letzten Tag unterschlagen. Vor allem die Kreuzfahrtanleger sind kein Randdetail. Wer dieses Hotel bucht, sollte wissen, wo es liegt und was während der eigenen Reisedaten vor der Küste los sein kann.
Mit diesem Vorbehalt würde ich das The Rif für einen Urlaub aus Strand, gutem Essen und Unternehmungen empfehlen. Und das Zimmer mit Poolzugang würde ich mir wieder genau anschauen. Koffer abstellen, Terrasse auf, ins Wasser – dieser Anfang hat mir ausgesprochen gut gefallen.
Unterwegs auf Curaçao
Die Verbindung aus Willemstad, Meer und Unternehmungen war für mich der Reiz dieser Reise.
Stadt, Küste und die Wege dazwischen
- Curaçao-Reisebericht: Zwischen Willemstad, Kakteen und Meer
- Willemstad entdecken: Kunst und Geschichten hinter den bunten Fassaden
- Laufen und Trailrunning auf Curaçao: meine Morgen zwischen Meer, Stadt und Kakteen
- Buggy-Tour auf Curaçao: selbst am Steuer durch Staub und Kakteen
- Hato Caves auf Curaçao: Lohnt sich die Höhlenführung?
- Playa Kalki: mein Strandtag zwischen Beachclub und Schnorcheln
- Gouverneur de Rouville in Willemstad: gutes Essen im vollen Innenhof
- Chobolobo: mein Besuch bei Senior & Co.
- Meine Curaçao-Packbilanz: Was ich wirklich gebraucht habe
Die Anreise über Amsterdam
- Mit Corendon nach Curaçao: meine Erfahrungen im A350 ab Amsterdam
- Flughafen Amsterdam Schiphol – meine Erfahrungen mit gut sechs Stunden Aufenthalt
- Fliegen mit KLM Cityhopper: Meine Erfahrungen als Zubringer von Hannover nach Amsterdam
- Flughafen Hannover: meine Erfahrungen dort, wo meine erste Flugreise begann
- Mein erster Flug im Airbus A350-900: Warum mich das Flugzeug begeistert


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