Fliegen mit KLM Cityhopper: Meine Erfahrungen als Zubringer von Hannover nach Amsterdam

by Sascha Tegtmeyer | Sep. 27, 2026

Es war morgens um 6:00 Uhr und ich hab mich einfach riesig auf meinen Kaffee gefreut. Aber die haben einem da wirklich nur eine Flasche Wasser in die Hand gedrückt. So begann mein Hinflug mit KLM Cityhopper von Hannover nach Amsterdam. Als kurzer Zubringer zu meiner Curaçao-Reise hat die Verbindung für mich trotzdem gut funktioniert. Besonders die KLM-App war unterwegs eine Hilfe – beim Bordservice und beim Zustand der Kabine fiel mein Eindruck gemischter aus.

Werbung / Pressereise: Diese Reise wurde von Corendon unterstützt. Die Unterstützung hat keinen Einfluss auf meine Berichterstattung. Ich schildere meine eigenen Erfahrungen und bewerte die vorgestellten Angebote ehrlich und unabhängig.

Mein Nackenkissen war schon im Cityhopper dabei, wie du auf dem Foto siehst. Für den kurzen Flug nach Amsterdam brauchst du nicht zwingend eines; bei mir folgte allerdings noch die Langstrecke. Das unten angebotene Trtl Pillow stelle ich dir unabhängig von meinem mitgebrachten Kissen als Option vor. Mehr dazu findest du in meinem älteren Erfahrungsbericht.

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Am 19. September 2026 flog ich von Hannover nach Amsterdam und von dort weiter nach Curaçao. Am 24. September brachte mich die letzte Etappe der Rückreise wieder von Amsterdam nach Hannover. Zwei kurze Flüge, die ihren Zweck erfüllten – und bei denen mir durchaus unterschiedliche Dinge aufgefallen sind.

Pink beleuchteter Flughafen-Turm hinter einem Flugzeug auf dem Vorfeld
Der beleuchtete Turm noch einmal aus der Flugzeugperspektive, kurz vor der ersten Etappe. Foto: Sascha Tegtmeyer.

Hinflug nur mit Wasser, Rückflug mit Snack und Kaffee

Auf dem Rückflug von Amsterdam nach Hannover gab es einen Snack, Wasser und Kaffee. Also genau den Kaffee, auf den ich mich beim frühen Hinflug gefreut hatte. Ich weiß nicht, warum der Service unterschiedlich war. Das ist mir ein Rätsel.

Der Flug dauerte ungefähr eine Stunde. Entsprechend begrenzt war auch die Bedeutung dieser kleinen Enttäuschung für die gesamte Reise. Der fehlende Kaffee machte daraus keinen schlechten Zubringerflug. Aufgefallen ist mir der Unterschied zwischen beiden Richtungen aber schon.

Blick über den Flugzeugflügel auf das beleuchtete Vorfeld im Morgengrauen
Der frühe Zubringer begann, während draußen erst allmählich der Tag anbrach. Foto: Sascha Tegtmeyer.

Meine praktische Konsequenz daraus: Wenn dir morgens der Kaffee wichtig ist, trink ihn besser schon vor dem Boarding. Nach diesen beiden Flügen würde ich jedenfalls nicht fest damit planen, dass auf Hin- und Rückweg dasselbe angeboten wird. Eine allgemeine Aussage darüber, was KLM Cityhopper auf jeder Verbindung serviert, lässt sich aus meiner Erfahrung nicht ableiten.

Die Embraer-Kabine: Zwei Sitze nebeneinander, aber nicht makellos

Geflogen bin ich mit einer Embraer von KLM Cityhopper. Die Kabine hatte eine 2-2-Bestuhlung: jeweils zwei Sitze links und rechts des Gangs. Ich saß am Fenster. Zwischen Fenster- und Gangplatz gab es also keinen zusätzlichen Mittelsitz – eine übersichtliche Anordnung für diese kurze Etappe.

KLM-Cityhopper-Kabine mit jeweils zwei Sitzen links und rechts des Gangs
Die 2-2-Bestuhlung in meiner Cityhopper-Kabine: kein zusätzlicher Mittelsitz zwischen Fenster und Gang. Sichtbare Gesichter wurden anonymisiert. Foto: Sascha Tegtmeyer.

Weniger gut gefiel mir der Zustand der Kabine. Mein Flieger wirkte innen auf mich gebraucht und stellenweise abgenutzt, teilweise auch nicht sauber. Die kleine Toilette empfand ich als eng. Das sind die Dinge, die mir an Bord aufgefallen sind; daraus lässt sich weder etwas über das technische Alter des Flugzeugs noch über die gesamte KLM-Flotte ableiten.

Sascha im Spiegel des kleinen Waschraums im KLM-Cityhopper-Flugzeug
Den kleinen Waschraum empfand ich als eng. Das ist mein Eindruck von diesem Flugzeug, keine Aussage über die gesamte Flotte. Foto: Sascha Tegtmeyer.
Sascha am Flugzeugfenster mit blauem U-förmigem Nackenkissen
Mein blaues Nackenkissen war bereits im Cityhopper dabei. Das Modell ist nicht sicher identifiziert und nicht das separat vorgestellte Trtl Pillow. Foto: Sascha Tegtmeyer.

Für meine Einordnung bleiben das zwei getrennte Punkte: Als Zubringer funktionierte der Flug, bei Sauberkeit und Kabineneindruck hätte ich mir mehr gewünscht. Die kurze Flugdauer macht solche Beobachtungen nicht unwichtig. Sie bestimmt aber mit, wie stark sie für mich bei der Entscheidung über diese Verbindung ins Gewicht fallen.

Die KLM-App hat mir unterwegs wirklich geholfen

Deutlich besser gefallen hat mir die KLM-App. Sie half mir beim Check-in, mit der Bordkarte sowie bei Gate- und Zeitinformationen. Das ist echt mal eine App, auf die man sich verlassen kann. Dieses Gefühl hatte ich auf meiner Reise.

Check-in, digitale Bordkarte und Benachrichtigungen über Verspätungen oder Gateänderungen nennt KLM auch auf seiner offiziellen Seite zur KLM-App. Das ist das beschriebene Angebot des Anbieters; mein positiver Eindruck stammt aus der eigenen Nutzung auf diesen Flügen.

Besonders praktisch fand ich die Sitzwahl: Meinen Fensterplatz konnte ich in der App ohne Aufpreis auswählen. Das galt für meine Buchung und den von mir gewählten Platz. Es ist kein Versprechen, dass jeder Sitz bei jedem KLM-Tarif kostenlos auswählbar ist. Prüfe deshalb bei deiner eigenen Buchung, welche Plätze verfügbar sind und ob dafür ein Preis angezeigt wird.

Die App wäre für mich bei einer weiteren Reise mit KLM jedenfalls wieder dabei. Gerade bei einer Anreise mit mehreren Etappen ist es hilfreich, die Informationen zum jeweiligen Flug schnell zur Hand zu haben.

Als Zubringer nach Amsterdam passend – das Gepäck musst du mitdenken

Für meine Reise war Hannover–Amsterdam nur das erste Stück. In Schiphol waren auf dem Hinweg gut sechs Stunden Aufenthalt eingeplant, bevor es mit der Corendon-Verbindung weiter nach Curaçao ging. Wichtig dabei: Mein Koffer wurde nicht automatisch bis Curaçao durchgecheckt. Ich habe ihn in Amsterdam abgeholt und später für den Weiterflug mit Corendon erneut aufgegeben.

Das gehört für mich zur ehrlichen Bewertung dieses Zubringers dazu. Die kurze Flugzeit allein beschreibt noch nicht, wie die gesamte Anreise abläuft. In meinem Fall kamen Gepäckabholung und erneute Aufgabe hinzu. Es war also nicht einfach nur ein Wechsel von einem Gate zum nächsten.

Gepäckwagen mit Koffer und Rucksack in einem Flughafengang
Vor dem Weiterflug musste mein Koffer wieder mit: abholen, zum Check-in bringen und neu aufgeben. Foto: Sascha Tegtmeyer.

Für deine Planung würde ich genau diesen Ablauf vor der Buchung klären: Wird dein Koffer bis zum endgültigen Reiseziel aufgegeben, oder musst du ihn in Amsterdam abholen und neu einchecken? Plane deinen Aufenthalt nach dem, was bei deiner Verbindung tatsächlich erforderlich ist. Dass meine Reise mit einem großzügig eingeplanten Aufenthalt funktioniert hat, ist keine Empfehlung für einen möglichst knappen Anschluss.

Mein Fazit: Wieder eine Option, wenn der Anschluss passt

Ja, KLM und Amsterdam, das hat alles gut funktioniert. So fällt mein Gesamturteil über diese Zubringeretappen aus. Die hilfreiche App und die unkomplizierte Sitzwahl in meinem Fall stehen neben einem unterschiedlichen Bordservice und einem Kabineneindruck, der mich nicht durchgehend überzeugt hat.

Für eine vergleichbare Reise käme KLM Cityhopper von Hannover nach Amsterdam für mich wieder infrage. Entscheidend wäre bei der nächsten Planung vor allem, wie gut der Weiterflug dazu passt und welcher Gepäckablauf mich in Schiphol erwartet. Den Kaffee würde ich bei einem so frühen Start schon vor dem Boarding trinken.

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Reisejournalist, Autor und Gründer von Just Wanderlust

Ich schreibe auf Just Wanderlust aus eigener Reiseerfahrung über Orte, Meer und Outdoor-Abenteuer. Mehr über mich und meine Arbeit.

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