Ein ruhiger Flug im A350-900, ungefähr fünf Stunden Schlaf und eine sehr freundliche Crew: Meine Reise mit Corendon von Amsterdam nach Curaçao ist mir insgesamt angenehm in Erinnerung geblieben. Auf dem Hinweg blieb sogar der Mittelsitz neben mir frei. Ganz ohne Abstriche ging es allerdings nicht – die Sitze und das Essen überzeugten mich weniger, und auf dem Rückweg kamen etwa drei Stunden Verspätung hinzu. Besonders aufschlussreich war für mich der Unterschied zwischen Hin- und Rückflug: wie viel ein freier Sitz neben einem ausmacht.
Werbung / Pressereise: Diese Reise wurde von Corendon unterstützt. Die Unterstützung hat keinen Einfluss auf meine Berichterstattung. Ich schildere meine eigenen Erfahrungen und bewerte die vorgestellten Angebote ehrlich und unabhängig.
Für die lange Anreise nach Curaçao würde ich ein Nackenkissen ins Handgepäck packen. Dabei zählt für mich die gesamte Strecke mit Umstieg, nicht nur der Flug ab Amsterdam. Einen unpassenden Sitz behebt es allerdings nicht. Meine Nackenkissen-Erfahrungen helfen dir bei der Auswahl; das unten gezeigte Trtl Pillow ist eine separate Option aus meinem älteren Erfahrungsbericht.
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Von Amsterdam nach Curaçao – mit Corendon und World2Fly
Am 19. September 2026 ging es zunächst mit KLM Cityhopper von Hannover nach Amsterdam und anschließend weiter nach Curaçao. Zwischen den Flügen waren gut sechs Stunden Aufenthalt vorgesehen. Meinen Koffer musste ich in Amsterdam abholen und später für den Corendon-Flug neu aufgeben. Er wurde auf dieser Reise also nicht automatisch bis Curaçao durchgecheckt. Für deine eigene Anreise nach Amsterdam ist das eine wichtige Frage, die du vorab für deine Buchung klären solltest.
Nach Jahren soll Curaçao wieder direkt ab Düsseldorf erreichbar sein: Corendon hat für den 14. Dezember 2026 den Start dreimal wöchentlicher Nonstop-Flüge mit einem Airbus A330-300 angekündigt. Damit kommt eine Alternative zur Anreise über Amsterdam hinzu; meine Erfahrungen in diesem Beitrag beziehen sich dagegen auf den A350-900 ab Amsterdam.

Der Check-in für unsere Journalistengruppe war gesondert organisiert und lief für mich angenehm. Das gehörte zum Ablauf der Pressereise. Wie lange du bei einem regulären Check-in wartest, kann ich anhand dieses Sonderablaufs nicht beurteilen; einen selbst gebuchten Priority-Service habe ich damit ebenfalls nicht getestet.

Am Flugzeug waren dann beide Namen zu sehen: groß der World2Fly-Schriftzug am Rumpf, darunter das kleinere Corendon-Logo. Das erklärt auch, weshalb in diesem Erfahrungsbericht beide Unternehmen vorkommen. Corendon bietet die Verbindung in Zusammenarbeit mit der spanischen Fluggesellschaft World2Fly an. Auf der Strecke zwischen Amsterdam und Curaçao kommt dabei der A350-900 zum Einsatz. Meine Corendon-Reise führte mich also an Bord eines World2Fly-Flugzeugs.

Der A350, ein ruhiger Flug und fünf Stunden Schlaf
Ich finde Flugzeuge einfach cool. Ich könnte auch einfach den ganzen Tag Flugzeuge gucken. Beim A350 fiel mir die Begeisterung jedenfalls nicht schwer. Schon von außen wirkte er groß und langgestreckt, und auch die Beleuchtung in der Kabine hat mir gefallen. Also der A350, das ist mein neues Lieblingsflugzeug, glaube ich. Tolles Teil wirklich.
Für die Reise war aber natürlich wichtiger, wie sich die Stunden an Bord anfühlten. Der Flug war auf jeden Fall sehr ruhig. Auf dem Hinweg habe ich ungefähr fünf Stunden geschlafen. Das ist für mich ein ziemlich handfester Pluspunkt auf einer Langstrecke – unabhängig davon, wie begeistert ich vorher vor dem Flugzeug stehe.
Zu dem angenehmen Eindruck trugen auch die Flugbegleiter bei. Und die waren super freundlich. Diese Freundlichkeit gehört für mich ebenso zu der Erinnerung an den Flug wie der A350 selbst. Sie ist auch der Grund, weshalb ich den Umgang der Crew mit uns und meine weniger begeisterte Einschätzung des Essens getrennt betrachte. Das eine war sehr angenehm, das andere traf meinen Geschmack nicht besonders.

Reihe 27 hin, Reihe 6 zurück: Der freie Mittelsitz machte den Unterschied
Auf dem Hinflug saß ich in Reihe 27, und der Mittelsitz neben mir blieb frei. Auf dem Rückflug saß ich deutlich weiter vorn, in Reihe 6 – diesmal mit besetztem Mittelsitz. Für meinen Komfort war dieser Unterschied wichtiger als die kleinere Reihennummer. Der freie Platz neben mir war auf dem Hinweg ein echter Vorteil.
In der Kabine stehen jeweils drei Sitze links, in der Mitte und rechts, dazwischen verlaufen zwei Gänge. Diese 3-3-3-Anordnung ist auch auf meinem Kabinenfoto zu erkennen und entspricht der von Corendon beschriebenen Bestuhlung des A350 auf dieser Strecke. Ein großes Flugzeug bedeutet also nicht automatisch, dass um jeden einzelnen Sitz besonders viel Platz bleibt.

Auch der Sitzabstand war okay. Mit dem Platz für meine Beine kam ich zurecht. Die Sitze selbst empfand ich allerdings als dünn und wenig bequem. Das sind für mich zwei unterschiedliche Dinge: ausreichend Abstand zum Vordersitz zu haben und über mehrere Stunden angenehm zu sitzen. Beim zweiten Punkt hätte ich mir mehr Komfort gewünscht.
Was du bei der Sitzwahl prüfen solltest
Welche buchbare Sitzkategorie meine zugewiesenen Plätze genau hatten, kann ich nicht sicher sagen. Den freien Mittelsitz auf dem Hinflug solltest du deshalb nicht als zugesagte Leistung einer von mir getesteten Kategorie verstehen.
Du kannst bei der Buchung aber gezielt nach einem solchen Vorteil schauen: Corendon nennt in seiner aktuellen Beschreibung der Sitzoptionen ab Amsterdam für Comfort Plus unter anderem einen freien Nachbarsitz sowie Priority-Check-in und Priority-Boarding. Für mich wäre gerade der zugesicherte freie Nachbarsitz ein Punkt, den ich mir bei einer weiteren Reise genauer ansehen würde. Mehr Platz neben mir macht die Sitzpolsterung zwar nicht automatisch bequemer, war auf meinem Hinflug aber sehr willkommen.
Comfort Plus solltest du dabei nicht mit dem gesonderten Business-Class-Angebot ab Düsseldorf verwechseln. Dort geht es um die Verbindung im A330 und damit um ein anderes Angebot als meinen Flug ab Amsterdam im A350.
Meine Konsequenz für die Sitzwahl ist deshalb ziemlich konkret: Hin- und Rückflug einzeln ansehen und prüfen, welche Leistung beim jeweiligen Platz tatsächlich dazugehört. Ein Sitz weiter vorn wäre für mich allein noch kein überzeugendes Argument für einen Aufpreis.
Essen und Getränke: Hier blieben Wünsche offen
Beim Essen fällt mein Urteil zurückhaltender aus. Pasta und Hühnchen haben mich geschmacklich enttäuscht, und auch das Frühstück auf dem Rückflug war für mich kein Highlight. Das Catering gehörte auf dieser Reise nicht zu den Stärken. Für eine weitere Langstrecke würde ich deshalb vor dem Abflug in Ruhe etwas essen und einen passenden Snack fürs Handgepäck einplanen, statt mich ausschließlich auf die Bordmahlzeiten zu verlassen.

Bei den Getränken hätte ich mir mehr Runden durch die Kabine gewünscht. Erst hinterher habe ich erfahren, dass ich mir zwischendurch auch in der Bordküche etwas zu trinken hätte holen können. Beim nächsten Mal würde ich früher bei der Crew nachfragen, wie das zwischen den Getränkerunden gehandhabt wird. Das ist auch mein praktischer Hinweis für dich: Sprich das Team an, wenn du noch etwas brauchst, statt nur auf den nächsten Wagen zu warten.

Ankunft auf Curaçao und ein verspäteter Rückflug
Bei der Ankunft auf Curaçao lief es mit dem Gepäck gut. Koffer kamen an. Koffer kamen mit. Koffer wurden schnell ausgegeben. Damit war auch dieser letzte Teil der Hinreise erfreulich unkompliziert.

Der Rückflug ab Curaçao folgte am 23. September, am 24. September war ich wieder in Deutschland. Auf diesem Rückweg hatte der Langstreckenflug nach meiner Erinnerung etwa drei Stunden Verspätung. Den Grund dafür kenne ich nicht. In meinem Fall verkürzte sich dadurch der ohnehin großzügig vorgesehene Anschlussaufenthalt in Amsterdam. Ein Teil der langen Wartezeit wurde damit zur Zeitreserve.
So ein Puffer ist im Reiseplan erst einmal wenig verlockend. Auf dieser Rückreise war er hilfreich. Daraus würde ich allerdings keine Entwarnung für knappe Verbindungen ableiten. Mein persönlicher Schluss ist vielmehr, einen Anschluss nicht so eng zu planen, dass er nur bei einem pünktlichen Langstreckenflug funktioniert. Eine allgemeine Aussage darüber, wie pünktlich Corendon oder World2Fly fliegen, lässt sich aus diesem Rückflug nicht treffen.
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Mein Fazit: Wieder A350 – und genauer auf den Sitz schauen
Für eine weitere Reise über Amsterdam würde ich meine Aufmerksamkeit vor allem auf die Sitzwahl richten. Der Unterschied zwischen dem freien Mittelsitz auf dem Hinweg und dem besetzten Platz auf dem Rückweg war für mich die nützlichste Erkenntnis aus diesen beiden Flügen. Ich würde also weniger darauf schauen, möglichst weit vorn zu sitzen, sondern darauf, wie viel Platz mir auf beiden Strecken tatsächlich zugesagt wird.
Die Verbindung nach Curaçao ist aus meiner Erfahrung einen genaueren Blick wert, wenn Amsterdam zu deiner Anreise passt. Wer besonders viel Wert auf einen weich gepolsterten Sitz und überzeugende Bordmahlzeiten legt, sollte meine Einschränkungen allerdings ernst nehmen. Allein die Begeisterung für den Flugzeugtyp beantwortet diese Komfortfragen nicht.
Für mich überwiegen die angenehmen Erinnerungen an den ruhigen Hinflug und die sehr freundliche Crew. Im A350 würde ich jedenfalls gern wieder fliegen. Am liebsten mit einem freien Sitz neben mir.
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