Mein erster Flug im Airbus A350-900: Warum mich das Flugzeug begeistert

by Sascha Tegtmeyer | Sep. 25, 2026

Ich finde Flugzeuge einfach cool. Und der Airbus A350-900 hat es mir auf meinem ersten Flug von Amsterdam nach Curaçao besonders angetan: eine große, langgestreckte Maschine, eine Kabinenbeleuchtung, die mir richtig gut gefiel, und ein sehr ruhiger Flug, auf dem ich ungefähr fünf Stunden geschlafen habe. Nur beim Sitzkomfort fällt mein Urteil etwas nüchterner aus. Denn wie sehr mich ein Flugzeug begeistert und wie bequem ich auf meinem konkreten Platz sitze, sind zwei unterschiedliche Dinge.

Werbung / Pressereise: Diese Reise wurde von Corendon unterstützt. Die Unterstützung hat keinen Einfluss auf meine Berichterstattung. Ich schildere meine eigenen Erfahrungen und bewerte die vorgestellten Angebote ehrlich und unabhängig.

Etwa fünf Stunden habe ich im A350 geschlafen. Das schreibe ich keinem bestimmten Nackenkissen zu. Für deine eigene Langstrecke würde ich vorab ausprobieren, womit du im Sitzen zurechtkommst. Ein Kissen behebt keinen unpassenden Sitz. Das Trtl Pillow darunter ist eine separate Auswahloption; meine Erfahrungen mit diesem Modell stammen aus früheren Reisen.

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Schon von außen ein beeindruckendes Flugzeug

Ich könnte auch einfach den ganzen Tag Flugzeuge gucken. Beim A350-900 fand ich vor allem beeindruckend, wie groß und langgestreckt er wirkte. Das Flugzeug selbst war für mich schon ein Teil des Reiseerlebnisses, bevor es überhaupt Richtung Karibik ging.

Dunkel eingefasste Cockpitfenster des weißen World2Fly Airbus A350 am Gate
Die dunkel eingefassten Cockpitfenster und der lange Rumpf gehörten zu den Details, die ich mir vor dem Boarding gern genauer ansah. Foto: Sascha Tegtmeyer.

Auf meiner Aufnahme am Gate in Amsterdam sieht man den langen weißen Rumpf, das große Triebwerk und die dunkel eingefassten Cockpitfenster. Die Fluggastbrücke steht an der Maschine, rundherum befinden sich Fahrzeuge und Geräte für die Abfertigung. Und mittendrin dieser Flieger, den ich mir gern genauer anschaue.

Airbus A350 von World2Fly mit großem Triebwerk und Fluggastbrücke
Der A350 am Gate in Amsterdam: große Maschine, großes Triebwerk und meine Vorfreude auf den ersten Flug mit diesem Typ. Foto: Sascha Tegtmeyer.

Auf dem Rumpf steht groß World2Fly, darunter ist der Corendon-Schriftzug zu erkennen. Die beiden Namen gehören hier zusammen: Corendon beschreibt auf seiner offiziellen Website die Zusammenarbeit mit der spanischen Fluggesellschaft World2Fly und den Einsatz des A350-900 zwischen Amsterdam und Curaçao. Ich war also mit Corendon unterwegs und flog in einem A350-900 von World2Fly.

Die Beleuchtung gefiel mir – und der Flug war sehr ruhig

Auch diese Beleuchtung da drin fand ich toll. Sie gehört zu den Details, die mir von meiner ersten A350-Kabine besonders in Erinnerung geblieben sind. Der gute Eindruck von außen setzte sich für mich an Bord fort.

Lange A350-Kabine mit Sitzbildschirmen und indirekter Deckenbeleuchtung
Die Beleuchtung in der A350-Kabine gefiel mir. Die Größe der Maschine sagt allerdings noch nichts über die Bequemlichkeit des eigenen Sitzes. Foto: Sascha Tegtmeyer.

Dazu kam die Crew. Und die waren super freundlich.

Der Flug war auf jeden Fall sehr ruhig. Ungefähr fünf Stunden habe ich auf dem Hinflug geschlafen. Das ist für mich einer der wichtigsten Eindrücke dieser ersten A350-Erfahrung: Ich habe die Maschine nicht nur gern angeschaut, sondern den Flug auch als angenehm erlebt und konnte lange schlafen.

Dabei möchte ich aus meinem ruhigen Flug keine allgemeine Eigenschaft machen, auf die du dich bei jeder Reise mit diesem Flugzeugtyp verlassen kannst. So habe ich diesen Flug erlebt. Genau deshalb bleibt er mir positiv in Erinnerung.

Die Route über den Atlantik auf dem Sitzbildschirm

Ich saß am Gang. Die passende Aufnahme zu diesem Teil meiner Reise zeigt deshalb die Flugkarte auf dem Bildschirm vor mir: eine grüne Linie von Amsterdam über den Atlantik nach Willemstad. In einer eingeblendeten Außenansicht ist das Flugzeug über den Wolken zu sehen.

Sitzbildschirm mit Flugkarte von Amsterdam über den Atlantik nach Willemstad
Vom Gangplatz aus hielt ich die Flugroute auf dem Sitzbildschirm fest – nicht als Fensterblick über den Atlantik. Foto: Sascha Tegtmeyer.

Das Bild hält ziemlich gut fest, worum es auf diesem Flug ging: mit einer für mich neuen Maschine von Europa in die Karibik. Einen Fensterblick über den Atlantik kann ich dir von meinem Gangplatz nicht beschreiben. Die Flugroute hatte ich auf dem Bildschirm vor mir.

Ein tolles Flugzeug macht noch nicht jeden Sitz bequem

Bei aller Begeisterung lohnt sich der Blick auf die konkrete Kabine. In meiner Maschine standen jeweils drei Sitze links, drei in der Mitte und drei rechts. Diese 3-3-3-Bestuhlung wirkte auf mich dicht. Der große, langgestreckte Flieger von außen und der Platz am eigenen Sitz sind eben unterschiedliche Perspektiven auf dasselbe Flugzeug.

A350-Kabine mit drei Sitzblöcken, zwei Gängen und Sitzbildschirmen
Die 3-3-3-Bestuhlung in meinem A350. Den Sitzabstand fand ich okay, die Sitze selbst dagegen dünn und wenig bequem. Sichtbare Gesichter wurden anonymisiert. Foto: Sascha Tegtmeyer.

Auch der Sitzabstand war okay. Die Sitze selbst empfand ich allerdings als dünn und wenig bequem. Das möchte ich auseinanderhalten: Der Platz für meine Beine war für mich ausreichend, die Bequemlichkeit des Sitzes hat mich weniger überzeugt.

Fünf Stunden schlafen und einen Sitz trotzdem nicht besonders bequem finden, schließen sich für mich nicht aus. Mein insgesamt angenehmer Eindruck vom Flug macht die Sitze nicht nachträglich besser, als ich sie empfunden habe.

Hinzu kam ein Unterschied zwischen den beiden Flügen dieser Reise: Auf dem Hinweg blieb der Mittelsitz neben mir frei, auf dem Rückweg war er besetzt. Auch solche konkreten Bedingungen gehören zu einem Flugerlebnis. Sie lassen sich nicht am Namen des Flugzeugtyps ablesen.

Mitgebrachter Snack vor dem Sitzbildschirm in der violett beleuchteten A350-Kabine
Ein mitgebrachter Snack während des Fluges. Das Foto zeigt keine von der Airline servierte Mahlzeit. Foto: Sascha Tegtmeyer.

Für deine eigene Auswahl würde ich deshalb nicht beim Eintrag „Airbus A350-900“ stehen bleiben. Schau dir zusätzlich an, wie die Kabine auf deinem Flug bestuhlt ist und welchen Sitz du tatsächlich bekommst. Mehr Platz für die Beine beantwortet beispielsweise noch nicht die Frage, ob dir der Sitz selbst bequem genug ist. Bei mir fiel das Urteil über diese beiden Punkte jedenfalls unterschiedlich aus.

Würde ich wieder im A350-900 fliegen? Sehr gern.

Meine Begeisterung für das Flugzeug ist nach dieser Reise geblieben. Ich würde wieder gern in einen A350-900 einsteigen. Bei der Sitzwahl würde ich allerdings genauer hinschauen, statt von der großen Maschine automatisch auf einen besonders bequemen Platz zu schließen.

Für mich ist das kein Grund, den ersten Flug im Nachhinein schlechter zu bewerten. Die Freude an diesem Flugzeug war echt, ebenso der angenehme Eindruck unterwegs. Ich muss dafür nicht behaupten, dass an Bord alles perfekt gewesen wäre.

Also der A350, das ist mein neues Lieblingsflugzeug, glaube ich. Tolles Teil wirklich.

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Über Sascha Tegtmeyer

Reisejournalist, Autor und Gründer von Just Wanderlust

Ich schreibe auf Just Wanderlust aus eigener Reiseerfahrung über Orte, Meer und Outdoor-Abenteuer. Mehr über mich und meine Arbeit.

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