Meine Curaçao-Packliste: Was ich gebraucht habe – und was ich nächstes Mal ändere

by Sascha Tegtmeyer | Okt. 4, 2026

»Nie im Leben werde ich eine Jeans tragen auf der Reise. Das weiß ich jetzt schon. Ich werde sie deshalb einpacken. Ja, ich werde sie natürlich trotzdem einpacken.« Das stand vor der Abreise in meiner Packnotiz. Treffender hätte ich mein Verhältnis zum Koffer kaum beschreiben können. Meine Curaçao-Packliste führte jedenfalls zu reichlich Gepäck. Zurückgekommen bin ich mit einer durchaus widersprüchlichen Bilanz: Ich habe eigentlich fast alles genutzt. Nächstes Mal möchte ich trotzdem weniger mitnehmen.

Werbung / Pressereise: Diese Reise wurde von Corendon unterstützt. Die Unterstützung hat keinen Einfluss auf meine Berichterstattung. Ich schildere meine eigenen Erfahrungen und bewerte die vorgestellten Angebote ehrlich und unabhängig.

Ich hatte für Laufen, Schnorcheln, Fotografie und Arbeit gepackt. Jede dieser Entscheidungen hatte für sich genommen einen Sinn. Zusammen wurden sie ziemlich schwer. Wenn du gerade deine eigene Reise vorbereitest, lohnt sich deshalb der Blick darauf, was davon zu deinem Urlaub passt. Die Erlebnisse dazu findest du in meinem Curaçao-Reisebericht. Hier geht es um das Gepäck, das sie begleitet hat.

29,3 Kilo beim Packen: Das »nur« beim Rucksack war optimistisch

Am 18. September lag mein Zwischenstand beim Packen bei 20,3 Kilo im Koffer und 9 Kilo im großen Rucksack. Zusammen waren das 29,3 Kilo. Über den Rucksack schrieb ich tatsächlich, er wiege »nur 9 Kilo aktuell«. Das »nur« lasse ich jetzt einfach mal so stehen. Einen kleinen Rucksack hatte ich zusätzlich in den Koffer gepackt.

Im Rückblick lässt sich dieses Gepäck nicht einfach in gebraucht und überflüssig aufteilen. Meine Antwort nach der Reise lautete: »Ich habe eigentlich fast alles genutzt.« Fotoausrüstung, Arbeitssachen, Trailrunning- und Schnorchelsachen hatten ihre Aufgaben. Dazu kamen Produkte für Fotoaufträge, die ebenfalls Platz brauchten. Wenn ich weniger mitnehmen möchte, muss ich also auch Dinge hinterfragen, die einen Zweck erfüllt haben. Auch tatsächlich genutzte Ausrüstung kann in der Summe mehr sein, als ich angenehm mitnehmen möchte.

Laufsachen für Willemstad, Trailrunningschuhe für den steinigen Untergrund

Die Sportsachen waren ein Teil des Gepäcks, dessen Zweck sich auf Curaçao bestätigt hat. Ich war morgens in Willemstad laufen und habe einen eigenen Trailrun über steinigen Untergrund gemacht. In meinen Erfahrungen mit Laufen und Trailrunning auf Curaçao beschreibe ich diese Runden. Dafür hatte ich Sport- und Trailrunningschuhe sowie Laufshorts dabei.

Sascha Tegtmeyer läuft vor roten und gelben Häusern in Willemstad.
Laufen in Willemstad: Für diese Runden waren die Sportsachen mitgereist. Foto: Sascha Tegtmeyer.

Daneben gehörten leichte Alltagskleidung, Flip-Flops und Badeshorts ins Gepäck. Es gab schließlich auch eine Stadtführung durch Willemstad, die Buggyfahrt, die Hato Caves und das Essen beim Gouverneur. Für meine nächste Auswahl möchte ich bei diesen tatsächlichen Aktivitäten anfangen. Die Jeans aus meiner Packnotiz erinnert mich daran, wie schnell ein vorsorgliches »vielleicht doch« eine bereits getroffene Entscheidung wieder aushebelt.

Bei den Schuhen würde ich genauer hinschauen, bevor ich Gewicht streiche. Der felsige Boden meines Trailruns gehörte ebenso zu dieser Reise wie die Stadtwege. Für mich hatten die Trailrunningschuhe deshalb einen konkreten Anlass. Wenn du ausschließlich durch Willemstad spazieren und zum Strand gehen möchtest, brauchst du meine Laufpläne nicht mitzupacken. Wenn du laufen willst, überlege zuerst, auf welchem Untergrund. Daraus ergibt sich eine sinnvollere Auswahl als aus dem Wunsch, für jede denkbare Sportart ausgerüstet zu sein.

Laufschuhe auf felsigem Boden.
Steiniger Untergrund gehörte zu meinem Trailrun auf Curaçao. Das spielt auch bei meiner nächsten Schuhauswahl eine Rolle. Foto: Sascha Tegtmeyer.

Schnorchelsachen für Playa Kalki und die Hotelbucht

Ich war bei Playa Kalki schnorcheln und auch an der Hotelbucht im Wasser. Maske, Schnorchel und Urlaubsflossen waren dafür dabei, außerdem eine wasserdichte Handyhülle. Die Schnorchelsachen gehören damit zu dem Gepäck, das ich für eine Reise mit vergleichbaren Plänen wieder einpacken würde.

Sascha Tegtmeyer mit Schnorchelmaske im türkisfarbenen Meer.
Auf Curaçao war ich auch schnorcheln. Die Ausrüstung dafür gehörte zu meinem Gepäck. Foto: Sascha Tegtmeyer.

Das nimmt ihnen weder das Gewicht noch den Platzbedarf. Es erklärt aber, weshalb sie im Koffer waren. Für deine Auswahl ist die Frage, ob Schnorcheln zu deinen konkreten Plänen gehört. Bei mir war es so. Zusammen mit den Laufsachen entsteht daraus bereits eine umfangreichere Packliste. Wenn du beides vorhast, ist es sinnvoll, diesen Platz früh einzuplanen. Sonst wirkt jede Gruppe für sich überschaubar, und erst beim fertigen Koffer fällt auf, was zusammenkommt.

Mein Laptop war Arbeitsgerät – das iPad bleibt eine Möglichkeit fürs nächste Mal

Der größte Unterschied zu einer reinen Urlaubspackliste steckte in meinen Arbeitssachen. Dabei waren ein MacBook mit 14 Zoll, iPhone und iPad sowie Kamera- und Fotoequipment. Dazu kamen Mikrofone, SSDs, Ladekabel, eine Powerbank und die Apple Watch mit Ladegerät. Das ist die Ausrüstung für meine Mischung aus Reise und Arbeit. Für deinen Urlaub musst du daraus keinen Bedarf ableiten.

Den Laptop habe ich auf Curaçao tatsächlich gebraucht. Im Hotelzimmer ließ ich KI-Agenten für mich weiterarbeiten; das war ein Grund, das MacBook mitzunehmen. Wie digitale Werkzeuge in diese Reise eingebunden waren, beschreibe ich in meinen Erfahrungen mit digitaler Reiseplanung und KI auf Curaçao. Der Rechner war also auch vor Ort Teil meiner Arbeit.

Doppelbett, Schreibtisch und Kaffeemaschine in einem Zimmer im The Rif auf Curaçao.
Im The Rif habe ich am Laptop gearbeitet. Den Steckdosenadapter brauchte ich in meinem Zimmer nicht. Foto: Sascha Tegtmeyer.

Grundsätzlich lasse ich den Laptop nach Möglichkeit lieber zu Hause und würde eher aufs iPad setzen. Für die nächste Reise möchte ich deshalb vorher klären, welche Arbeiten wirklich anstehen und ob ich sie darauf erledigen kann. Auf dieser Reise habe ich das iPad als alleinigen Ersatz nicht ausprobiert. Ein leichterer Plan hilft mir wenig, wenn die Arbeit damit anschließend nicht funktioniert.

Bei der Kamera gilt für mich dieselbe Überlegung: Was möchte oder muss ich fotografieren? Meine Fotoaufträge erklären einen Teil der Ausrüstung, die du für persönliche Urlaubsbilder möglicherweise gar nicht brauchst. Die Frage, ob das Smartphone im Urlaub als einzige Kamera reicht, ist deshalb ein guter Ausgangspunkt. Erst aus deiner Antwort ergibt sich, welche zusätzliche Technik einen Platz verdient.

Zur Arbeitsplanung gehört außerdem die Verbindung ins Internet. Meine eSIM funktionierte zunächst nicht und wurde erst spät mit Unterstützung des Supports nutzbar. Sie war auf dieser Reise also keine von Anfang an verlässliche Ausweichlösung. Die Einzelheiten stehen in meinem Holafly-Erfahrungsbericht für Curaçao. Wenn ich unterwegs arbeiten möchte, muss ich auch diesen Teil einplanen. Ein gepackter Laptop allein erledigt die Vorbereitung noch nicht.

Der Adapter blieb in meinem Zimmer ungenutzt

Ein Gegenstand war für mich tatsächlich entbehrlich: der Steckdosenadapter. In meinem konkreten Zimmer im The Rif auf Curaçao gab es Schuko-Steckdosen, deshalb habe ich ihn dort nicht gebraucht. Daraus würde ich keine Packregel für die ganze Insel machen. Entscheidend ist die Ausstattung deiner Unterkunft und deines Zimmers.

Für die nächste Reise möchte ich diese Frage vor dem Packen mit der Unterkunft klären. Kann ich meine Geräte dort direkt anschließen, lässt sich der Adapter entsprechend beurteilen. Allein aus meiner Erfahrung mit diesem einen Zimmer würde ich ihn für eine andere Unterkunft nicht streichen. Ausgerechnet beim ungenutzten Gegenstand ist meine Konsequenz also: erst nachfragen.

Den großen Rucksack möchte ich ersetzen

Die deutlichste Änderung betrifft den großen Pacsafe, den ich mitgenommen hatte. Ich finde ihn schön. Für meine Nutzung war er allerdings »unfassbar unpraktisch«, wie ich es nach der Reise beschrieben habe. Vor allem sein hohes Eigengewicht stört mich. Nächstes Mal möchte ich einen leichteren Rucksack nehmen.

Damit fange ich beim Behälter an, bevor ich eine tatsächlich genutzte Ausrüstung streiche. Außerdem möchte ich den Rucksack mit der vorgesehenen Beladung tragen und beurteilen, ob das für mich angenehm ist. Beim Packen hatte ich selbst schon gesagt: »Ich muss es ja auch nicht unbedingt alles komplett ausnutzen.« Den Satz möchte ich künftig etwas ernster nehmen. Platz zu haben verpflichtet mich schließlich nicht, ihn zu füllen.

Was ich wieder mitnehmen würde – und was du daraus ableiten kannst

Für die nächste Curaçao-Packliste ergeben sich daraus wenige konkrete Entscheidungen. Welche davon zu dir passen, hängt vor allem an deinen Aktivitäten und daran, ob du unterwegs arbeitest.

  • Lauf- und Trailrunningausrüstung: für meine tatsächlichen Runden.
    Meine Konsequenz: Nach dem geplanten Untergrund auswählen.
    Für Urlauber: Nur einplanen, wenn du selbst laufen möchtest.
  • Schnorchelsachen: für Playa Kalki und die Hotelbucht.
    Meine Konsequenz: Bei ähnlichen Plänen wieder mitnehmen.
    Für Urlauber: Am geplanten Schnorcheln ausrichten.
  • Laptop und Fotoausrüstung: für meine Arbeit.
    Meine Konsequenz: Arbeitsumfang prüfen; iPad als mögliche Alternative vorher erproben.
    Für Urlauber: Kamera nach deinen Bildern auswählen; Arbeitsgeräte nach tatsächlichem Bedarf.
  • Steckdosenadapter: in meinem Zimmer ungenutzt.
    Meine Konsequenz: Die Ausstattung vorab erfragen.
    Für Urlauber: Die eigene Unterkunft prüfen.
  • Großer Rucksack: dabei, für mich zu viel Eigengewicht.
    Meine Konsequenz: Ein leichteres Modell wählen.
    Für Urlauber: Eigengewicht und Tragekomfort mit der vorgesehenen Beladung beurteilen.

Die Gepäckentscheidung muss zur ganzen Anreise passen

Meine Anreise begann am Flughafen Hannover; der KLM-Cityhopper-Flug nach Amsterdam war der Zubringer. Schon deshalb würde ich beim Packen nicht nur auf den langen Flug schauen. Die Ausrüstung muss zur gesamten Verbindung passen.

Nach dem Umstieg in Amsterdam-Schiphol ging es mit Corendon weiter nach Curaçao. Für deine Planung prüfst du am besten die gesamte Reisekette, deine Buchung und die jeweils geltenden Gepäckbedingungen. Die offiziellen KLM-Angaben zum Handgepäck unterscheiden nach Reiseklasse und Tickettyp. Die Corendon-Gepäckinformationen unterscheiden nach Airline und Strecke und behandeln Amsterdam–Curaçao ausdrücklich gesondert.

Für mich bleibt nach dieser Reise eine ziemlich praktische Aufgabe: Ich möchte leichter packen und weiterhin laufen, schnorcheln, fotografieren und bei Bedarf arbeiten können. Ein leichterer Rucksack ist meine klarste Entscheidung. Bei Laptop und Fotoausrüstung will ich genauer vom konkreten Auftrag ausgehen. Ich habe fast alles genutzt – jetzt möchte ich erreichen, dass sich diese Auswahl auch angenehmer mitnehmen lässt.

Welche Unternehmungen hinter dieser Packbilanz stehen, zeigt meine Curaçao-Übersicht mit Anreise, Unterkunft und Ausflügen.

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Reisejournalist, Autor und Gründer von Just Wanderlust

Ich schreibe auf Just Wanderlust aus eigener Reiseerfahrung über Orte, Meer und Outdoor-Abenteuer. Mehr über mich und meine Arbeit.

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