Gouverneur de Rouville in Willemstad: gutes Essen im vollen Innenhof

by Sascha Tegtmeyer | Okt. 1, 2026

Es war richtig voll am Abend. Am 21. September 2026 saß ich mit meinen Kollegen im Innenhof des Grand Cafés Gouverneur de Rouville in Willemstad. Es war laut, es war lebendig, und ich frage mich bei solchen Gelegenheiten immer, wie das Personal bei so viel Betrieb überhaupt den Überblick behält. Hier gelang das ausgesprochen gut, auch zwischen unseren Gängen passte der Ablauf.

Zwei Tage zuvor war ich mit meinem Corendon-Flug von Amsterdam nach Curaçao auf der Insel angekommen. Zu den Erinnerungen, die ich von dieser Reise mitgenommen habe, gehört dieser Restaurantabend ziemlich eindeutig dazu. Das liegt am Essen, aber auch daran, dass meine Kollegen mich von ihren Bestellungen probieren ließen. So kam zu meinem eigenen Menü noch einiges hinzu, das ich vermutlich nicht unbedingt selbst ausgesucht hätte.

Werbung / Pressereise: Diese Reise wurde von Corendon unterstützt. Die Unterstützung hat keinen Einfluss auf meine Berichterstattung. Ich schildere meine eigenen Erfahrungen und bewerte die vorgestellten Angebote ehrlich und unabhängig.

Beleuchtete gelbe Fassade des Gouverneur de Rouville am Abend
Die beleuchtete Fassade des Gouverneur de Rouville. Foto: Sascha Tegtmeyer

Ein Restaurant am Hafen, in dem ordentlich Leben war

Die Lage in Otrobanda fand ich ausgesprochen schön: zentral am Hafen von Willemstad, mit dem Blick auf die Pontonbrücke, die bei meinem Besuch nach ihrer Reparatur wieder da war. Das ist eine Umgebung, in der sich ein Restaurantabend gut mit einem Besuch der Stadt verbinden lässt. Die bunten Straßen und die Lage am Wasser gehören für mich zum Reiz von Willemstad; einen ersten Überblick über die Verbindung von Stadt und Küste findest du auf meiner Curaçao-Seite.

Unser Abend spielte sich im gut besuchten Innenhof ab. Mir gefiel diese lebendige Atmosphäre, wobei ich die Lautstärke ausdrücklich dazusagen würde, wenn mich jemand nach einer Empfehlung fragt. Wer sich zum Essen vor allem Ruhe wünscht und ein sehr leises Gespräch führen möchte, hat andere Ansprüche als jemand, der gern mitten im Betrieb sitzt. Für einen stillen, zurückgezogenen Dinnerabend wäre der Innenhof so, wie ich ihn erlebt habe, nicht meine erste Wahl.

Belebter Restaurant-Innenhof mit Brunnen, Palmen und Lichterketten
Der Innenhof während unseres Restaurantabends. Foto: Sascha Tegtmeyer

Bemerkenswert fand ich, wie souverän der Service damit umging. Das Personal machte auf mich einen sehr guten Eindruck, und die Gänge folgten angenehm aufeinander. Bei einem vollen Restaurant kann genau das den Abend prägen: Man möchte sein Essen genießen können, während rundherum viel los ist. Bei uns hat das funktioniert.

Was ich selbst bestellt habe

Beef Tenderloin Carpaccio und Beef Tenderloin

Meine Vorspeise war das Beef Tenderloin Carpaccio. Und das war definitiv ein Volltreffer, es war supergut! Ich hatte rohes Rind als Auftakt gewählt und war damit sehr zufrieden. Zum Hauptgericht gab es das Beef Tenderloin, also das Rinderfiletsteak, das mich ebenfalls überzeugt hat.

Rindercarpaccio mit Rucola und Käse auf einem Teller im Gouverneur
Mein Beef Tenderloin Carpaccio als Vorspeise. Foto: Sascha Tegtmeyer
Beef Tenderloin mit Sauce und Gemüse auf einem Teller im Gouverneur
Mein Beef Tenderloin im Gouverneur. Foto: Sascha Tegtmeyer

Die beiden eigenen Gerichte sind der Kern meiner Empfehlung für das Gouverneur. Bananensuppe, Lachs und Nudeln kamen als Kostproben von den Bestellungen meiner Kollegen hinzu.

Mein Mojito und ein Dessert, dessen Namen ich nicht mehr weiß

Dazu hatte ich einen Mojito, der mir ebenfalls sehr gut geschmeckt hat. Auch das Dessert war gut, nur seinen genauen Namen bekomme ich nicht mehr zusammen. Auf meinen Fotos erinnert es mich an einen Brownie mit etwas Nussigem und Karamellartigem, dazu etwas, das wie Baiser aussieht.

Mojito mit Limette und Minze auf dem Restauranttisch
Mein Mojito im Gouverneur. Foto: Sascha Tegtmeyer
Dessertteller mit karamellfarbenem Dessert und dunklem Kuchen im Gouverneur
Der Dessertteller von unserem Abend im Gouverneur. Foto: Sascha Tegtmeyer

Was beim Anschauen der Essensbilder dagegen sofort wieder da war, war mein Appetit. Wenn ich das so sehe, könnte ich es sofort wieder essen. Dass mir der Dessertname entfallen ist, ändert an der guten Erinnerung an diesen Abschluss nichts.

Die Bananensuppe kam als Kostprobe – und hat mich überrascht

Meine Kollegen machten sich einen Spaß daraus, mich von ihren Gerichten probieren zu lassen. Dadurch bekam ich mehr Eindrücke, als meine eigene Bestellung hergegeben hätte. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir die Cuban Banana Soup.

Probiert habe ich dann auch diese Bananensuppe, die war köstlich. Die Idee einer Bananensuppe reizt mich normalerweise wenig; entsprechend schön fand ich, dass sie mir hier so gut schmeckte. Das war für mich die eigentliche kulinarische Überraschung des Abends. Carpaccio und Steak hatte ich bewusst ausgewählt, die Suppe kam über die Neugier und die Großzügigkeit am Tisch dazu.

Auch vom Lachsfilet bekam ich etwas ab und fand es sehr gut. Und die Nudeln waren auch sehr gut. Mein positiver Eindruck geht also über meine beiden eigenen herzhaften Gerichte hinaus, bleibt aber auf das beschränkt, was ich an diesem Abend tatsächlich gegessen habe.

Die Portionsgrößen fand ich gut, und hinterher war ich ausgesprochen satt. Dazu haben selbstverständlich auch die zusätzlichen Kostproben beigetragen.

Wie ich die Preise im Gouverneur einordne

Mein erster flapsiger Kommentar zu den Preisen lautete, das koste „eine halbe Niere“. Rückblickend würde ich das deutlich weniger dramatisch formulieren. Günstig fand ich das Gouverneur nicht, aber angesichts der Qualität des Essens und der Portionen auch nicht unangemessen teuer. Das ist die Einschätzung, bei der ich nach diesem Abend bleibe.

Für einen Restaurantbesuch mit mehreren Gängen würde ich bewusst Budget einplanen. Wer jeden Abend möglichst preiswert essen möchte, sucht vermutlich etwas anderes. Wenn es um einen ausgewählten Abend mit gutem Essen in zentraler Lage geht, fand ich das Verhältnis stimmig.

Vier Preise von meiner fotografierten Karte

Am 21. September 2026 habe ich die Speisekarte fotografiert. Darauf stehen diese vier Beispiele; sie zeigen den damaligen Kartenstand und bilden keine Rechnung für unseren Abend ab.

Fotografierte Dinner-Speisekarte mit Gerichten und Preisen im Gouverneur
Auszug aus der fotografierten Speisekarte im September 2026. Die Preise stehen in Caribbean Guilders, nicht in Euro. Foto: Sascha Tegtmeyer
  • Beef Tenderloin Carpaccio, Vorspeise
    Bei meinem Besuch: Selbst bestellt
    Damals fotografierter Kartenpreis: 31,75 Cg
  • Cuban Banana Soup
    Bei meinem Besuch: Bei Kollegen probiert
    Damals fotografierter Kartenpreis: 18,75 Cg
  • Tournedos / Beef Tenderloin Steak
    Bei meinem Besuch: Selbst bestelltes Hauptgericht
    Damals fotografierter Kartenpreis: 57,75 Cg
  • Salmon Fillet, Dinner-Grillgericht
    Bei meinem Besuch: Bei Kollegen probiert
    Damals fotografierter Kartenpreis: 52,75 Cg

Die Währung ist dabei entscheidend: Auf der fotografierten Karte steht ausdrücklich „Prices are in Caribbean Guilders“. Die Beträge sind also in Karibischen Gulden angegeben. Diese Währung ist laut Zentralbank von Curaçao und Sint Maarten seit dem 31. März 2025 gesetzliches Zahlungsmittel; den Hinweis habe ich am 3. Oktober 2026 geprüft.

Die Zahlen in dieser Übersicht sind keine Europreise und keine Zusage für deinen späteren Besuch. Für die Planung zählt die dann gültige Karte. Wenn du dein Reisebudget vorbereitest, lohnt daneben ein Blick auf die Konditionen deiner Reisekreditkarte, insbesondere für Fremdwährungen. Welche Zahlungsmittel du im Restaurant nutzen kannst, klärst du am besten direkt dort.

An diesem Abend war es hilfreich, neben dem Essen auch die Karte festzuhalten. Auf einem Tellerfoto lassen sich Namen und Preise später nur begrenzt rekonstruieren, wie mein Dessert zeigt. Das passt zu meinem Umgang mit Reiseerinnerungen: Im Beitrag zum Reisen mit iPhone und iPad beschreibe ich, wie ich unterwegs fotografiere und anschließend meine Aufnahmen sichte.

So würde ich den Restaurantabend in die Reise einbauen

Zu meinen Tagen auf Curaçao gehörten die Stadt, das Meer und die Bewegung draußen. Für mich darf sich das auch beim nächsten Besuch abwechseln. Wer einen Aktivurlaub plant, kann Zeit für einen ausgedehnten Abend in Willemstad genauso bewusst freihalten wie für einen Ausflug. Nach einem Tag unterwegs möchte ich beim Essen jedenfalls nicht schon wieder auf die Uhr schauen müssen.

Ich würde deshalb zwischen dem letzten Tagesziel und dem Restaurant etwas Luft lassen. Ob du vorher am Strand bist oder durch Willemstad läufst: Der Weg zur Unterkunft, eine Pause und der anschließende Weg zum Essen gehören mit in die Reiseplanung. Eine Reservierung würde ich für einen Abend, auf den du dich festgelegt hast, direkt beim Restaurant anfragen. Unser voller Innenhof ist für mich dafür ein guter Anlass.

Laterne vor der beleuchteten Fassade des Gouverneur de Rouville
Abends vor dem Gouverneur de Rouville. Foto: Sascha Tegtmeyer

Auch die Lage deiner Unterkunft spielt hinein. Wenn du häufiger abends in Willemstad essen möchtest, ist der Rückweg ein konkretes Kriterium bei der Entscheidung zwischen Hotel und Ferienwohnung. Bei einem Hotel mit eingeschlossenem Abendessen kommt die Frage dazu, an welchen Abenden du trotzdem gern in der Stadt essen möchtest. Für einen Besuch wie diesen würde ich mir den Raum bewusst lassen.

Einen fest verplanten Restaurantabend würde ich außerdem nicht unnötig eng an eine lange Anreise legen. Falls du wie ich über Amsterdam fliegst, geben dir meine Erfahrungen mit dem Aufenthalt in Schiphol einen Eindruck davon, was vor dem eigentlichen Urlaub noch zum Reisetag gehören kann.

Adresse, Küchenzeiten und Karte für deinen Besuch

Betreiberangaben, geprüft am 3. Oktober 2026: Die offizielle Website des Gouverneur de Rouville nennt De Rouvilleweg 9F, „2nd floor“, Otrobanda, Willemstad. Die Küche bietet laut Betreiber täglich von 10 bis 16 Uhr Mittagessen und von 17:30 bis 22 Uhr Abendessen an. Die online bereitgestellte Dinnerkarte und Dessertkarte kannst du vorab ansehen; Angebot, Preise und Zeiten solltest du vor deinem Besuch noch einmal prüfen.

Für die Orientierung würde ich Restaurant und Unterkunft vorab in der Karten-App speichern. Wie ich solche Orte und Reisedaten griffbereit halte, erkläre ich in meinem Beitrag über Apple Maps und Wallet auf Reisen. Wenn du unterwegs die Speisekarte oder den Standort aufrufen möchtest, gehört auch ein funktionierender mobiler Datentarif zur Vorbereitung; meine Erfahrungen mit eSIMs im Ausland helfen dir, die Einrichtung vor der Reise zu durchdenken.

Meine Empfehlung nach diesem Abend

Ich würde wieder hingehen. Mein Carpaccio und mein Steak waren sehr gut, die Bananensuppe hat mich positiv überrascht, und das Personal kam mit dem vollen Innenhof souverän zurecht. Für einen zentralen Restaurantabend in Willemstad ist das für mich eine überzeugende Kombination.

Bei der Empfehlung gehören die beiden Einschränkungen dazu: Ein sehr kleines Budget und der Wunsch nach einem ausgesprochen ruhigen Abend passen weniger zu dem Besuch, den ich erlebt habe. Wer dagegen gern gut isst und sich an einem lebendigen Innenhof nicht stört, dem würde ich das Gouverneur nach meinem Abend dort empfehlen. Und die Bananensuppe würde ich bei der Auswahl zumindest genauer ansehen.

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Reisejournalist, Autor und Gründer von Just Wanderlust

Ich schreibe auf Just Wanderlust aus eigener Reiseerfahrung über Orte, Meer und Outdoor-Abenteuer. Mehr über mich und meine Arbeit.

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