Ich bin in Los Gigantes zu einer etwa dreistündigen Whale-Watching-Tour gestartet. Das ehrliche Ergebnis: Ich habe auf dieser Ausfahrt keinen Wal gesehen. Dafür konnte ich Große Tümmler beobachten – Delfine in freier Wildbahn. Genau deshalb ist diese Erfahrung nützlich: Sie zeigt, was Walbeobachtung wirklich bedeutet, wenn man die Werbebilder aus dem Kopf nimmt und Wildtiere nicht mit einem Fahrplan verwechselt.
Wer nach Whale Watching Teneriffa Erfahrungen sucht, möchte meistens wissen, ob sich eine solche Tour lohnt. Meine Antwort lautet: Ja, wenn du eine verantwortliche Wildtierbeobachtung buchst und offenlässt, welche Tiere tatsächlich erscheinen. Eher nein, wenn der Ausflug für dich nur dann erfolgreich ist, wenn ein Wal neben dem Boot auftaucht. Eine Artenliste ist kein Leistungsversprechen.
Für mich kommt noch eine klare persönliche Grenze hinzu: Ich habe mich auf Teneriffa bewusst gegen einen Besuch im Loro Parque entschieden, weil dort Delfine und Orcas in Gefangenschaft gehalten werden. Ich möchte Wale und Delfine ausschließlich in freier Wildbahn sehen. Das macht die Auswahl des Anbieters wichtiger als vollmundige Sichtungsversprechen – und die Möglichkeit, gar keinen Wal zu sehen, gehört untrennbar dazu.
Lohnt sich Whale Watching auf Teneriffa?
Eine Whale-Watching-Tour auf Teneriffa kann sich sehr lohnen. Aber nicht als bestellbare Walsichtung, sondern als kontrollierte Annäherung an einen natürlichen Lebensraum.
Auf meiner Tour gab es drei tragende Elemente: die Ausfahrt ab Los Gigantes, die Perspektive vom Wasser auf Hafen und Felsküste sowie die Beobachtung der Großen Tümmler. Ein Wal gehörte nicht dazu. Trotzdem war die Tour nicht automatisch wertlos, denn Delfine sind keine Ersatzbesetzung, die einspringt, wenn der Hauptdarsteller frei hat.
Du solltest den Ausflug deshalb nicht nach der Frage bewerten: „Habe ich die Tierart bekommen, die ich bestellt habe?“ Die bessere Frage lautet: „Wurde mir eine verantwortliche Möglichkeit gegeben, frei lebende Tiere zu beobachten, ohne sie zu bedrängen?“
Eine gute Tour kann diese Frage mit Ja beantworten, selbst wenn keine Wale erscheinen. Eine schlechte Tour wird nicht dadurch gut, dass zufällig ein Wal auftaucht.

Meine direkte Empfehlung lautet daher:
- Buche die Tour, wenn du dich für Meerestiere, ihren Lebensraum und eine Beobachtung ohne Sichtungsgarantie interessierst.
- Lass sie aus, wenn du ausschließlich für ein bestimmtes Walbild bezahlst und jede andere Begegnung als Enttäuschung betrachten würdest.
Warum Los Gigantes ein sinnvoller Startpunkt sein kann
Los Gigantes ist nicht der einzige Ausgangspunkt für Wal- und Delfinbeobachtungen auf Teneriffa und auch nicht automatisch für jeden Urlauber der beste. Für meine Tour war der Ort jedoch ein schlüssiger Startpunkt.
Ich kannte den Hafen, die Felsen und die Küstenlinie aus meiner eigenen Reise. Während der Ausfahrt wurde daraus eine zusammenhängende Perspektive: Los Gigantes war nicht nur der Ort, an dem ich an Bord ging, sondern ein sichtbarer Teil des Erlebnisses. Hafen, Küste und die markante Felskulisse ließen sich vom Wasser aus anders einordnen als vom Land.
Das ist kein nebensächliches Detail. Bei einer Wildtierbeobachtung weißt du vorher nicht, welche Tiere auftauchen. Eine interessante Ausgangslandschaft trägt das Erlebnis deshalb mit, ohne die Tiere zur Dekoration zu degradieren.
Hinzu kommt die praktische Auswahl: Die Tourismusorganisation Teneriffas führt auf ihrer Seite zum Whale Watching auf Teneriffa verschiedene autorisierte Ausflugsangebote auf. Auch in Los Gigantes starten mehrere genehmigte Boote. Das macht den Hafen zu einer naheliegenden Option, aber nicht zu einem Ort mit eingebauter Walgarantie.
Ob Los Gigantes gut in deine Reise passt, hängt vor allem von deinem Standort und deiner übrigen Planung ab. Für den Gesamtüberblick findest du in meinem Teneriffa-Reisebericht mit Tipps und Erfahrungen die breitere Einordnung der Insel. Bei der Wahl deiner Basis hilft außerdem mein Vergleich Teneriffa Norden oder Süden.
Meine dreistündige Tour: Was tatsächlich passiert ist
Die belastbare Kurzfassung meiner Erfahrung ist schnell erzählt: Start in Los Gigantes, ungefähr drei Stunden auf dem Wasser, keine Wale, dafür Große Tümmler.
Ich könnte diese Geschichte künstlich aufblasen, aber genau das wäre bei einem Erfahrungsbericht über Wildtiere die falsche Richtung. Ich weiß nicht mehr belastbar, welchen konkreten Bootstyp ich damals gewählt hatte, wie groß die Gruppe war, welche Route exakt gefahren wurde oder welcher Anbieter die Tour durchführte. Deshalb leite ich daraus weder eine Firmenempfehlung noch Aussagen über Verpflegung, Komfort oder optimale Bootsgrößen ab.
Was ich sicher sagen kann: Ich habe auf meiner Ausfahrt keine Wale gesehen. Wer einen Erfahrungsbericht nur dann interessant findet, wenn darin garantiert ein Wal auftaucht, bekommt hier keine nachträglich geschönte Version.
Keine Wale gesehen – und genau das ist die wichtige Information
Der Begriff Whale Watching erzeugt eine sehr konkrete Erwartung. Man bucht eine Tour mit „Whale“ im Namen und stellt sich entsprechend Wale vor. Die Tiere kennen allerdings weder den Produktnamen noch den Abfahrtsplan.
Die offiziellen Tourismusseiten verweisen auf ganzjährig vorkommende Populationen und eine große Artenvielfalt in den Gewässern rund um Teneriffa. Das ist eine Einordnung des Lebensraums, keine Garantie für deine individuelle Ausfahrt. Zwischen „Diese Tiere leben in der Region“ und „Dieses Tier erscheint während meiner drei Stunden“ liegt ein entscheidender Unterschied.
Ein seriöser Anbieter sollte diesen Unterschied nicht verstecken. Er darf erklären, welche Arten grundsätzlich vorkommen und welche Beobachtungen in der Region möglich sind. Er sollte daraus aber kein Versprechen für einen bestimmten Termin machen.
Meine ausgebliebene Walsichtung ist deshalb kein Sonderfall, den man aus einem Reisebericht herausredigieren müsste. Sie ist Teil der Realität verantwortlicher Naturbeobachtung.
Große Tümmler sind kein Trostpreis
Auf meiner Tour habe ich Große Tümmler gesehen. Das waren nicht „wenigstens ein paar Delfine“, sondern die tatsächliche Wildtierbeobachtung dieser Ausfahrt.
Die Idee eines Trostpreises entsteht nur, wenn man Meerestiere nach einer vorher festgelegten Rangliste sortiert: großer Wal oben, Delfin darunter, alles andere bedeutungslos. Diese Haltung macht eine Tour unnötig eng.
Große Tümmler in freier Wildbahn zu beobachten, ist ein eigenständiges Erlebnis. Ich würde daraus weder dramatische Nähe noch bestimmte Verhaltensweisen ableiten, die ich nicht belastbar dokumentiert habe. Entscheidend ist der nüchterne Befund: Die Delfine waren da, die Wale nicht.

Gerade dadurch wird sichtbar, ob du wirklich an Wildtieren interessiert bist oder hauptsächlich ein bestimmtes Bild abhaken möchtest.
Was die Felsen von Los Gigantes zur Tour beitragen
Die Küste von Los Gigantes ersetzt keine Tierbeobachtung. Sie verhindert aber, dass die gesamte Ausfahrt zu einer binären Lotterie aus „Wal gesehen“ oder „nichts erlebt“ wird.
Vom Boot aus werden Hafen, Küstenlinie und Felsen räumlich anders erfahrbar. Auf meiner Reise gehörte diese Perspektive klar zur Tour. Auch meine eigenen Aufnahmen zeigen nicht nur die Delfine, sondern ebenso den Hafen und die Küste.
Das bedeutet nicht, dass du eine Whale-Watching-Tour als gewöhnliche Küstenfahrt betrachten solltest. Die Tiere bleiben der wesentliche Anlass. Aber ein guter Ausgangspunkt bietet mehr als einen Parkplatz für Ausflugsboote.
Los Gigantes funktioniert in dieser Hinsicht gut: Du startest nicht in einer austauschbaren Marina, sondern an einer Küste mit klar erkennbarem Charakter. Für mich hat das die Ausfahrt auch ohne Walsichtung zusammengehalten.
Verantwortliche Anbieter erkennen: Nicht nach Walversprechen auswählen
Die wichtigste Auswahlfrage lautet nicht: „Welcher Anbieter zeigt mir die meisten Arten?“ Sie lautet: „Welcher Anbieter ist autorisiert und hält sich an Regeln, die den Schutz der Tiere über das perfekte Kundenfoto stellen?“
Ein zentrales Merkmal ist das offizielle Barco-Azul- beziehungsweise Blue-Boat-Zeichen. Die Tourismusorganisation veröffentlicht zudem eine Liste autorisierter Boote für die Wal- und Delfinbeobachtung. Prüfe möglichst aktuell, ob das von dir gewählte Boot beziehungsweise der Veranstalter dort geführt wird.
Das Zeichen ist kein Versprechen für ein besonders bequemes Boot, kleine Gruppen oder eine bestimmte Sichtung. Es ist zunächst ein wichtiges Auswahlkriterium für die genehmigte Beobachtung.
| Prüffrage | Gutes Zeichen | Warnsignal | Warum das wichtig ist |
|---|---|---|---|
| Ist das Boot autorisiert? | Barco-Azul-Zeichen und Eintrag in der offiziellen Liste | Unklare Aussagen zur Genehmigung | Die Zulassung ist die grundlegende Voraussetzung für eine geregelte Beobachtung |
| Werden Sichtungen garantiert? | Offene Kommunikation über Wildtiere und Unsicherheit | „Sichere Walsichtung“ oder feste Artenversprechen | Kein Anbieter kontrolliert das Erscheinen frei lebender Tiere |
| Werden die Verhaltensregeln erklärt? | Abstand, ruhige Annäherung und klare Schutzregeln | Nähe um jeden Preis, Verfolgung oder Show-Inszenierung | Das Verhalten des Boots beeinflusst die Störung der Tiere |
| Sind Boot und Ausstattung transparent beschrieben? | Klare Angaben zu Sitzmöglichkeiten, Kapazität, Toilette, Schatten und Einstieg | Kaum Informationen außer Tierfotos | Der praktische Komfort kann deine Tour stärker prägen als die Werbebilder |
| Passt die Dauer zu dir? | Verständliche Zeitangabe ohne übertriebene Erfolgsversprechen | Lange Dauer wird automatisch mit mehr Sichtungen gleichgesetzt | Mehr Zeit ist keine Garantie für eine bestimmte Art |
| Wird auf Seefestigkeit und Einschränkungen eingegangen? | Sachliche Hinweise zu Bewegung, Einstieg und Zugänglichkeit | Beschwerden oder Mobilitätsfragen werden heruntergespielt | Nicht jedes Boot passt zu jedem Passagier |
| Wie wird über Delfine gesprochen? | Als eigenständige Wildtiere und mögliche Beobachtung | Als bloßer Ersatz für ausbleibende Wale | Die Haltung verrät viel über die Qualität der Vermittlung |
Zu den offiziellen Regeln gehören ausreichender Abstand sowie der Verzicht auf Füttern, Berühren und Schwimmen mit den Tieren. Auch die Annäherung soll möglichst störungsarm erfolgen. Die Kanarischen Inseln fassen diese Grundsätze in ihren Hinweisen zur respektvollen Beobachtung von Walen und Delfinen zusammen.
Diese Regeln sind keine Spaßbremse. Sie sind der Unterschied zwischen Naturbeobachtung und Tierbelästigung mit Kamera.
Bootstyp, Dauer und Seefestigkeit: Was du vor der Buchung klären solltest
Aus meiner damaligen Ausfahrt lässt sich keine seriöse Empfehlung für einen bestimmten Bootstyp ableiten. Du solltest ohnehin nicht automatisch davon ausgehen, dass kleiner immer besser und größer immer schlechter ist.
Ein kleines Boot kann eine unmittelbarere Perspektive ermöglichen, seine Bewegungen können aber deutlicher spürbar sein. Ein größeres Boot kann mehr Platz bieten, dafür möglicherweise auch mehr Passagiere mitnehmen. Entscheidend sind die konkrete Bauart, die maximale Belegung, die Sichtmöglichkeiten und vor allem das Verhalten der Besatzung.

Frage vor der Buchung nach:
- der maximalen Passagierzahl,
- festen Sitzmöglichkeiten,
- Schattenbereichen,
- einer Toilette,
- dem Ein- und Ausstieg,
- der Zugänglichkeit bei eingeschränkter Mobilität,
- der Sicht vom jeweiligen Bereich des Boots,
- der vorgesehenen Tourdauer.
Meine Ausfahrt dauerte ungefähr drei Stunden. Das ist ein brauchbarer persönlicher Referenzwert, aber kein allgemeines Optimum. Eine kürzere Tour kann besser zu dir passen, wenn du Bewegung auf Booten schlecht verträgst. Eine längere Tour kann interessant sein, wenn du bewusst mehr Zeit auf dem Wasser verbringen möchtest. Keine der beiden Varianten kauft dir eine Walsichtung.
Seefestigkeit ist dabei keine Frage von Tapferkeit. Wer weiß, dass ihm auf Booten schnell unwohl wird, sollte Dauer, Bootsgröße und Sitzmöglichkeiten nicht erst am Hafen prüfen. Ein verantwortlicher Anbieter beantwortet solche Fragen sachlich, statt sie mit einem lockeren „Wird schon gehen“ abzuräumen.
Meine klare Anti-Empfehlung
Buche keine Tour, deren zentrales Verkaufsargument eine sichere Walsichtung ist. Wildtiere, die garantiert zur vereinbarten Zeit erscheinen müssen, wären keine frei lebenden Tiere mehr, sondern Teil einer Inszenierung.
Ebenso würde ich keinen Anbieter wählen, der mit Berühren, Füttern, Schwimmen oder besonders aggressiver Annäherung wirbt. Bei Wal- und Delfinbeobachtungen ist „so nah wie möglich“ kein Qualitätsmerkmal.
Misstrauisch wäre ich außerdem, wenn sich eine Firma nicht eindeutig einem autorisierten Boot zuordnen lässt oder das Blue-Boat-Zeichen zwar erwähnt, aber nicht nachvollziehbar belegt.
Meine persönliche Anti-Empfehlung betrifft darüber hinaus die vermeintlich planbare Alternative an Land. Ich habe den Loro Parque bewusst nicht besucht, weil dort Delfine und Orcas in Gefangenschaft gehalten werden. Ich verurteile niemanden pauschal, der eine andere Entscheidung trifft. Für mich passt die Haltung von Walen und Delfinen in Gefangenschaft jedoch nicht zu dem Wunsch, diese Tiere zu erleben.
Meine Grenze ist deshalb klar: lieber drei Stunden ohne Wal als eine garantierte Vorführung eines Tieres, das nicht frei entscheiden kann, wohin es schwimmt.
Für wen passt eine Whale-Watching-Tour ab Los Gigantes?
Die Tour passt zu dir, wenn du mit einer offenen Erwartung startest. Du buchst Zeit in einem natürlichen Lebensraum, keine vorab festgelegte Begegnung.
| Dein Schwerpunkt | Meine Einschätzung |
|---|---|
| Du möchtest Wale oder Delfine in freier Wildbahn beobachten | Passt gut, sofern du einen autorisierten Anbieter wählst |
| Du akzeptierst, dass möglicherweise keine Wale erscheinen | Gute Voraussetzung für eine realistische Tour |
| Du interessierst dich auch für Delfine, Küste und Lebensraum | Los Gigantes kann als Ausgangspunkt sehr stimmig sein |
| Du brauchst für dein Geld zwingend ein bestimmtes Tierfoto | Eher nicht buchen |
| Du bist unsicher hinsichtlich Seefestigkeit | Erst Boot, Dauer und Sitzmöglichkeiten konkret prüfen |
| Du hast eingeschränkte Mobilität | Einstieg und Barrierearmut direkt beim Anbieter klären |
| Du möchtest Tiere berühren, füttern oder mit ihnen schwimmen | Eine verantwortliche Beobachtungstour passt nicht zu diesem Wunsch |
| Du suchst eine garantierte Tiershow | Dann suchst du keine Wildtierbeobachtung |
Auch für naturinteressierte Reisende sollte die Ausfahrt nicht isoliert betrachtet werden. Wer sich generell mit der Meereswelt des Archipels beschäftigt, findet in meinem Beitrag über die Haie der Kanaren weitere Hintergründe. Das ist ausdrücklich keine Ankündigung, dass auf einer Tour ab Los Gigantes Haie zu sehen wären, sondern eine separate Einordnung der kanarischen Meeresfauna.
So ordnest du die Tour in deine Teneriffa-Reise ein
Eine etwa dreistündige Ausfahrt lässt sich gut als einzelner Baustein in die Reise integrieren. Ich würde daraus aber nicht den Fehler machen, den gesamten Teneriffa-Urlaub nur um eine erhoffte Walsichtung herumzubauen.
Die Insel funktioniert gerade durch ihre unterschiedlichen Landschaften und Aktivitäten. Der Teneriffa-Reiseführer-Autor Jörg Metzner beschreibt diese Vielfalt in meinem Interview „Die Insel ist Abwechslung pur“. Eine Whale-Watching-Tour kann darin ein starker Programmpunkt sein, sollte aber nicht die gesamte Reise tragen müssen.

Wenn du im Norden wohnst und einen aktiveren Aufenthalt planst, findest du in meinem Beitrag über das Route Active Hotel auf Teneriffa eine eigenständige Unterkunftserfahrung. Prüfe in diesem Fall nüchtern die Anfahrt nach Los Gigantes, statt die Entfernung erst am Tag der Tour festzustellen.
Für die Einordnung Teneriffas im gesamten Archipel empfehle ich meinen Überblick über die Kanaren mit Tipps und Erfahrungen. Auch mein Reisebericht über Gran Canaria hilft, wenn du noch zwischen mehreren Inseln schwankst.
Die Wal- und Delfinbeobachtung ist ein gutes Argument für Teneriffa. Sie ist aber kein Grund, alle anderen Reiseentscheidungen blind daran auszurichten.
Mein Fazit zu meinen Whale-Watching-Teneriffa-Erfahrungen
Meine Tour ab Los Gigantes dauerte ungefähr drei Stunden. Ich habe keine Wale gesehen. Ich habe Große Tümmler beobachtet. Hafen, Küste und Felsen gehörten zur eigenen Bootsperspektive und gaben der Ausfahrt einen klaren räumlichen Rahmen.
Das ist kein Erfahrungsbericht mit spektakulärer Pointe. Gerade deshalb halte ich ihn für brauchbar.
Whale Watching auf Teneriffa lohnt sich nicht, weil dir jemand einen Wal versprechen kann. Es lohnt sich, wenn du frei lebende Tiere unter verantwortlichen Bedingungen beobachten möchtest und akzeptierst, dass die Natur das Ergebnis bestimmt.
Los Gigantes ist dafür ein sinnvoller Ausgangspunkt, sofern der Hafen zu deiner Reiseplanung passt und du ein autorisiertes Boot auswählst. Achte auf das Blue-Boat-Zeichen, prüfe die offizielle Liste, frage nach Boot, Dauer und Zugänglichkeit und meide Anbieter, die Nähe oder bestimmte Arten wie eine bestellbare Zusatzleistung verkaufen.
Und betrachte Delfine nicht als Trostpreis. Auf meiner Tour waren die Großen Tümmler nicht das, was nach einer gescheiterten Walsichtung übrig blieb. Sie waren die reale Begegnung dieses Tages.
Wer damit leben kann, dass eine Whale-Watching-Tour ohne Wal endet, hat die wichtigste Voraussetzung für eine gute Wildtierbeobachtung bereits erfüllt.


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