Schnorcheln bei Koh Phi Phi: meine Erfahrungen am Shark Point und Koh Khai Nok

by Sascha Tegtmeyer | Juni 7, 2026

Shark Point klingt wie eine ziemlich eindeutige Ansage. Ich stieg deshalb mit einer gewissen Erwartung ins Wasser – und sah keinen einzigen Hai. Stattdessen bekam ich bunte Korallen, dichte Fischschwärme und einen klassischen tropischen Riffstopp. Die Pointe folgte später: Der große Schwarzspitzen-Riffhai begegnete mir nicht am angekündigten Hai-Platz, sondern bei einer kleinen Felseninsel zwischen Koh Phi Phi und Phuket.

Die Schnorchelrunde rund um Koh Phi Phi war Teil eines zehntägigen Segelurlaubs in Thailand. Nach unserem Landgang auf Phi Phi entschieden wir uns am folgenden Tag gegen eine Rollertour und für eine Umrundung mit dem Katamaran. Das war rückblickend die richtige Wahl: Nicht, weil jeder Stopp spektakulär gewesen wäre, sondern weil die Kombination aus Riff, Küste, Wildtieren und offenem Meer ein ziemlich ehrliches Bild der Region ergeben hat.

Meine wichtigste Erkenntnis zum Schnorcheln bei Koh Phi Phi ist deshalb angenehm unsensationell: Gute Plätze bleiben auch ohne große Tierbegegnung gut. Und Tierbegegnungen halten sich ohnehin nicht an Ortsnamen, Werbeversprechen oder persönliche Wunschlisten. Wer das akzeptiert, kann hier eine starke Bootsrunde erleben. Wer ausschließlich wegen einer garantierten Hai-Sichtung bucht, sollte es lassen.

Lohnt sich Schnorcheln bei Koh Phi Phi?

Ja – eine sinnvoll zusammengestellte Bootsrunde rund um Koh Phi Phi kann sich sehr lohnen. Shark Point bot bei meinem Besuch das überzeugendste klassische Rifferlebnis der Runde. Koh Khai Nok lieferte dagegen die überraschendste Tierbegegnung. Monkey Beach war weniger ein Schnorchelhöhepunkt als eine praktische Lektion darüber, warum wilde Affen keine niedlichen Strandanimateure sind.

Die Phi-Phi-Inseln gehören nach offizieller Einordnung der Tourism Authority of Thailand zum Noppharat-Thara-Beach-Phi-Phi-Islands-Nationalpark. Schnorcheln und Tauchen zählen zu den zentralen Aktivitäten der Region. Das bedeutet jedoch nicht, dass jeder bekannte Platz an jedem Tag besucht oder betreten werden kann.

Wetter, Sicht, Strömung, Bootsverkehr, Schutzbestimmungen und lokale Anordnungen verändern die tatsächliche Route. Entscheidend ist deshalb nicht nur, welcher Name im Tourprogramm steht. Entscheidend ist, ob Crew oder Anbieter die Bedingungen am konkreten Tag vernünftig beurteilen.

Wer seine Thailand-Reise noch grundsätzlich einordnet, findet in meinem ausführlichen Thailand-Reisebericht mit persönlichen Tipps den größeren Zusammenhang. Hier konzentriere ich mich bewusst auf die Schnorchelrunde.

Die Stationen meiner Bootsrunde im direkten Vergleich

StationWas ich erlebt habeGrößte StärkeEhrliche GrenzeMein Urteil
Shark Point bei Koh Phi PhiKorallen, viele Fische, kein HaiBester klassischer Riffstopp der RundeDer Name verspricht keine SichtungLohnenswert, auch ohne Hai
Monkey Beach auf Koh Phi Phi DonWilde Makaken am Strand und im DingiInteressante Tierbeobachtung aus sicherer DistanzFutter und Wertsachen ziehen Probleme anKurz ansehen, nichts offen liegen lassen
Koh Khai NokKleine Felseninsel mit Strand, großer Schwarzspitzen-Riffhai im WasserÜberraschendste TierbegegnungGehört nicht zu den Phi-Phi-Inseln; Sichtung war ZufallStarker Zusatzstopp
Maya BayBewusst ausgelassenKeine eigene Bewertung möglichKeine persönlichen ErfahrungenNicht Teil dieses Erfahrungsberichts

Die Tabelle zeigt bereits den entscheidenden Unterschied: Shark Point war unter Wasser insgesamt der stärkere und verlässlichere Riffstopp. Koh Khai Nok war nicht automatisch der bessere Schnorchelplatz, nur weil dort tatsächlich ein Hai auftauchte.

Eine einzelne Begegnung kann einen Moment prägen. Sie ersetzt aber keine nüchterne Bewertung des gesamten Platzes.

Shark Point bei Koh Phi Phi: kein Hai, trotzdem ein guter Riffstopp

Der erste Schnorchelstopp unserer Runde trug einen Namen, der die Erwartungen ziemlich effizient hochschraubt: Shark Point. Ich ging natürlich davon aus, dass dort zumindest theoretisch ein Hai um die nächste Koralle biegen könnte.

Er tat mir den Gefallen nicht.

Das ist zunächst ein wenig enttäuschend – ungefähr so, als würde man in ein Café namens „Kuchenparadies“ gehen und dort einen sehr guten Obstsalat bekommen. Der Obstsalat kann hervorragend sein. Man hatte nur kurz etwas anderes im Kopf.

Was ich am Shark Point gesehen habe

Unter Wasser fand ich bunte Korallen und zahlreiche Fischschwärme vor. Der Platz wirkte lebendig und abwechslungsreich. Auch ohne große Einzelsichtung gab es genug zu beobachten, sodass der Stopp nicht wie ein Trostpreis wirkte.

Gerade diese normalen Riffmomente werden bei Berichten über tropische Schnorchelziele gern unterschätzt. Ein gesunder, fischreicher Eindruck ist langfristig wichtiger als das hektische Abhaken eines einzelnen Tieres.

Mein Urteil fiel deshalb positiv aus: Shark Point war ein attraktiver Platz für Schnorchler und Taucher. Nicht wegen eines Hais, sondern trotz seines Ausbleibens.

Wer sich speziell für die verschiedenen Haiarten und die tatsächliche Gefährdung interessiert, findet in meinem Beitrag über Haie in Thailand eine ausführlichere Einordnung. Die Kurzfassung lautet: Ein Name auf der Seekarte ist weder eine Sichtungsgarantie noch eine Einladung, Tiere gezielt zu bedrängen.

Für wen Shark Point interessant sein kann

Shark Point lohnt sich vor allem für Reisende, die ein tropisches Riff als Gesamtlebensraum sehen möchten. Korallen, kleinere Fische, Schwärme und die Bewegung im Wasser tragen den Platz. Wer nur nach Großfisch Ausschau hält, schaut an einem erheblichen Teil des Erlebnisses vorbei.

Trotzdem würde ich den Ort nicht pauschal als anfängertauglich oder kindersicher bezeichnen. Ob der Einstieg an einem konkreten Tag passt, hängt unter anderem von Wetter, Strömung, Wellengang und Bootsverkehr ab. Das muss die Crew vor Ort beurteilen – nicht ein Reiseblog aus der Ferne.

Monkey Beach: wilde Affen sind keine Stranddekoration

Nach Shark Point fuhren wir weiter zum Monkey Beach auf Koh Phi Phi Don. Der Name war hier deutlich zuverlässiger als zuvor: Affen waren tatsächlich vorhanden.

Die wilden Makaken zeigten allerdings schnell, weshalb man ihnen mit Abstand und ohne offene Lebensmittel begegnen sollte. Einige Tiere öffneten Flaschen und tranken unsere Wasservorräte im Dingi. Einem anderen Besucher wurde ein Wet Pack mit Wertsachen weggenommen.

Makaken am Monkey Beach auf Koh Phi Phi Don
Die Makaken am Monkey Beach können Flaschen öffnen und lose Gegenstände mitnehmen. Abstand und eine geschlossene Tasche sind sinnvoller als die nächste Nahaufnahme. Foto: Sascha Tegtmeyer

Das sah aus der Entfernung teilweise fast komisch aus. Für den Besitzer des Wet Packs dürfte sich der Unterhaltungswert in Grenzen gehalten haben.

Was du am Monkey Beach praktisch beachten solltest

Der wichtigste Tipp ist banal und wird gerade deshalb oft ignoriert: Lass nichts Essbares, Trinkbares oder Interessant-Verpacktes offen liegen. Sichere Taschen, Telefone, Kameras und andere Wertsachen. Halte Abstand und füttere die Tiere nicht.

Makaken sind Wildtiere. Sie handeln nicht hinterlistig, frech oder besonders menschlich, sondern reagieren auf Futter, Gewöhnung und Gelegenheiten. Wer ihnen eine offene Tasche neben eine Flasche Wasser stellt, organisiert im Grunde selbst eine kleine Feldstudie mit ungewissem Ausgang.

Auch bei diesem Stopp gilt: Ob eine Anlandung möglich oder erlaubt ist, muss aktuell vor Ort geprüft werden. Die Regeln des Nationalparks, der lokalen Behörden und der jeweiligen Crew haben Vorrang. Offizielle Informationen zu thailändischen Schutzgebieten veröffentlicht das zuständige Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation.

Mehr Hintergrund zu Makaken, Riffbewohnern und anderen Arten findest du in meinem Überblick über Tiere in Thailand.

Warum Maya Bay in diesem Erfahrungsbericht fehlt

Maya Bay gehört zu den bekanntesten Orten der Region. Wir haben die Bucht auf unserer Runde jedoch bewusst ausgelassen. Deshalb kann und werde ich keine eigene Besuchserfahrung dazu behaupten.

Das ist mir wichtig, weil bei Koh Phi Phi schnell verschiedene Reisen, Buchten und Standardprogramme zu einem scheinbar lückenlosen Bericht zusammengerührt werden. Am Ende entsteht ein Text, in dem der Autor überall war, alles gesehen hat und vermutlich nebenbei noch das Wetter erfunden hat.

Meine Route bestand aus Shark Point, Monkey Beach und der Weiterfahrt in Richtung Koh Khai Nok. Maya Bay war nicht dabei. Zugänglichkeit, Anlandungen und Schutzregeln können sich ohnehin ändern und gehören vor einer Tour aktuell geprüft.

Koh Khai Nok: die unerwartete Hai-Begegnung kam später

Nach den Stopps bei Koh Phi Phi setzten wir unsere Fahrt in Richtung Phuket fort. Unterwegs begegnete uns ein Mantarochen – eine Geschichte, die ich bereits im ausführlichen Bericht über den Segeltörn durch die Andamanensee erzählt habe. Für diese Schnorchelrunde ist vor allem wichtig, was anschließend geschah.

Wir erreichten Koh Khai Nok, eine kleine Felseninsel mit Strand mitten zwischen Koh Phi Phi und Phuket. Koh Khai Nok gehört nicht zum Phi-Phi-Archipel. Diese geografische Trennung ist nicht bloß eine pedantische Fußnote, sondern wichtig für die Einordnung der Route.

Kleine Felseninsel Koh Khai Nok zwischen Koh Phi Phi und Phuket
Koh Khai Nok wirkt aus der Entfernung unscheinbar. Im Wasser begegnete mir hier der Schwarzspitzen-Riffhai, den ich am Shark Point vergeblich gesucht hatte. Foto: Sascha Tegtmeyer

Auch beim Schnorcheln rund um Phuket spielen solche vorgelagerten Inseln und Bootsausflüge eine große Rolle. Trotzdem sollte man nicht jeden Stopp zwischen Phuket und Phi Phi automatisch einer der beiden Inselgruppen zuschlagen.

Ein großer Schwarzspitzen-Riffhai am unscheinbaren Stopp

Beim Schnorcheln vor Koh Khai Nok entdeckte ich einen großen Schwarzspitzen-Riffhai. Ich schwamm ungefähr eine Minute in respektvollem Abstand parallel zu ihm. Danach verschwand das Tier ins tiefere Wasser.

Die Begegnung war ruhig und unerwartet. Es gab kein dramatisches Anschwimmen, kein Bedrängen und keinen Versuch, den Hai zu verfolgen, als er abtauchte. Genau deshalb blieb der Moment für mich so stark.

Am Shark Point hatte ich innerlich mit einem Hai gerechnet und keinen gesehen. Bei Koh Khai Nok dachte ich nicht ernsthaft an eine Sichtung – und plötzlich war er da. Besser lässt sich kaum zeigen, wie wenig Wildtiere sich für menschliche Erwartungen interessieren.

Warum diese Begegnung keine Empfehlungsgarantie ist

Ich kann bestätigen, dass ich bei Koh Khai Nok einen Schwarzspitzen-Riffhai gesehen habe. Ich kann nicht seriös behaupten, dass du dort ebenfalls einen sehen wirst.

Vielleicht ist das Wasser an deinem Tag weniger klar. Vielleicht hält sich das Tier an einem anderen Riffabschnitt auf. Vielleicht gibt es überhaupt keinen Hai in Sichtweite. Vielleicht ändert die Crew wegen Wind oder Bootsverkehr die Route.

Eine persönliche Sichtung ist ein Erlebnisbericht, kein Leistungsversprechen. Wer aus einem einzelnen Moment eine Garantie ableitet, macht aus Naturbeobachtung ein Verkaufsprodukt. Das funktioniert hervorragend – bis das Tier nicht erscheint.

Shark Point oder Koh Khai Nok: Welcher Stopp war besser?

Als klassischer Schnorchelplatz gefiel mir Shark Point besser. Das Riff, die Korallen und die Fischschwärme machten den Stopp auch ohne besondere Begegnung lohnenswert.

Koh Khai Nok war dagegen der Ort mit dem stärksten Einzelmoment. Der Schwarzspitzen-Riffhai verwandelte einen eher unscheinbaren Stopp in die Erinnerung, die mir bis heute am deutlichsten geblieben ist.

Diese beiden Bewertungen widersprechen sich nicht. Ein Platz kann unter Wasser insgesamt stärker sein, während ein anderer zufällig die außergewöhnlichere Begegnung liefert.

Genau deshalb sollte man beim Schnorcheln Koh Phi Phi nicht nur nach berühmten Namen auswählen. Eine gute Route verbindet unterschiedliche Lebensräume und lässt Spielraum für Bedingungen vor Ort.

Bootsrunde oder Aufenthalt an einem einzelnen Strand?

Für diese Kombination aus Shark Point, Monkey Beach und Koh Khai Nok war das Boot eindeutig sinnvoll. Die Orte liegen nicht so beieinander, dass man sie bequem von einem einzigen Strand aus erreichen könnte. Zudem konnte unsere Crew die Runde an die Bedingungen anpassen.

Katamaran beim Segeltörn durch die Inselwelt der Andamanensee
Die Schnorchelrunde war Teil eines Katamaran-Törns durch die Andamanensee. Welche Stopps möglich sind, entscheidet sich trotzdem immer nach Bedingungen und Route. Foto: Sascha Tegtmeyer

Das bedeutet nicht, dass jede organisierte Tour automatisch gut ist. Große Gruppen, hektische Zeitpläne und viele Boote können selbst schöne Plätze anstrengend machen. Vor der Buchung würde ich deshalb nicht nur auf die Liste der Stopps schauen, sondern auf Gruppengröße, Betreuung, Sicherheitsbriefing und die Bereitschaft, einen ungeeigneten Einstieg auch einmal auszulassen.

Für einen reinen Badeurlaub findest du in meinem Beitrag über Strandurlaub in Thailand passendere Regionen und Entscheidungsfaktoren. Wer mehrere Inseln miteinander vergleicht, kann außerdem meinen Überblick über die schönsten Inseln in Thailand nutzen.

Eine ruhigere Inselkombination mit einem anderen Charakter beschreibe ich in meinen Erfahrungen zu Koh Mook, Koh Kradan und Koh Ngai. Koh Phi Phi ist nicht die einzige Antwort auf die Frage nach Inseln und Schnorcheln in der Andamanensee.

Sicherheit beim Schnorcheln rund um Koh Phi Phi

Die wichtigsten Risiken sind meist weniger spektakulär als ein Hai. Strömung, Bootsverkehr, unübersichtliche Ein- und Ausstiege, Sonne und die eigene Selbstüberschätzung spielen praktisch eine größere Rolle.

Vor jedem Einstieg prüfen

Kläre mit der Crew, wo du einsteigen und wieder aus dem Wasser kommen sollst. Frage nach Strömung, Bootsverkehr und dem geplanten Zeitfenster. Entferne dich nicht eigenmächtig vom vereinbarten Bereich.

Schnorchele im Zweifel näher am Boot oder mit Begleitung. Ein schöner Platz wird nicht besser, wenn man sich überschätzt.

Berühre keine Korallen und stelle dich nicht auf das Riff. Das schützt nicht nur die Unterwasserwelt, sondern auch deine Haut. Manche vermeintlich harmlosen Kontakte enden unangenehm.

Bei Wildtieren gilt dasselbe Prinzip: beobachten, Abstand halten, nicht verfolgen, nicht füttern. Eine Begegnung wird nicht wertvoller, weil man dem Tier möglichst dicht auf die Pelle rückt.

Meine Anti-Empfehlung: Buche nicht für eine garantierte Hai-Sichtung

Wer eine Tour ausschließlich bucht, weil der Name Shark Point eine sichere Hai-Begegnung suggeriert, sollte die Tour nicht buchen.

Diese Erwartung ist weder realistisch noch fair gegenüber dem Anbieter, der Natur oder dem eigenen Reiseerlebnis. Selbst an regelmäßig von Haien besuchten Riffen gibt es Tage ohne Sichtung.

Buche die Runde, wenn du Korallen, Fischschwärme, Inselküsten und mehrere unterschiedliche Stopps erleben möchtest. Dann ist ein Hai ein möglicher Höhepunkt, aber nicht die Bedingung dafür, dass der Tag gelingt.

Das klingt weniger spektakulär als „Hier siehst du garantiert Haie“. Es hat nur den kleinen Vorteil, wahr zu sein.

Für wen sich die Schnorchelrunde lohnt

Die Runde passt zu dir, wenn du verschiedene Plätze vom Boot aus kennenlernen und auch kleinere Beobachtungen ernst nehmen möchtest. Shark Point bietet ein klassisches Rifferlebnis, Monkey Beach eine kurze Wildtierstation an Land und Koh Khai Nok die Möglichkeit eines zusätzlichen Schnorchelstopps auf dem Weg Richtung Phuket.

Weniger geeignet ist sie für Reisende, die eine ruhige Bucht ohne Bootswechsel suchen oder jeden Programmpunkt verbindlich im Voraus festlegen möchten. Auf dem Meer bleibt eine gute Route immer von den tatsächlichen Bedingungen abhängig.

Auch für Anfänger oder Familien lässt sich keine pauschale Empfehlung geben. Entscheidend sind Tagesbedingungen, Betreuung, Schwimmfähigkeit und der konkrete Einstieg. Eine verantwortungsvolle Crew sollte im Zweifel eher abraten als einen unpassenden Stopp durchziehen.

Mein persönliches Fazit zum Schnorcheln bei Koh Phi Phi

Das Schnorcheln bei Koh Phi Phi hat sich für mich gelohnt, obwohl ausgerechnet Shark Point keinen Hai lieferte. Der Platz überzeugte durch Korallen und Fischschwärme und war für mich der stärkste klassische Riffstopp der Runde.

Monkey Beach blieb als etwas chaotische Erinnerung an sehr geschickte Makaken hängen. Die praktische Konsequenz ist einfach: Abstand halten, nicht füttern und im Dingi weder Wasserflaschen noch Wertsachen zur Selbstbedienung auslegen.

Die überraschendste Begegnung wartete schließlich bei Koh Khai Nok. Dort schwamm ich etwa eine Minute parallel zu einem großen Schwarzspitzen-Riffhai, bevor er im tieferen Wasser verschwand. Nicht am verheißungsvoll benannten Hotspot, sondern an einem kleinen Felsen zwischen Phi Phi und Phuket.

Genau darin liegt für mich der eigentliche Reiz dieser Runde. Shark Point zeigte, dass ein guter Schnorchelplatz keinen Hai benötigt. Koh Khai Nok zeigte, dass die besten Tiermomente häufig dort passieren, wo man sie nicht bestellt hat. Wer mit dieser Offenheit aufs Boot steigt, hat rund um Koh Phi Phi gute Chancen auf einen starken Tag – ganz ohne falsche Garantien.

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Reisejournalist, Autor und Gründer von Just Wanderlust

Ich schreibe auf Just Wanderlust aus eigener Reiseerfahrung über Orte, Meer und Outdoor-Abenteuer. Mehr über mich und meine Arbeit.

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