Das Scubaforce Black Devil Mono Wing überzeugte mich bei meinem Test im Kreidesee Hemmoor vor allem durch eine ruhige horizontale Wasserlage, den leicht dosierbaren Inflator und den schnörkellosen modularen Aufbau. Diese Erfahrung ist historisch, das Grundkonzept aber nicht verschwunden: Scubaforce führt das Black Devil 32 mit rund 15 Litern Auftrieb weiterhin als Mono-Wing für einzelne Flaschen bis 15 Liter. Meine damalige Empfehlung gilt trotzdem nicht automatisch für jeden Taucher. Ein Wing muss vollständig zum Harness, zur Flasche, zur Bleiverteilung und zur Ausbildung passen.
Werbung / Produktempfehlung: Ich habe das System damals praktisch in Hemmoor getaucht. Dieser Beitrag ist kein erneuter 2026-Test. Aktuelle technische Angaben habe ich mit Herstellerseite und Bedienungsanleitung abgeglichen. Kauf, Montage, Prüfung und Wartung gehören zu einem qualifizierten Tauchfachbetrieb.
Was ich damals tatsächlich getestet habe
Mein Aufbau bestand aus Black-Devil-Mono-Wing, Edelstahl-Backplate und Tec-Harness. Die Kombination wog ungefähr fünf Kilogramm. Ich tauchte sie mit einer einzelnen Flasche im kalten Süßwasser des Kreidesees. Bewertet habe ich nicht eine Verkaufsdemo an Land, sondern Einstieg, Abtauchen, Tarierung, Wasserlage und Bedienung während des Tauchgangs.
Die Box zeigt das Mares XR Rec Trim Single als aktuelles Backmount-System, nicht das getestete Scubaforce Black Devil Mono Wing. Auftrieb, Harness, Backplate, Bleisystem und Flaschenfreigabe können abweichen; Konfiguration und Einweisung gehören in fachkundige Hände.
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Diese Produktpräsentation wurde mit dem AAWP-Plugin erstellt.
Das System wirkte reduziert. Keine großen Polsterpakete, keine fest integrierten Taschen und wenig, das im Wasser abstand. Bleitaschen konnten ergänzt werden. Genau diese Modularität war Stärke und Verpflichtung zugleich: Was nicht fest vorgegeben ist, muss passend konfiguriert werden.

Wasserlage und Tarierung
Unter Wasser lag ich mit dem Wing nahezu horizontal. Das empfand ich als deutlichsten Vorteil. Eine gute Lage reduziert Widerstand und erleichtert kontrolliertes Schweben. Sie entsteht jedoch nie nur durch die Blase. Flaschenposition, Backplate, Trimblei, Anzug, Körperhaltung und Atemtechnik greifen ineinander.
Der Powerinflator reagierte in meinem Test leichtgängig. Kleine Luftstöße ließen sich gut dosieren. Der Schnellablass unten links war erreichbar. Das obere Ende des Faltenschlauchs war bei meinem Aufbau nicht als normaler Zugablass gedacht. Wer von einem klassischen ADV-Jacket kommt, sollte solche Unterschiede vor dem ersten Freiwassertauchgang im flachen Wasser üben.
Was das heutige Black Devil 32 bietet
Scubaforce beschreibt das aktuelle Black Devil 32 als zweischaliges Donut-Wing mit rund 15 Litern beziehungsweise 32 lbs Auftrieb. Die Außenhülle besteht laut Hersteller aus 1000-Denier-Cordura, die Innenblase lässt sich über einen umlaufenden Reißverschluss entnehmen. Eine Flaschenstabilisierung ist integriert; das Wing ist für einzelne Flaschen bis 15 Liter vorgesehen.
Diese Daten passen grundsätzlich zu meinem damaligen Eindruck. Sie beweisen nicht, dass jedes heutige Detail mit meinem Testexemplar identisch ist. Produktionsstände, Inflator und Zubehör können sich verändern. Lass dir beim Kauf genau das gelieferte Set zeigen.
| Punkt | Mein damaliger Eindruck | Heute prüfen |
|---|---|---|
| Wasserlage | ruhig und horizontal | komplette Konfiguration mit eigener Flasche |
| Inflator | gut dosierbar | Funktion, Schlauchführung und Wartungszustand |
| Auftrieb | für mein Mono-Setup ausreichend | benötigten Auftrieb fachlich berechnen |
| Modularität | klarer Vorteil | Harness, Backplate, Bleitaschen und Befestigung |
| Gewicht | etwa fünf Kilogramm im Testaufbau | tatsächliches Reisearrangement wiegen |
Für Anfänger geeignet?
Meine alte Aussage „auch für Anfänger gut geeignet“ war zu allgemein. Ein Wing ist nicht automatisch anspruchsvoller als ein ADV-Jacket, aber der reduzierte Harness, die andere Luftverteilung und die Konfiguration müssen verstanden werden. Ein sauber eingestelltes System kann übersichtlich sein. Ein schlecht montiertes oder ungeübtes System ist keine gute Einsteigerlösung.
Wie sich im Unterschied dazu ein klassisches ADV-Jacket in meiner Praxis anfühlte, beschreibe ich im TUSA Liberator Sigma II Test. Keines der beiden Systeme ist automatisch besser; entscheidend sind Passform, Konfiguration, Training und Einsatzbereich.
Ich würde das Black Devil einem Anfänger nur empfehlen, wenn:
- die Tauchschule oder der Fachbetrieb Backplate und Harness korrekt anpasst,
- Bleimenge und Trim im Wasser geprüft werden,
- Auf- und Abstieg sowie alle Ablässe geübt sind,
- der Taucher das System mit Handschuhen bedienen kann,
- und ein Buddy die Konfiguration ebenfalls versteht.
Meine Anti-Empfehlung: ein gebrauchtes Wing online kaufen, selbst irgendwie an eine Platte schrauben und den ersten Test bei einem tiefen Tauchgang machen.
Mono-Wing ist nicht Doppelgeräte-Wing
Das Black Devil 32 ist für eine einzelne Flasche ausgelegt. Für Doppelgeräte gibt es größere, anders geschnittene Wings. Mehr Auftrieb ist nicht automatisch besser: Eine zu große Blase kann unnötig breit werden und die Wasserlage verändern. Eine zu kleine Blase bietet dagegen nicht die erforderliche Reserve.
Der notwendige Auftrieb hängt von der gesamten Ausrüstung ab: Flaschenmaterial, Gas, Backplate, Blei, Trockentauchanzug oder Nassanzug und mögliche Ausfälle. Diese Berechnung gehört in Ausbildung und Fachberatung, nicht in eine allgemeine Produkttabelle.
Wie Wing, Jacket, Atemregler und Kälteschutz zusammenspielen, ordne ich in meinem Ratgeber zur Tauchausrüstung ein. Grundlagen für Ausbildung, Sicherheit und die ersten Tauchgänge findest du außerdem in meinen Tipps zum Tauchen.
Gebrauchtkauf: Diese Prüfung ist unverzichtbar
Ein Tariermittel ist sicherheitsrelevante Ausrüstung. Alter allein entscheidet nicht, aber unbekannte Lagerung, Salz, UV-Licht und fehlende Wartung erhöhen das Risiko.
- Außenhülle auf Scheuerstellen und Nähte prüfen.
- Innenblase ausbauen und auf Porosität, Flicken und Ventilsitze untersuchen.
- Wing vollständig aufblasen und Dichtigkeit über längere Zeit beobachten.
- Inflator, Mundstück, Knöpfe und Anschluss warten lassen.
- Ablassventil, Zug und Dichtung prüfen.
- Flaschengurte, Schnallen, Schrauben und Backplate kontrollieren.
- Serienstand und Ersatzteilversorgung beim Hersteller oder Händler klären.
- Anschließend einen kontrollierten Flachwassertest durchführen.
Ein günstiger Preis rechtfertigt keinen unklaren Zustand. Wenn Verkäufer die Blase nicht öffnen oder keine Funktionsprüfung erlauben, würde ich verzichten.
Mein Urteil im Rückblick
Das Black Devil Mono Wing war in Hemmoor eines dieser Ausrüstungsteile, die sich unter Wasser weniger bemerkbar machten, als ihre technische Optik vermuten ließ. Ich musste nicht gegen das Jacket arbeiten. Der Inflator war erreichbar, der Ablass klar und die Lage stabil. Genau das wollte ich.
Heute gefällt mir zusätzlich, dass Scubaforce das 32-lbs-Konzept weiterhin dokumentiert und eine aktuelle Bedienungsanleitung bereitstellt. Das macht den alten Test nützlicher als einen bloßen Rückblick auf ein verschwundenes Produkt.
Ich würde es dennoch nicht ungesehen empfehlen. Der entscheidende Test ist immer die vollständige Konfiguration am eigenen Körper unter kontrollierten Bedingungen. Ein Wing allein erzeugt keinen guten Trim.
Mit welchem System tauchst du lieber: klassisches ADV-Jacket oder Backplate mit Wing?
Quellen und Stand
Eigene Erfahrungen stammen aus meinem Test in Hemmoor. Aktuelle Spezifikationen habe ich am 1. August 2026 auf der offiziellen Scubaforce-Seite zu den Black Devil Wings und in der Bedienungsanleitung für Scubaforce-Tariermittel geprüft. Tauchausrüstung muss fachgerecht montiert, gewartet und praktisch trainiert werden.
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