Die Bose Noise Cancelling Headphones 700 überzeugten mich in meinem damaligen Test mit starker Geräuschreduzierung, verständlichen Telefonaten und einem klaren Klang. Auf einem Strandspaziergang blendeten sie Wellenrauschen und die Geräusche um mich herum auffällig weit aus. Beim Joggen zeigten sie dagegen schnell ihre Grenzen: Die Muscheln wurden warm und der Bügel klackerte zeitweise. Heute ist der NCH 700 kein neues Spitzenmodell mehr, aber Bose unterstützt ihn weiterhin in der aktuellen Bose App. Als Gebrauchtkauf lohnt er sich nur nach einem gründlichen Funktions- und Akkutest.
Unbezahlte Werbung / historischer Produkttest: Ich habe meinen Kopfhörer selbst gekauft und im Alltag, beim Sport sowie auf Reisen benutzt. Dies ist kein erneuter 2026-Test. Aktuelle App- und Supportangaben habe ich beim Hersteller geprüft.
Mein Bose-700-Test in Kürze
Für Flüge, Bahnfahrten, konzentriertes Arbeiten und Telefonate war der NCH 700 in meinem Test stark. Für Jogging, tropische Hitze und einen unbeschwerten Einsatz am Sandstrand würde ich ihn nicht wählen. Wer heute ein gebrauchtes Exemplar sucht, sollte weniger auf den damaligen Listenpreis und stärker auf Akku, Polster, Bügel, Mikrofone und App-Verbindung achten.

Der erste Eindruck war ungewöhnlich gut
Der Kopfhörer kam in einem flachen Transportetui und unterschied sich optisch deutlich vom faltbaren QuietComfort 35 II. Die Ohrmuscheln glitten stufenlos am Edelstahlbügel entlang. Nach dem Aufsetzen saß das System bei mir bequem und war innerhalb weniger Augenblicke mit iPhone und iPad verbunden.
Der Klang wirkte klar, ausgewogen und detailreich. Das war mein persönlicher Höreindruck, keine Labormessung. Gerade bei Stimmen, klassischer Musik und komplexeren Arrangements hatte ich das Gefühl, einzelne Ebenen besser verfolgen zu können als mit einfacheren Kopfhörern.
Geräuschreduzierung auf Reisen: die eigentliche Stärke
Bei meinem Spaziergang am Strand spielte ich die unterschiedlichen ANC-Stufen durch. Das Rauschen der Wellen, Stimmen und spielende Kinder traten je nach Einstellung deutlich in den Hintergrund. Die höchste Stufe schuf eine Ruhe, die unterwegs sehr angenehm sein kann.

Trotzdem ist ANC kein Unsichtbarkeitsmantel. Plötzliche Geräusche und Stimmen werden anders gedämpft als ein gleichmäßiges Brummen. Im Straßenverkehr oder an Bahnsteigen kann maximale Abschirmung sogar unvernünftig sein. Ich reduziere die Geräuschunterdrückung dort, wo ich Durchsagen, Fahrzeuge oder meine Umgebung wahrnehmen muss.
Im Flugzeug liegt der klassische Vorteil auf der Hand: Gleichmäßige tiefe Geräusche werden reduziert, Musik und Filme müssen weniger laut wiedergegeben werden. Ob ein heutiges Modell noch stärker dämpft, beantwortet dieser historische Test nicht. Er zeigt aber, dass der NCH 700 diese Kernaufgabe für mich überzeugend erfüllt hat.
Telefonieren: Mein Gegenüber hörte überraschend wenig Umgebung
Bei einem Testanruf am Strand war mein Gesprächspartner von der Sprachverständlichkeit überrascht. Die Mikrofone filterten den Hintergrund in dieser Situation so weit, dass meine Stimme klar ankam. Das war damals eine der praktischsten Verbesserungen gegenüber Kopfhörern, die ich vor allem zum Musikhören verwendet hatte.
Eine Garantie für jede Umgebung ist das nicht. Wind, schlechte Mobilfunkverbindung und gealterte oder beschädigte Mikrofone verändern das Ergebnis. Bei einem Gebrauchtgerät würde ich deshalb nicht nur Musik abspielen, sondern einen echten Anruf im Freien führen und die Aufnahmequalität von der Gegenseite beurteilen lassen.
Beim Sport kamen die Schwächen sofort heraus
Beim Joggen am Strand bemerkte ich zwei Probleme. Der Kopfhörer klackerte leicht, wenn der Bügel ungünstig saß. Durch Verschieben verschwand das Geräusch, kehrte bei Bewegung jedoch wieder zurück. Außerdem staute sich unter den großen Ohrpolstern Wärme. Ich schwitzte deutlich.
Das ist kein kleiner Nebensatz, wenn du den NCH 700 als Sportkopfhörer kaufen möchtest. Große geschlossene Over-Ears sind beim Krafttraining in einem klimatisierten Raum vielleicht angenehm. Für einen Lauf in Wärme, Regen oder hoher Luftfeuchtigkeit würde ich leichtere, dafür geeignete In-Ears vorziehen.
Meine Anti-Empfehlung: Den NCH 700 wegen eines günstigen Gebrauchtpreises als Laufkopfhörer kaufen. Sein sinnvoller Platz ist für mich im Flugzeug, Zug, Büro oder auf einem ruhigen Spaziergang – nicht bei schweißtreibendem Ausdauertraining.
Bedienung, App und Verbindungen
Die Touchfläche an der rechten Ohrmuschel reagierte in meinem Test zuverlässig, nachdem ich die Gesten verinnerlicht hatte. Lautstärke, Wiedergabe und Anrufe ließen sich direkt steuern. USB-C war damals ein willkommenes Update gegenüber älteren Ladeanschlüssen.
Die Einrichtung erfolgte über die Bose Music App, die heute schlicht Bose App heißt. Bose listet die Noise Cancelling Headphones 700 weiterhin als unterstütztes Produkt. Das ist für ein älteres Modell wichtig: App-Erkennung, Einstellungen und mögliche Aktualisierungen sind damit nicht bloß auf eine verschwundene Downloadseite angewiesen.
Beim Kauf würde ich die Verbindung mit dem eigenen Smartphone vollständig testen:
- Kopfhörer aus der Bluetooth-Liste entfernen und neu koppeln.
- In der Bose App hinzufügen und Einstellungen öffnen.
- ANC-Stufen und Transparenzfunktion durchschalten.
- Touchgesten, Tasten und Sprachansage prüfen.
- Einen Anruf führen und beide Mikrofonrichtungen testen.
- Ladebuchse vorsichtig auf Wackelkontakt kontrollieren.
Gebrauchtkauf: Akku und Polster entscheiden
Eine Herstellerangabe aus dem Neuzustand sagt wenig über einen mehrere Jahre alten Akku. Lass den Kopfhörer vor dem Kauf vollständig laden und beobachte die Laufzeit unter realistischen Bedingungen mit aktiviertem ANC. Ein schneller Sprung der Restzeitanzeige oder ein Abschalten bei höherer Lautstärke kann auf einen gealterten Akku hindeuten.
Prüfe außerdem:
- Risse, Abplatzungen und Geruch der Ohrpolster,
- Spiel oder Geräusche am Bügel,
- Kratzer an den empfindlichen Flächen,
- gleichmäßige Lautstärke beider Seiten,
- Rauschen ohne Musik,
- Lieferumfang mit Etui und Kabeln,
- sowie die Seriennummer und einen plausiblen Herkunftsnachweis.
Bei unbekanntem Akkuzustand sollte der Preis eine mögliche Reparatur oder einen frühen Ausfall widerspiegeln. Ein äußerlich schönes Exemplar ist noch kein technisch gutes Exemplar.
NCH 700 oder QuietComfort 35 II?
Ich habe beide Modelle benutzt. Der NCH 700 wirkte moderner, bot mir eine sehr gute Sprachqualität und eine fein abstufbare Geräuschreduzierung. Der QC35 II war faltbar, leicht und auf langen Reisen außerordentlich bequem. Heute hängt die Entscheidung weniger von damaligen Datenblättern als vom Zustand der konkreten Geräte ab.
| Priorität | Tendenz aus meinem Test |
|---|---|
| Telefonate | NCH 700 |
| modernes Bedienkonzept | NCH 700 |
| kompaktes Faltetui | QC35 II |
| langer Reisekomfort | beide probieren, Passform entscheidet |
| Sport bei Wärme | keiner von beiden |
Den ausführlichen Rückblick findest du in meinem Bose QC35 II Test. Wie Kopfhörer in mein Gesamtpaket passen, ordne ich im Ratgeber zur technischen Ausrüstung auf Reisen ein.
Mein Fazit
Der Bose NCH 700 hat mich damals schnell überzeugt, aber nicht in jeder Disziplin. Seine großen Stärken waren Ruhe, Klang, Bedienung und Telefonie. Seine Schattenseite zeigte sich beim Laufen: Wärme und Klackern nahmen mir dort die Freude.
Genau diese Trennung macht den alten Test heute noch nützlich. Wer einen Reise- und Arbeitskopfhörer sucht, kann mit einem gut erhaltenen NCH 700 weiterhin glücklich werden. Wer den neuesten Funktionsumfang, einen frischen Akku und eine kalkulierbare Garantie möchte, sollte ein aktuelles Modell vergleichen.
Würdest du bei einem gebrauchten ANC-Kopfhörer eher einen schwächeren Akku oder abgenutzte Ohrpolster akzeptieren – oder wäre beides ein Ausschlusskriterium?
Quellen und Stand
Die praktischen Eindrücke stammen aus meinem eigenen Test. Den aktuellen App-Support habe ich am 1. August 2026 auf der offiziellen Bose-Seite zur Kompatibilität der Bose App geprüft. Preise, Ersatzteilverfügbarkeit und Reparaturmöglichkeiten können sich ändern.


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