Der erste Asics Metafuji Trail war mein Lieblingslaufschuh. Rund 800 Kilometer und etwa anderthalb Jahre lang bin ich ihn intensiv gelaufen, zeitweise fast täglich – und er ist noch immer verwendbar. Das war die Messlatte. Dann kam der Metafuji Trail 2. Schon nach dem ersten zehn bis elf Kilometer langen Lauf dachte ich: Wow. Das ist mein Schuh. Am folgenden Tag bin ich wieder mit ihm gelaufen. Die Begeisterung ist nicht abgeklungen. Im Gegenteil: Der zweite Lauf hat meinen ersten Eindruck noch verstärkt. Der Zweier ist gerade dabei, den besten Laufschuh abzulösen, den ich bisher hatte.
Der zweite Lauf hat mir keine neue Theorie geliefert. Er hat etwas Wichtigeres getan: das Gefühl bestätigt. Der Metafuji Trail 2 sitzt sicher, fühlt sich formstabil an und gibt mir bereits beim Stehen und Gehen viel Kontrolle. Gleichzeitig läuft er sich leicht, weich und geschmeidig. Diese Kombination funktioniert für meine gemischten Strecken außergewöhnlich gut – und der Schuh macht mir gerade schlicht enorm viel Spaß. Ich will ihn anziehen und loslaufen. Das ist für einen Laufschuh wahrscheinlich das stärkste Kompliment, das ich machen kann.
Vorweg, weil mir das wichtig ist: Ich habe den Schuh selbst gekauft und bezahlt, die Rechnung liegt vor. Es gibt keine Kooperation mit Asics. Meine Begeisterung ist nicht bestellt. Sie ist das Ergebnis der ersten beiden Läufe – und sie ist ziemlich groß.
Werbung / Affiliate-Link: Die Box zeigt den Metafuji Trail 2 in meiner getesteten Größe 43,5. Wenn du darüber kaufst, erhalte ich möglicherweise eine Provision; für dich wird der Kauf nicht teurer.
- Fortschrittliche Außensohle für optimale Traktion auf unebenen...
- Gepolsterte Zwischensohle zur Stoßdämpfung und für mehr Komfort...
Diese Produktpräsentation wurde mit dem AAWP-Plugin erstellt.
Metafuji Trail 2 und Vorgänger im persönlichen Vergleich

| Bereich | Metafuji Trail 1 nach meiner Erfahrung | Metafuji Trail 2 nach den ersten beiden Läufen |
|---|---|---|
| Nutzung | rund 800 Kilometer, etwa anderthalb Jahre, noch verwendbar | zwei erste Läufe; der erste über rund 10 bis 11 Kilometer |
| Stabilität | für mich vor allem beim Laufen stabil | bereits beim Stehen und Gehen sehr formstabil |
| Führung | flexibler, stärker an einen klassischen Laufschuh erinnernd | strukturierter, kontrollierter und sicherer |
| Passform | grundsätzlich sehr gut | in Größe 43,5 wie angegossen |
| Schnürung | klassische Schnürung | Schnellschnürung, in Sekunden fixiert |
| Halt im Schuh | serienmäßige Einlegesohle für mich teilweise etwas glatt | kein störendes Rutschen beim ersten Lauf |
| Abrollen | in der frühen Nutzung teilweise etwas schwerfällig | leichter, weicher und geschmeidiger |
| Geräusch | beim Gehen teilweise starkes Quietschen | im ersten Test deutlich leiser |
| Rolle für mich | bisheriger Lieblingslaufschuh | nach zwei Läufen klarer Favorit auf die Nachfolge |
Der Zweier ist keine vollständige Neuerfindung – und das ist gut so. Er bewahrt viele Eigenschaften, wegen denen ich den Vorgänger so gern gelaufen bin: die robuste Anmutung, die markante Konstruktion, viel Material unter dem Fuß und die Eignung für wechselnde Untergründe. An den entscheidenden Stellen wirkt er aber klarer, kontrollierter und stärker zu Ende gedacht. Nicht einfach nur neu. Besser.
Was Asics beim Metafuji Trail 2 verändert hat

Asics positioniert den Metafuji Trail 2 als leistungsorientierten Trailracing-Schuh. Die aktuelle deutsche Produktseite von Asics nennt einen Listenpreis von 250 Euro. Laut der offiziellen EMEA-Pressemitteilung ist das Modell seit dem 1. August 2026 weltweit erhältlich.
| Bauteil | Offizielle Ausstattung |
|---|---|
| obere Mittelsohle | FF LEAP |
| untere Mittelsohle | FF BLAST PLUS |
| Platte | trailspezifische Carbonplatte mit neuer X-Geometrie |
| Außensohle | Asicsgrip mit 3,5 Millimeter tiefen Stollen |
| Einlegesohle | SOLYTE-Einlegesohle |
| Fußabschluss | stromlinienförmiger Knöchelkragen |
| Schnürung | Schnellschnürsystem mit integrierter Schnürsenkeltasche |
FF LEAP liegt laut Asics oberhalb und FF BLAST PLUS unterhalb der Carbonplatte. Die X-förmige Plattengeometrie soll Vortrieb bei Anstiegen mit Kontrolle auf Abwärtspassagen verbinden. Welche einzelne Komponente dabei wie viel bewirkt, kann ich von außen nicht sauber trennen. Was ich spüre, ist das Gesamtsystem – und das funktioniert für mich wirklich gut.
Rund zehn bis elf Kilometer auf einer echten Mischstrecke
Für den ersten Test habe ich keine künstlich einheitliche Strecke gewählt. Meine normalen Laufrunden sind Hybridstrecken – und genau dafür muss sich ein Schuh bei mir eignen.
Ich war mehr als eine Stunde unterwegs und kam auf rund zehn bis elf Kilometer. Die Runde enthielt Lauf- und Gehpassagen, Anstiege und Gefälle. Der Untergrund wechselte mehrfach zwischen:
- Asphalt,
- Schotter und Waldschotter,
- Erde,
- Kies,
- Geröll und kleineren Steinen,
- Mischflächen aus Erde und Steinen,
- Rasen und Gras,
- normalem Waldboden.
Ich habe während des gesamten Laufs bewusst auf den Schuh geachtet: beim Anziehen, Stehen, Gehen, lockeren Laufen, schnelleren Abrollen, bergauf und bergab. Eine bestimmte Pace, exakte Höhenmeter oder ein Leistungsresultat spielen für diesen Ersteindruck keine Rolle. Entscheidend war, ob sich der positive Eindruck aus dem Stand auf die verschiedenen Passagen überträgt.
Nicht geprüft habe ich tiefen Schlamm, sehr nassen Fels oder extrem technisches Gelände. Aussagen zu diesen Bedingungen bleiben deshalb offen.
Falls du gerade erst abseits des Asphalts loslegst, findest du bei Trailrunning für Anfänger eine praktische Orientierung.
Der erste Wow-Moment kam schon beim Anziehen

Ich hatte noch keinen Kilometer zurückgelegt, als der erste deutliche Unterschied auffiel. Größe 43,5 – dieselbe Größe wie beim Vorgänger – sitzt an meinem Fuß wie angegossen.
Der textile Knöchelkragen steht höher und schmiegt sich angenehm an. Ich mag dieses umschließende Gefühl, weil es für mich nicht nach Druck, sondern nach Halt wirkt. Der Fuß sitzt klarer im Schuh, als ich es vom Vorgänger in Erinnerung habe.
Die Schnellschnürung ist dabei keine belanglose Spielerei. Fuß hinein, System zuziehen, Schnürung verstauen, fertig. Das dauert wenige Sekunden. Während des Laufs musste ich nichts nachspannen, und mein Fuß rutschte nicht störend innerhalb des Schuhs.
Beim Vorgänger empfand ich die serienmäßige Einlegesohle teilweise als recht glatt. Dadurch hatte ich gelegentlich das Gefühl, im Schuh etwas mehr Bewegung zu haben. Beim Zweier trat dieser Eindruck in meinem ersten Test nicht auf.
Und dann war da noch das Geräusch. Mein alter Metafuji Trail quietscht beim Gehen teilweise so deutlich, dass man mich vermutlich hört, bevor man mich sieht. Der neue Schuh war während des ersten Tests wesentlich leiser. Das entscheidet keinen Wettkampf, macht den Alltag mit dem Schuh aber angenehmer.
Mehr Stabilität ist für mich die eigentliche Verbesserung

Der erste Metafuji Trail fühlte sich für mich vor allem dann stabil an, wenn ich tatsächlich lief. Beim langsamen Gehen oder bloßen Stehen war das hohe, performanceorientierte Schuhgefühl stärker spürbar. Der Schuh wollte bewegt werden.
Beim Metafuji Trail 2 ist das anders. In ihm stehe ich wie ein Fels in der Brandung.
Das klingt groß, beschreibt das Gefühl aber ziemlich genau. Der Zweier vermittelt mir bereits im Stand eine feste, formstabile Plattform. Beim Gehen bleibt dieses kontrollierte Gefühl erhalten. Beim Laufen wirkt der Schuh nicht kippelig oder schwammig, obwohl weiterhin reichlich Dämpfung unter dem Fuß steckt.
Ich würde den Aufbau als stärker geführt und strukturierter bezeichnen. „Statisch“ war mein erster spontaner Begriff, doch das klingt unbeweglicher, als der Schuh tatsächlich ist. Er sperrt den Bewegungsablauf nicht. Er hält meinen Fuß vielmehr klarer in seiner Position und gibt mir dadurch Ruhe.
An diesem Punkt trifft mein Eindruck ziemlich genau das offizielle Entwicklungsziel von Asics. Der Hersteller beschreibt die neue Konstruktion nicht nur über Geschwindigkeit, sondern auch über Kontrolle. Genau das kommt bei mir an: Der Schuh fühlt sich als Gesamtsystem deutlich kontrollierter an als sein Vorgänger.
Strukturierter und gleichzeitig leichter, weicher und geschmeidiger
Interessant wird der Zweier durch zwei Eigenschaften, die zunächst nicht recht zusammenpassen wollen.
Einerseits ist er formstabiler und stärker geführt. Andererseits läuft er sich für mich leichter, weicher und flüssiger.
Beim langsamen Laufen rollt der Schuh angenehm nach vorn. Wenn ich größere Schritte mache oder das Tempo erhöhe, geht die Bewegung geschmeidig über den Vorfuß. Ich spüre den Aufbau und das Profil unter dem Schuh, aber nicht auf unangenehme Weise. Es entsteht eher das Gefühl, dass die Konstruktion arbeitet, ohne mich zu einem bestimmten Tempo zu zwingen.
Ob mich der Schuh messbar schneller macht, weiß ich noch nicht. Ehrlich gesagt ist das für mein Urteil gerade auch zweitrangig. Entscheidend ist, was er mit meinem Laufgefühl macht: Der Metafuji Trail 2 vermittelt mir Vortrieb, rollt leichter ab als der stark gelaufene Vorgänger und fühlt sich weniger schwerfällig an, als ich den Einser aus seiner frühen Nutzungsphase in Erinnerung habe.
Der alte Schuh war zugleich flexibler und wirkte stärker wie ein klassischer Laufschuh, der sich dem Fuß anpasst. Der Zweier gibt seine Form klarer vor. Für mich funktioniert das hervorragend. Wer viel natürliche Flexibilität und möglichst wenig Führung bevorzugt, könnte denselben Charakter allerdings als zu dominant empfinden.
Grip und Kontrolle auf den getesteten Untergründen

Auf meiner Mischstrecke fühlte sich die Asicsgrip-Außensohle sicher an. Ich lief über Asphalt, Schotter, Kies, Erde, kleinere Steine, Gras und Waldboden, ohne dass der Schuh irgendwo unangenehm instabil wirkte.
Auf Asphalt hatte ich den Eindruck, dass der Schuh satt aufliegt und regelrecht am Boden klebt. Das macht ihn nicht automatisch zum besten Straßenschuh. Es beschreibt lediglich das sichere Gefühl auf den befestigten Passagen meiner Runde.
Auf Schotter, Erde und steinigeren Abschnitten kamen Außensohle, formstabiler Aufbau und fester Sitz für mich besonders gut zusammen. Ich hatte Vertrauen in den Auftritt und musste mich nicht ständig mit dem Schuh beschäftigen.

Eine pauschale Aussage wie „Der Zweier hat mehr Grip als der Einser“ wäre dennoch zu einfach. Der Vorgänger besitzt nach rund 800 Kilometern naturgemäß weniger Profil als im Neuzustand. Zudem fehlen bislang Erfahrungen in tiefem Schlamm, auf sehr nassem Fels und unter extrem technischen Bedingungen.
Einen weiteren persönlichen Blick auf einen Trailschuh findest du in meinem Salomon Supercross 4 Test.
Ohne orthopädische Einlage: angenehm, aber nicht verallgemeinerbar
Ich nutze bei Laufschuhen teilweise orthopädische Einlagen. Den ersten längeren Lauf im Metafuji Trail 2 bin ich ohne meine zusätzliche Einlage gelaufen.
Das hat mich überrascht, weil sich der Schuh trotzdem ausgesprochen angenehm und stabil anfühlte. Subjektiv gab er meinem Fuß ohne Einlage sogar mehr Ruhe als der Vorgänger bei manchen Läufen mit Einlage.
Daraus mache ich keine allgemeine Empfehlung. Der Vorgänger ist stark gelaufen, der Zweier neu, und Einlagen verändern Platz, Fußposition und Druckverteilung. Für mich ist die Beobachtung trotzdem interessant: Bei diesem ersten Lauf habe ich die zusätzliche Einlage nicht vermisst.
Während dieses Laufs hatte ich keine Knie- oder Gelenkbeschwerden und nicht das Gefühl, ungewöhnlich belastet zu werden. Am folgenden Morgen fühlten sich Füße, Knie, Waden und Beine nach den rund zehn bis elf Kilometern normal an.
Das ist ein positives Signal, aber keine medizinische Aussage. Wer orthopädische Fragen, anhaltende Schmerzen oder individuell angepasste Einlagen hat, sollte seine Entscheidung nicht aus meinem Produkttest ableiten.
Für mich mehr als ein reiner Trailracer
Ein Punkt hat mich besonders überrascht: Auch das Gehen ist im Metafuji Trail 2 ausgesprochen angenehm.
Ich bin während der mehr als einstündigen Runde immer wieder gegangen und kann mir den Schuh nach diesem Lauf auch zum Gassigehen sehr gut vorstellen. Die Formstabilität, das geschmeidige Abrollen und der sichere Halt funktionieren für mich nicht nur unter Lauftempo.
Dadurch kann ich mir den Metafuji Trail 2 auch für einfache bis moderate Wandertouren, aktive Reisen und längere Spaziergänge vorstellen. Das ist mein persönliches Nutzungsurteil. Asics positioniert ihn als Performance-Trailschuh, nicht als klassischen Wander- oder Freizeitschuh.
Weitere Ideen für Reisen mit viel Bewegung findest du in meinem Überblick zum Aktivurlaub.
Für ausgesetzte Bergtouren, schweres Gepäck oder sehr technische Felspassagen würde ich ihn aufgrund dieses ersten Laufs nicht empfehlen. Auf normalen Wanderwegen und bei Reisen mit viel Bewegung sehe ich für mich dagegen einen praktischen Vorteil: Ich kann laufen, gehen und unterwegs sein, ohne für jede Aktivität ein weiteres Paar mitzunehmen.
Seine eigentliche Stärke liegt für mich auf Strecken, die sich nicht sauber in Straße oder Trail aufteilen lassen. Auf meinen typischen Mischstrecken wechseln Asphaltpassagen mit Wald-, Schotter- oder Feldwegen; dazu kommen Erde, Gras und steinigere Abschnitte. Genau in diesem Zwischenraum passt der Metafuji Trail 2 hervorragend.
Wie Laufen und Reisen zusammenkommen können, zeigt mein Beitrag über Laufen in Fieberbrunn.
Für reine Asphaltläufe kann ein spezialisierter Straßenlaufschuh trotzdem die sinnvollere Wahl sein. Ebenso wenig macht dieser erste Test den Zweier automatisch zum idealen Modell für tiefen Schlamm oder hoch technisches Gelände.
Die Optik: erst klobig, dann eine richtige Leuchtboje

Als ich die ersten Bilder des Schuhs sah, war ich nicht sofort begeistert. Das Design wirkte klobig, hart und ziemlich grell. Der erste Metafuji Trail in seiner Kombination aus dunkleren Flächen und Neon gefiel mir zunächst besser.
Live und am Fuß hat sich mein Eindruck verändert. Die modellierte Sohle, die leuchtenden Flächen und die rötlich wirkenden Akzente ergeben beim Tragen ein stimmigeres Bild als auf einzelnen Produktfotos. Wenn ich beim Laufen an mir herunterblicke, sehe ich eine richtige Leuchtboje an meinen Füßen – und mittlerweile gefällt mir genau das.
Die Optik bleibt dennoch Geschmackssache. Wer dezente Laufschuhe sucht oder das Modell regelmäßig im Alltag tragen möchte, könnte sich an der grellen Farbgebung stören.
Die Neonwirkung macht den Schuh auffällig. Eine bestimmte technische Reflektivität oder definierte Sichtbarkeitsleistung habe ich nicht geprüft und behaupte sie deshalb nicht.
250 Euro: Für wen lohnt sich dieser Preis?
Die deutsche Asics-Produktseite nennt einen Listenpreis von 250 Euro. Das ist eine Ansage.
Für gelegentliche kurze Parkrunden oder reine Neugier würde ich diesen Betrag nicht ausgeben. Der technische Aufbau und der Preis ergeben vor allem dann Sinn, wenn der Schuh regelmäßig auf passenden Strecken genutzt wird.
Bevor du 250 Euro in einen Spezialschuh steckst, lohnt sich ein ehrlicher Blick darauf, wie du Outdoor-Sport anfangen und dauerhaft in deinen Alltag integrieren möchtest.
Bei mir fällt die Rechnung anders aus. Der Vorgänger hat rund 800 Kilometer überstanden und ist noch verwendbar. Ich laufe häufig, bewege mich auf gemischten Untergründen und kann den Zweier zusätzlich beim Gehen, auf Reisen und auf geeigneten Wandertouren einsetzen.
Nach den ersten beiden Läufen würde ich den Metafuji Trail 2 wieder kaufen – bevorzugt in einem seriösen Angebot. Konkrete Preisprognosen sind dabei sinnlos, weil Farben, Größen, Händler und Tagesangebote laufend wechseln.
Ob der hohe Preis langfristig gerechtfertigt ist, entscheidet sich erst über viele weitere Kilometer. Im Moment kann ich sagen, dass Verarbeitung, Obermaterial und Sohlenkonstruktion ausgesprochen hochwertig und robust wirken. Ob sie diese Anmutung tatsächlich in Haltbarkeit übersetzen, muss sich erst zeigen.
Bei aller Begeisterung: Für wen ich ihn nicht kaufen würde
Meine Begeisterung ist groß. Trotzdem passt der Schuh nicht automatisch zu jedem Laufstil und jedem Einsatz.
Ich würde ihn nach den ersten beiden Läufen nicht als erste Wahl sehen, wenn du:
- nahezu ausschließlich auf Asphalt läufst,
- einen sehr flexiblen, bodennahen oder minimalistischen Schuh bevorzugst,
- dich in stark geführten Modellen unwohl fühlst,
- einen günstigen Einstiegsschuh suchst,
- nur gelegentlich läufst und den technischen Aufbau kaum nutzt,
- eine dezente Optik möchtest,
- aufgrund meiner Erfahrung eine Lösung für Knie-, Gelenk- oder Fußbeschwerden erwartest,
- sofort ein belastbares Urteil für tiefen Schlamm, sehr nassen Fels oder extrem technisches Gelände benötigst.
Für ambitionierte Trailrunner, die einen stark gedämpften, formstabilen Performance-Schuh suchen, ist der Metafuji Trail 2 dagegen naheliegend. Besonders interessant finde ich ihn für sportliche Allrounder, deren Strecken regelmäßig zwischen Asphalt, Schotter, Waldwegen, Erde, Gras und steinigeren Passagen wechseln.
Die Größe sollte jeder selbst prüfen. Bei mir passt 43,5 hervorragend und entspricht meiner Größe im Vorgänger. Fußform, gewünschter Platz im Vorfuß und eigene Einlagen können das Ergebnis deutlich verändern.
Was nach den ersten beiden Läufen noch offen bleibt
Zwei Läufe können einen starken ersten Eindruck bestätigen. Einen Langzeittest ersetzen sie nicht.
Noch nicht seriös beurteilen kann ich:
- wie sich die Dämpfung nach Hunderten Kilometern entwickelt,
- wie schnell sich das Profil bei häufigen Asphaltanteilen abnutzt,
- ob Schnellschnürung und Schnürsenkeltasche dauerhaft zuverlässig bleiben,
- wie sich der Schuh auf sehr langen Distanzen anfühlt,
- ob nach vielen Läufen Druckstellen oder Ermüdungsprobleme entstehen,
- wie er sich in tiefem Schlamm, auf sehr nassem Fels und im extrem technischen Gelände verhält,
- ob er langfristig tatsächlich robuster oder haltbarer als der Vorgänger ist.
Auch der direkte Generationenvergleich bleibt durch den stark gelaufenen Einser und die unterschiedlichen Einlagenbedingungen begrenzt. Mein Urteil ist deshalb eine persönliche, erfahrungsbasierte Einordnung – kein Labortest.
Mein Fazit zum Asics Metafuji Trail 2
Der erste Metafuji Trail war mein Lieblingslaufschuh. Nach zwei Läufen mit dem Zweier glaube ich nicht mehr nur, dass er ihn ablösen könnte. Er ist auf dem besten Weg, genau das zu tun.
Mein stärkster Eindruck ist nicht die Carbonplatte, der Name des Schaums oder irgendeine theoretische Geschwindigkeitszahl. Es ist die Kombination aus sicherem Sitz, Formstabilität, Kontrolle, weichem Komfort und geschmeidigem Abrollen.
Der Schuh fühlt sich bereits beim Stehen und Gehen vollständiger an als sein Vorgänger und verliert dieses sichere Gefühl beim Laufen nicht. Auf meiner Hybridrunde mit Asphalt, Schotter, Erde, Kies, Steinen, Gras und Waldboden funktionierte er als genau der vielseitige Laufschuh, den ich für meine Strecken gesucht habe. Dazu kommen die schnelle Schnürung, der feste Halt im Schuh und das deutlich reduzierte Quietschen.
Die Optik bleibt gewöhnungsbedürftig, der Preis ist hoch und zwei Läufe sind noch keine Langzeiterfahrung. Ich weiß nicht, wie der Schuh nach Hunderten Kilometern aussieht oder wie er sich unter den bisher ungeprüften Extrembedingungen verhält.
Aber ich muss meine Begeisterung deshalb nicht kleiner machen, als sie ist. Der zweite Lauf hat den ersten Eindruck nicht relativiert, sondern verstärkt. Mein persönliches Urteil ist klar: Das sind die besten Laufschuhe, die ich bisher hatte. Nicht als objektive Weltrangliste für jeden Fuß, sondern als Urteil für meine Strecken, meine Nutzung und mein Laufgefühl.
Wow. Das ist mein Schuh.
*Affiliate Links (Werbung) & Amazon Werbeanzeigen mit Affiliate Links / Verkauf durch Amazon oder Drittanbieter auf dem Amazon Marktplatz. / Als Amazon-Partner erhalten wir eine kleine Provision – Ihr bezahlt nichts extra. / Letzte Aktualisierung der Produktdaten am 28.08.2026 / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Produktbilder werden über einen Datenschutz-Proxy ausgeliefert / Haftungsausschluss: Der angegebene Preis kann seit der letzten Aktualisierung gestiegen sein. Maßgeblich für den Verkauf ist der tatsächliche Preis des Produkts, der zum Zeitpunkt des Kaufs auf der Website des Verkäufers auf Amazon.de stand. Eine Echtzeit-Aktualisierung der vorstehend angegebenen Preise ist technisch nicht möglich.


0 Comments