Heller Sand, kleine Wellen und gleich daneben der lange Naples Pier: Bei meiner Reise war ich an dieser Küste unterwegs. Neben der Seebrücke wurde gebadet, zwischen ihren Pfeilern stand ein Pelikan. Strand und Pier gehörten zusammen, mit Leben im Wasser und wechselndem Licht über dem Meer.
Für eine Reise heute ist allerdings ein Unterschied entscheidend: Der Naples Pier ist wegen des Wiederaufbaus geschlossen, Stand 8. September 2026. Das meldet die Stadt Naples. Ein Spaziergang auf der Seebrücke, wie er damals möglich war, gehört derzeit nicht zum Programm.
Heller Sand und ein weiter Blick
An der Wasserlinie liefen kleine Wellen auf den hellen Sand. Weiter draußen waren Wassersportler unterwegs, darüber stand blauer Himmel. Die Küste wirkte offen und weit, aber menschenleer war sie nicht.

Für einen Aufenthalt am Meer würde ich dem Strand heute Zeit lassen. Du musst nicht aus Wasserlinie, Strandleben und dem Blick hinaus einzelne Programmpunkte machen. Gerade wenn auf einer Florida-Reise sonst viele Ziele auf dem Plan stehen, würde ich diesen Teil nicht bloß dazwischenschieben.
Als der Pier noch zum Strandleben gehörte
Die lange Seebrücke ragte neben dem Strand ins Meer. Direkt daneben badeten Menschen. Der Strand lag nicht abseits der Sehenswürdigkeit. Er gehörte unmittelbar dazu.

Auch am Pierende waren Besucher. Die Seebrücke war damals begehbar und damit mehr als eine Kulisse: Zum Aufenthalt am Strand konnte auch der Gang hinaus über das Wasser gehören.

Delfin im Wasser, Pelikan im Sand
Im grünlichen Wasser war ein Delfin zu sehen.

Über mein Schnorcheln in Florida und die zufällige Delfinbegegnung vor Naples habe ich separat geschrieben.
Eine Delfinsichtung lässt sich nicht garantieren. Wer einen Delfin sieht, sollte ihn aus Distanz beobachten und weder anlocken noch verfolgen. NOAA Fisheries rät ausdrücklich davon ab, wilde Delfine zu füttern oder mit ihnen zu schwimmen.
Zwischen den Pfeilern des Piers stand ein Pelikan auf dem Sand. Das Bauwerk gehörte nicht allein den Menschen, die es besuchten. Auch unter der Seebrücke hatte die Küste ihr eigenes Leben.

Bei den Vögeln bleibt Abstand ebenfalls die richtige Haltung. Die Florida Fish and Wildlife Conservation Commission empfiehlt, Pelikane und andere Seevögel nicht zu füttern. Sie bittet außerdem, Vögel nicht absichtlich aufzuscheuchen und ihnen auszuweichen. Ein Vogel muss für dein Foto nicht extra auffliegen.
Orange am Horizont
Am Abend stand die Sonne am Horizont. Ihr Licht zog eine orangefarbene Spiegelung über das Wasser, nebenan ragte der Pier ins Meer.

Küstenvögel standen auf Pfählen im ruhigen Abendlicht. Die Farben waren zurückhaltender als das kräftige Orange am Horizont. Auch dafür würde ich am Meer Zeit lassen, nicht nur für den Sonnenuntergang selbst.

Was heute am Naples Pier anders ist
Die Stadt nennt den 6. Januar 2026 als Baubeginn des Wiederaufbaus. Während des Projekts bleiben der Pier einschließlich Treppen, Toiletten und Duschen gesperrt. Auch die 12th Avenue South westlich des Gulf Shore Boulevard South ist betroffen. Die Hinweise stehen auf der städtischen Projektseite zum Wiederaufbau.
Als alternative Strandzugänge nennt die Stadt die Broad Avenue South und die 13th Avenue South, an denen sie Fußwege um den gesperrten Bereich eingerichtet hat. Dort nennt sie auch verfügbare Toiletten. Die Sperrung des Piers bedeutet also nicht, dass es keinen Zugang zur Küste gibt. Strandzugang und Zugang zur Seebrücke sind derzeit zwei verschiedene Dinge.
Für deinen Besuch würde ich die städtischen Hinweise vor der Anfahrt erneut prüfen und die Absperrungen vor Ort beachten. Plane den Aufenthalt ohne den Weg auf den Pier. Ob du baden gehst, hängt von den aktuellen Bedingungen am Reisetag ab.
Wofür ich Naples einplanen würde
Die übrigen Etappen findest du im Florida-Überblick. Für den Stadtaufenthalt hilft mein Miami-Reisebericht; eine strandnahe Unterkunftsentscheidung an der Atlantikküste beschreibe ich in meinen Erfahrungen mit Hollywood Beach.
Für Naples würde ich Luft lassen, am Wasser zu bleiben: für den Strand, das wechselnde Licht und Tiere, die sich vielleicht zeigen. Nicht jeder Blick muss gleich zum nächsten Ziel führen.


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